Verlag: Kein & Aber Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2012

Das Barmen E-Book

Flann O'Brien  

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E-Book-Beschreibung Das Barmen - Flann O'Brien

Flann O'Brien erzählt mit satirischem Blick die Geschichte von Bonaparte O’Coonassa, von seinem einzigen, schmerzhaften Schultag, seiner kurzen Ehe und noch kürzeren Vaterschaft, seiner Verurteilung zu 29 Jahren Gefängnis, wo er »heil und sicher, gegen die Widrigkeiten des Lebens gefeit«, sein irisches Schicksal absitzt. Übersetzt und durchgesehen von Harry Rowohlt.

Meinungen über das E-Book Das Barmen - Flann O'Brien

E-Book-Leseprobe Das Barmen - Flann O'Brien

INHALT

» Über den Autor

» Über das Buch

» Buch lesen

» Anmerkungen

» Fußnote, Impressum

» Weitere eBooks von Flann O’Brien

» www.keinundaber.ch

ÜBER DEN AUTOR

Flann O’Brien, geboren am 5. Oktober 1911 als Brian O’Nolan in Strabane/County Tyrone, studierte Gälisch, klassische Philosophie und Deutsch in Dublin und wirkte von 1937 bis 1953 als Ministerialbeamter. 1939 startete er mit Auf Schwimmen-zwei-Vögel seine Karriere als Schriftsteller, ab 1940 schrieb er 26 Jahre lang Kolumnen in der Irish Times. O’Brien starb am 1. April 1966 in Dublin und gilt als einer der bedeutendsten irischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

ÜBER DAS BUCH

Flann O’Brien erzählt mit satirischem Blick die Geschichte von Bonaparte O’Coonassa, von seinem einzigen, schmerzhaften Schultag, seiner kurzen Ehe und noch kürzeren Vaterschaft und seiner Verurteilung zu 29 Jahren Gefängnis, wo er »heil und sicher, gegen die Widrigkeiten des Lebens gefeit« sein irisches Schicksal absitzt – ein irischer Lebenslauf voller Vorurteile und Whiskey, den man lieben muss.

Das Barmen

Eine arge Geschichte vom harten Leben

»Wird ein Stein geworfen,

GELEITWORT DES ÜBERSETZERS

An Béal Bocht, das gefeierte satirische Werk, im Jahre 1941 zum ersten Mal publiziert, liegt hier in seiner ersten Übersetzung unter dem Titel The Poor Mouth vor. Auf Gaelisch und im anglo-irischen Dialekt bedeutet »putting on the poor mouth«, daß man Armut oder widrige Umstände vorspiegelt, um bei Gläubigern oder zukünftigen Gläubigern Vorteile für die eigene Person zu erlangen. Es kann auch, will man dem Lexikographen Dr Patrick Dineen folgen, einem Gelehrten, dem Myles na gCopaleen nur kargen Respekt gezollt hat, schlicht »nörgeln« bedeuten.

Der Autor, Brian O’Nolan, der unter seinem nom de plume1 Myles na gCopaleen schreibt, war ein verdienstreicher gaelischer Gelehrter, und in diesem Werk handhabt er diese Sprache auf so meisterliche, wenngleich idiosynkratische Weise, daß die Übersetzung zeitweilig zu einer recht fordernden Aufgabe wird.

Der Text der dritten, um etliche Einschiebsel und Berichtigungen vermehrten Auflage liegt unserer Übersetzung zugrunde. Wo immer diese Ausgabe uns mit Schwierigkeiten oder Mehrdeutigkeiten konfrontierte, wurden die vorhergegangenen Ausgaben konsultiert. In deren Text hatte der Autor einige humoristische »Übersetzungen« einzelner Worte eingefügt, die er am Seitenende als Fußnoten aufführt. Diese tauchen nur im ersten Kapitel der dritten Auflage auf und sind hier am Ende des Buches als Anmerkungen beibehalten worden. In The Poor Mouth kommentiert Myles gnadenlos das irische Leben schlechthin und nicht nur die Gaeltacht2. Worte wie »schwere Zeiten«, »Armut«, »Trunkenheit«, »geistige Getränke« und »Kartoffeln« tauchen im Text mit nahezu monotoner Regelmäßigkeit auf. Die Atmosphäre dampft förmlich vor Regen und regelmäßigen Niederschlägen, und mit unermüdlicher Eindringlichkeit spricht der Autor von Menschen, die sich »zur Ewigkeit rüsten« u. dergl. Die Schlüsselwörter in diesem Werk sind sicherlich »Niederschläge«, »Ewigkeit« und »Kartoffeln«, alles gegen einen Hintergrund aus Schmutz und Armut abgesetzt.

Die vorherrschende Schwierigkeit, welche den Übersetzer des Werks begleitete, gründete sich auf Myles’ Eigenart, den Stil gewisser gaelischer Autoren zu parodieren; genannt seien hier nur Máire (Séamas Ó Grianna) von den Rosses, den bewaldeten Vorgebirgen in der Grafschaft Donegal, und Tómas Ó Criomthainn von der Great-Blasket-Insel in der Grafschaft Kerry. Diese abschreckende Aufgabe stellt sich stets unausweichlich dem Übersetzer, dessen Wunsch es ist, die subtilen Nuancen und Würzen des Originals in eine andere Sprache zu übertragen.

