Das Betriebsklima - Marie Cantin - E-Book

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Marie Cantin

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Führung und Personal - Sonstiges, Note: 1,0, BA Hessische Berufsakademie, Sprache: Deutsch, Abstract: 1 Einleitung Die aktuell um sich greifende Wirtschaftskrise trübt die Stimmung in vielen Unternehmen. Umsatzzahlen brechen ein, Standorte werden geschlossen, Kurzarbeit wird eingeführt. Eine Forsa-Umfrage für das Magazin Stern ergab im Jahr 2007, dass 44% der befragten Arbeitnehmer in den letzten 5 Jahren eine Verschlechterung des Betriebsklimas empfunden haben1. Diese Ergebnisse könnten aufgrund der zu dieser Zeit noch boomenden Wirtschaft zu Verwunderung führen, doch eine Begründung kann unter anderem im harten Wettkampf der Unternehmen um Marktanteile und Kostenführerschaft gefunden werden. Ob sich diese Entwicklung aufgrund der nun aktuellen Wirtschaftskrise weiter verschlechtert hat oder ob unter den erschwerten Bedingungen ein verstärktes „Zusammenrücken“ der Mitarbeiter bemerkt werden kann, lässt nur Vermutungen zu. Das Betriebsklima gewinnt für viele Unternehmen in den letzten Jahren an Wichtigkeit, da vielen der Zusammenhang zwischen einem guten Betriebsklima und effizientem Arbeiten erkennbar wurde.2 In großen, etablierten Unternehmen können oftmals sehr starre und für die Mitarbeiter unangenehme Strukturen festgestellt werden. Neu entstandene, aufstrebende Unternehmen können häufig vor dem Problem stehen, dass die notwendige Reife bei persönlichen Absprachen und Aushandlungen fehlt. So kann erkannt werden, dass Betriebsklima in jeder Art von Unternehmen eine Rolle spielen kann und die Mitarbeiter und Führungskräfte vor stark unterschiedliche Aufgabenkomplexe stellt. Die wachsende Relevanz des Betriebsklimas in der heutigen Zeit kann auch darin begründet liegen, dass durch vielseitige Modernisierung von Arbeitsabläufen Teamarbeit unumgänglich wird. Hier können oftmals automatisch Netze von sozialen Kontakten entstehen. Auch die vermehrte Verknüpfung von einzelnen Abteilungen und die Einführung von Schnittstellen können prägend für das Betriebsklima sein. Da jedoch äußerst viele Faktoren auf das Betriebsklima einwirken und der Begriff mit sehr vielen unterschiedlichen Bedeutungen belegt wird, können die folgenden Definitionen und Begriffsabgrenzungen hilfreich bei der Behandlung dieses Themas sein. 1 Vgl. Karin Spitra (2007): Betriebklima – Miese Stimmung, fiese Chefs, in: Stern, Ausgabe 20/2007, S.24f. 2 Vgl. Rosenstiel, Lutz, v. (2003): Grundlagen der Organisationspsychologie, Schaeffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, S. 371

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Veröffentlichungsjahr: 2010

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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen und Begriffsabgrenzung
2.1 Der Alltagsbegriff „Betriebsklima“
2.2 Wissenschaftliche Definitionen des Betriebsklimas
2.3 Abgrenzung des Betriebsklimas zu verwandten Begriffen
2.4 Entstehung des Betriebsklimas
3 Inhaltliche Dimensionen des Betriebsklimas
3.1 Soziale Beziehungen
3.1.1 Konflikt-Kultur
3.1.2 Feedback-Kultur
3.2 Führung
3.3 Autonomie und Selbstständigkeit
3.4 Kooperation und Gruppe
3.5 Entlohnung und Bezahlung
3.6 Arbeitsstrukturierung
3.6.1 Jobenlargement
3.6.2 Jobenrichment
3.6.3 Job Rotation
3.7 Arbeitsbedingungen
3.8 Weitere Dimensionen
4 Betriebsklimaerfassung
4.1 Ziele der Betriebsklimaerfassung
4.2 Betriebsklima und Leistung
4.3 Betriebsklima, Motivation und Identifikation
4.4 Betriebsklima und Humanisierung der Arbeit
4.5 Messverfahren
4.6 Kritische Betrachtung der Verfahren
5 Zusammenfassung

