15,99 €
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 1,0, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Veranstaltung: Soziale und kulturelle Folgen von Umweltproblemen, Sprache: Deutsch, Abstract: „Unser Planet Erde wäre ohne Wasser eine riesige tote Wüste.“ „So aber präsentiert sie sich als blauer, von Leben überquellender Planet, einzigartig, wie wir bis heute glauben.“ Denn nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft ist sie der einzige Planet unseres Sonnensystems mit flüssigem Wasservorkommen und in diesem Umstand begründet sich die Entstehung und Entfaltung von Leben auf unserem Planeten. Kein anderes Element ist von so existentieller Bedeutung für unseren Planeten und dessen Ökosystem wie das Wasser. „Als grundlegende Voraussetzung zur Entwicklung von Leben, als entscheidender Bestandteil unseres Weltklimageschehens, verantwortlich für geophysikalische Prozesse und die Stabilität des Ökosystems und lebensnotwendige Ressource für den Menschen, war und ist die Verfügbarkeit von Wasser eines der entscheidenden Kriterien für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft.“ Wasser ist in fast alle Lebensprozesse involviert, zudem hat es viele Funktionen im Klimasystem. Diese Funktionen des Wassers können von keiner anderen Substanz ersetzt werden. So entwickelten sich die ersten organischen Moleküle im Wasser und auch bis heute brauchen alle Lebewesen der Erde viel Wasser um zu überleben. Alle Organismen der Erde bestehen zu 50 – 80 Prozent aus Wasser , der Körper eines Erwachsenen zu etwa 60 Prozent. Schon von der Frühzeit an war sich die Menschheit der Bedeutung des Wassers für die Existenz von Leben bewusst. In vielen Riten und Bräuchen, sowie in den Sprachen der verschiedenen Kulturen findet sich die existentielle Bedeutung des Wassers wieder. So sind viele Redewendungen auf die Unentbehrlichkeit, aber auch auf die Gefahren des Elementes Wasser bezogen, wie beispielsweise „sich über Wasser halten“ oder „ein Schlag ins Wasser“ . Ebenso spiegelt die Entwicklung der verschiedenen Zweige zur Wasserforschung dessen gesellschaftliche Bedeutung wieder.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2015
Impressum:
Copyright (c) 2013 GRIN Verlag GmbH, alle Inhalte urheberrechtlich geschützt. Kopieren und verbreiten nur mit Genehmigung des Verlags.
Bei GRIN macht sich Ihr Wissen bezahlt! Wir veröffentlichen kostenlos Ihre Haus-, Bachelor- und Masterarbeiten.
Jetzt beiwww.grin.com
Inhaltsverzeichnis
1. Abkürzungsverzeichnis
2. Wasser als Grundlage des Lebens
3. Trinkwasservorkommen der Erde
3.1. Ressourcen und Wasserkreislauf
3.2. Wassernutzung
3.3. Globale Trinkwasserverteilung
4. Ursachen und Folgen der globalen Wasserproblematik
4.1. Wasserstress und Wassermangel
4.2. Bevölkerungsentwicklung und Urbanisierung
4.3. Trinkwasserverschmutzung
4.4. Klimawandel
4.5. Wasserqualität und Gesundheit
4. 6. Konfliktpotenziale
5. Internationaler Ansatz zur gerechteren Ressourcenverteilung und Nachhaltigkeit
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
„Unser Planet Erde wäre ohne Wasser eine riesige tote Wüste.“[1] „So aber präsentiert sie sich als blauer, von Leben überquellender Planet, einzigartig, wie wir bis heute glauben.“[2] Denn nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft ist sie der einzige Planet unseres Sonnensystems mit flüssigem Wasservorkommen und in diesem Umstand begründet sich die Entstehung und Entfaltung von Leben auf unserem Planeten.[3]
Kein anderes Element ist von so existentieller Bedeutung für unseren Planeten und dessen Ökosystem wie das Wasser.[4] „Als grundlegende Voraussetzung zur Entwicklung von Leben, als entscheidender Bestandteil unseres Weltklimageschehens, verantwortlich für geophysikalische Prozesse und die Stabilität des Ökosystems und lebensnotwendige Ressource für den Menschen, war und ist die Verfügbarkeit von Wasser eines der entscheidenden Kriterien für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft.“[5]
Wasser ist in fast alle Lebensprozesse involviert, zudem hat es viele Funktionen im Klimasystem. Diese Funktionen des Wassers können von keiner anderen Substanz ersetzt werden.[6]
So entwickelten sich die ersten organischen Moleküle im Wasser und auch bis heute brauchen alle Lebewesen der Erde viel Wasser um zu überleben.[7] Alle Organismen der Erde bestehen zu 50 – 80Prozent aus Wasser[8], der Körper eines Erwachsenen zu etwa 60 Prozent.[9]
Schon von der Frühzeit an war sich die Menschheit der Bedeutung des Wassers für die Existenz von Leben bewusst. In vielen Riten und Bräuchen, sowie in den Sprachen der verschiedenen Kulturen findet sich die existentielle Bedeutung des Wassers wieder. So sind viele Redewendungen auf die Unentbehrlichkeit, aber auch auf die Gefahren des Elementes Wasser bezogen, wie beispielsweise „´sich über Wasser halten`“[10] oder „´ein Schlag ins Wasser`“[11]. Ebenso spiegelt die Entwicklung der verschiedenen Zweige zur Wasserforschung dessen gesellschaftliche Bedeutung wieder.[12]
Im Folgenden wird zunächst auf das globale Trinkwasservorkommen, sowie dessen Nutzung und Verteilung eingegangen. Im Anschluss liegt der Schwerpunkt auf den zentralen Ursachen und Folgen der globalen Wasserknappheit. Abschließend wird sich mit dem Versuch der Umsetzung einer global verbindlichen Umweltpolitik durch die Vereinten Nationen auseinandergesetzt.
