Crash - Zwischen Liebe und Gefahr - Suzanne Brockmann - E-Book
oder
Beschreibung

Eine gefährliche Verschwörung gegen ihn: Nie war Crash so allein. Nur eine Frau hält zu ihm ... "Ich lass dich nicht allein. Niemals." Ein Jahr lang hat Nell darauf gewartet, ihrer großen Liebe diese Worte zu sagen. Aber wie wird "Crash" Hawken reagieren? Wird der stolze Navy SEAL zulassen, dass sie bei ihm bleibt? Ja - denn Crash hat keine andere Wahl. Inmitten einer mörderischen Verschwörung braucht er jede Hilfe, die er bekommen kann. Auch wenn das heißt, dass er plötzlich nicht nur gegen einen unbekannten Gegner, sondern gegen seine eigenen Gefühle ankämpfen muss: Die heiße Affäre, die er vor einem Jahr mit Nell hatte, hat in ihm eine verbotene Sehnsucht nach einer gemeinsamen Zukunft geweckt. Aber was, wenn diese Liebe für Nell jetzt zu einer tödlichen Gefahr wird?

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl:357


Alle Rechte, einschließlich das der vollständigen oder auszugsweisen Vervielfältigung, des Ab- oder Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten und bedürfen in jedem Fall der Zustimmung des Verlages.

Der Preis dieses Bandes versteht sich einschließlich

Suzanne Brockmann

Operation Heartbreaker 6: Crash – Zwischen Liebe und Gefahr

Roman

Aus dem Amerikanischen von

MIRA® TASCHENBUCH

MIRA® TASCHENBÜCHER erscheinen in der Harlequin Enterprises GmbH, Valentinskamp 24, 20354 Hamburg

Copyright © 2010 by MIRA Taschenbuch in der Harlequin Enterprises GmbH

Titel der nordamerikanischen Originalausgabe: It Came Upon A Midnight Clear Copyright © 1997 by Suzanne Brockman erschienen bei: Silhouette Books, Toronto Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.

Konzeption/Reihengestaltung: fredebold&partner gmbh, Köln Umschlaggestaltung: pecher und soiron, Köln

Redaktion: Stefanie Kruschandl

Titelabbildung: Getty Images, München Autorenfoto: © by Harlequin Enterprises S.A., Schweiz

Satz: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling

ISBN (eBook, PDF) 978-3-86278-458-5 ISBN (eBook, EPUB) 978-3-86278-457-8

www.mira-taschenbuch.de

PROLOG

Crash Hawken rasierte sich auf der Herrentoilette.

Zwei volle Tage lang hatte er im Krankenhaus in Washington D.C. Wache gehalten. Mit Dreitagebart, langem Haar und verbundenem Arm sah er jetzt noch gefährlicher aus als sonst.

Er hatte das Krankenhaus nur verlassen, um sein Hemd zu wechseln – jenes Hemd, das durchtränkt gewesen war mit dem Blut von Admiral Jake Robinson. Bei dieser Gelegenheit hatte er sich auch die Datei angesehen, die Jake ihm per E-Mail geschickt hatte. Wenige Stunden, bevor der Admiral in seinem eigenen Zuhause niedergeschossen worden war.

Niedergeschossen.

In seinem eigenen Zuhause.

Obwohl Crash dabei und in das Feuergefecht verwickelt gewesen war, ja, obwohl er selbst verwundet worden war, erschien ihm das alles immer noch vollkommen unglaublich.

Eigentlich war er davon überzeugt gewesen, dass die schrecklichen Weihnachtstage des letzten Jahres durch nichts mehr übertroffen werden konnten.

Er hatte sich geirrt.

Er würde Nell anrufen müssen, um ihr zu sagen, dass Jake verwundet war. Sie würde es wissen wollen. Sie verdiente es zu erfahren. Und Crash würde diese Gelegenheit nutzen, ihre Stimme zu hören, sie vielleicht sogar wiederzusehen. Voller Verzweiflung gestand er sich ein, was er monatelang vor sich selbst zu verbergen versucht hatte: Er wollte sie sehen. Himmel, er verzehrte sich danach, Nell lächeln zu sehen.

