Das Baby-Entwicklungsbuch - Thomas Baumann - E-Book

Das Baby-Entwicklungsbuch E-Book

Thomas Baumann

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9,99 €

oder
  • Herausgeber: TRIAS
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2009
Beschreibung

Ein Baby aufwachsen zu sehen und auf seinem Weg ins Leben zu begleiten gehört zu den schönsten Erfahrungen, die man machen kann. Damit ein Baby sich optimal entwickelt, braucht es vor allem Liebe, Aufmerksamkeit und eine gute Portion Geduld - eigentlich ganz einfach. Doch im Alltag tauchen viele Fragen auf: Wie viel Schlaf braucht mein Baby? Kann mein Kind mich schon verstehen? Warum krabbelt es noch nicht? Wie erlebt mein Kind seine Umgebung? Warum ist spielen so wichtig? Sollte mein Kind nicht schon...? Dr. Baumann, ein renommierter Kinderarzt, kennt die Fragen der Eltern aus Erfahrung und gibt Antwort:

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Seitenzahl: 347

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Der Autor

Dr. med. Thomas Baumann (*1951) ist niedergelassener Kinderarzt in einer kinderärztlichen Gruppenpraxis und Leiter des entwicklungspädiatrischen Zentrums in Solothurn, Schweiz. Daneben betreut er Einrichtungen für behinderte Kinder. Vielen Kinderärzten ist er als Autor und Herausgeber von Fachbüchern und einer Fachzeitschrift bekannt. Aus seiner langjährigen Berufserfahrung weiß er, wie groß die Verunsicherung vieler Eltern in den ersten Lebensjahren eines Kindes sein kann.

„Mir war wichtig, mit diesem Buch die enorme Bandbreite der Entwicklung eines Kindes aufzuzeigen. Entwicklung geht oft verschiedene Wege – und kommt doch meist am gleichen Ziel an. Und als Entlastung möchte ich den Eltern sagen: Kinder werden TROTZ uns Eltern groß...“ Dr. Baumann ist selbst Vater von drei mittlerweile erwachsenen Söhnen.

Dank

Dieses Buch verdankt seine Entstehung einer Anregung von Frau Uta Spieldiener aus dem Trias Verlag. Ohne ihre stetige positive Unterstützung hätte das Buch niemals entstehen können. Mit der Durchsicht des Manuskripts und vielen Hinweisen zur Verbesserung haben beigetragen: Steffi Armbruster, meine tüchtige Assistentin, Elisabet Furrer und Sabine Klonk, die den Rohtext in eine für Eltern verständliche Sprache übersetzt haben (es ist viel einfacher, Fachsprache für Kollegen zu schreiben, als solche, die auch Eltern verstehen). Michel Burckhardt, mein alter Weggefährte am Boden und in der Luft, hat die Entwicklung von Andri, dem Sohn von Simone Abplanalp und meines Kollegen, in der Praxis Oliver Adam regelmäßig eineinhalb Jahre fotografisch festgehalten. Ist der Kleine nicht super?

Ich danke meiner Frau, aber auch meinen großen Söhnen für ihre Beiträge, „für meine Erziehung“ und ihre fachliche Unterstützung und Geduld mit meinen „Überstunden“. Sie haben letztlich der Realisierung des Projektes die nötige Unterstützung gewährt.

Vielen Dank!

Sulwald, im Herbst 2008

Vorwort

„Kinder sind Gottes Gabe und Teufels Plage“ (altes Sprichwort)

Als Vater von drei erwachsenen Söhnen erinnere ich mich noch sehr gut an die ersten Tage, Wochen und Jahre mit den Kindern. Neben der sehr großen Freude war da auch dauernd die Unsicherheit und Angst, etwas sei nicht so, wie es sein sollte. Und dann war da meine, im Rückblick unglaubliche, Unwissenheit über die normale Kindesentwicklung. Alles andere im Leben darf man erst tun, nachdem man eine mehr oder weniger gründliche Ausbildung durchlaufen hat: Autofahren, einen Beruf ausüben oder auch nur eine Fußballmannschaft von Kindern trainieren. In keinen Beruf gelangt man so unvorbereitet wie in den des „Elternseins“. Sie sind, wie wir auch, „reingeschlittert“. Früher wuchsen die Kinder in einem großen Familienverband auf. Die Großeltern wohnten mit im Haus und standen den jungen Eltern mit Rat und Tat zu Seite. Dies ist heute nur noch selten der Fall. So haben auch meine Frau und ich die Aufgabe, unsere Kinder großzuziehen, mehr intuitiv gelöst. Um beim Bild des Schlitterns zu bleiben: fürchten Sie sich nicht schon zum Voraus vor der nächsten Kurve, sondern freuen Sie sich an der Fahrt, die sie zurzeit haben. Und, mit etwas Übung schaffen Sie kommende, noch so steile Haarnadelkurven sicher!

