Das Deutsche Wirtschaftswunder - Wunder oder logische Folge? - David Imkamp - E-Book

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David Imkamp

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Beschreibung

Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1+, , Sprache: Deutsch, Abstract: Bei Beschäftigung mit der deutschen Geschichte ist eines der ersten historischen Kapitel, das in der Regel diskutiert wird, die schockierende Zeit des Nationalsozialismus und damit ver-bunden die gravierenden menschlichen und wirtschaftlichen Folgen des Zweiten Weltkrieges. Sicherlich zu Recht, aber dennoch endet die deutsche Geschichte nicht im Jahre 1945 und meines Erachtens lohnt sich eine genaue Betrachtung der Zeit, die für die Situation und den Wohlstand des heutigen Deutschlands maßgeblich verantwortlich ist. Die Wenigsten wissen, wie und warum das deutsche Wirtschaftswunder unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, obwohl sich die Auswirkungen bis in die heutige Zeit er-strecken. Vor diesem Hintergrund, der sich mit persönlichem Interesse für wirtschaftliche und historische Zusammenhänge mischt, entsteht meine Motivation über das deutsche Wirt-schaftswunder eine Facharbeit zu verfassen. Denn für mich bleibt vor allem die Frage offen, ob es sich tatsächlich um ein Wirtschaftswunder handelte oder es aus heutiger Zeit lediglich so dargestellt wird, um beispielsweise den Neuanfang nach dem Dritten Reich möglichst posi-tiv zu beleuchten. Aus diesem Grund habe ich diese Leitfrage in mein Thema aufgenommen und werde sie nach der Vorstellung der historischen Ereignisse und wirtschaftlichen Fakten beantworten. Hierbei werde ich zunächst den Begriff „Wirtschaftswunder“ definieren, bevor ich auf die Ausgangslage und die Ursachen des deutschen Wirtschaftswunders eingehe. Ausgehend von der Darstellung der wirtschaftlichen Situation nach dem Zweiten Weltkrieg, der Erklärung der Bedeutung der Bizone als dem wirtschaftlichen Zusammenschluss der Besatzungsmächte Großbritannien und den USA, der Vorstellung der neuen Wirtschaftsordnung, der sozialen Marktwirtschaft, und der Einführung der neuen Währung, der Deutschen Mark, stelle ich die positive Entwicklung der Wirtschaft der Fünfziger und Sechziger Jahre des letzten Jahrhun-derts dar. Besondere Erwähnung verdient hierbei das Wiederaufbauprogramm der USA, der Marshallplan, der die Umstrukturierung der Wirtschaft und der Gesellschaft sowie die Ände-rung des Konsumverhaltens maßgeblich positiv beeinflusst hat. Hierbei werde ich auch die Auswirkungen bis in die heutige Zeit darstellen, bevor ich mich abschließend mit der Beant-wortung der von mir gewählten Ausgangsfrage beschäftige.

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Veröffentlichungsjahr: 2012

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Inhaltsverzeichnis

 

1. Eingrenzung des Themas

2. Definition Wirtschaftswunder

3. Ausgangslage

3.1. Deutschland nach dem 2. Weltkrieg

3.2. Von der Bizone zur Bundesrepublik Deutschland

3.3. Die deutsche Mark

3.4. Die soziale Marktwirtschaft

3.4.1 Definition

3.4.2 Einführung und Zusammenspiel mit der Deutschen Mark

3.4.3 Kritik an Wirtschaftsminister Erhard

4. Entwicklung des Wirtschaftswunders

4.1. Der Marshallplan

4.2. Entwicklung der Wirtschaft

4.3. Veränderung in der Gesellschaft

4.4. Änderung des Konsumverhaltens

5. Fazit und Beantwortung der Ausgangsfrage

6. Literaturverzeichnis

7. Materialanhang

 

1. Eingrenzung des Themas

Bei Beschäftigung mit der deutschen Geschichte ist eines der ersten historischen Kapitel, das in der Regel diskutiert wird, die schockierende Zeit des Nationalsozialismus und damit verbunden die gravierenden menschlichen und wirtschaftlichen Folgen des Zweiten Weltkrieges. Sicherlich zu Recht, aber dennoch endet die deutsche Geschichte nicht im Jahre 1945 und meines Erachtens lohnt sich eine genaue Betrachtung der Zeit, die für die Situation und den Wohlstand des heutigen Deutschlands maßgeblich verantwortlich ist.