„Die Menschheit lebt auf einem Blauen Planeten.“[13] 70 Prozent der Erdoberfläche werden von Wasser in flüssiger Form bedeckt, weitere fünf Prozent in Form von Eis.[14] Von den etwa 1,4 Milliarden Kubikkilometer Gesamtmenge Wasser der Erde sind nur ca. 2,5Prozent Süßwasser. Große Teile dieser globalen Vorräte wiederum sind für die Bevölkerung nur schwer oder überhaupt nicht erschließbar, da sie zu 69 Prozent in Gletschern oder im ewigen Eis gebunden sind. Weitere 30 Prozent des Süßwassers befinden sich unterirdisch als sauberes Grundwasser. Etwa 0,7 Prozent bilden Grundeis, Dauerfrost, Bodenfeuchtigkeit und Sumpfwasser. Nur die verbleibenden 0,3 Prozent des Süßwassers befinden sich in für die Menschheit verhältnismäßig leicht zugänglichen Seen und Flüssen.[15]
„´Den Lauf der Wasser von den Bergen zu den Thälern [sic], von dem Lande zum Meere sehen wir unaufhörlich vor unserem Auge sich vollziehen, und dennoch wird das Meer nicht voller und die Quellen und Ströme versiegen nicht`[16].“ Ursache dieses Naturphänomens ist der sich unablässig vollziehende Kreislauf des Wassers.[17] Aus diesem Grund ist die Menge des Wassers auf der Erde seit Millionen von Jahren als annähernd konstant anzusehen.[18]
Das Meer bildet beim hydrologischen Kreislauf den bedeutendsten Ausgangs- und Endpunkt. Über offenen Wasseroberflächen verdampft das Wasser durch die Sonnenstrahlung, welches anschließend in destillierter Form in der Atmosphäre als Wolken oder Nebel kondensiert. Durch den Wind werden diese Wasseransammlungen über den ganzen Erdball verströmt. In der Luft lagern sich die Wassermoleküle zu wachsenden Aggregaten zusammen, bei welchen ab einer gewissen Größe die Erdanziehungskraft überwiegt und sie in Form von Regen, Hagel oder Schnee zur Erde fallen.[19] Der größte Anteil des Niederschlags, etwa 76 Prozent, fällt direkt über den Ozeanen ab, wobei es von neuem verdunsten kann, die restlichen 24 Prozent werden über der Landoberfläche abgeregnet.[20] So befinden sich in zumeist großer Tiefe unter der Erde bis zu Jahrtausende alte Grundwasserreservoire, welche durch den nachsickernden Regen beständig aufgefüllt werden.[21] „Auf dem Land fließt das Wasser über die Oberfläche ab und speist Flüsse, versickert im Untergrund und füllt Grundwasserspeicher auf oder wird in Form von Gletschern oder Seen lokal gebunden.“[22]Unter dem Begriff Wasserressourcen versteht man den Anteil des Niederschlages, welcher in Oberflächengewässer oder in das Grundwasser fließt.[23] Auf diesen Ressourcen beruht in erster Linie die Wasserversorgung der Menschheit.[24]
Neben der existentiellen Bedeutung des Wassers für die Entstehung des Lebens und das Weltklimageschehen, hat es seit Jahrtausenden weitere Funktionen inne.
„Wir Menschen nutzen Wasser auf vielfältige Weise: zum Trinken und Waschen, zur Herstellung von Nahrungsmitteln und von industriellen Gütern, zur Stromerzeugung – und zum Vergnügen.“[25]
Gegenwärtig werden auf diese Weise etwa acht Prozent der erneuerbaren Trinkwasserressourcen genutzt.[26] Dabei sind die Anteile der jeweiligen Nutzungsformen in Industrie- und Entwicklungsländern sehr different.