So hat sich Ihr Leben ganz nebenbei ganz und gar verändert. Waren Sie früher ein verliebtes Pärchen, Sie und Ihr Partner, die sich voll und ganz aufeinander einstellen konnten, sind Sie nun zu dritt. Der kleine Mensch fordert Aufmerksamkeit rund um die Uhr, und die Beziehungen zwischen den Eltern müssen an diese neuen Umstände angepasst werden. Tragen Sie auch Ihrer Partnerschaft Sorge! Das vorliegende Buch möchte kein Ratgeber oder Ausbildungskurs sein, in dem Sie lernen, Ihr Kind zu erziehen, sondern ein Lese- und Bilderbuch. Ich möchte Ihnen in diesem Buch die normale Entwicklung des Kindes von der Geburt bis zum 4. Geburtstag beschreiben und zeigen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Ihr Kind mit dem Weg in den Kindergarten den ersten Schritt der Ablösung vollzieht. In dieser Zeit werden viele von Ihnen Tag und Nacht für Ihr Kind da sein, es begleiten und beobachten. Immer wieder wird Ihnen das eine oder andere auffallen, und Sie werden sich fragen, ob das oder jenes wohl „normal“ sei. Doch was ist „normal“ in der Kindesentwicklung? Die Variationsbreite ist enorm. Ich möchte Ihnen helfen, nicht bei jeder scheinbaren Unregelmäßigkeit und „Abnormität“ verunsichert zu sein. Ich hoffe, dass sich die durch das Lesen des Buches gefundene Sicherheit auf Ihr Kind überträgt und wünsche Ihnen viel Freude bei der wohl schönsten Aufgabe Ihres Lebens: Ihr Kind in seiner Entwicklung zu begleiten!

Einfüllen und ausleeren – ich habe gut zugeschaut, nun kann ich es auch!

Was finden Sie in diesem Buch?

In diesem Buch wird die Entwicklung des Kindes zunächst Monat für Monat, dann in größeren Zeiträumen, unter folgenden Aspekten beleuchtet:

Wie bewegt sich Ihr Kind (motorische Entwicklung)?

Was Ihr Kind jetzt versteht – und spricht (kognitive Entwicklung).

Die Entwicklung der Sinne.

Die Beziehung zur Umwelt (emotionale und soziale Entwicklung)

Nicht in jedem Alter wird jeder Aspekt auftauchen, und manchmal verschwimmen auch die Grenzen zwischen den einzelnen Kategorien. Aber genauso wie die Entwicklung eines Kindes nicht nach einem sturen Schema abläuft, lässt sich auch die Beschreibung dieses Prozesses nicht in ein starres Korsett zwingen. Dieses Buch beschreibt die Entwicklung eines gesunden Kindes in den ersten vier Lebensjahren. Die darin erwähnten Entwicklungsschritte werden in der Regel von 50% der Kinder zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht. Falls Ihr Kind etwas zu dem beschriebenen Zeitpunkt noch nicht tut, machen Sie sich zunächst keine Sorgen: 50 Prozent sind nicht gleich 100 Prozent. Ihr Kind wird es dann in allernächster Zeit können. Im Anhang des Buches (siehe → S. 193) sind die Zeichen einer auffälligen Entwicklung zusammengefasst. Sollte Ihr Kind, losgelöst von einer ansonsten altersentsprechenden Entwicklung, solche Zeichen zeigen, empfiehlt sich ein Besuch beim Kinderarzt.

Dieses Buch möchte Ihnen helfen, die Entwicklung Ihres Kindes zu verstehen. Dadurch können Sie Ihrem Kind mehr Verständnis entgegenbringen. Wenn dabei Entwicklungsschritte beschrieben werden, hat das eher den Zweck, Sie über die wundersamen Vorgänge zu informieren, als Sie dazu zu verführen, Ihr Kind mit anderen zu vergleichen.

Ein aufregender Weg – vom skeptischen Neugeborenen über die ersten Schritte zur kleinen Prinzessin oder zum Prinzen.