Die Wenigsten wissen, wie und warum das deutsche Wirtschaftswunder unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, obwohl sich die Auswirkungen bis in die heutige Zeit erstrecken. Vor diesem Hintergrund, der sich mit persönlichem Interesse für wirtschaftliche und historische Zusammenhänge mischt, entsteht meine Motivation über das deutsche Wirtschaftswunder eine Facharbeit zu verfassen. Denn für mich bleibt vor allem die Frage offen, ob es sich tatsächlich um ein Wirtschaftswunder handelte oder es aus heutiger Zeit lediglich so dargestellt wird, um beispielsweise den Neuanfang nach dem Dritten Reich möglichst positiv zu beleuchten. Aus diesem Grund habe ich diese Leitfrage in mein Thema aufgenommen und werde sie nach der Vorstellung der historischen Ereignisse und wirtschaftlichen Fakten beantworten.

2. Definition Wirtschaftswunder

 

Allgemein wird der Begriff „Wirtschaftswunder“ zur „Beschreibung einer unerwartet schnellen und längerfristig anhaltenden wirtschaftlichen Entwicklung mit vergleichsweise hohen Wachstumsraten des realen Sozialprodukts oder des Pro-Kopf-Einkommens“[1] verwendet.

 

Demnach umfasst dieser Begriff neben dem starken Wachstum der nationalen Wirtschaft auch den steigenden Wohlstand der gesamten Nation und jedes einzelnen Bürgers. Hiermit verbunden sind auch der Rückgang der Arbeitslosenquote und die Verfügbarkeit vieler qualifizierter und motivierter Arbeitskräfte in einem Land.

 

Eng mit dieser Entwicklung verbunden ist meist auch eine enorme Steigerung des Konsumverhaltens sowie eine hohe Nachfrage bedingt durch Wiederaufbau und daraus resultierendem Nachholbedarf, vor allem nach Kriegen in Industrienationen oder auch in Entwicklungsländern.[2]

 

3. Ausgangslage

 

3.1. Deutschland nach dem 2. Weltkrieg

 

Seit September 1944 war das weitgehend zerstörte Deutschland durch alliierte Truppen besetzt. Nach der Abtrennung von Gebieten, wie zum Beispiel Österreich, Polen und der Tschechoslowakei, wurde Deutschland in vier Besatzungszonen, die den Siegermächten Frankreich, Großbritannien, der USA und der UdSSR zugeordnet wurden, geteilt. Die Hauptstadt Berlin erhielt hierbei eine Sonderstellung und wurde ebenfalls in vier Besatzungszonen unterteilt. So wurde Deutschland „zum bloßen Objekt der Politik der Siegermächte“ [3], die vor allem im Sinn hatten, Deutschland als potenziellen Kriegsgegner zu entmachten, das nationalsozialistische Regime zu beseitigen und eine demokratische und wirtschaftliche Ordnung aufzubauen.[4] Diese Ziele sollten von einem Alliierten Kontrollrat verfolgt werden, der allerdings schon in seinen ersten Zügen auf Grund von zu großen Differenzen entscheidungsunfähig wurde und somit die Entscheidungen über die Politik in jeder Besatzungszone verschieden war und sich vor allem an der Politik der jeweiligen Besatzungsmacht orientierte. Hieraus ergab sich folglich eine Auseinanderentwicklung der vier Teile Deutschlands, die die später durchgeführte Teilung begünstigen sollte.