Crossdresser, ein Leben im Verborgenen? Nein! Es geht auch anders! - Antonio Mario Zecca - E-Book

Crossdresser, ein Leben im Verborgenen? Nein! Es geht auch anders! E-Book

Antonio Mario Zecca

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Beschreibung

Ich nenne mich in meiner Biografie, Nancy Morgan. Ein bewegend aufregender Überblick, die Trennung von meiner Affäre, mit dem Kosenamen Bärchen. Um das Erlebte besser zu bewältigen, beschloss ich, meine Geschichte aufzuschreiben, bis in die heutige Zeit Ende 2019. Anfangs war diese private Aufzeichnung für mich persönlich gedacht. Es möge mir künftig daneben geschehene Lebensabschnitte ins Gedächtnis rufen, auf welche Weise ich meine Vorlieben lebte und erlebte. Die Zeit als ich Crossdresser wurde, die Frau im Mann sich deutlicher manifestierte. Dankbarkeit dafür, dass ich derlei Einzigartigkeit weiterhin erfahren darf. Es ist nicht selbstverständlich auf unserer schönen Mutter Erde! Man bedenke, es gibt zur Zeit viele Länder, die in der Öffentlichkeit das Zeigen solch Lebenseinstellung mit aller Härte verurteilen. Unter schlimmsten Bestrafungen verfolgen, zum Beispiel mittels physischer und psychischer Folter, um den Willen zu brechen, im Sinne des Umerziehens zum sittlich, angepassten Normalen. Ich bin dankbar in einem Land, geboren zu sein, das die Menschenrechte per Verfassung gesetzlich, erheblich, verankert. Aus diesem Grund schreibe ich jene Geschichte für alle Gleichgesinnte und Interessierte.

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Seitenzahl: 142

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Inhalt

Widmung

Vorwort:

Kindheit

Zurück in die Kindheit.

2013 Auf Begehrung

an der Haltestelle

Das Wiedersehen

...

Selbstvertrauen

Der erste Besuch

Verlieben

Sex zu dritt

Flotter dreier

Nicht erwiderte Gefühle

Kommt es zur Trennung?

Neue Erfahrungen

verhängnisvolle Bekanntschaft

Ein neues Jahr

Nur heiße Luft

Februar 2014 Karneval

Torsten sprachlos

Weiber Fastnacht

Wieder zu Hause

Der Startschuss

Öffentlichkeit

ich bin ein Crossdresser

Freundschaft?

Freundschaft eine Maske?

Trennung endgültig

ich schreibe meine Geschichte!

Motivation

WWW.-Manche Wundertüte?

Mittel zum Zweck?

Kundengespräch

im botanischen Garten

Exotische Eindrücke

Veränderung im Sein!

Gegensätze

14.Juli 2019

Tagebuch 11.08.2019

Ausblicke

Widmung

Hier, einen lieben Gruß an meine Ehefrau, ich möchte mich bei Dir bedanken, für das Vertrauen in all den Jahren. Wir meisterten unser Leben zusammen und Du an meiner Seite so manches erdulden musstest.

Ein besonders, lieben Dank verdient Michael Bartke, der mich hilfreich unterstützte, beim Erstellen dieser Auflage. Leider kam es nicht zu einer Freundschaft und bin überzeugt, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit zu schnell davon die Rede ist.

Später entwickelte es sich besser. Ich sehe Dich als Leidensgenosse oder Kumpel, Du hast meinen Respekt. Das geschah nicht immer in diesem Sinne, es lag im Wesentlichen an der exzentrischen Art meinerseits.

Und jetzt reden wir von Liebe, wie konnte ausgerechnet mir so was passieren? Dafür bin ich dankbar! Ich hoffe, wir bleiben Seite an Seite. In Liebe, deine Nancy.

Vielen Dank für deine Beharrlichkeit, mit mir. Gez. Nancy Morgan

Vorwort:

Ich nenne mich in meiner Biografie, Nancy Morgan. Ein bewegend aufregender Überblick, die Trennung von meiner Affäre, mit dem Kosenamen Bärchen. Um das Erlebte besser zu bewältigen, beschloss ich, meine Geschichte aufzuschreiben, bis in die heutige Zeit Ende 2019. Anfangs war diese private Aufzeichnung für mich persönlich gedacht. Es möge mir künftig daneben geschehene Lebensabschnitte ins Gedächtnis rufen, auf welche Weise ich meine Vorlieben lebte und erlebte. Die Zeit als ich Crossdresser wurde, die Frau im Mann sich deutlicher manifestierte. Dankbarkeit dafür, dass ich derlei Einzigartigkeit weiterhin erfahren darf. Es ist nicht selbstverständlich auf unserer schönen Mutter Erde! Man bedenke, es gibt zur Zeit viele Länder, die in der Öffentlichkeit das Zeigen solch Lebenseinstellung mit aller Härte verurteilen. Unter schlimmsten Bestrafungen verfolgen, zum Beispiel mittels physischer und psychischer Folter, um den Willen zu brechen, im Sinne des Umerziehens zum sittlich, angepassten Normalen. Ich bin dankbar in einem Land, geboren zu sein, das die Menschenrechte per Verfassung gesetzlich, erheblich, verankert. Aus diesem Grund schreibe ich jene Geschichte für alle Gleichgesinnte und Interessierte.