Die Tür der Herrentoilette ging auf, als Crash gerade den Einwegrasierer abwusch, den er im Krankenhausshop erstanden hatte. Er sah in den Spiegel und blickte direkt in Tom Fosters ungehaltenes Gesicht.

Wie wohl die Chancen standen, dass der Commander der Federal Intelligence Comission, kurz FInCOM, nur zufällig hier hineingestolpert war, um seine Blase zu erleichtern?

Wahrscheinlich eher schlecht.

Crash nickte ihm zu.

„Was ich nicht verstehe“, setzte Foster an, als sei die Unterhaltung, die sie vor zwei Tagen begonnen hatten, nie unterbrochen worden. „Wie kann es sein, dass Sie als Einziger mehr oder weniger unversehrt aus einem Raum mit fünfeinhalb Toten kommen und nicht wissen, was passiert ist?“

Crash schob den Plastikschutz über die Rasierklinge. „Ich habe nicht gesehen, wer den ersten Schuss abgefeuert hat“, erwiderte er möglichst ruhig. „Ich habe nur gesehen, wie Jake getroffen wurde. Danach weiß ich genau, was passiert ist.“ Er drehte sich um und sah Foster direkt an. „Ich habe die Schützen erledigt, die versucht haben, Jake zu töten.“

Schützen. Nicht Männer. In dem Moment, in dem sie das Feuer auf Jake Robinson eröffnet hatten, hatten sie ihre Identität verloren. Sie waren nichts weiter als Zielscheiben geworden. Und als solche hatte Crash sie getötet – einen nach dem anderen, und ohne mit der Wimper zu zucken.

„Wer könnte dem Admiral nach dem Leben trachten?“

Crash schüttelte den Kopf und gab Tom Foster die gleiche Antwort, die er ihm schon vor zwei Tagen gegeben hatte: „Ich weiß es nicht.“

Das war nicht gelogen. Er wusste es tatsächlich nicht. Aber er hatte eine Computerdatei voller Informationen, die ihm helfen würden, denjenigen zu finden, der dieses Mordkomplott ausgeheckt hatte. Denn es gab ohne Zweifel eine Verbindung zwischen dieser verschlüsselten E-Mail, die Crash am Morgen vor dem Anschlag erhalten hatte, und dem Attentat. Jake hatte gegen die Schmerzen und seine Bewusstlosigkeit angekämpft, um sicherzustellen, dass Crash dies klar war.

„Kommen Sie schon, Lieutenant! Sie haben doch zumindest eine Vermutung.“

„Ich bedaure, Sir, aber ich habe es noch nie für sinnvoll erachtet, in einer solchen Situation Spekulationen anzustellen.“

„Drei der Männer, die Sie in Admiral Robinsons Haus gebracht haben, hatten falsche Namen und Identitäten. War Ihnen das bekannt?“

Crash hielt dem wütenden Blick des anderen Mannes stand. „Bei dem Gedanken daran wird mir übel. Ich habe den Fehler gemacht, meinem Captain zu vertrauen.“

„Ah, nun ist es also die Schuld Ihres Captains!“

Crash kämpfte gegen den Ärger an, der in ihm hochkochte. Aber wenn er wütend wurde, würde er damit niemandem einen Gefallen tun. Das wusste er von den unzähligen Malen, die er auf dem Schlachtfeld gestanden hatte. Emotionen würden nicht nur seine Hände zittern lassen, sondern auch seine Wahrnehmung ins Wanken bringen. In einem Kampf konnten Gefühle tödlich sein. Und Foster war ganz offensichtlich hier, um zu kämpfen. Also musste Crash loslassen. Sich entspannen. Abstand gewinnen.

Er sorgte dafür, dass er nichts mehr fühlte. „Das habe ich nicht gesagt.“ Seine Stimme war ruhig und gelassen.

„Wer auch immer auf Robinson geschossen hat, wäre ohne Ihre Hilfe niemals durch den Sicherheitszaun gekommen. Sie haben diese Männer hereingeholt, Hawken! Sie sind dafür verantwortlich.“

Crash schien äußerlich völlig ruhig. „Darüber bin ich mir im Klaren.“ Man hatte ihn benutzt. Wer auch immer „man“ war, hatte ihn benutzt, um in Jakes Zuhause zu gelangen. Wer auch immer hinter diesem Anschlag steckte, hatte von seiner persönlichen Beziehung zum Admiral gewusst.

