Das Berghotel 266 - Verena Kufsteiner - E-Book

Das Berghotel 266 E-Book

Verena Kufsteiner

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Beschreibung

Leonie aus Wien und Micha aus München sind jung und unsicher, als sie sich im Zillertal kennenlernen und Hals über Kopf ineinander verlieben. Sie ist ein schüchternes Madel, das über den Sommer im Ochsenwirt arbeitet, den Kopf voller Träume. Er verbringt gerade den letzten gemeinsamen Urlaub mit den Eltern, bevor im Herbst sein Studium beginnt. Die gemeinsame Zeit erleben die beiden wie im Rausch. Sie haben das Gefühl, endlich jemanden getroffen zu haben, der sie versteht und mit dem sie offen reden können.
Als dieser Sommer der Liebe endet, fühlen sich Leonie und Micha verwandelt und gestärkt. Sie wollen den Kontakt halten, aber der stressige Alltag fordert seinen Tribut und bald schläft der Kontakt ein. Sieben Jahre später allerdings kommt es zu einem überraschenden Wiedersehen in St. Christoph ...

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Seitenzahl: 119

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Inhalt

Cover

Die Liebe hat uns stark gemacht

Vorschau

Impressum

Die Liebe hat uns stark gemacht

Heimatroman um ein außergewöhnliches Paar

Von Verena Kufsteiner

Leonie aus Wien und Micha aus München sind jung und unsicher, als sie sich im Zillertal kennenlernen und Hals über Kopf ineinander verlieben. Sie ist ein schüchternes Madel, das über den Sommer im Ochsenwirt arbeitet, den Kopf voller Träume. Er verbringt gerade den letzten gemeinsamen Urlaub mit den Eltern, bevor im Herbst sein Studium beginnt. Die gemeinsame Zeit erleben die beiden wie im Rausch. Sie haben das Gefühl, endlich jemanden getroffen zu haben, der sie versteht und mit dem sie offen reden können.

Als dieser Sommer der Liebe endet, fühlen sich Leonie und Micha verwandelt und gestärkt. Sie wollen den Kontakt halten, aber der stressige Alltag fordert seinen Tribut und bald schläft der Kontakt ein. Sieben Jahre später allerdings kommt es zu einem überraschenden Wiedersehen in St. Christoph ...

»Jetzt komm schon, Micha. Hopp, hopp! Net so langsam. Träumst du etwa? So schaffen wir's nie auf den Gipfel«, drang die Stimme seines Vaters zwischen den Bäumen hervor. Wie immer klang er so, als verspottete er seinen Sohn, während er ihn zu höheren Leistungen anspornte.

Micha biss die Zähne zusammen. Er hatte sich in den Beobachtungen der schönen Natur verloren, darum war er wohl gerade etwas langsamer gelaufen und hinter seinen Eltern zurückgeblieben. Doch dafür hatte sein Vater Alexander freilich wieder kein Verständnis. Für den zählten nur Leistungen, sogar hier im Urlaub. Zielstrebig marschierte er auf den Gipfel zu und legte dabei ein beachtliches Tempo vor, ohne nach links und rechts zu blicken.

Das ist so typisch für ihn, dachte Micha genervt und beschleunigte seine Schritte, um zu seinen Eltern aufzuschließen.

Seine Mutter Natascha hielt ihm eine Wasserflasche entgegen, als er um die Ecke bog. Mit einem dankbaren Nicken nahm er das Wasser entgegen und trank einen Schluck. Er glaubte einen Anflug von Mitleid in ihren hellbraunen Augen zu lesen, doch wie üblich unterband sie es nicht, wenn ihr Mann den gemeinsamen Sohn triezte.

Mühelos hielt sie mit dem sportlichen Alexander Schritt, der auch jetzt schon wieder voranlief und dabei ungeduldig mit der Zunge schnalzte. Was blieb ihr auch anderes übrig? In den Jahren ihrer Ehe hatte sie sich daran gewöhnt, entweder mit seinem Tempo mithalten zu müssen oder auf der Strecke zu bleiben. Sogar jetzt, während dieser Wanderung, wirkte sie elegant. Sie trug ein leichtes Make-up und hatte die champagnerblonden Haare geschickt zurückgesteckt. Die schmalgeschnittene Sportkleidung offenbarte, dass sie immer noch eine tolle Figur hatte, die sie mit viel Sport und regelmäßigen Diäten in Form hielt. Trotzdem schenkte ihr Mann ihr kaum mehr Beachtung.

