Beschreibung

Quent glaubt, er sei ein ganz normaler Junge. Zumindest bis er von einem alten Mann an seinem sechzehnten Geburtstag erfährt, dass die Welt, in der er lebt, nicht die seine ist. So lässt er alles hinter sich, um sich in ein Abenteuer zu verwickeln, das seine Vorstellungen weitaus übersteigt. Mit seinen Adoptiveltern und dem alten Mann, macht er sich auf den Weg in eine unbekannte Welt, um dort seinen Zwillingsbruder zu suchen, Verbündete zu finden und sich dem mächtigen Halbgott Faro zu stellen. Er wird schnell merken, dass seine Kräfte hierfür nicht ausreichen ... Altersempfehlung: ab 12 Jahren

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Seitenzahl: 359

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Inhaltsverzeichnis
Über das Buch
Über den Autor
Prolog
Buch I
Kapitel I
Kapitel II
Kapitel III
Kapitel IV
Kapitel V
Kapitel VI
Kapitel VII
Kapitel VIII
Kapitel IX
Danksagung
Weitere Bücher erschienen bei Der Kleine Buch Verlag

Über das Buch

Einer Legende nach lebten einst in Taijo zwei mächtige Götter: Karam und Xyphilis. Diese Götter wollten die perfekte Welt erschaffen und wurden so zu den Schöpfern der Lebenskugel.

Die Lebenskugel beinhaltet drei Welten: Prima, die erste, Pentra, die zweite, und Paradan, die dritte, die perfekte Welt.

Urka, das Seelengefängnis, war durch die Hand Faros, des mäch­tigen Dieners des Xyphilis, erschaffen worden, um die Seelen der Joste, seiner gefühllosen Diener, dorthin auf ewig zu ver­bannen.

Das Erdbuch der COR-Reihe ist der 1. Band um die Abenteuer des jungen Prinzen Quents, der nach Pentra aufbricht. In dieser Welt sucht er seinen Zwillingsbruder und erlernt die Grundlagen eines Kriegers und eines zukünftigen Königs.

Über den Autor

Jérémie Kaiser, Jahrgang 1988, ist freier Illustrator und Autor. Sein Abitur schloss er in der französischen Abteilung der Europäischen Schule in Karlsruhe ab. Französisch ist seine Muttersprache. Seit seiner Kindheit betreibt er Kampfsport und Kampfkünste, wobei er im Taekwondo Danträger ist. 2008 und 2013 absolvierte er mehrmonatige Aufenthalte an chinesischen Kampfkunstschulen im Herzen Chinas.

Derzeit widmet er sich vollends dem Schreiben und Zeichnen. Mit dem Ziel, die Menschen durch Geschichten zum Träumen zu bringen und ihnen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, hört er nicht auf, diesen Weg weiter zu gehen.

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d–nb.de abrufbar.

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, ohne Genehmigung des Verlags nicht gestattet.

Erschienen Oktober 2013

2. Auflage Dezember 2013

Lektorat: Lutz Brien

Korrektorat: Angela Hahn

E-Book Konvertierung und Formatierung: Beatrice Hildebrand

© Der Kleine Buch Verlag, Karlsruhe

Redaktion, Satz, Umschlagfotos, und -gestaltung:

Sonia Lauinger

ISBN 978-3942637-48-0

Dieser Titel ist auch als Printversion erschienen: ISBN 978-3-942637-26-8

www.derkleinebuchverlag.de

www.facebook.com/DerKleineBuchVerlag

An alle, die ich liebe.

Und an das Kind in uns, das weiterhin träumt.

Prolog

Pentra, viertes Zeitalter. Wir schreiben das Jahr 2992 nach der Großen Wanderung.

Der junge Bote hatte Angst, große Angst, als er den versiegelten Umschlag mit zitternden Händen entge­gennahm. Er wusste, welches Unheil dem Land widerfahren würde und schluckte schwer, als ihm der Mann in der goldenen Rüstung ernst in die Augen blickte.

„Ich zähle auf dich“, sagte er und zog sein Schwert aus der Scheide. Der Bote schaute besorgt in das Antlitz seines Herren. Er war ein großer, kräftiger Mann mittleren Alters, dem das lange blonde Haar würdevoll auf die Schultern fiel. Sein blonder Bart zeigte einige silberne Strähnen und seine blauen Augen funkelten im Schein der Feuer.

„Jawohl, Eure Majestät. Ich werde Euch nicht ent­täuschen.“

„Gut“, erwiderte der König und nickte, dann lächelte er freundlich. „Richte bitte meinem alten Freund Graseggur die besten Grüße aus und dass ich mich dafür entschuldige, keine Pfeife mehr mit ihm rauchen zu können.“

Der Bote schluckte.Diese Gelassenheit … Er hatte seinen König noch nie zuvor gesehen, geschweige denn etwas von ihm gehört, auf das er sich verlassen konnte. Noch vor kurzem dachte er, dass sein Herr wie jeder andere Herrscher in Pentra wäre: dick und nur um sich selbst bekümmert. Nun stand sein König vor ihm und der Bote verstand, warum dieser Mann so beliebt war im Volk.

„Einen letzten Befehl noch“, fügte der König hinzu.

„Was immer Ihr wünscht.“

„Du bist der jüngste Krieger im Heer, aus diesem Grund habe ich dich als Boten ausgesucht. Bleibe nach der Übergabe des Briefes fern von dieser Schlacht, es wäre unnötig zurückzukehren. Wir werden diese Schlacht verlieren.“

Schock und Verwunderung überkamen den jungen Mann und Tränen der Erleichterung fielen von seinen Wangen, als er sich voller Dankbarkeit tief verbeugte.