Die Specials

Im Alltag sind es allerdings oft weniger die konkreten Meilensteine, wie zum Beispiel das Erlernen des freien Gehens oder das Sprechen der ersten Worte, als ganz andere Themen, die Sie beschäftigen werden: So werden Sie auf die Frage, aus welchem Grund Ihr Kind gerade schreit (weil es Hunger hat oder nasse Windeln oder sich langweilt, es Bauchweh hat oder sich sonstwie nicht wohlfühlt), seltener eine sichere Antwort finden als auf die Frage, ob es gehen kann! Jedes Entwicklungsalter hat seine typischen Themen. Und so finden Sie in jedem Kapitel auch noch gesonderte Abschnitte (Specials), die ein gerade alterstypisches Thema aufgreifen, z. B. die Bindungsentwicklung, untröstlich schreiende Kinder oder Informationen zur Sauberkeit und zur Autonomie.

Die Meilensteine – Die Entwicklung in Kürze

Die Entwicklung des Kindes ist sehr variabel: das eine Kind kriecht nicht, kann aber später trotzdem gehen, das andere bewegt sich sitzrutschend vorwärts und das so geschickt, dass es zunächst wenig Interesse hat, das Gehen zu erlernen. Typischerweise beginnen diese Kinder auch deutlich später zu gehen (evtl. erst mit zwei Jahren). Trotzdem handelt es sich nicht um eine Abnormität, sondern eine Variation! Was das eine Kind schnell erlernt, dafür braucht das andere etwas länger. Es kann dafür schon etwas anderes. Studien haben längst bewiesen: man kann aus dem Zeitpunkt, wann ein Kind gewisse Meilensteine erreicht, keine prognostischen Aussagen machen. So wird ein Kind, das früher geht, später nicht bessere Schulleistungen erbringen als eines, das es erst später kann (innerhalb eines gewissen Rahmens)!

Ich lege die Formen korrekt ein, auch wenn ich sie drehen muss.

Als frischgebackene Eltern werden Sie immer wieder nach der Entwicklung Ihres Kindes gefragt: „Sitzt Ihr Kind denn schon?“, „Läuft es schon?“. Schön, wenn dem so ist und Sie mit einem sicheren „Ja“ antworten können. Aber was, wenn Ihr Kind etwas noch nicht kann? Und noch schlimmer, wenn es alle anderen Kinder der Krabbelgruppe schon können? Und ganz schnell fragen Sie sich: Hat mein Kind ein Defizit? Muss ich mein Kind besonders fördern?

Ich kann sitzen!

Die Fragen sind typische Fragen nach den Meilensteinen. Auch Ihr Kinderarzt wird Sie nach den Meilensteinen fragen. Dabei handelt es sich um Leistungen, die das Kind in einem gewissen Alter erbringen sollte. Die Meilensteine erfassen nur einen Teil der kindlichen Entwicklung. Leider aber sind Meilensteine wenig differenzierend und erfassen vor allem auch die Variationen nicht. Daher werden oft unnötige Unsicherheiten von falsch verstandenen Meilensteinen ausgelöst. Im Wissen um diese Unsicherheiten sollen aber hier die wichtigsten Meilensteine nicht unerwähnt bleiben.

Auch wenn Sie Ihr Kind diesbezüglich einordnen können, bereiten möglicherweise andere Dinge Ihnen Kopfzerbrechen, etwa wie Ihr Kind schläft, sein Trotzverhalten oder seine Reaktion Fremden gegenüber. Sie sehen, es wird spannend, und es gibt viel mehr im Leben eines Kindes als „bestandene“ Meilensteine.

Im vorliegenden Buch finden Sie in regelmäßigen Abständen eine Seite mit einem Überblick über den Stand der Entwicklung des Kindes. Hier finden Sie Informationen darüber, was Ihr Kind in einem gewissen Alter gelernt haben sollte. Die Entwicklung jedes Kindes verläuft in einer individuellen Weise. Nicht jedes Kind durchläuft jeden Entwicklungsschritt (manche überspringen z. B. das Krabbeln), nicht immer ist die Reihenfolge der Entwicklungsschritte gleich. Aber auch sich langsam entwickelnde Kinder sollten in einem bestimmten Alter bestimmte Dinge erreicht haben. Die Meilensteine bringen ca. 50 % der Kinder zum angegebenen Alter hinter sich. Sollte Ihr Kind etwas noch nicht erreicht haben, so ist das zunächst kein Grund zur Sorge. Behalten Sie es im Hinterkopf, beobachten Sie Ihr Kind und holen Sie sich, wenn Sie in einigen Wochen noch unsicher sind, Rat bei Ihrem Kinderarzt.

