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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich BWL - Controlling, Note: 2,7, FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Controlling stellt einen Ansatz zur Lösung von Koordinations- und Anpassungsproblemen dar, die zum Bsp. durch die zunehmende Komplexität, Dynamik, Diskontinuität und Transparenz der Unternehmensumwelt sowie wachsender Unternehmensgrößen und Märkte entstehen. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, muss sich der Einkaufs- und Beschaffungsbereich an diese Situationen anpassen, denen „Kurzfristiges Denken hat langfristige Folgen.“ Wie dies unternehmensintern und wertschöpfungskettenübergreifend realisiert werden kann und welche Vorteile und Nachteile dies zur Folge hat, möchte ich in der folgenden Arbeit herausstellen.
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Veröffentlichungsjahr: 2014
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Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2. Controlling
2.1 Definition und Grundlagen des Controllings
2.2 Zielsetzung des Controllings
2.3. Beschaffungscontrolling
2.3.1 Aufgaben und Ziele des Beschaffungscontrollings
2.3.2 Beschaffungsziele
2.3.3 Notwendigkeit eines Beschaffungscontrollings
3. Supply Chain Management
3.1 Definition
3.2 Aufgaben und Ziele des SCM
3.3 Abgrenzung des SCM zu anderen Modellen
4. Supply Chain Controlling
4.1 Definition
4.2 Aufgaben und Zielsetzung des SCC
5. Instrumente des Supply Chain Controlling
5.1 Prozessmapping
5.1.1 Supply Chain Map
5.1.2 SCOR Modell
5.2 Methoden des Beziehungs-Controlling
5.2.1 Etablierung eines unternehmensübergreifenden Controlling-Zyklus
5.2.2 Quantifizierung von beziehungsrelevanten Faktoren
5.3 Unternehmensübergreifende Prozesskostenrechnung (PKR)
5.3.1 Definition
5.3.2 PKR für das SCC anhand des Stufenmodells
5.4 Kennzahlen und Kennzahlensysteme für das Supply Chain Controlling
5.4.1 Definition
5.4.2 Selektiven Kennzahlen
5.5 Balanced Scorecard (BSC)
5.5.1 Konzeption einer unternehmensübergreifender BSC
5.5.2 Konzeption einer Balanced Scorecard für das Supply Chain Controlling
6. Lieferantenbewertung
6.1 Lieferantenmanagement
6.2 Lieferantenbewertung
6.2.1 Struktur
6.2.2. Arten von Lieferantenbewertungssystemen
6.3. Zielsetzung Lieferantenbewertung
7. Fazit und Ausblick
Literaturverzeichnis
Abbildung 1: Der Controlling Regelkreis
Abbildung 2: Strategische und taktisch operative Ziele der Beschaffung
Abbildung 3: Mehrstufige Supply Chain
Abbildung 4: Beanspruchungs- und Belastbarkeitsportfolio
Abbildung 5: Beziehungscontrolling anhand eines Controlling Zyklus
Abbildung 6: Implementierungsschritte der U. übergreifenden Prozesskostenrechnung
Abbildung 7 : Beispiele für strategische und Operative Kennzahlen auf den drei Ebenene des Supply Chain Controlling
Abbildung 8: Die Balance Scorecard für das Supply Chain Controlling
Abbildung 9: Das zukunftsfähige Beschaffungsmanagement
Das Controlling stellt einen Ansatz zur Lösung von Koordinations- und Anpassungsproblemen dar, die zum Bsp. durch die zunehmende Komplexität, Dynamik, Diskontinuität und Transparenz der Unternehmensumwelt sowie wachsender Unternehmensgrößen und Märkte entstehen. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, muss sich der Einkaufs- und Beschaffungsbereich an diese Situationen anpassen, denen „Kurzfristiges Denken hat langfristige Folgen.“[1]
Wie dies unternehmensintern und wertschöpfungskettenübergreifend realisiert werden kann und welche Vorteile und Nachteile dies zur Folge hat, möchte ich in der folgenden Arbeit herausstellen.
Das Controlling, welches auf die spezifischen Aufgaben der Beschaffung ausgerichtet ist, stellt ein Instrument zur Führung und Beseitigung oben beschreibender unternehmensinterner Probleme dar.[2] Weitergedacht stellt ein Controlling- System was auf die ganze Wertschöpfungskette ausgerichtet ist ein effizientes Mittel zur strategischen Zielerreichung dar.