Er war noch keine drei Stunden zurück auf dem Stützpunkt in Washington gewesen, als Captain Lovett ihn in sein Büro gerufen und gefragt hatte, ob er daran interessiert wäre, an einem Spezialeinsatz teilzunehmen. Angeblich hatte Admiral Robinson zusätzlichen Schutz angefordert.

Crash hatte geglaubt, Sinn der Operation sei es, den Admiral zu beschützen. Dabei gab es in Wahrheit ein ganz anderes Ziel: seine Ermordung.

Er hätte wissen müssen, dass etwas faul war. Er hätte das Ganze abwenden sollen, bevor es überhaupt angefangen hatte.

Er war verantwortlich.

„Wenn Sie mich jetzt entschuldigen, Sir.“ Er musste sich nach Jakes Zustand erkundigen. Er würde sich in den Warteraum setzen und auf seine Genesung hoffen. Zumindest würde er beten, dass sein langjähriger Mentor bald von der Intensivstation auf eine andere Station verlegt werden konnte. Bis dahin würde er die Zeit nutzen, um all die Informationen, die Jake ihm mit dieser Datei zugespielt hatte, im Geiste zu sortieren. Und wenn das geschehen war, würde er losziehen und den Mann finden, der ihn benutzt hatte, um an Jake heranzukommen.

Aber Tom Foster stellte sich ihm in den Weg und blockierte die Tür. „Ich habe noch einige Fragen, wenn es Ihnen nichts ausmacht, Sir. Wie lange sind Sie nun schon beim SEAL-Team Twelve?“

„Mit Unterbrechungen etwa acht Jahre“, erwiderte Crash.

„Und während dieser Zeit haben Sie auch immer wieder eng mit Admiral Robinson zusammengearbeitet – bei Operationen, die keine Standardeinsätze waren. Korrekt?“

Crash zeigte keine Reaktion. Er wirkte wie versteinert, blinzelte nicht einmal, und gab sich alle Mühe seine Überraschung zu verbergen. Wie in aller Welt war Foster an diese Information geraten? Crash konnte die Menschen, die von seiner Zusammenarbeit mit Jake Robinson wussten, an einer Hand abzählen. „Ich fürchte, dazu kann ich nichts sagen.“

„Sie müssen gar nichts sagen. Wir wissen, dass Sie mit Robinson in der sogenannten Gray Group zusammengearbeitet haben.“

Crash wählte seine Worte vorsichtig: „Ich verstehe wirklich nicht, inwiefern das für Ihre Untersuchungen von Bedeutung sein sollte.“

„Das sind Informationen, die der FInCOM von der Navy selbst zugespielt wurden“, sagte Foster. „Sie erzählen uns also nichts, was wir nicht schon längst wissen.“

„Die FInCOM beteiligt sich ebenfalls an verdeckten Operationen“, erwiderte Crash und versuchte, dabei so vernünftig wie möglich zu klingen. „Sie werden daher verstehen, dass ich nicht darüber sprechen darf, ob ich Teil der Gray Group bin oder nicht.“

„Vernünftig“ war allerdings eindeutig kein Gemütszustand, den Tom Foster heute einzunehmen gedachte. Seine Stimme wurde lauter, als er drohend näher an Crash herantrat. „Ein Admiral wurde angeschossen. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um Informationen egal welcher Art zurückzuhalten.“

Crash gab nicht nach. „Es tut mir leid, Sir. Ich habe Ihnen und den anderen Agenten bereits alles gesagt, was ich sagen kann. Ich habe Ihnen die Namen der Toten genannt, soweit ich sie kannte. Sie haben einen Bericht über mein Gespräch mit Captain Lovett vorliegen, ferner einen Bericht über alles, was unmittelbar vor den Schüssen auf den Admiral geschehen ist …“

„Was genau ist der Grund dafür, dass Sie Informationen zurückhalten, Lieutenant?“ Fosters Hals hatte sich beinahe lila gefärbt.

„Ich halte überhaupt nichts zurück.“ Außer den schockierenden Informationen, die Jake ihm vor dem Attentat in der streng geheimen, verschlüsselten Datei zugespielt hatte.