Zu lange war An Béal Bocht all jenen unzugänglich, die der Kenntnis der gaelischen Sprache entrieten oder deren Kenntnisse zum befriedigenden Verständnis des satirischen Werks von Myles nicht ausreichten. Es wird Zeit, daß dieses Werk, das als ätzendes Salz in den Wunden, die seine offiziellen Freunde dem gaelischen Irland beigebracht haben, hätte wirken sollen, nunmehr in der zweiten Amtssprache Irlands seinen Siegeszug antritt. Daß es dies tue, ist Wunsch und Hoffnung des Übersetzers.

Patrick C. Power M. A., Ph. D.

GELEITWORT ZUR ERSTEN AUFLAGE

Ich glaube, dies ist das erste Buch zum Thema Corkadoragha. Es ist aktuell, sein Erscheinen daher angebracht, denke ich. Von großem Vorteil sowohl für die Sprache als solche sowie auch für jene, die sie zu erlernen suchen, ist der Umstand, daß ein kleiner Bericht über die Menschen, die jene abgeschiedene Gaeltacht bewohnen, endlich vorgelegt wird, daß, weiter, ein wenig Rechenschaft abgelegt wird über das gebildete, geschmeidige Gaelisch, das sie zu sprechen pflegten. Dies Dokument befindet sich in ebenjenem Zustand, in dem ich es aus der Hand des Autors empfing, wenn man davon absieht, daß weite Strecken des Originals aus Gründen des Platzmangels und weil ferner unpassende Themen in ihm ihren Niederschlag gefunden hatten, ausgelassen wurden. Trotzdem liegt das Zehnfache an Material für ein interessiertes Publikum bereit, welches sich nach Veröffentlichung dieses Bandes sicher ungeduldig melden wird.

Aus naheliegenden Gründen betrifft alles hier Erwähnte nur Corkadoragha, und man hüte sich davor, voreilige Schlüsse auf die gesamte Gaeltacht zu ziehen; Corkadoragha ist ein ganz besonderer Ort, und die Menschen, die dort leben, sind unvergleichlich.

Ein Quell des Jubels ist für mich die Tatsache, daß der Autor, Bonaparte O’Coonassa, immer noch unter den Lebenden weilt, sich heil und sicher im Gefängnis befindet und somit gegen die Widrigkeiten des Lebens gefeit ist.

Der Herausgeber

1941, am Tag des Mangels

VORWORT

Man muß leider sagen, daß das gaelische Volk weder Lob noch Empfehlung verdient – zumindest nicht jene seiner Kinder, die man zu den begüterten Klassen oder (nach ihrer eigenen Einschätzung) zu den großen Tieren rechnet –, haben sie es doch zugelassen, daß ein Faszikel wie The Poor Mouth so viele Jahre lang nicht zur Drucklegung gelangte; so daß weder Jung noch Alt die Gelegenheit erhielten, es zu sehen, noch Weisheit, Scharfsinn und Kraft aus den Taten jener ungewöhnlichen Gemeinde zu ziehen, die weit im Westen in Corkadoragha lebt – die Saat der Starken und die Krone der Habenichtse.

Bis auf den heutigen Tag leben sie dort, doch vermehren sie sich nicht, und der süße gaelische Dialekt, den man häufiger in ihrem Mund antrifft als einen Brocken Nahrung, entwickelt sich nicht weiter, sondern eher schwindet er wie vom Rostfraße befallen. Von diesem Umstand abgesehen, dünnt Emigration diese abgelegenen Gegenden aus; die jungen Leute wenden sich Sibirien zu – in der Hoffnung auf besseres Wetter und Erlösung von Kälte und Sturm, die diesen Gegenden eigentümlich sind.

Ich empfehle dieses Buch für jede Behausung, jeden Landsitz, in denen zur Stunde noch die Liebe zu den Traditionen unseres Landes haust, jetzt, da, wie Standish Hayes O’Grady sagt, »der Tag sich seinem Ende neigt und die süße, wehrlose Muttersprache schon fast verklang«.

Der Herausgeber

1964, am Tag des Untergangs

1. KAPITEL

Warum ich das Wort ergreife meine Geburt meine Mutter und der Alte-Graue-Knabe unser Haus die Schlucht, in der ich geboren wurde die Nte der Gaelen in frheren Zeiten

Ich schreibe die Angelegenheiten, die in diesem Dokument abgehandelt werden sollen, nieder, denn das nchste Leben nhert sich geschwind fern bleibe uns das Bse, und mge mich der Geist des bels nicht als Bruder betrachten! und auch weil es unseresgleichen nie wieder geben wird. Es ist nur recht und billig, da Zeugnis abgelegt werde von den Zerstreuungen und Abenteuern unserer Zeit fr jene, so nach uns kommen werden, denn unsere Gattung wird es nie wieder geben, geschweige denn ein anderes Leben in Irland, das mit unserem vergleichbar wre, welches nicht mehr existiert.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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