Wie akzeptiert ist das Crossdressing in unserer Gesellschaft?

Im Allgemeinen ist die Gesellschaft wohl offener geworden. Es gibt ständig verbessert, perfektere Gesetze gegen Diskriminierung, das »Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.« Aber wie sieht es im täglichen Leben aus, wenn jemand etwas Fremdartiger in der so, hochgepriesenen, toleranten Gesellschaft sein Dasein fristet, anders aussieht und sich anders kleidet. Selbst auf dem Lande scheint es nicht mehr so viel Voreingenommenheit zu geben. Nachzulesen in einem Artikel im Spiegel über einen schwulen SPD – Bürgermeister in einen bayrischen Ort. Gut, das hat zum Crossdressing jetzt nicht einen direkten Bezug, sagt unter aller Deutlichkeit einiges aus. Dennoch habe ich Gegensätzliches hier und da erfahren. In meinen kleinen Heimatstädtchen in Lennep sind die Menschen vor Ort toleranter, als wie in manchen angeblichen aufgeschlossenen Metropolen, wie Köln, Düsseldorf, Duisburg und vielen anderen großen Ballungszentren.

Wie sieht es im persönlichen Umfeld aus? Was für Folgen beschwört das Crossdressing für Begleiter herauf? Wie wird man als Frau, Kind, Freund, Freundin und Partner eines Crossdresser`s angesehen? Was macht es mit einem Menschen, wenn er sich offenbart vor dem Partner oder Freunden? Kann ich mich als Crossdresser anderen Menschen »zumuten«? Jemand der einen Beruf mit Kundenkontakt ausübt, daneben unangemeldet vorbei schaut, peinigen bestimmt keine oder weniger Probleme damit. Wenn ich als Crossdresser in einen Laden gehe, Kleidung ausprobiere, wie sehen Andere mich mit Ihren Augen? Werden sie hinter mir tuscheln, vielleicht mich noch auffällig mustern, wie eine ungepflegte Person? Wie sieht es aus mit unseren Mitmenschen im direkten Umfeld, denen Wir mit unserer Vorliebe für praktizierendes Crossdressing unter Umständen in eine »heile Welt« platzen. Wo für solche exzentrische Einzelwesen kein Platz ist? Faktisch muss die Frage lauten, ab welchen Status im Leben erwächst Crossdressing zu ein Problem? Ich möchte Sie, meine Leser, diese persönlichen Erfahrungen zuteilwerden lassen. Aufräumen mit Klischees. Ich werde mit Fotos aufzeigen wie ich als Mann aussehe und das Erscheinungsbild, nach der Verwandlung. Gelingt es mir, dass Sie über das Thema Crossdressing lebhafte Diskussionen führen, so freue ich mich darüber zur Klarheit, sowie zur Widerlegung eventueller Vorurteile einen Beitrag zu leisten. Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung und Freude mit dieser Lektüre.

Nancy Morgan

Kindheit

Ich versprach mir durch die Unterstützung einer Psychotherapie, ab da, als sich zeitweise die Leiden an Aggressionen zu ungünstig auswirkten. Die zutiefst vertrauenswürdige Therapiepersonalie diagnostizierte: Das kann daher kommen, dass Sie sich in der Kindheit mit Gewalt zur Wehr gesetzt haben. Zum Glück wohlgemerkt! Was nicht jeder kann. Sie haben bisher damit Erfolg und das ihr Verhalten gegenwärtig noch teilweise so prägt …

