Das Gespräch am Strand - Theresa Sophia Piendl - E-Book

Das Gespräch am Strand E-Book

Theresa Sophia Piendl

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Beschreibung

Kalea begibt sich auf eine Reise nach Hawaii, hin zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Begleitet wird sie von Luana, ihrem inneren Kind. Auf Hawaii begegnet Kalea dem Weisen Nalu, der sie heilende Einsichten in das Leben lehrt. Kalea erfährt mehr über die Liebe, aber auch über ihre Zweifel und erkennt, dass Aufs und Abs zum Leben einfach dazugehören.

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Das Gespräch am Strand

Kalea ist eine junge Frau, die sich während ihres Urlaubs auf Hawaii mit sich selbst auseinandersetzen möchte. Ihre ständige Gefährtin ist Luana, ihr inneres Kind. Luana begleitet Kalea auf deren Reise zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Auf Hawaii begegnet Kalea dem Weisen Nalu, der ihr ein Säckchen schenkt, denn Kalea ist Nalus Bestimmte. Nalu erzählt Kalea Geschichten von der Liebe, aber auch von Zweifeln. Er rät ihr, das Leben anzunehmen, lernt aber auch grundlegend wichtige Dinge von Kalea. Alani, Nalus verstorbene Ehefrau, lehrt Kalea die Achtsamkeit. Eine weitere wichtige Begegnung ist die mit Nalani, der Freundin Nalus, die gemeinsam mit Kalea mit Delfinen schwimmt.

Theresa Sophia Piendl beschäftigt sich seit dem Schreiben ihrer Bachelorarbeit vor sechs Jahren wissenschaftlich mit den Themen Glück, Wohlbefinden und Zufriedenheit. Immer wieder stellt sie fest, wie viele Menschen mit sich und ihrem Leben unzufrieden sind. Mit ihrer ermutigenden und inspirierenden Erzählung möchte sie zeigen, dass jeder Mensch doch einzigartig ist.

Inhalt

Vorwort: Zwischen Deutschland und Hawaii

Gespräch mit meiner Liebsten, Hawaii

Meer, Sand und Strand

Ich schließe Freundschaft mit meinem inneren Kritiker

Gespräch mit Nalu

Ich esse achtsam

Nalani, Nalu und Kaleos drei Weisheiten

Alani liest mir eine Geschichte vor

Ich schwimme mit Delfinen

Nalu geht

Epilog: Deutschland

Danksagung

Dieses Buch widme ich dir, liebe Leserin, lieber Leser.

Mögest du den Weg zu deinem inneren Kind finden und lernen, dich zu lieben.

Vorwort: Zwischen Deutschland und Hawaii

Ich bin Kalea. Seit Langem möchte ich nach Hawaii. Dort gibt es viele Delfine, viel Liebe und viel Natur. Auch viele liebevolle Menschen. Ich werde dort Zeit mit dem wichtigsten Menschen in meinem Leben verbringen: mit mir selbst. Damit meine ich: mit Luana, meinem inneren Kind. Sie ist in meinem Herzen. Luana ist ein Kind, das immer lacht und mit mir spielen will. Sie ist meine größte Verehrerin. Niemand wird mich jemals so sehr lieben wie Luana. Ich beschäftige mich viel mit Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Mal sehen, ob ich diese beiden Dinge dort erneut erfahren werde. Nicht, dass ich nur deshalb meinen Urlaub auf Hawaii verbringe, um Selbstakzeptanz und Selbstliebe zu erfahren. Reisen bringt einen auch nicht unbedingt sich selbst näher. Ich kenne diese beiden Dinge: Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Sie sind nicht immer da. Das ist auch in Ordnung so, denn das ist ein Prozess. Aber vielleicht bekomme ich auf Hawaii einen anderen Blickwinkel darauf. Auf das Leben. Auf mein Leben. Ich werde auf Hawaii sein der Delfine wegen, der Liebe wegen und der Natur wegen. Damit meine ich, erfahren zu wollen, wie Menschen am anderen Ende der Welt lieben, Liebe geben und Liebe empfangen. Ich blicke gerne über meinen Tellerrand hinaus und Hawaii fasziniert mich einfach. Ich lerne gerne dazu, und mal sehen, was mich mein Aufenthalt auf Hawaii lehren wird. Welche Erfahrungen werde ich machen? Werde ich ein weiteres Mal mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe erfahren? Werde ich jeden Tag am Meer sein? Wandern gehen? Welchen Menschen werde ich begegnen? Werde ich überhaupt Menschen begegnen, mit denen ich tiefgründige Gespräche führen kann? Das wird sich herausstellen.