Dieses Buch möchte Ihnen aufzeigen, wie groß die Variabilität der Entwicklung ist! Wenn Sie das verinnerlicht haben, können Sie mit einem Augenzwinkern auf derartige Fragen antworten: „Nein, sitzen kann mein Kind noch nicht, aber es liest gerade den ersten Band von Harry Potter!“

Noch ein paar Worte, bevor es losgeht

Alles in allem kann ich Sie beruhigen: Kinder entwickeln sich „trotz“ ihrer Eltern. Wenn Sie sich dem Kind anpassen, sich als „Forschungsassistent“ betätigen und dem Kind helfen, das zu tun, was es gerne macht, machen Sie nichts verkehrt. Umgekehrt sind es weder bestimmte Tragtücher, Gehwägelchen oder Spielsachen, die die Entwicklung Ihres Kindes entscheidend beeinflussen. Wohl aber Ihre Zuneigung und Fähigkeit, sich in Ihr Kind hineinzudenken. Hier können Sie nicht zu viel des Guten tun!

Die Entwicklungsstufen verstehen

Worauf Sie sich jetzt freuen können

Ich gratuliere Ihnen herzlich zu Ihrem Kind. Sicher haben Sie sich schon viele Gedanken über die Zukunft Ihres Kindes gemacht, haben Bücher gekauft (das Vorliegende ist ein weiteres), im Internet gesurft (weniger empfehlenswert) und Bekannte und andere „Fachleute“ interviewt: vielleicht sind Sie trotz der verwirrenden Vielfalt der Meinungen etwas schlauer geworden, vielleicht aber auch nicht. Es ist für „frischgebackene“ Eltern nicht immer einfach zu wissen, welche Informationen stimmen und welche nicht. Sie werden so verunsichert, dass dabei die in Ihnen schon vorhandene intuitive Kompetenz verloren geht.

Dieses Buch möchte Ihnen dabei helfen, Sicherheit im Umgang mit Ihrem Kind zu gewinnen. Es zeigt Ihnen die normale Entwicklung Ihres Kindes, wie ich sie als Autor dieses Buches und langjähriger Kinderarzt verstehe. Was sich vor der Geburt und in den folgenden Monaten und Jahren in der Entwicklung eines Kindes ereignet, ist bewundernswert. Sie beobachten, wie Ihr Kind dauernd Fortschritte macht, zunehmend mit Ihnen interagiert und seinen Radius vergrößert – eine unglaubliche Leistung. Die Eltern sehen dem Geschehen mit großer Ver- und Bewunderung zu und fragen sich, wie sie die Fähigkeiten des Kindes unterstützen können. Dieses Buch gibt Ihnen Tipps und Hinweise, wie Sie die Entwicklungsschritte Ihres Kindes positiv beeinflussen können. Sie finden auch immer wieder Hinweise darauf, wann eine Entwicklung vom normalen abweicht und wann Sie mit Ihrem Kinderarzt Rücksprache halten sollten.

Was ist „normal“ oder „nicht normal“?

Es gibt nur wenige Worte, die uns leichter über die Lippen gehen, als das Wort normal. Schnell sagt man das oder der „ist ja nicht normal“. Was „normal“ und was „nicht normal“ ist, wird von der Allgemeinheit bestimmt, ohne konkrete Anhaltspunkte. Der Forschungszweig der kindlichen Entwicklung, die Entwicklungspädiatrie, versucht das, was wir als normale oder nicht normale Entwicklung verstehen, zu beschreiben. Die „Entwicklungspädiatrie“ als eigener Forschungszweig hat sich erst in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts herausgebildet. Das wird schon am Wort „Entwicklungspädiatrie“ deutlich. Was möglicherweise als Entwicklungspsychologie begann, entwickelte sich zur Entwicklungsneurologie. Aber nicht nur Kinderneurologen, sondern vor allem klassische Pädiater (Kinderärzte) sind täglich mit den Fragen der „normalen“ Entwicklung konfrontiert, sodass der Name Entwicklungspädiatrie gerechtfertigter erscheint.

Die Reflexe

Ihr Kind kommt mit einer Reihe von angeborenen Reflexen auf die Welt. In den ersten Lebensmonaten haben dann auch noch diese einen deutlichen Einfluss auf die Bewegungsmuster und machen diese etwas komplizierter. Diese Reflexe und Reaktionen müssen zuerst verschwunden sein, bevor Ihr Kind eine gezielte Handlung durchführen kann. So muss zum Beispiel der Greifreflex, mit dem ein Neugeborenes einen Gegenstand umklammert, verschwunden sein, damit das Kind Gegenstände loslassen und aktiv greifen kann. Die Reflexe beeinflussen alle in unterschiedlichem Ausmaß die Bewegungen Ihres Kindes und werden in den nächsten Wochen und Monaten verschwinden.

Die Bewegungen des Kindes sind von Reflexen bestimmt, die sich nach einigen Monaten verlieren.

