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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Pflegewissenschaft - Pflegemanagement, Note: noch nicht benotet, Hamburger Fern-Hochschule (Studiengang Pflegemanagement), Veranstaltung: Studiengang Pflegemanagement, Sprache: Deutsch, Abstract: Die finanzielle Situation des Sozialversicherungssystems in Deutschland hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verschlechtert. Insbesondere die Kosten im Gesundheitswesen sind von den geseztlichen Krankenkassen kaum noch aufzubringen. ... Daher ist zu überlegen, ob das gegenwärtige Gesundheitssystem durch neue Ansätze entlastet werden kann und ob Krankenkassen die geeignete Organisationsform sind, um neue Konzepte einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Die Gesundheitswissenschaft als noch junge Disziplin in Deutschland könnte hier möglicherweise neue Impulse in die politische Diskussion bringen.
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Veröffentlichungsjahr: 2003
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Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft am Beispiel des Leistungsangebots der Gesetzlichen Krankenversicherung
von
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Elsmarie Metternich - Matrikelnummer 1075263 Seite 4 von 39Einleitung
Die finanzielle Situation des Sozialversicherungssystems in Deutschland hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verschlechtert. Insbesondere die Kosten im Gesundheitswesen sind von den gesetzlichen Krankenkassen kaum noch aufzubringen. Sinkende Einnahmen einerseits sowie steigende Lebenszeit und Multimorbidität andererseits machen eine Neustrukturierung der Finanzierung im Gesundheitswesen erforderlich.
Seitens der Politik wird nach Lösungen gesucht, die die Leistungsfinanzierer nachhaltig entlasten. Gegenstand gegenwärtiger Reformbemühungen ist z.B. die Verlagerung der Kosten bei Zahnbehandlungen durch private oder staatliche Zusatzversicherungen auf die Patienten selbst und pauschale Zuzahlungen beim Arztbesuch. Damit soll kurzfristig eine finanzielle Entlastung der Krankenkassen erreicht werden sowie langfristig das Verantwortungsbewusstsein der Versicherten für die eigene Gesundheit gefördert werden.
Ob eine finanzielle Mehrbelastung als Motivationsgrundlage für ein ge-sundheitsförderndes Verhalten ausreicht, muss allerdings sowohl politisch als auch sozial kritisch betrachtet werden.
Daher ist zu überlegen, ob das gegenwärtige Gesundheitssystem durch neue Ansätze entlastet werden kann und ob Krankenkassen die geeignete Organisationsform sind, um neue Konzepte einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Die Gesundheitswissenschaft als noch junge Disziplin in Deutschland könnte hier möglicherweise neue Impulse in die politische Diskussion bringen.
Da in der Salutogenese Gesundheit und Krankheit und deren Interpretation von besonderer Bedeutung sind, soll zunächst beschrieben werden, welche Vorstellungen von diesen Begriffen im gegenwärtigen Gesundheitssystem bestehen. Anschließend wird ANTONOVSKYS Konzept der Salutogenese vorgestellt. Danach folgt die Auseinandersetzung mit der Ge-sundheitswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Differenzie- rung zu den Gesundheitswissenschaften.