„Ich weiß nicht, wie ich Euch jemals werde danken können“, stammelte er.

„Überbringe die Nachricht und du wirst deine Schuld mir gegenüber verlieren“, sagte der König. „Nun geh!“

Der Bote eilte den steinernen Hang hinab und bestieg eines der Pferde. Er blickte kurz zurück und sah, wie sein König golden schimmernd im Sonnenaufgang die letzten Befehle erteilte.Ich werde Euch nicht enttäuschen, mein König.

*****

Graseggur saß auf einem Stein und paffte gedanken­versunken an seiner Pfeife aus Elfenbein. Er hatte gerade die Nachricht des jungen Boten empfangen und drehte den Brief in seinen Händen. Er wusste, was zu tun war, wenn der schlimmste Fall eintreten sollte, und verspürte tief in sich Kummer und Sorgen.

Eine weiße Taube kam angeflogen und setzte sich auf die Schulter des alten Mannes. Sanft pickte sie ihm mit dem Schnabel gegen die Wange, als wollte sie ihm etwas mitteilen. Der alte Mann seufzte und legte die Hände zusammen.

„Siklingur, unser König, ist gefallen“, sagte er und seine Stimmung trübte sich ein. „Du warst ein guter Freund und hast deine Bürde mit Bravour getragen.“

Edda, du hast uns heute einen harten Schlag verpasst und eine große Aufgabe auferlegt …

Der alte Mann stand auf und schaute auf seine wartenden Freunde. Ich werde helfen so viel ich kann, Siklingur, mein Freund.

Buch I

Das Erdbuch

Der Aufbruch des Prinzen

Tagebuch der Lebenskugel, Prima: Viertes Zeitalter. Jahr 2999 nach der Großen Wanderung, Frühling.

Wir schreiben das Jahr 2999 nach der Großen Wanderung. Nach einer der Umrechnungen der Primaner, oder „Erdlinge“, wie sie sich selbst nennen, ist heute der 22. Juli 1999. Es ist ein schöner, warmer Sonntag. Keine Anzeichen auf Wolken heute, der Himmel ist blau. Die Stille der Bäume und Pflanzen um mich herum ist deutlich zu spüren. Die Welt ist ruhig, so ruhig, wie sie nur selten in den vergangenen Jahrtausenden war. Ich fühle eine elektrisierende Anspannung in der Luft. Ich glaube, der Zeitpunkt ist bald gekommen, auf den ich so lange gewartet habe. Wir müssen noch ein paar Jahre warten, bis der Junge seine lange Reise antreten kann. Die Welt erwacht aus ihrem Schlaf und ruft nach einer Veränderung. Ich gedulde mich weiterhin und bin gespannt, was dieses junge Zeitalter an Veränderungen mit sich bringt.

Graseggur

Kapitel I

Leise streiften ein Mann und ein Kind durch das Dunkel des Waldes. Es war ein kühler Morgen im Frühling. Es hatte die Nacht über geregnet und roch nach frischer Erde. Die Sonne erwachte aus ihrem tiefen Schlaf, ließ sich jedoch noch nicht sehen und so nahm der Wald langsam in Grautönen Gestalt an. Der Mann und der Junge waren in der Nacht auf der Jagd gewesen und hatten etwas Beute gemacht. Zwei Hasen hingen an einer Schnur über dem Rücken des Mannes. Der Junge stolzierte hinterher und war froh über die geschossene Ente in seiner Hand.

„Habt Ihr gesehen, oh mein Oheim, wie zielsicher ich mit dem Bogen geworden bin?“

„In der Tat, es war ein guter Schuss“, antwortete der Mann und schmunzelte in sich hinein. Der Junge wird einmal ein großer Krieger.

„Bald sind wir zuhause“, bemerkte der Junge. „Ob Alda schon Brot gebacken hat?“ Der Junge sprang auf einen umgefallenen Baumstamm und balancierte flink zum anderen Ende hinüber. Mit einem großen Satz überwand er ein Gebüsch und gelangte hinaus auf die Lichtung, die noch zwischen ihnen und dem im Wald versteckten Haus lag, in dem seine Muhme auf ihre Rückkehr wartete.

„Sie wird es bestimmt nicht versäumt haben“, sagte der Mann und lachte. Er freute sich auf die Heimkehr und auf die warme Umarmung seiner Frau. Viel hatten sie durchgemacht, seit der König Pentras gefallen war. Seit sein Bruder gefallen war. Gäbe es doch bloß das ganze Übel nicht, dachte er sich und blickte traurig zu den letzten Sternen vor der Morgendämmerung empor. Er würde Alda ein Reich schenken, wie es einer Prinzessin gebührte und nicht nur eine kleine versteckte Holzhütte im Wald.

„Dürfte ich Euch fragen, warum ihr jedes Mal Eure Rüstung anzieht und Euer Schwert mitnehmt, wenn wir aus dem Haus gehen?“

Der Junge kratzte sich an der Nase und bewunderte die goldene Rüstung, die von Zeit zu Zeit beim Gehen unter dem grauen Mantel seines Oheims zum Vorschein trat. „Sie sind bestimmt lästig bei der Jagd.“

„Ich bin für deine Sicherheit verantwortlich und nehme diese Bürde sehr ernst. Als ein Krieger unseres verstorbenen Königs ist mir diese Rüstung heilig. Und sie ist nicht so lästig, wie du denkst ... Sie ist eine Spezialanfertigung und ziemlich leicht.“

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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