Das Erfahrungskurvenkonzept - Michael Harnisch - E-Book

Das Erfahrungskurvenkonzept E-Book

Michael Harnisch

0,0
18,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 2,00, Karl-Franzens-Universität Graz, Veranstaltung: Unternehmensrechung und Budgetierung, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema dieser Arbeit ist das Erfahrungskurvenkonzept. Ziel ist es, den interessierten Leser mit dem Konzept der Erfahrungskurve vertraut zu machen. Zu diesem Zweck wird das Thema an Hand bekannter Standardliteratur grundlegend theoretisch erarbeitet und in weiterer Folge auch kritisch und detailreich betrachtet. Dabei werden zuerst die Herkunft und Ursachen des Phänomens und danach die Auswirkungen der Erfahrungskurve beleuchtet. Abschließende Fallbeispiele sollen die Anwendungsmöglichkeiten bzw. die Möglichkeit des Versagens des Konzepts praktisch ersichtlich machen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2011

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 ENTSTEHUNG DES KONZEPTS DER ERFAHRUNGSKURVE
2.1 Das Konzept der Lernkurve im Zweiten Weltkrieg
2.2 Die Halbleiterindustrie der 1960er Jahre
2.3 Die Erfahrungskurve nach 1970
3 GRÜNDE FÜR DIE ERFAHRUNGSKURVE
3.1 Lerneffekt
3.2 Spezialisierungseffekt
3.3 Investitionseffekt
3.4 Betriebsgrößeneffekt
3.5 Sonstige Ursachen
3.5.1 Dynamische Lerneffekte
3.5.2 Statische Skaleneffekte
3.6 Negativer Einfluss
4 DIE BERECHNUNG DER ERFAHRUNGSKURVE
4.1 Berechnung der Grenzkosten
4.1.1 Berechnung der Grenzkostenfunktion an Hand der Verdoppelungen
4.1.2 Berechnung der Grenzkostenfunktion an Hand der Kostenelastizität
4.2 Berechnungsbeispiele
4.2.1 Berechnungsbeispiel: Kosten des x-ten Stücks
4.2.2 Berechnungsbeispiel: Preisuntergrenze eines Auftrags
5 AUSWIRKUNGEN DER ERFAHRUNGSKURVE
5.1 Kosten

Page 1

Das Erfahrungskurvenkonzept

Page 3

5.2 Preise 17

5.3 Wettbewerbsbeziehungen 21

5.4 Konsequenzen für die Unternehmensstrategie 25

5.5 Industrie-Erfahrungskurven 26

6 PRÄZISIERUNG DES ERFAHRUNGSKURVENKONZEPTS 27

6.1 Skaleneffekte 28

6.2 Lern- und Erfahrungseffekte 31

6.3 Sonstige Effekte 32

7 KRITIK AN DER ERFAHRUNGSKURVE 32

7.1 Preise vs. Kosten 32

7.2 Einzel- vs. Gesamterfahrungskurve 34

7.3 Individuelle und systembezogene Erfahrungskurve 34

Page 11

7.5 Die Erfahrungskurve als Linearhypothese? 35

7.6 Weitere Kritik an und Grenzen der Erfahrungskurve 36

8 FALLBEISPIELE DER ERFAHRUNGSKURVE 39

8.1 Die Erfahrungskurve und der Niedergang der britischen Motorradindustrie 39

8.2 Lockheed TriStar L-1011 40

9 ZUSAMMENFASSUNG 41

10 ANHANG A III

Page 12

Das Erfahrungskurvenkonzept: Kapitel 1 - Einleitung

1 Einleitung

Das Thema dieser Arbeit ist das Erfahrungskurvenkonzept. Ziel ist es, den interessierten Leser mit dem Konzept der Erfahrungskurve vertraut zu machen. Zu diesem Zweck wird das Thema an Hand bekannter Standardliteratur grundlegend theoretisch erarbeitet und in weiterer Folge auch kritisch und detailreich betrachtet. Dabei werden zuerst die Herkunft und Ursachen des Phänomens und danach die Auswirkungen der Erfahrungskurve beleuchtet. Abschließende Fallbeispiele sollen die

Anwendungsmöglichkeiten bzw. die Möglichkeit des Versagens des Konzepts praktisch ersichtlich machen.

2 Entstehung des Konzepts der Erfahrungskurve

Mit dieser zentralen Aussage eröffnete Bruce D. Henderson, Gründer der Boston Consulting Group, seine Abhandlung über die Erfahrungskurve. Übersetzt lässt sich dasKonzept der Erfahrungskurve also mit folgenden Worten zusammenfassen: „Die in derWertschöpfung eines Produktes enthaltenen Kosten scheinen um 20-30% abzufallen mit jeder Verdoppelung der kumulierten Produkterfahrung im Industriezweig als Ganzes, wieauch beim einzelnen Anbieter.“2

2.1 Das Konzept der Lernkurve im Zweiten Weltkrieg3

Besonders in der Kriegsindustrie, bei der Erzeugung von Kampfflugzeugen, fiel auf, dass die benötigten Arbeitsstunden für die Produktion einer Einheit, bei gleichartig wiederholter Tätigkeit, sanken.4Wright analysierte bereits 1936 den Zusammenhang der insgesamt produzierten Stückzahl von Flugzeugen mit der benötigten Arbeitsstundenzahl für eine Flugzeugeinheit.5Dieser Effekt wurde zu diesem Zeitpunkt als Lernkurve bezeichnet. Die

1Henderson (1974b), S. 1.

2Henderson (1974a), S.19.

3Vgl. Henderson (1974c), S. 1.

4Vgl. Vollmuth (1998), S. 312.

5Vgl. Wright (1936), S. 122-128.

Page 13

Das Erfahrungskurvenkonzept: Kapitel 2 - Entstehung des Konzepts der Erfahrungskurve

Lernkurve wird seit diesem Zeitpunkt bei der Vergabe von Rüstungsaufträgen in den USA bedacht.6Oft wird diese Lernkurve mit der Erfahrungskurve gleichgesetzt und verwechselt, die beiden Konzepte sind dennoch verschieden. Während die Lernkurve lediglich auf die direkte Arbeitszeit Anwendung findet, beschreibt die Erfahrungskurve das Sinken der Kosten und in weiterer Folge auch das Sinken der Preise.

2.2 Die Halbleiterindustrie der 1960er Jahre

Während des Zweiten Weltkrieges war es schwierig die genauen Auswirkungen der Erfahrungskurve aufzuzeigen. Die Boston Consulting Group konnte in den stabileren Bedingungen nach dem Zweiten Weltkrieg zuerst eine Situation bei einem ihrer Klienten in der chemischen Industrie beobachten. Trotz mehrmaliger erfolgreicher Kostensenkungen blieb der Klient Grenzanbieter. Man führte dies auf die noch hypothetische Erfahrungskurve zurück. Der Klient in der chemischen Industrie folgte zwar dem größeren Mitbewerber auf der abfallenden Kostenkurve, konnte ihn aber nie einholen. Später untersuchte die Boston Consulting Group ein Phänomen, das auffallend unterschiedliche Kostensenkungsraten zwischen Bauelementen von