Aber wenn Crash dieser Sache auf den Grund gehen wollte – und das wollte er –, dann machte es überhaupt keinen Sinn, mit dem, was Jake ihm hatte sagen wollen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Und außerdem musste Crash die Informationen dieser Datei ganz genauso vertraulich behandeln wie alle anderen Informationen, die er von Jake erhielt. Und das wiederum bedeutete, dass er mit niemandem darüber sprechen konnte, selbst wenn er das gewollt hätte. Mit niemandem außer mit seinem Oberbefehlshaber – dem Präsidenten der Vereinigten Staaten.

„Wir wissen, dass Jake Robinson Ihnen am Morgen des Attentats eine streng geheime Datei zugesandt hat. Sie werden mir diese Informationen sobald wie möglich aushändigen müssen.“

Crash erwiderte den Blick des anderen Mannes ganz ruhig. „Ich bedaure, Sir, aber Sie wissen ebenso gut wie ich: Selbst wenn ich Zugriff auf besagte Datei hätte, dürfte ich Ihnen den Inhalt nicht mitteilen. Meine Arbeit für den Admiral unterlag stets der allerhöchsten Geheimhaltungsstufe. Mein Befehl lautete, Admiral Robinson – und nur ihm – Bericht zu erstatten.“

„Ich befehle Ihnen, mir diese Datei auszuhändigen, Lieutenant.“

„Bedaure, Commander Foster. Selbst wenn ich besagte Datei hätte, fürchte ich, hätten Sie nicht den nötigen Rang, mir einen solchen Befehl zu erteilen.“ Diesmal war es an Crash, bedrohlich nahe auf den kleineren Mann zuzutreten. Mit gesenkter Stimme sagte er: „Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen. Ich möchte sehen, wie es Jake geht.“

Foster trat einen Schritt zur Seite und hielt Crash mit einer Hand die Tür auf. „Ihre Sorge um Robinson ist herzerwärmend. Oder das wäre sie zumindest, wenn wir nicht hieb- und stichfeste Beweise hätten, dass Sie der Mann waren, der als Erster auf Admiral Robinson geschossen hat.“

Crash hörte die Worte zwar, die aus Fosters Mund kamen, aber sie ergaben keinen Sinn. Ebenso wenig wie die Beamten der örtlichen und der Bundespolizei und die FInCOM-Agenten in dunklen Anzügen, die vor der Tür der Herrentoilette standen.

Sie warteten offensichtlich auf jemanden.

Auf ihn.

Crash sah Foster an und verstand mit einem Schlag, was dieser gerade gesagt hatte. „Sie glauben, ich hätte …“

„Wir glauben nicht, wir wissen es.“ Foster lächelte dünn. „Der Bericht der Spurensicherung ist heute eingegangen.“

„Sind Sie Lieutenant William R. Hawken, Sir?“ Der uniformierte Officer, der auf ihn zutrat, war hochgewachsen und noch sehr jung. Sein Gesichtsausdruck war vollkommen ernst.

„Ja“, erwiderte Crash. „Ich bin Hawken.“

„Übrigens – die Kugel, die man aus Ihrem Arm entfernt hat, kam aus Captain Lovetts Waffe“, informierte ihn Foster.

Crash wurde schwindelig, aber er zeigte keine Regung nach außen. Sein eigener Captain hatte also versucht, ihn umzubringen. Sein eigener Captain war Teil dieser Verschwörung.

„Lieutenant William R. Hawken, Sir“, wiederholte der Officer. „Ich nehme Sie hiermit fest.“

Crash stand vollkommen regungslos da.

„Der Bericht der Spurensicherung ergibt eindeutig, dass die Kugeln, die in vier der fünf Toten gefunden wurden, aus Ihrer Waffe stammen. Genau wie die Kugel, die aus dem Brustkorb des Admirals entfernt wurde“, fügte Foster hinzu. „Frischt das unter Umständen Ihre Erinnerung etwas auf? Wissen Sie nun wieder, wer als Erster geschossen hat?“

„Sie haben das Recht, die Aussage zu verweigern“, leierte der Officer herunter. „Alles, was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht auf einen Anwalt …“

Das war unmöglich. Kugeln aus seiner Waffe …? So war es nicht gewesen. Er blickte in die dienstbeflissenen Augen des jungen Officers. „Was genau wird mir vorgeworfen?“

„Sir, gegen Sie wird Anklage wegen Verschwörung, Verrat und dem Mord an einem Admiral der US Navy erhoben.“

Mord?