Die Supply Chain ist durch die unterschiedlichen Zielvorstellungen der beteiligten Unternehmen sowie ihre räumlich und zeitlich geteilten Aktivitäten der Leistungserstellung geprägt. Daraus resultiert die Notwendigkeit der Koordination der Aktivitäten im Hinblick auf das gemeinsame Ziel der Supply Chain, logistische Leistungen kundeneffektiv und -effizient zu erstellen. Das Controlling der Supply Chain hat daher die Aufgabe, eine zielgerichtete Planung, Gestaltung und Steuerung der unternehmensübergreifenden Lieferkette zu gewährleisten. In einem dynamischen und komplexen Umfeld muss das Controlling der Supply Chain dabei organisatorische, technische und personelle Entwicklungen berücksichtigen, um Anpassungen nach innen und außen jederzeit unterstützen zu können. Die vorherrschenden Instrumente des klassischen Controlling sind allerdings primär unternehmensintern ausgerichtet. Das traditionelle Controlling leistet damit nur einen eingeschränkten Beitrag zur Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette.
Schon eine Hanseatische Kaufmannsweisheit besagt "Im Einkauf liegt der Gewinn". Aufgrund zunehmender Komplexität, Dynamik und Diskontinuität der Unternehmenswelt und wachsender Unternehmensgrößen und Märkte besteht die moderne Beschaffung aus weit mehr als Einkaufen zu niedrigen Preisen. Damit Unternehmen im Wettbewerb bestehen können, ist es erforderlich, die Beschaffung als starken Partner der Wertschöpfung zu positionieren.
Wertbeitrag wird dabei nicht nur durch die Reduzierung des Beschaffungspreises erzielt. In Zeiten steigender Kundenanforderungen und anspruchsvoller werdender gesetzlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen muss ein gezieltes Steuerungskonzept über die gesamte Wertschöpfungskette gestaltet werden um Wettbewerbsvorteile zu sichern[3]. Diese können monetäre Merkmale wie Kostensenkungen aber auch qualitätsbezogene Größen sein. Darauf gehe ich näher in Kapitel 3 und 4 ein, die sich mit den Supply Chain Management und dem Supply Chain Controlling befassen.
Das Anliegen dieser Arbeit besteht darin, begründet aufzuzeigen, dass ein funktionierendes SCC einen professionellen Ansatz darstellt, dem Wertbeitrag der unternehmensübergreifend weiter zu optimieren und Kosten- und Ressourceneinsparungen für die gesamte Wertschöpfungskette zu verwirklichen. Zudem haben gerade Kosteneinsparungen im Beschaffungs- und Einkaufsbereich eine Hebelwirkung auf alle Unternehmensbereiche.
Daraus ergibt sich folgender Aufbau der Arbeit: Im Kapitel zwei erläutere ich kurz den Begriff des Controllings insbesondere des Beschaffungscontrollings. Des Weiteren möchte ich die Ziele und den Nutzen herausstellen. In Kapitel 3 gebe ich einen Einblick in das Supply Chain Management und seine Ziele. Im vierten Kapitel vertiefe ich dies, indem ich das Supply Chain Controlling (kurz „SCC“) definiere und abgrenze. In 5 Kapitel gebe ich Einblick in ausgewählte Instrumentarien des SCC. In Kapitel 6 möchte anhand des Praxisbeispiels der Lieferantenbewertung der Gebr. Bertrams GmbH & Co. KG kritisch feststellen ob die dargestellten Vorteile durch ein ausgewähltes Instrument zutreffend sind. In Kapitel 7 komme ich zu einem abschließenden Fazit und gebe einen Ausblick über zukünftige Entwicklungen. In der nachfolgenden Arbeit sind viele Instrumente des SCC dargestellt trotzdem ist Darstellung nicht als Vollständig zu betrachten.
Das Controlling, welches vom engl. „to control“ also „steuern“ abgeleitet ist, versteht sich als führungsunterstützende und bereichsübergreifende Querschnittsfunktion zur Entwicklung und Bereitstellung von Informationen, Instrumenten, Techniken und Know-how, um die jeweiligen Systeme der Zielsetzung, Planung, Steuerung, Kontrolle und Koordination in einem Unternehmen zielgerichtet einzurichten.[4]
Um die Vielschichtigkeit an Aufgeben bzw. Funktionen des Controllings zu verdeutlichen, wird der Begriff „Controlling“ in diesen Kapitel definiert. Die Zielsetzung und Aufgaben werden insbesondere im Beispiel des Beschaffungscontrollings verdeutlicht, da diese Themenstellung zur besseren Abgrenzung der nachfolgenden Themengebiete „Supply Chain Management“ und „Supply Chain Controlling“ Relevanz besitzt.