Fangen wir damit an, geboren bin ich in Remscheid – Lennep. Den 07.12.1960, da war die Welt vermeintlich in Ordnung. Die normale Arbeiterfamilie, wie das so war, in den frühen Siebzigerjahren, hatten materiell sowie finanziell nicht übertrieben gehobene Ansprüche, wie heutzutage. Wir wohnten in der Wohnung meiner Großeltern. Sie waren Herzens gute Menschen, aber viel zu früh von mir gegangen, ich hatte die liebsten Menschen meiner Familie verloren. Mit acht Jahren meinen Großvater. Ich kann mich mühelos daran erinnern. Als wäre es gestern gewesen. Mutter sagte zu mir, Opa ist jetzt im Himmel, ein Jahr später betraf gleiches Schicksal meine Oma ebenfalls. Die einzigen Menschen, bei denen ich verwöhnt wurde, sowie zum Kuscheln gerne verweilte. Meine Mutter war nicht gerade der Kuscheltyp, eher mein Vater, na ja, dazu kommen wir letztendlich später. Ich weiß ansonsten, dass wir in eine kleine Wohnung, mit circa zwei Zimmer, umgezogen sind, wo ich, im Schlafzimmer meiner Eltern eine klappbare Liege zum Schlafen hatte. Das war etwa in meinem neunten Lebensjahr. Es war nicht gerade schön, manches mit zubekommen, was nachts über ablief: Wenn die Eltern dachten, ich würde schlafen und weiß sogar das es Sonntag war, früh morgens zehn Uhr; meine Mutter stand mehr oder minder eher auf, um Frühstück zu machen, und mein Vater von der Bettkante zu mir des Öfteren ins Bett kam. Ab da war alles anders: Ich lag auf der linken Körperseite mit dem Gesicht zur Wand. Er hinter mir, ich werde dieses triebgesteuert, lechzende Stöhnen nie vergessen, wie er meine Schlafhose herunterzog, um an meinen kindlichen Genitalien zu spielen. Doch ich wusste sehr wohl, was er wollte. Ich hatte ältere Freunde, die einen aufgeklärt haben, da derzeit die Schulen, in diesem Sinne, die Aufklärung fahrlässig versäumten. Okay, »Aufklärung« zu der Zeit war, man hatte hier und da was aufgeschnappt. Es hatte einem als Kind sowieso keiner der Erwachsenen für voll genommen, man musste immer artig, gehorsam sein und die Babys brachte der »Klapperstorch«. Aber egal, ich sah mich gezwungen, mein »Nein«, meinen biologischen Erzeuger mit striktem Nachdruck notwendigerweise beizubringen. Zum ersten Mal, denn es war ja fatalerweise in der Situation nicht anders ausführbar, mein selbstbestimmtes »Nein« in der Richtung durchzuboxen. Er störte sich einfach nicht daran, was sein Fehler war: Lach, ja heute kann ich darüber lachen und berichten, gute vierzig Jahre habe ich geschwiegen. Mein Vertrauen war ab da, zu ihm beendet. Was war, passiert: Ich war zu diesem Zeitpunkt im Judoverein, um auch mehr Selbstvertrauen zu bekommen; diesem selbstbestimmten »NEIN« habe ich mit meinem Ellenbogen strikt Nachdruck verliehen, ihm dabei die Nase gebrochen, da es mit freundlichen Worten nicht ging. Mein Vater hat einen Schrei ausgestoßen. Meine Mutter kam ins Zimmer, sie fragte, was hier denn los sei. Als sie das Blut gesehen hatte, rechtfertigte ich, voller Scham, dass Papa mal so sehen wollte, was ich beim Judo gelernt habe, denn er bezahlt’s ja auch! Danach hat er nie wieder versucht mich, libidinös, zu betatschen.

Zurück in die Kindheit.

Wochen später als meine Oma von mir ging, war die ehemalige Wohnung leer. Wir zogen zurück. Ich bekam endlich mein eigenes Zimmer. Jetzt ein Jahr später, war ich ja nicht mehr der Traumsohn, den mein Erzeuger bevorzugte. Mein Vater kam auf die Idee meinen Vetter aus Italien zu uns nach Hause zu holen. Er war siebzehn Jahre alt. Für mich natürlich abermals, darf man das so sagen, »Die Arschkarte«, vorher stolz ein eigenes Zimmer zu haben, jetzt schon wieder teilen! Wir mussten zumindest nicht in einem Bett schlafen. Er bekam ein Sofa, sprach bislang kein Deutsch, das war eh nicht schlimm. Ich habe es ihm, mühselig, nach und nach beigebracht. Sein Beruf war Maurer, genau wie bei meinem Vater. Ich hatte ein angenehmes Verhältnis zu ihm. Er war ein Freund und Vater-Ersatz, das Beste, man konnte sich ihm gegenüber öffnen und ebenso wohltuend kuscheln. Warum ich das erzähle: Er wurde zu meiner innigst, männlichen Bezugsperson. Das hat ausschlaggebenden Einfluss, auf mein jetziges Leben. Einer der Auslöser, dass ich zunehmend Männer verstärkt erregender fand. Gut, ich ahnte einst nicht, was es für mich künftig bedeuten wird. Jetzt war es so, dass ich mich zu ihm hingezogen fühlte und unter dessen Bettdecke kroch. Da nörgelte ich, solange bis er mich in den Arm nahm. Über kurz oder lang nahm ich meine Hand und legte die auf sein Glied. Ich zog erst weg, bald legte ich meine Hand freiwillig darauf und merkte die Erregung von ihm. Mir gefiel es. Er hat weiter nichts gemacht. Er meinte: »Sage nichts deinen Eltern!« »Nein, mach ich nicht«, war die Antwort von mir. Ich hatte Angst ihn zu verlieren. Gleichermaßen sah ich den Vorteil, leichter an die ersehnten Süßigkeiten zu kommen. Circa zwei Jahre intensive Vertrautheit, wir haben uns öfters aneinandergeschmiegt. Unerfreulicherweise zog er wegen einer Frau aus. Mein Vater hat zur selben Zeit Deutschland verlassen müssen.