1. Angeborene Reflexe

Eine der ersten Leistungen des neugeborenen Kindes ist die Nahrungsaufnahme. Das Neugeborene muss dies jedoch nicht mühsam lernen. Einige Reflexe Ihres Kindes sorgen dafür, dass Ihr Kind schon kurz nach der Geburt Nahrung zu sich nehmen kann: Dies sind der Schluckreflex, der beim Trinken ausgelöst wird, der Saugreflex, der bei Berühren der Lippen zu automatischen Saugbewegungen führt, und der Suchreflex (Rooting), bei dem Ihr Kind bei einer Wangenberührung den Kopf zum Reiz wendet und den Mund öffnet.

Der Saugreflex: an allem, was ich in den Mund kriege, wird gesogen, oder besser, es wird ausgepresst.

Auch die Reaktionen des Säuglings auf einen Schrecken sind eine automatisierte Körperreaktion. Beispielsweise läuft der sogenannte Moro-Reflex immer gleich ab: zuerst das Öffnen und dann das Schließen und Greifen der Arme.

2. Schutzreflexe

In Bauchlage legt Ihr Säugling den Kopf automatisch zur Seite. Dieser Schutzreflex ist eine Voraussetzung für die gefahrlose Einnahme der Bauchlage. Andere Reflexe, wie Nies-, Husten-, Würge- und Blinzelreflex, dienen dem Kind dazu, Fremdkörper, die in die Nase, die Atemwege, die Speiseröhre oder die Augen kommen, wieder loszuwerden.

Lässt man meinen Kopf plötzlich fallen, erschrecke ich und breite meine Arme aus, um sie dann sofort wieder zusammenzuführen, als ob ich an etwas festhalten wollte.

3. Tonische Reflexe

Tonische Reflexe überwachen die Lage des Körpers im Raum und bestimmen die Stellung der Körperteile zueinander. Diese Reflexe regulieren die Tonusverteilung der gesamten quergestreiften Muskulatur. Hierzu gehört z. B. der ATNR (asymmetrisch tonischer Nackenreflex). Bei nicht zu heftiger Drehung des Kopfes nach einer Seite erfolgt eine Streckung der auf der Seite des Gesichtes liegenden Gliedmaßen, während die auf der Seite des Hinterhauptes liegenden Gliedmaßen gebeugt werden. Am Arm ist dieser Reflex ausgeprägter als am Bein und führt zur sogenannten „Fechterstellung“. Der ATNR verschwindet in der Regel im 4.–5. Lebensmonat, kann jedoch bei einer leichten Bewegungsstörung sehr lange nachweisbar bleiben. Auch das „Placing“ (siehe Bilder → S. 16) gehört zu den tonischen Reflexen.

Auf der Seite meines Gesichtes strecke ich den Arm. Auf der Seite meines Hinterhauptes beuge ich den Arm (ATNR).

4. Stellreaktionen

Die Stellreaktionen, die die tonischen Reflexe ablösen, geben dem Kind die Möglichkeit, Lage und Bewegungen des Kopfes, des Rumpfes und der Gliedmaßen der Schwerkraft entsprechend einzustellen. Sie sind Voraussetzung für die Entwicklung der aufrechten Körperhaltung und der Fortbewegung.

Beim „Placing“ hebe ich mein Bein, wenn der Fuß an die Liege kommt automatisch und stelle den Fuß auf der Unterlage ab.

Durch die Sprungbereitschaft oder Fallschirmreaktion schützt sich das Kind mit vorschnellenden Armen vor Verletzungen des Gesichts (beginnend ab 6. Lebensmonat).

5. Statokinetische Reflexe und Gleich gewichtsreaktionen

Diese Reflexe sind während des ganzen Lebens auslösbar. Sie bewirken die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes, wenn der Körper passiv aus der Mitte verlagert wird. Der Stütztonus nimmt zu und wirkt der einwirkenden Kraft entgegen. Diese Reflexe, z. B. die Sprungbereitschaft, bilden sich erst ab dem 7. Monat aus und sollen ab dem 12. Monat voll vorhanden sein. Diese Reaktion ist sehr wichtig für das freie Sitzen, da Ihr Kind sich abstützen muss, wenn es umfällt.

Was bestimmt uns – die Gene oder die Umwelt?

Eines der grundlegenden Probleme der Wissenschaftler ist die Frage, was uns und unsere Entwicklung mehr beeinflusst, unsere Gene, die wir von den Eltern geerbt haben und auf die wir keinen Einfluss haben, oder die Umwelteinflüsse. Grundsätzlich unterscheidet man daher endogene, anlagebedingte Entwicklungstheorien von exogenen (umweltbedingten) Entwicklungstheorien. Während Erstere davon ausgehen, dass die Entwicklung eines Kindes einzig von seinen Genen bestimmt wird, gehen Letztere davon aus, dass nur Umwelteinflüsse, Erziehung usw. die Entwicklung ermöglichen bzw. ändern.