Schicksalsergeben trottete Micha hinter seinen Eltern den steilen Wanderpfad entlang, der über moosbewachsene Felsen und an kargen Pflanzen vorbei hoch in Richtung Berggipfel führte. Er hatte heuer eigentlich gar nicht mehr mit den beiden in Urlaub fahren wollen, immerhin war er schon achtzehn Jahre alt und seine Freunde waren gemeinsam nach Italien ans Meer gefahren. Doch seine Mutter hatte darauf bestanden: Es sei ja das letzte Mal, dass sie einen gemeinsamen Familienurlaub machten, und Micha solle sich doch bitte einen Ruck geben und mit ihnen ins Zillertal fahren. Da war er nun, ließ sich von seinem sportbegeisterten, ehrgeizigen Vater durch die Landschaft scheuchen und versuchte, es sich nicht allzu sehr zu Herzen zu nehmen, wenn eben jener Vater an ihm herumkritisierte.

»Na bitte, geht doch«, wurde Micha von Alexander in Empfang genommen, als er endlich auch schnaufend den Gipfel erreichte. »Hat sich doch gelohnt, gell? Von nix kommt nix. Man muss sich halt anstrengen, wenn man was erreichen will.«

Mit großer Geste deutete er ins Tal, als sei das alles sein Revier.

Micha widerstand dem Drang, die Augen zu verdrehen. »Also war dieser Gewaltmarsch eine Lektion?«

Alexander schlug ihm kräftig auf die Schulter.

»Freilich. Das ganze Leben ist eine Lektion. Wenn du die Firma eines Tages übernehmen willst, darfst du net so ein Waschlappen bleiben.«

Micha zuckte bei dieser Bezeichnung zusammen. Ein Waschlappen – ja, das war er aus Sicht seines Vaters, der sich wohl einen selbstbewussteren, ehrgeizigeren, sportlicheren, einfach rundum stärkeren Sohn gewünscht hatte.

Und wollte Micha die Firma überhaupt übernehmen? Das ganze Leben seines Vaters kreiste um das Familienunternehmen, dessen Zukunft irgendwann in Michas Händen liegen würde. Die bloße Vorstellung, dass er so eine Verantwortung tragen sollte, machte Micha ganz nervös. Vielleicht hatte sein Vater ja wirklich recht und er war ein Waschlappen, dachte er seufzend.

Der junge Mann ließ den Blick schweifen. Tatsächlich war der Ausblick atemberaubend, der Aufstieg hatte sich gelohnt. Schier endlos weit reichten die grünen Wiesen und Wälder. Schroffe Hänge wechselten sich mit sanft geschwungenen Hügeln ab. Tief unten glitzerte ein See. In der Ferne sah man ein kleines Dörfchen – war das St. Christoph, wo sie ihren Urlaub verbrachten? Oder eine der umliegenden Ortschaften? Micha konnte es nicht beurteilen, doch er genoss den Anblick der Landschaft.

Eine frische Brise wehte der Familie um die Nase. Ein Greifvogel ließ sich von den Winden tragen und stieß plötzlich ins Tal hinab, als er wohl ein Beutetier erspäht hatte, das den Blicken der Menschen verborgen blieb. Am liebsten wäre Micha noch ewig hier stehen geblieben und hätte die Natur auf sich wirken lassen.

Doch sein Vater konnte nicht lange stillhalten. Er hatte das Ziel erreicht, nun wollte er sich schon wieder an den Abstieg machen. Energisch blitzten die eisblauen Augen aus seinem gebräunten Gesicht.

»Los, net einschlafen, ihr zwei«, kommandierte er. »Micha, heut Abend gehen wir in den Ochsenwirt. Das ist das Gasthaus unten im Dorf. Ein Männerabend wird dir guttun.«

Natascha lächelte säuerlich.

»Na schön, dann mach ich mir halt einen ruhigen Abend im Hotel.«

Ihr war anzumerken, dass sie nicht begeistert war von der Aussicht, den Abend allein zu verbringen, während der Rest der Familie ausging. Doch Alexander hatte sich noch nie viel darum geschert, was seine Frau wollte. Diesmal war es Micha, der seiner Mutter einen mitleidigen Blick schenkte, doch diese tat so, als würde sie es nicht merken. Immer die Fassade wahren – das war ihre Devise. Micha ging davon aus, dass sie sich innerlich oftmals über die herrische Art seines Vaters aufregte, doch niemals ließ sie sich das anmerken. Hauptsache, nach außen hin wirkte alles perfekt.

»Na schön«, murmelte Micha.

Er hatte keine große Lust, etwas trinken zu gehen, zumal er sich dann bestimmt wieder den ganzen Abend die markigen Sprüche seines Vaters anhören musste, der verzweifelt versuchte, ihn zu einem richtigen Mann heranzuziehen. Doch er wagte nicht, zu widersprechen. Sein Vater reagierte ungehalten, wenn es nicht nach seinem Willen ging. Also nickte Micha nur und folgte seinen Eltern mit gesenktem Kopf, als diese den Marsch zurück ins Tal antraten.