Gespräch mit meiner Liebsten, Hawaii

»Du«, sagt sie. »Ich hab’ dich sehr lieb.« Ich sitze barfuß am Strand. Ich höre das Meer rauschen, außer mir ist niemand hier. Nur ich. Und sie. Sie, das ist Luana. Luana ist ein hawaiianischer Name und heißt »die Glückliche«. Luana. Das ist mein inneres Kind, meine Allerliebste. Sie ist nicht sichtbar, aber sie ist da. Den ganzen Tag ist sie für mich da, lacht mich an, strahlt und zieht mich hoch, wenn es mir nicht gut geht. Luana ist immer bei mir und immer fröhlich. Wenn jemand meine allergrößte Verehrerin ist, dann ist das Luana. Luana hat braune Augen und braune Haare. Wie ich hat sie eine schlanke Statur. Ihre Haare hat sie zu einem Dutt zusammengebunden, sie läuft barfuß und trägt gerne Kleider. Luana, die Glückliche. Sie steht gerne auf, dreht sich, fliegt, hüpft, lächelt und springt herum. Ich bin siebenundzwanzig Jahre alt und tue das auch gerne. Manchmal denke ich aber auch einfach zu viel nach. Ich gehe den Dingen gerne auf den Grund, merke aber stets, dass mich das nicht weiterbringt.

»Kalea, stell dir mal Folgendes vor«, beginnt Luana. »Vor uns ist ein Meer. Das Meer hat einen Grund. Auf dem Grund leben Lebewesen, kleine Tiere und Pflanzen. Aber tief unten, am Meeresgrund, ist es düster, dunkel und kalt. Egal, wo du dich hinbewegst, es bleibt düster, dunkel und kalt. Das hört sich doch nicht sehr schön an, oder?«

»Hm, ja«, antworte ich.

»Und jetzt stell dir vor, du bewegst dich ganz oben auf den Wellen. Da ist das Tageslicht, du spürst die Wasserspritzer der Wellen in deinem Gesicht und auf deinem Nacken, Salzgeruch liegt in der Luft. Ist das nicht eine unglaublich schöne Vorstellung?«

»Ja, Luana, du hast recht.«

»Willst du den Dingen auf den Grund gehen und dich an Stellen bewegen, an denen es düster, dunkel und kalt ist, oder willst du lieber bei einem schönen Sonnenuntergang auf den Wellen gleiten, den gelborange-roten Himmel in dich aufsaugen und dein Leben einfach genießen?«

»Mensch, Luana, du hast recht.«

»Na, das sage ich doch.«

Luana ist ein sehr schlaues inneres Kind. Ich liebe sie über alles. Sie hat die besten Ratschläge für mich, wenn ich manchmal nicht weiterweiß.

»Kalea, es ist deine Entscheidung. Musst du wirklich auf alle Fragen Antworten finden? Musst du wirklich die absolute Wahrheit herausfinden? Du weißt genau, dass du dich auf diese Weise ständig auf der Stelle bewegst. Wenn du aber das Beste aus deinem Leben machen willst, so gleite auf den Wellen. Dann wirst du feststellen, dass es größere Wellen gibt, das heißt, es gibt schwere und stürmische Zeiten, aber auch kleinere Wellen, das Glück. Überwiegend sind die Wellen gut gelaunt, normal und schön.«

Ich denke nach. Luana läuft währenddessen ins Wasser und lässt es in die Höhe spritzen. Zugegeben, es gibt Tage, da ist das Leben nicht sehr einfach. In einer Welt voller künstlicher Intelligenz, Leistungszwang, Medien, Smartphones und technischem Fortschritt wird es zunehmend schwerer, man selbst zu sein. Möglicherweise ist es leichter, jemand anderes als man selbst zu sein. Viele Trends werden gesetzt, denen man ach so unbedingt folgen muss. Menschen werden durch Werbung und soziale Medien beeinflusst und manipuliert. Anscheinend wollen sie das. Man will ja jemand sein. Wenn man diesem oder jenem Trend nicht folgt, wer ist man dann schon? Ich will ich selbst sein. Ich bin jemand! Schon längst. Es erfordert viel Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, sich selbst treu zu sein und zu bleiben. Muss ich Instagram haben? Muss ich Tausende von Followern haben? Bin ich nur dann jemand, wenn ich all das habe? Nein. Definitiv nicht. Lieber bin ich ich selbst und stehe zu mir, als dass ich gewissen Trends nur folge, damit ich mich besser fühle. Ich bin Kalea, was auf Hawaiianisch »Freude« heißt. Ich will niemandem etwas vormachen. Natürlich gibt es auch Tage in meinem Leben, die schwer sind, aber alles in allem liebe ich mein Leben. Ich bin dankbar für mein Leben. Ich bereue nichts, das ist sehr wichtig. Ich bin sehr stolz auf mich und habe viel erlebt. Wirklich. Jetzt werde ich zu Luana ins Meer gehen und mit ihr planschen, denn das liebe ich auch.