Crashs gesamte Welt schien in sich zusammenzustürzen.

„Admiral Robinson ist seinen Verletzungen vor etwa einer Stunde erlegen“, verkündete Tom Foster. „Der Admiral ist tot.“

Crash schloss seine Augen. Jake war tot.

Lass es nicht an dich heran. Halt es von dir fern. Bewahre Distanz.

Der junge Officer schloss die Handschellen um Crashs Handgelenke, aber Crash spürte es kaum.

„Haben Sie denn nichts zu Ihrer Verteidigung zu sagen?“, fragte Foster.

Crash antwortete nicht. Er konnte nicht antworten. Jake war tot.

Er war wie betäubt, als sie ihn aus dem Krankenhaus zu einem wartenden Wagen führten. Um ihn herum waren überall Kameras und Reporter. Crash versuchte nicht einmal, sein Gesicht zu verbergen.

Man half ihm, ins Auto zu steigen. Irgendjemand drückte seinen Kopf nach unten, damit er ihn sich nicht am Türrahmen stieß. Jake war tot, und Crash hätte es verhindern müssen. Er hätte schneller sein müssen. Er hätte klüger sein müssen. Er hätte seinem Instinkt folgen müssen, der ihm von Anfang an gesagt hatte, dass irgendetwas nicht stimmte.

Crash starrte aus dem Wagenfenster, während der Fahrer das Auto durch die nasskalte Dezembernacht lenkte. Er versuchte, sein Gehirn zum Funktionieren zu bewegen. Er begann, die Informationen auseinanderzupflücken, die Jake ihm in der Datei geschickt hatte und die er vollständig und fehlerlos in seinem Kopf gespeichert hatte.

Crash würde denjenigen, der für das Attentat auf und den Mord an Jake Robinson verantwortlich war, nicht nur finden. Er würde ihn finden, jagen und auslöschen.

Er zweifelte keine Sekunde daran, dass er Erfolg haben würde. Oder er würde dabei sterben.

Jesus Maria! Und er hatte gedacht, letzte Weihnachten sei der absolute Tiefpunkt gewesen.

1. KAPITEL

Ein Jahr zuvor

T hanksgiving war gerade erst vorbei, aber die Straßen waren bereits über und über mit Girlanden, Tannenzweigen und Weihnachtsbeleuchtung geschmückt.

Die fröhlichen Farben und das festliche Glitzern schienen Nell Burns’ gedrückte Stimmung zu verhöhnen, während sie ihren Wagen durch die Straßen der Hauptstadt lenkte. Sie war heute früh nach Washington D.C. gekommen, um einige Erledigungen zu machen. Sie hatte neues Aquarellpapier und frische Farben für Daisy gekauft, im Reformhaus diese widerlichen Meeresalgen besorgt und die festliche Admiralsuniform aus der Reinigung abgeholt. Es war über eine Woche her, seit Jake in der Stadt gewesen war, und wahrscheinlich würde er so bald nicht wiederkommen.

Ihre härteste und unangenehmste Aufgabe hatte Nell sich bis zuletzt aufgehoben. Aber jetzt gab es keine Ausrede mehr.

Während sie langsam an dem Hochhaus vorbeifuhr, überprüfte sie noch einmal die Adresse, die sie auf einen Zettel gekritzelt hatte.

Direkt vor dem Haus war ein Parkplatz frei, und sie lenkte ihren Wagen hinein. Nachdenklich stellte sie den Motor ab und zog die Handbremse an.

Aber anstatt auszusteigen, blieb Nell hinter dem Steuer sitzen. Was um Himmels willen sollte sie sagen?

Es war schlimm genug, dass sie in wenigen Minuten an William Hawkens Tür klopfen würde. Seit zwei Jahren arbeitete sie nun schon als Daisy Owens persönliche Assistentin, und sie hatte den charismatischen Navy SEAL, den ihr Boss als eine Art Ziehsohn betrachtete, insgesamt vier Mal getroffen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!