***

Ungeduldig hupte Alexander, als sie nach der Wanderung vom Waldparkplatz zurück zum Hotel fuhren. Auf der schmalen, kurvigen Straße fuhr ein Traktor vor ihnen her. Alexanders Kopf war vor Zorn hochrot. Er hasste es, wenn er mit seinem Sportwagen ausgebremst wurde.

»Depp, Idiot! Bleib von der Straße weg, wenn du so lahm herum tuckerst, dass dich jeder Fußgänger überholen könnt«, brüllte er, ließ das Fenster herunter, fuchtelte mit der Hand und schickte noch eine Flut unflätiger Beschimpfungen hinterher, die im Brüllen seines Motors untergingen.

Der Bauer grinste nur über die Schulter zurück zu ihnen und winkte unbeschwert. Alexander fühlte sich dadurch provoziert, noch mal auf die Hupe zu drücken und den Motor aufheulen zu lassen.

Micha wäre am liebsten im Rücksitz versunken. Manchmal war es ihm geradezu peinlich, wie sich sein Vater benahm. Immer musste er den Ton angeben und spielte sich auf. Micha selbst war da ganz anders. Ruhiger, bedachter. Doch er wagte nicht, seinem Vater das zu sagen. Der hätte ihn ja doch nur wieder als Weichei oder Waschlappen bezeichnet. Micha seufzte. Wie sollte er nur in die Fußstapfen seines Vaters treten, wenn er doch so gar nicht nach ihm kam?

***

»Herrje, Entschuldigung.« Leonie lief tomatenrot an.

Sie umklammerte das Tablet, auf dem die Bierkrüge standen, ganz fest mit beiden Händen. Wie peinlich ihr das war! Da hatte sie im Stimmengewirr und allgemeinen Lärm des Ochsenwirts doch glatt eine Bestellung falsch verstanden und die falschen Getränke an den Tisch gebracht.

Dass hier aber immer so ein Tumult herrschte! Ihr brummte ja schon der Kopf. Wie sollte man sich denn da konzentrieren?

»Ist doch net so schlimm, Madel«, grölte einer der Männer am Tisch. Ebenso wie seine Kumpanen hatte er schon einen über den Durst getrunken. Sein Blick war glasig und er lallte leicht. »Kannst es ja wiedergutmachen. Komm her, gib mir ein Busserl, dann ist alles vergeben und vergessen.«

Er packte sie einfach am Saum ihrer Schürze und zog sie näher an sich heran, während die anderen Burschen johlten und ihn anfeuerten. Leonie schnappte nach Luft. Sie kämpfte mit den Tränen. Wie sollte sie sich nur wehren? Vor lauter Schreck war sie ganz starr. Am liebsten wäre sie einfach weggerannt und hätte sich heulend auf dem Klo eingesperrt, aber sie musste doch freundlich zu den Gästen im Wirtshaus sein.

Wäre sie doch ein bisserl mehr wie ihre Kolleginnen. Die konnten solche unangenehmen Anmachen mit einem kessen Spruch unterbinden.

»Bitte«, stammelte sie, »ich bring Ihnen rasch die richtigen Getränke.«

Doch mit ihrer schüchternen Art stachelte sie die Rabauken nur noch mehr an.

»Jetzt ist's aber gut«, fuhr Anna, die Frau des Wirts Joschi, streng dazwischen. »Wer sich net benehmen kann, trinkt draußen weiter, lasst's euch das gesagt sein.«

Kleinlaut gaben die Burschen Ruhe und ließen Leonie gehen.

»Schaut ja aus wie ein Engerl mit ihren blonden Locken«, raunte einer der jungen Männer noch. »Ist aber verstockt wie ein Fisch.«

Aufatmend stolperte Leonie hinter der Anna her. Dabei stieß sie mit dem Ellenbogen gegen die Theke, an der die Bauern beisammensaßen und ein kühles Bier zum Feierabend genossen. Die Gläser auf dem Tablett gerieten gefährlich ins Schwanken. Leonie versuchte hektisch, das Schlimmste zu verhindern, doch es war zu spät: Mehrere der Gläser kippten um. Schäumendes Bier und klebrige Limonade ergossen sich über Leonies Serviererinnen-Dirndl, die weiße Schürze und den Boden.

»Oh, oh Gott«, stotterte sie. War es möglich, dass ihr Gesicht noch roter wurde? Sie hätte vor Scham im Boden versinken können.

»Madel, Madel.« Anna schüttelte betrübt den Kopf und seufzte. »Du schaust ja hübsch aus, bist ein liebes Ding, aber was soll nur aus dir werden? So patschert und scheu. Hol dir von hinten eine neue Schürze, mach ein paar Minuten Pause, dann geht's wieder los.«

Leonies Wangen brannten. Ihre Chefin hatte ja recht. Sie war wirklich schrecklich ungelenk und dabei noch schmerzlich schüchtern. Der Trubel im gut besuchten Wirtshaus und der raue Umgangston, der hier manchmal herrschte, verunsicherten sie. Wenn sie angebaggert wurde, wusste sie sich gar nicht zu helfen.