Meer, Sand und Strand

Vor mir erstreckt sich das weite Meer. Es hat eine so unendliche Kraft, die auf mich überschwappt, denn auch ich, Kalea, habe viel Kraft in mir. Es gab aber auch Zeiten, da war das anders. Ich war an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem nichts mehr funktionierte. Ich hatte sehr viel Stress in meinem Beruf. Zudem war ich in einer Beziehung mit einem Mann, den ich eigentlich nicht liebte. Eines Abends brach ich emotional komplett zusammen, ich war mir selbst nichts mehr wert. Von da an war klar: Ich musste etwas ändern in meinem Leben. Ich musste an mir arbeiten, zurück in mein Leben finden, das so voller Liebe und Sicherheit gewesen war. Viele liebe Menschen waren an meiner Seite. Sie gaben mir viel Unterstützung und wertvolle Ratschläge in dieser schwierigen Zeit, die von vielen Aufs und Abs gekennzeichnet war. In meinem Leben lief nichts mehr, außer vielen, sehr vielen Tränen. Hätte ich von all diesen Menschen keine Unterstützung bekommen, wer weiß, wie es dann gekommen wäre. Das Schlimmste war, ich hatte mich von mir selbst entfernt, mich selbst aus den Augen verloren, da ich andere Menschen für wichtiger hielt als mich selbst. Dann ging gar nichts mehr, ich brauchte Hilfe.

Eine liebe Person erzählte mir die Geschichte vom inneren Kind. Ich hatte davon einmal gehört, von diesem inneren Kind. Das ist die unendliche Stärke im Inneren eines jeden Menschen. Nur hatte ich diesen Zugang verloren. Karla, eine Bekannte, half mir, diesen Weg zu finden, den Weg zu meiner inneren Stärke, zu meinem inneren Kind. Ich fand ein Foto aus Kindheitstagen, auf dem ich in die Kamera strahlte. Ich kniete auf einem Strand, wo ich etwas aus Sand gebaut hatte. Mensch, was war ich glücklich auf diesem Foto. Was war ich für ein glückliches Kind. Was hatte ich für eine aufregende Kindheit. Die vielen Urlaube am Meer, was hatten die mir gutgetan. Aufgrund meiner stressigen Arbeit war ich immer empfindlicher geworden. Es war eine furchtbar schmerzhafte Zeit. Aber dann saß Karla mir gegenüber und ich hielt das Foto in meinen Händen, auf dem ich nur so lachte.

»Wie geht es dir, wenn du das Foto siehst?«, fragte Karla mich.

»Wunderbar. Es geht mir wunderbar.« Eine Träne kullerte über meine Wange.

Karla lehrte mich die Reise zu meinem Inneren, die mir mit meinem Foto als Kind gelang. Ich bekam einen Zugang zu diesem Strahlen in mir, Zugang zu meinem inneren Kind. Es war ein langer Prozess.

Irgendwann fragte Karla mich: »Möchtest du deinem inneren Kind einen Namen geben?«

Ich überlegte. Ich hatte als Kind nur so gestrahlt, was war ich für ein lebensfrohes Kind. Glücklich. Ja, glücklich. »Hm«, sagte ich. »Auf diesem Foto bin ich glücklich.«

»Das ist nicht zu übersehen.«

Ich lachte. »Am Meer, da bin ich einfach immer glücklich. Seit Jahren ist mein Lieblingstier der Delfin.«

Karla schmunzelte. »Weißt du, wo es Delfine gibt?«

»Na ja, an vielen Orten.«

»Was kommt dir in den Sinn, wenn du an Delfine denkst?«

Ich dachte nach. Delfine sind einfach liebenswerte Tiere. »Ich möchte gerne mit Delfinen schwimmen«, antwortete ich.

Karla strahlte. »Was kannst du unternehmen, um das zu tun?«

»An einen Ort reisen, wo das möglich ist.«

»Um auf meine Frage zurückzukommen: Weißt du, wo es Delfine gibt?«