Page 4

1 Einleitung

Die aktuell um sich greifende Wirtschaftskrise trübt die Stimmung in vielen Unternehmen. Umsatzzahlen brechen ein, Standorte werden geschlossen, Kurzarbeit wird eingeführt. Eine Forsa-Umfrage für das Magazin Stern ergab im Jahr 2007, dass 44% der befragten Arbeitnehmer in den letzten 5 Jahren eine Verschlechterung des Betriebsklimas empfunden haben1. Diese Ergebnisse könnten aufgrund der zu dieser Zeit noch boomenden Wirtschaft zu Ver-wunderung führen, doch eine Begründung kann unter anderem im harten Wettkampf der Unternehmen um Marktanteile und Kostenführerschaft gefunden werden. Ob sich diese Entwicklung aufgrund der nun aktuellen Wirtschaftskrise weiter verschlechtert hat oder ob unter den erschwerten Bedingungen ein verstärktes „Zusammenrücken“ der Mitarbeiter bemerkt werden kann, lässt nur Vermutungen zu. Das Betriebsklima gewinnt für viele Unternehmen in den letzten Jahren an Wichtigkeit, da vielen der Zusammenhang zwischen einem guten Betriebsklima und effizientem Arbeiten erkennbar wurde.2In großen, etablierten Unternehmen können oftmals sehr starre und für die Mitarbeiter unangenehme Strukturen festgestellt werden. Neu entstandene, aufstrebende Unternehmen können häufig vor dem Problem stehen, dass die notwendige Reife bei persönlichen Absprachen und Aushandlungen fehlt. So kann erkannt werden, dass Betriebsklima in jeder Art von Unternehmen eine Rolle spielen kann und die Mitarbeiter und Führungskräfte vor stark unterschiedliche Aufgabenkomplexe stellt. Die wachsende Relevanz des Betriebsklimas in der heutigen Zeit kann auch darin begründet liegen, dass durch vielseitige Modernisierung von Arbeitsabläufen Teamarbeit unumgänglich wird. Hier können oftmals automatisch Netze von sozialen Kontakten entstehen. Auch die vermehrte Verknüpfung von einzelnen Abteilungen und die Einführung von Schnittstellen können prägend für das Betriebsklima sein. Da jedoch äußerst viele Faktoren auf das Betriebsklima einwirken und der Begriff mit sehr vielen unterschiedlichen Bedeutungen belegt wird, können Definitionen und Begriffsabgrenzungen hilfreich bei der Behandlung dieses Themas sein.

1Vgl. Karin Spitra (2007): Betriebklima - Miese Stimmung, fiese Chefs, in: Stern, Ausgabe 20/2007, S.24f.

2Vgl. Rosenstiel, Lutz, v. (2003): Grundlagen der Organisationspsychologie, Schaeffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, S. 371

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2 Definitionen und Begriffsabgrenzung

2.1 Der Alltagsbegriff „Betriebsklima“

Der Begriff „Betriebsklima“ wird in Alltagssituationen oft mit stark unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Einerseits kann das Raumklima gemeint sein, also Lufttemperatur,feuchtigkeit, -geschwindigkeit und -zusammensetzung. Diese Bedeutung ist zwar für das Wohlbefinden der Mitarbeiter von großer Wichtigkeit, in dieser Arbeit soll diese Definition jedoch der Dimension Arbeitsbedingungen untergeordnet werden. Andererseits wird das Betriebsklima oftmals auch mit Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmoral oder Organisationsklima gleichgesetzt.3Auch Assoziationen mit „Atmosphäre“, „Stimmung“, oder „Geist“ treten häufig mit dem Begriff Betriebsklima auf. Um hier eine eindeutige Abgrenzung zu finden, wird in einem späteren Abschnitt die Facettenanalyse vorgestellt, mit deren Hilfe ähnliche Begriffe voneinander abgegrenzt werden können. Befragt man Beschäftigte, was sie unter Betriebsklima verstehen und wie sie es empfinden, können Antworten wie „Das Betriebsklima ist gut, wenn die Arbeit Spaß macht.“ oder „Es ist gut, wenn die Zusammenarbeit funktioniert.“, vernommen werden. Ein schlechtes Betriebsklima kann von Mitarbeitern folgendermaßen beschrieben werden: „Das Betriebsklima ist schlecht, wenn die Stimmung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern belastet ist.“ oder „Das Betriebsklima ist schlechter, wenn Mitarbeiter überfordert werden.“4Schnell kann erkannt werden, dass das Betriebsklima sich zwar von einzelnen Mitarbeitern beschreiben lässt, dass es jedoch auch von der individuellen Wahrnehmung abhängt und sich nicht leicht definieren lässt. Dies gelingt vermutlich erst nach einer eingehenden Beschäftigung mit dem Thema.

2.2 Wissenschaftliche Definitionen des Betriebsklimas

Nachdem sich die Verfasserin dieser Arbeit mit der wissenschaftlichen Literatur bezüglich des Themas Betriebsklima auseinander gesetzt hat, wurde schnell eines deutlich: Eine einheitliche und klare wissenschaftliche Definition dieses Begriffes ist kaum zu finden. Dies mag unter anderem daran liegen, dass in den unterschiedlichen Zeitabschnitten, in denen diese

3Vgl. Rosenstiel, Lutz, v.; Bögel, Rolf (1992): Betriebsklima geht jeden an!, Bayrisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit, online im Internet, URL: http://www.stmas.bayern.de/arbeit/betrklim.pdf (Zugriff am 27.12.2008), S. 17 f.

4Vgl. Kock, Klaus; Kutzner, Edelgard (2006): Betriebsklima - Überlegungen zur Gestaltbarkeit eines unberechenbaren Phänomens, Landesinstitut Sozialforschungsstelle Dortmund, online im Internet, URL: http://werkstadt-dortmund.de/werkstadt/betriebsklima/doc/sfs-Beitr-148.pdf (Zugriff am 27.12.2008), S. 7