Die von der Genetik bestimmten Entwicklungstheorien gehen von gewissen Gesetzmäßigkeiten aus:

Die Entwicklung verläuft linear von unreif zu reif.

Sie wird genetisch gesteuert und kontrolliert.

Sie folgt einer zeitlichen und funktionellen Gesetzmäßigkeit.

Sie ist gekennzeichnet durch Invariabilität: alle Kinder der Welt entwickeln sich gleich.

Eine frühe Störung stört die gesamte Entwicklung.

Die Einflüsse der Eltern, der Umwelt auf die Entwicklung sind vernachlässigbar!

Die „exogenen“ Entwicklungstheorien gehen davon aus, dass die Entwicklung unabhängig von den Genen verläuft:

Die Entwicklungsschritte sind un abhängig voneinander und nicht hierarchisch (nicht ein Ereignis kommt nach dem anderen).

Sie zeichnen sind durch (die unterschiedlichen Einflüsse bedingt) große Variabilität aus.

Die Kinder entwickeln sich auf der ganzen Welt sehr unterschiedlich.

Bei Störungen ist in der Regel nicht die ganze Entwicklung betroffen

Die Auseinandersetzungen zwischen den Theorien dauern an. Je nach gesellschaftlichem Trend erhält die eine oder andere Theorie gerade mehr Akzeptanz und Verbreitung. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte: Die Entwicklung ist genetisch vorbestimmt (die „biologische“ Sichtweise), erlaubt aber einige Veränderungen durch Erziehung und Umwelt. Je mehr den exogenen Faktoren für die Entwicklung Bedeutung beigemessen wird, desto größer wird auch die Verantwortung der Eltern, Erzieher (Ärzte) und der Gesellschaft für die Entwicklung ihrer Kinder. Bei Betonung der genetischen Vorbestimmung kann auf individueller Ebene eine gewisse Entlastung von der Erziehungsverantwortung der Eltern eingeräumt werden: die Kinder werden „trotz“ uns Eltern zu vernünftigen Erwachsenen! Für jede Theorie gibt es in der Literatur viele Beispiele. Die Basis der im Buch beschriebenen Beobachtung der kindlichen Entwicklung basiert auf meinen eigenen Beobachtungen und den aktuellen Theorien der Entwicklungspädiatrie.

Ihre Verantwortung als Eltern

Die Entwicklung Ihres Kindes verläuft zum einen nach biologischen Gesetzmäßigkeiten, nach einem genetisch vererbten Entwicklungsplan, worauf Sie keinen Einfluss haben. So lernen alle gesunden Kinder gehen, einige früher, andere später. Das ist ein Trost und entlässt Sie etwas aus Ihrer Verantwortung. Im Laufe seiner Entwicklung macht Ihr Kind einen Entwicklungsschritt nach dem anderen durch (mit kleinen Ausnahmen): zuerst Gehen, dann Rennen usw. Hier spielen die Reifungsprozesse des Zentralnervensystems eine wichtige Rolle. Alles, was Ihr Kind erlernt hat, wird es umgehend üben. Hier können Sie Ihr Kind aktiv unterstützen, indem Sie ihm den Raum und die Gelegenheiten dazu geben!

Die Annahme aber, dass Kinder zum Teil stärker das Verhalten ihrer Eltern beeinflussen als umgekehrt diese durch ihr Verhalten die Reaktionen ihrer Kinder bewirken, wurde eindrücklich und einwandfrei nachgewiesen. Im gesamten Verlauf der Kindheit kommt allem, was Eltern tun, eine wichtige Rolle zu, weil sie als Erfahrenere und Mächtigere in der Beziehung die dingliche und soziale Welt, in die die Kinder hineinwachsen, interpretieren und dem Kind verständlich machen können. Während der Kindheit schaffen die Eltern für ihre Kinder Erfahrungsräume, die auf den eigenen Erfahrungen in ihrer Kindheit beruhen und eine mehr oder weniger gelungene Anpassung an die aktuelle Lebenssituation darstellt.

In den verschiedenen Entwicklungsphasen der Kinder kommen unterschiedliche Verhaltensweisen der Eltern zum Tragen. So ist es in der frühen Kindheit die Feinfühligkeit der Eltern, die vor allem bei schwierigen Voraussetzungen der Kinder beispielsweise in Bezug auf das Temperament eine große Rolle für eine erfolgreiche kindliche Entwicklung spielt. In späteren Entwicklungsabschnitten der Kindheit ist es die Fähigkeit der Eltern, Entwicklungsschritte ihrer Kinder gedanklich vorwegzunehmen und durch Verständnis, Toleranz, Offenheit und Unterstützung zu begleiten.