1972 bis 1978

Entwickelt sich im Alter von 12 Jahren ein Fetisch?

Ich musste früh, als Kind, selbstständig Einkaufen gehen. So habe ich schon einiges mitbekommen. Diese netten jungen Damen, die an der Kasse im Supermarkt saßen. Sie trugen Kittel sehr knapp, sie zeigten sehr viel Bein. Ich starrte gerne dahin, jetzt mit dreizehn Jahren umso häufiger. Es waren nicht die Beine an sich, eher wo sie drinsteckten, in einen Hauch von dünnen etwas Aufregendes, manchmal in Farben, Schwarz, Natur, Rot oder Grün, mit oder ohne Verzierungen. Sie sollten die Beine verhüllen, was sie ja auch in gewissermaßen taten, doch gleichzeitig wurde auch meine erotische Fantasie entzückt. Ich konnte nicht davon ablassen, auf diese Stelle zu starren. Mich durchdrang dabei ein kribbeliges, aufregendes, dennoch sehr leidenschaftliches Entzücken, die sie bei mir auslösten. Es waren nicht die Frauen an sich. Nein es waren genauso »ältere Damen«, die dieses Verlangen verursachten. Die prallen Schenkel, die aneinander rieben, dieses Knistern auf der Haut. Da dachte man, wie muss es sich anfühlen, diese Beine zu streicheln. Was für ein Gefühl es sein müsste, so etwas zu tragen, sich dabei selber zu berühren. Es kam ein Tag, wo ich für meine Mutter, auch Strumpfhosen kaufen sollte. Sie hat mir die Größe aufgeschrieben. Ich dachte so ein bis zwei Nummern kleiner, könnte mir auch passen. Ich nahm etwas von dem Taschengeld, kaufte mir auch ein Paar von diesen, aber habe es extra bezahlt, nicht das es aufflog. Das wäre mir peinlich gewesen, es meiner Mutter zu erklären, was es damit auf sich hat. Obwohl ich mit jedem Problem, zu ihr hinkommen konnte, unser Verhältnis war sehr gut, ich vermisste meinen Vater nie. Ich war so nervös, als ich das Paket in den Händen hielt, konnte es nicht abwarten, es zu öffnen. Ich musste nur sehen, wie ich es unbemerkt in mein Zimmer bekomme, ohne das Mama es sah. Ich nahm das Paket aus der Tasche, versteckte es unter meinem Pullover, schleuste es so in mein Zimmer und fühlte mich so aufgeregt. Ich konnte es kaum abwarten, bis es Nacht wurde, sodass ich es unentdeckt auspacken konnte, wenigstens einen Blick auf diese zu werfen. Sie zu berühren, daran zu denken, dass da die Beine von den Damen darin seien, alleine der Gedanke daran, löste einen orgasmischen Höhepunkt aus. Die selber anziehen kam noch nicht infrage, da meine Mutter mich überraschen konnte. Ich muss warten bis meine Mama, die Wohnung verließ. Alleine ohne mich! Sie ging Samstag zum Friseur, der sich in Sichtweite zu meinem Zimmer befand. Ich wartete ein paar Minuten, um sicher zu sein, dass sie auch dortblieb. Ich war so aufgeregt, das ich bei dem Versuch, die Strumpfhose anzuziehen, diese beinahe zerriss. Mit Mühe und Not gelang es. Soeben diese angezogen, hörte ich den Schlüssel im Schloss, unserer Eingangstür. Meine Mutter rief etwas von, sie habe ihre Geldbörse vergessen. Wie vom Blitz getroffen lief es mir kalt und warm den Rücken runter, meine Mama wollte in mein Zimmer hinein kommen. Ich stürmte zur Tür meines Zimmers und brüllte: »Nein, nicht hereinkommen, ich bin nicht angezogen.« Meine Mutter war überrascht auf meine Reaktion und fragte: »Ist alles in Ordnung mit dir?« Ich reagierte mit einem Ja. Sie: »Na gut bis nachher« Wie in einem Selbstgespräch, während sie die Wohnung wieder verließ, rief sie laut aus, mein Sohn wird erwachsen, da muss ich mich auch noch daran gewöhnen! Erleichtert und nass geschwitzt, musste ich auf diesem Schrecken erst einmal zur Ruhe kommen. Dann beruhigt zog ich meine lange Jeans an, ohne die Strumpfhose auszuziehen. Das Gefühl war so unbeschreiblich herrlich! Wie soll man es beschreiben, kühl? Nein, es war ein befreiend, prickelndes Gefühl. Es erweckte in mir den Drang, diese nie ausziehen zu müssen. Bei jeder Bewegung dieses spannende Knistern zu spüren, da dachte ich, warum muss ich ein Junge sein? Warum konnte ich nicht ein Mädchen sein? Immer dieses Empfinden zu haben, wie jetzt. Aber haben Frauen auch so Gefühle dabei? Ich weiß es nicht, ich denke, es ist alltäglich für sie. Ich habe es ein paar Tage ausprobiert, bis die Strumpfhose zerriss. Es hat mich ein paar Monate begleitet, diese Erfahrung. Es kam allerlei Unerwartetes dazwischen, das noch spannender sein sollte, wie das zuvor erlebte.

