Das Einmaleins der Achtsamkeit - Jessica Wilker - E-Book + Hörbuch

Das Einmaleins der Achtsamkeit E-Book und Hörbuch

Jessica Wilker

4,4

Beschreibung

Im Eifer des Gefechts tun wir wohl alle manchmal Dinge, die wir später bereuen oder die uns selbst fassungslos machen. Die Psychologin Jessica Wilker hat ein Sieben-Tage-Programm zum Umgang mit unseren Gefühlen entwickelt. Humorvoll und stets mit einem Augenzwinkern zeigt sie anhand alltäglicher Situationen, in denen Gefühle uns über den Kopf zu wachsen drohen oder uns aus der Haut fahren lassen, wie wir sie geschickter meistern können. Schrittweise erläutert sie, wie wir unsere Empfindungen besser wahrnehmen, sie annehmen und angemessen darauf reagieren können, und führt mit einer Vielzahl praktischer Tipps an den Dreh- und Angelpunkt dieses Unterfangens heran: die Achtsamkeit. Jedem Kapitel ist ein kleiner praktischer Übungsteil angefügt.

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Seitenzahl: 49

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Zeit:1 Std. 10 min

Sprecher:Suzanne von Borsody

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Das Einmaleins der Achtsamkeit

Jessica Wilker

Das Einmaleinsder Achtsamkeit

Vom täglichen Umgang mitalltäglichen Gefühlen

mit Illustrationen von Wayne Sutherland

Vollständige E-Book-Ausgabe der bei Theseus in

J. Kamphausen Verlag & Distribution GmbH erschienenen Printausgabe

© Theseus in J. Kamphausen Verlag & Distribution GmbH,

Bielefeld 2012

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der

Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten

sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN Printausgabe: 978-3-89901-232-3

ISBN E-Book:          978-3-89901-672-7

Umschlaggestaltung: Rex Verlagsproduktion, München

unter Verwendung einer Illustration von Wayne Sutherland

Lektorat: Ursula Richart / Andrea Liebers

Gestaltung und Satz: AS Typo & Grafik, Berlin

www.weltinnenraum.de

Wenn einen weisen Freund man findet,als Weggefährten, edel lebend, kraftvoll,jedwede Widrigkeiten überwindend,mag wandern man mit ihm, beglücktund achtsam.

DhammapadaVers 328

Übersetzung von Ven. Nyanaponika Mahathera

Meinen Freunden in Dankbarkeit

Inhalt

Einleitung

Erster Tag • Es ist, wie es ist

Zweiter Tag • Alles vergeht

Dritter Tag • Achtsamkeit

Vierter Tag • Die Qual der Wahl

Fünfter Tag • Alles hat Folgen

Sechster Tag • Freund und Feind

Siebter Tag • Achtung, fertig, los!

Guten Tag. Fühlen Sie sich gut? Läuft alles bestens? Oder gehören Sie etwa zu denen, die nicht alles im Griff haben, die auch mal Fehler machen und keineswegs perfekt sind? Könnte es sein, dass Sie manchmal von Ängsten geplagt werden? In der Wut Dinge tun, die Sie später bereuen? Vor lauter Verliebtheit den Kopf verlieren?

Das ist gut. Wirklich. Sonst müsste ich Sie jetzt enttäuschen. Das Buch hier wäre nichts für Sie – es beschäftigt sich nämlich eingehend mit Problemen!

Dieses Buch geht davon aus, dass für ganz gewöhnliche Menschen wie Sie und ich Gefühle eine echte Plage sein können. Jeden Tag sind wir ihnen von morgens bis abends ausgesetzt: Sie kneifen uns, stoßen und zerren und lassen uns nicht schlafen.

Manchmal wissen wir gar nicht so recht, was wir mit ihnen anfangen sollen. Wie oft haben Sie sich zum Beispiel schon gefragt: Soll ich jetzt meinem Gefühl nachgeben, oder wäre es besser, dem Verstand zu folgen? Wie oft haben wir schon ungeschickte Entscheidungen getroffen: Wir halten etwa das zurück, was wir wirklich fühlen, und bereuen dann die verpasste Gelegenheit. Oder wir lassen uns von einem Gefühl verleiten, Dinge zu tun, die wir besser nicht täten. Manchmal aber leiden wir einfach unter einem unangenehmen Gefühl, ohne überhaupt etwas getan zu haben. Ja, die Gefühle können uns das Leben wirklich ganz schön schwer machen!