Die Aufgaben der Eltern kann man mit dem Führen eines Verkehrsmittels vergleichen: angepasste Geschwindigkeit, auf Verkehrssignale achten, den Verkehr beobachten und vorausschauend den Fuß vom Pedal nehmen. Die Menschen (alle) im Auto anschnallen und sich rücksichtsvoll, auch gegenüber der Natur, fortzubewegen! Dann muss noch, mit dem Wachstum und der Entwicklung der Kinder, sowohl der Kindersitz angepasst werden, und es muss – je nach Alter – darauf vorbereitet werden, auch einmal ein aktiver und vernünftiger Verkehrsteilnehmer zu werden. Der Fahrer (die Eltern) müssen das Steuerrad in den Händen behalten und bei Konflikten im Auto, aber auch mit anderen Verkehrsteilnehmern versuchen, die eigenen Aggressionen zu unterdrücken und versuchen, friedliche und verständnisvolle Lösungen und Kompromisse zu ermöglichen! Eltern, die es schaffen, von Kind zu Kind zu lernen und gleichzeitig sich in ihrer Partnerschaft gegenseitig als Eltern erziehen und akzeptieren lernen bzw. miteinander Eltern werden, verbringen eine unvergleichliche Leistung.

Ich bin ganz und gar auf meine Eltern angewiesen.

Was ist „Entwicklung“?

Es gibt keinen vollständigen Konsens darüber, was „Entwicklung“ ist.

Ist Entwicklung mit Veränderung gleichzusetzen, oder eher mit Anpassung?

Ist es die Abfolge alterstypischer Errungenschaften durch genetisch bedingte Reifung?

Ist Entwicklung eine Veränderung, die immer zum Besseren, zu Fortschritten führt?

Inwieweit sind die individuellen Entwicklungsprozesse von der Entwicklung der Gesellschaft abhängig?

Ist Entwicklung die lebensalterbezogene, langfristige und geordnete, unterschiedliche Veränderung unterschiedlicher Persönlichkeiten in unterschiedlichen, sich verändernden Umwelten?

Die verschiedenen Theorien – ein kurzer Überblick

Grundsätzlich können fünf verschieden, historisch gewachsene Theorien unterschieden werden:

Die biologische Theorie der Entwicklung. Bei dieser Entwicklungstheorie wird postuliert, dass die Entwicklung nach vorgegebenen biologischen Gesetzen verläuft. Ein typischer Vertreter diese Schule ist einer der ersten Entwicklungspädiater: Arnold Gesell. Er führt die Entwicklung auf die Realisierung von erbbedingten Vorbestimmungen zurück. Die Theorie besagt, dass die Entwicklung auch ohne äußeren Einfluss stattfindet. Das Kind lernt gehen, sprechen usw. aufgrund eines biologisch festgelegten Programms. Die Umwelt hat hier kaum einen Einfluss. Diese Theorie wird auch Reifungstheorie genannt. Eine Variation davon ist die „evolutionäre Theorie“, die besagt, dass sich das innere Programm der Entwicklung der Kinder und der Eltern an die jeweilige Umwelt optimal anpasst und somit das den Umständen entsprechende bestmögliche Überleben garantiert.

Die psychodynamische Theorie der Entwicklung besagt, dass die Entwicklung vor allem dadurch bestimmt wird, wie die Kinder die typischen Konflikte ihres Entwicklungsalters lösen. Ein Exponent dieser Theorie ist sicherlich Sigmund Freud. Er hat eine eher psychosexuelle Sichtweise, die bekanntermaßen den Einfluss der Psyche und der Umwelt viel größer gewichtet. Dabei spielt auch der Konflikt zwischen dem biologisch angelegten Programm und den aktuellen Regeln der Gesellschaft, was gut und was falsch ist, eine Rolle. Ein weiterer Exponent dieser Theorie ist Erik Erikson, der seine Theorie aufgrund von Beobachtungen an Indianerstämmen aufgestellt hat. Er veranschlagt den Einfluss der Gesellschaft auf die Entwicklung des Kindes viel höher. Besonders bedeutend sind die Entwicklung von Vertrauen, Autonomie, Fähigkeiten und Identität für das Kind.