Sie fühlte sich schrecklich nutzlos. Ein Ferienjob als Serviermadel war nicht gerade die größte Herausforderung, sollte man meinen, aber nicht einmal das bekam Leonie richtig hin. Unglücklich seufzte sie.

Wieder fiel ihr Blick auf den Burschen, der ihr heute Abend schon mehrmals aufgefallen war. Immer wieder waren sich ihre Blicke begegnet, nur ganz kurz und scheu, dann hatten sie beide schnell wieder weggeschaut. Auch er machte keinen glücklichen Eindruck.

Er hatte ein freundliches Gesicht, fand sie. In den hellbraunen Augen lag ein sanfter, kluger Ausdruck. Er war schlank und hochgewachsen. Die dunklen Haare fielen ihm in die Stirn. Er mochte in etwa so alt sein wie sie, vielleicht achtzehn, möglicherweise ein kleines bisschen älter.

Er war mit seinem Vater hier, so viel hatte sie begriffen. Der schwarzhaarige Mann mit den stechend blauen Augen redete in einer Tour auf den Burschen ein, der kaum zu Wort kam.

»Was weißt du schon vom Leben?«, lachte der Mann in dem Moment schallend los. »Werd du erst mal erwachsen. Wenn du dich net langsam mal am Riemen reißt, seh ich schwarz fürs Unternehmen. Du bist wohl eher zur Hausfrau geboren, Junge. Was hab ich nur falsch gemacht? Dir fehlt ja jeder Biss.«

Der Junge zuckte zusammen. Sein Vater setzte ihm sichtlos zu und schien auf ihm herumzuhacken. Jetzt stand er auf und verließ mit hochrotem Kopf das Gasthaus.

Leonie zögerte nur für einen Moment. Irgendwie war sie neugierig auf den Jungen mit dem sanften Blick. Kurzerhand folgte sie ihm. Das laute Lachen und Grölen der Betrunkenen hielt sie ohnehin kaum mehr aus.

***

Die Abendluft kühlte Michas erhitztes Gesicht. Sein Vater war heute besonders anstrengend. Unentwegt triezte er ihn. Wollte er so seinen Ehrgeiz wecken?

»Ich geb doch eh mein Bestes«, murmelte Micha.

Gleich nach dem Sommer würde sein BWL-Studium in München starten. Parallel wollte er im Familienunternehmen zu arbeiten beginnen und dann, nach dem Studium, in einer verantwortungsvollen Position voll einsteigen. Eines stand fest: Alexander würde ihn nicht schonen, nur weil Micha sein Sohn war. Es war ein hartes Business. Aus ihm sollte ein knallharter Geschäftsmann werden, der die Firma eines Tages alleine leiten würde.

Der junge Mann lehnte sich an die Mauer des Wirtshauses und blickte hoch zum Sternenhimmel. Ein Seufzen kam über seine Lippen. Warum konnte er nicht mehr wie sein selbstbewusster Vater sein? Er fühlte sich so schrecklich unsicher und traute sich all die Dinge, die auf ihn zukamen, kaum zu.

Neben ihm ging die Tür auf. Eine junge Frau kam heraus: die hübsche Serviererin, die ihm vorhin schon aufgefallen war! Sie blickte sich um, sah ihn und lächelte scheu.

Normalerweise hätte er sich niemals getraut, sie anzusprechen. Im Umgang mit Madeln war er schrecklich schüchtern – ganz anders als sein Vater, der sich damit brüstete, wie gut er bei den Damen ankam. Wenn Alexander damit prahlte, hörte seine Frau Natascha oft säuerlich zu und ertränkte ihren Frust in Champagner.

Wie hübsch sie war! Goldblonde Locken hatten sich aus ihrem lockeren Flechtzopf gelöst und ringelten sich um ihr zartes, herzförmiges Gesicht mit dem schmalen Kinn. Ihre großen, himmelblauen Augen waren von einem dichten Kranz aus Wimpern umgeben.

Ihre bloße Anwesenheit machte ihn nervös. Doch jetzt waren sie allein hier draußen und sie schien genauso unsicher zu sein wie er.

Micha gab sich einen Ruck und sagte: »Grüß dich.«

Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Sie stellte sich neben ihn, lehnte sich ebenfalls an die Mauer und legte den Kopf in den Nacken, um in den Himmel zu schauen.

»Grüß dich. Ganz schön laut da drin, gell?«

Er brachte ebenfalls ein schwaches Lächeln zustande. »Ja, ein richtiger Trubel. Ich hab einmal ein bisserl Ruhe gebraucht.«