Mit dreizehn Jahren war ich körperlich feminin gebaut. Ein von Aussehen, mädchenähnliches, Geschöpf, was manchen älteren Männern auffiel und es diesseits zu anzüglichen Angeboten kam; ob ich nicht Lust habe, mit zu ihnen nach Hause zu gehen. Wie wenn ich es nicht wüsste, was das wohl damit auf sich hat? Ich lief in diesem Fall schnell davon. War derzeit schüchtern und derartige Anspielungen waren mir nicht geheuer. Was das Ansprechen von Mädchen betraf, wurde ich, na logisch, schnell verlegen. Angeblich hatte ich wenig Zeit für Mädchen, waren meine Ausreden. Die meisten meiner Freunde hatten demzufolge manche Erfahrungen mit Freundinnen, ich nicht. Ich ahnte, da schlummert in mir ein befremdliches Begehren aus vergangenen Tagen. Ausgerechnet machte ich derlei Erfahrung mit meinem besten Freund im Alter von vierzehn Jahren. Warum das so war, ist mir zu diesem Zeitpunkt bislang nicht klar gewesen. Ich hatte um keinen Preis das Bedürfnis, eine Freundin zu haben. Ich interessierte mich vor allen Dingen für meinen Kampfsport und kämpfte mich nach Möglichkeit, von Vorteil, durch die Schule. Erwartungsvoll begann ich eine Arbeit in einer Firma, die Obstkonserven herstellte, für drei Stunden am Nachmittag pro Arbeitstag. Derart konnte ich meiner Mutter finanziell brauchbar helfen und mein Taschengeld aufstocken. Eines Tages kam ein anderer Umstand dazwischen.

Ich wurde 14 Jahre alt.

Da kam der Tag, der mich prägte für mein Leben. Ich hatte einen gleichaltrigen Freund, er war im Judoverein, wie ich auch. Wenn ich bei ihm zu Hause war, haben wir die Judogriffe trainiert. Eines schönen Tages meinte er:

»Was hältst du von Mädchen?«

»Keine Ahnung. Es ist doch noch Zeit damit, oder? Und du? Wie ist das mit dir? Hast du schon eine Freundin?«

»Nein, ich hab doch dich!«

»Hm? Wie meinst du das?«

»Sage ich nicht.«

Damit wollte ich mich aber nicht zufriedengeben und bohrte nach. Kurz darauf meinte er:

»Lass mich doch, ich hätte besser nichts gesagt.«

»Nun sag schon, was ist los? Wir sind doch beste Freunde und beste Freunde sagen sich alles.«

»Ich habe Angst, wenn ich dir das sage, bist du weg und dann bin ich alleine.«

Ich quengelte mit einem: »Komm, so schlimm kann es nicht sein. Also sag schon!«

»Okay, aber nicht Lachen, ich steh auf dich!«

»Hm, wie meinst du das?«

»Ja so komische Gedanken – wache nachts auf – denke an dich und du weißt, was ich meine. Ich mache es mir …, du weißt schon!«