In diesem Buch wird aber nicht lang und breit darüber geklagt. Ganz im Gegenteil! Wir alle wollen ja schließlich glücklich sein. Wir möchten so gut wie möglich mit unseren Gefühlen umgehen können und so wenig wie möglich von ihnen gequält werden. Dieses Buch gibt Ihnen eine Vielzahl von Hinweisen, wie Sie das anstellen können.

Als Sieben-Tage-Programm aufgebaut, steht an jedem Tag ein Aspekt besonders im Vordergrund. Die Gefühle werden also genau angeschaut. Und zwar nicht nur von vorne, sondern auch von hinten, von oben und von unten. Es wird beobachtet, woher sie kommen und wohin sie gehen; geschaut, was sie mit uns tun und was wir mit ihnen. Dabei wird aber nur das betrachtet, was jeder gewöhnliche Mensch an einem gewöhnlichen Tag sehen kann.

Da wir alle Gefühle haben, verstehen wir in gewisser Weise, um was es geht. Wir wissen ganz genau, dass ein Gefühl etwas anderes ist als ein Gedanke, auch etwas anderes als ein Traum, ein Wort oder ein Blick, und wir sind uns sicher, dass es keine Handlung ist. Es ist uns klar, dass Gefühle in unserem Körper hausen und wir sie dort spüren. Wir wissen also genug, um mitdenken und auch mitreden zu können, wenn es um die Betrachtung unserer Gefühle geht. Nur sind wir uns oft nicht im Klaren darüber, wie wir den Umgang mit ihnen am besten gestalten sollen.

Deshalb werden Ihnen im Verlauf des Buches verschiedene Werkzeuge vorgestellt, mit deren Hilfe Gefühle »bearbeitet« werden können. Mit einem zum Beispiel können Sie Unnötiges abmontieren, ein anderes biegt Krummes wieder gerade. Es sind einige mit scharfer Spitze darunter und auch solche mit weichem Griff.

Um diese Werkzeuge geschickt handhaben zu können, muss der Umgang mit ihnen praktisch geübt werden. Dazu gibt es in diesem Buch neben den Hinweisen für jeden Tag eine praktische Übung, die Sie an dem jeweiligen Tag, immer wenn Sie etwas Zeit haben, durchführen können und mit der Sie das Einmaleins der Achtsamkeit im Umgang mit Gefühlen vertiefen können. So lernen Sie, das Werkzeug selbst in die Hand zu nehmen, die einzelnen Handgriffe auszuprobieren, die Anwendung zu üben und Ihre eigenen Erfahrungen damit zu machen.

Dass Sie nach der Lektüre dieses Buches alles im Griff haben werden, ist natürlich kaum zu erwarten. Dass sich aber doch etwas verändert, wenn Sie sich eine ganze Woche lang intensiv mit Ihren Gefühlen auseinander setzen – das hingegen kann erwartet werden. Allerdings nur, wenn Sie dies auch tatsächlich tun!

Wir wollen diesen heutigen, ersten Tag mit der Feststellung beginnen, dass wir Normalsterbliche Gefühle haben. Eine ganze Palette von Gefühlen verschiedenster Färbung. Einen Ärger mit einem Schuss Bitterkeit am Morgen, eine zaghaft hoffnungsvolle Freude am Abend. Kraftstrotzende Gefühle, die uns über längere Zeit ihre Macht demonstrieren, oder blasse, die nach kurzer Zeit ihren Einfluss verlieren. Gefühle, die uns Tränen in die Augen treiben oder aber den Puls in die Höhe. Die einen finden wir wunderbar, andere hätten wir lieber nicht. Und umgekehrt: Jene hätten wir nun lieber nicht, solche hingegen finden wir ganz fantastisch.

Nun, das alles kommt Ihnen ja sicher aus eigener Erfahrung nur allzu bekannt vor. Aber jetzt einmal eine Frage an Sie: Können Sie wirklich behaupten, dass Sie irgendeine Kontrolle über dieses Sammelsurium von Emotionen haben? Oder dass Sie irgendetwas dazu zu sagen haben, wann ein Gefühl kommen bzw. verschwinden soll? Nein danke, ich möchte mich jetzt gerade nicht beleidigt fühlen.

Glauben Sie, dass nach unserer Meinung gefragt wird, welches Gefühl wir gerne hätten?