Bei der „Lerntheorie“ wird davon ausgegangen, dass das Kind mehrheitlich Fortschritte macht, indem es von der Umwelt lernt. Burrhus F. Skinner, ein amerikanischer Psychologe, auch Vater des Behaviorismus genannt, ist ein typischer Vertreter dieser Schule. Die von ihm sogenannte „operante Konditionierung“ be inhaltet Lernen durch Bestätigung und Strafe. Dies sei die Ursache von Entwicklung. Albert Bandura, ein kanadischer Psychologe, legt den Schwerpunkt mehr darauf, wie Kinder die Welt in der sie leben sich zu erklären suchen. Aber auch bei ihm spielen Bestrafung und Lob eine zentrale Rolle in der Entwicklung.

Die kognitive Entwicklungstheorie wird vor allem von dem berühmten Schweizer Entwicklungspsychologen Jean Piaget vertreten. Er kritisiert das im Zentrum des klassischen Behaviorismus stehende simplizistische Reiz-Reaktionsschema und die Konzeption des Lernens als Konditionierung und Habituation. Jean Piaget, ein als universeller Konstruktivist, postuliert, dass das menschliche Handeln von inneren Prozessen gesteuert wird, ähnlich einer Pflanze, aber durch die verschiedenen Stadien der kognitiven Entwicklung des Kinds Modifikationen erfährt.

Die Kontexttheorie besagt, dass die Entwicklung mittelbar und unmittelbar durch die Umwelt bestimmt wird. Ein typischer Vertreter dieser Theorie ist Lev Semenovich Vygotsky, ein russischer Entwicklungspychologe. Er betont die Rolle der Eltern und anderer Bezugspersonen für die Entwicklung des Kindes.

Wie schon eingangs erwähnt können einzelne Theorien heute als überholt gelten, und keine hat den Beweis erbracht, dass sie allein die Entwicklung des Kindes restlos zu erklären vermag. Aber eben, wie beim schreienden Kind, manchmal war eben doch nicht der Hunger der Grund für das Schreien, sondern die Einsamkeit. Wichtig ist, dass wir uns bewusst sind, dass auch wir Theorien über die Ereignisse haben, und diese bestimmen unsere Lösung eines Problems.

Die Entwicklung – in Zahlen gefasst

In Studien und Forschungen wird versucht, das „Normalverhalten“ des Kindes von Varianten und Abnormitäten abzugrenzen. So werden beispielsweise anhand von Langzeitstudien von vielen Kindern das Wachstum oder der Schlaf dokumentiert und in sogenannten Perzentilen aufgezeichnet.

Am Beispiel dieser Schlafperzentile wird klar, dass Normalität kein absoluter Wert ist: ein Kind schläft „normalerweise“ im Alter von 1 Jahr insgesamt 14 Stunden, manche aber nur 11, andere sogar 17 Stunden. Die Illustration führt vor Augen, wie groß die Variabilität ist! Noch eine Beobachtung kann man machen: In der Regel machen Kinder keine Sprünge in diesen Perzentilen, man kann eher sagen, sie entwickeln sich in einer eigenen Linie (einem Kanal), die parallel zu den Perzentilen verläuft. Für die Größe eines Kindes heißt das, eher kleine Kinder werden in der Regel auch eher kleine Erwachsene, große Kinder wachsen im Bereich der obersten Perzentilen und werden später auch eher große Erwachsene. Mit „Stabilität des Wachstums“ ist dieses Verhalten ganz gut beschrieben. Erst wenn ein Kind mit seinen Werten diesen Perzentilenkanal verlässt (und zwar egal ob nach oben oder unten) oder von Beginn an außerhalb der Perzentilen liegt, ist dies auffällig. Sinnvoller wäre es, statt von „normal“ und „nicht normal“ von einem Normbereich zu sprechen, also „Das ist nicht im Normbereich“ anstelle von „Das ist nicht normal!“

Schlafperzentile für 24 Stunden.

Das Fit-Konzept

Eigentlich kennen Sie den Begriffbisher nur aus dem Sport: Sie halten sich „Fit“. Hier lernen Sie einen neuen Zusammenhang kennen: Versuchen Sie einen „Fit“ in Ihrer elterlichen Beziehung, aber auch in der Erziehung Ihres Kindes zu erreichen.

Was bedeutet „Fit“ und „Misfit“?

Mit „Fit“ bezeichnet man hier eine Haltung, die eine möglichst gute Übereinstimmung zwischen den individuellen Bedürfnissen und Entwicklungseigenheiten des Kindes und seiner Umwelt anstrebt. Die Herausforderung des Fit-Konzeptes besteht dann, sich als Eltern und Erzieher auf die Individualität des Kindes einzustellen: das Verhalten des Kindes richtig zu lesen und im Umgang mit dem Kind das richtige Maß zu finden. Es gilt, Platz für die Bedürfnisse des Kindes zu schaffen. Aber auch die eigenen Bedürfnisse und die des Partners dürfen nicht vernachlässigt werden.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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