Die Landwirtschaft verbraucht mit 69 Prozent den mit Abstand größten Anteil des Wassers. In Ländern wie China, Pakistan, Indien und Indonesien erfordert der hohe Anteil an Bewässerungslandwirtschaft über 80 Prozent der Wasserentnahmen. So werden zur Bewässerung von einem Hektar Land in einem Trockengebiet rund 10.000 Kubikmeter pro Jahr benötigt.
Gefolgt werden diese Zahlen vom industriellen Verbrauch, welcher im weltweiten Durchschnitt bei 23 Prozent liegt. Dabei variiert die Entnahme zwischen Industrieländern mit ca. 60 bis 80 Prozent, und Entwicklungsländern mit zehn bis 30 Prozent stark. Der größte Anteil des Wasserverbrauchs im Industriesektor entfällt vor allem auf die chemischen Industrien, Erdölraffinerien, sowie die Produktion von Strom und die Bergung von Grundmetallen. Pro Kopf liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch durch Industrieprodukte bei 40 Kubikmeter pro Jahr.
Der Anteil der Wasserentnahme zur Versorgung der Haushalte liegt bei acht Prozent. Prognosen zu Folge wird dieser Anteil zukünftig ansteigen, da in ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer viele Haushalte noch unterversorgt sind[27] und sich der Wasserbedarf dementsprechend erhöht, wenn eine verbesserte Lebensqualität sowie sanitäre Einrichtungen angestrebt werden.[28]
„Während man für die traditionellen Sektoren ungefähre Entnahmeangaben machen kann, ist dies für die Erhaltung von Ökosystemen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, aber auch für ihre Funktion als natürliche ´Produktionsstätten` (Fischvorkommen), für ihren Freizeitwert und den Erhalt der Selbstreinigungskraft von Gewässern schwer möglich.“[29]
„Wenn sich die Menschheit auch einen verschwindend geringen Teil des zur Verfügung stehenden Wassers unseres Planeten teilen muss, so gibt es rein statistisch gesehen heute dennoch für alle Menschen ausreichend Süßwasser.“[30]
Die derzeitige globale Jahresnutzung des Süßwassers durch alle menschlichen Aktivitäten umfasst ca. 4.2000 Kubikkilometer. Demgegenüber stünden den Menschen jährlich fast zehnmal so viel, 40.000 Kubikkilometer Wasser durch Niederschläge auf dem Festland für die Nutzung zur Verfügung.[31]
Und auch wenn man die für die Menschheit zugänglichen Wasserressourcen mit der gegenwärtigen Weltbevölkerung von etwa 7,174,611,584[32]vergleicht, so stünde prinzipiell allen Menschen Süßwasser in ausreichender Menge zur Verfügung. Diese Theorie entspricht jedoch nicht der tatsächlichen Begebenheit.[33] Die Hauptursache von Wasserknappheit ist die höchst ungleiche regionale wie zeitliche Verteilung der Niederschläge auf der Erde[34], welche die einzige erneuerbare, natürliche Süßwasserquelle bildet.[35] In Mitteleuropa wird Frischwasser als beinahe selbstverständlich hingenommen, es gibt keinen Mangel.[36] Regionen wie Südafrika, der indische Subkontinent, sowie Teile von Amerika, Asien und Ozeanien unterliegen ausgeprägten saisonalen Niederschlagsschwankungen. Das ganze Jahr über leiden große Teile Nordafrikas sowie der Mittlere Osten unter extremen Niederschlagsmangel.[37]
Frisches Trinkwasser ist ein Ausdruck des menschlichen Lebens. Trotzdem ist sauberes Wasser für Menschen in vielen Gebieten der Erde praktisch nicht zu haben.[38] „Der Grund liegt nicht nur in der räumlich sehr heterogenen Verteilung, sondern besonders auch im verantwortungslosen Umgang mit der Ressource Wasser.“[39]
Im Folgenden wird im Rahmen der Ursachen und Folgen des globalen Wasserproblems besonders auf die Bevölkerungsentwicklung und Urbanisierung, die Trinkwasserverschmutzung, den Klimawandel sowie die gesundheitlichen Auswirkungen des Wassermangels und die Konfliktpotenziale eingegangen.
Nach der technischen Dimension[40] spricht man von Wasserstress, wenn das Verhältnis der entnommenen Wassermenge im Verhältnis zum gesamten erneuerbaren Trinkwasservorrat in einer Region eine bestimmte Schwelle übersteigt. Liegt dieses Verhältnis bei rund zehn Prozent so handelt es sich um ein gut versorgtes Gebiet.[41] Von einem mittleren bis hohen Wasserstress sind Länder betroffen, deren Wert 20 Prozent überschreitet.[42] Als sehr kritisch versorgt gelten Gebiete, in welchen der Wert über 40 Prozent liegt. Bereits heute wird die Wasserversorgung in vielen Ländern der Tropen und Subtropen auf diesem Niveau eingestuft.[43] Derzeit lebt rund ein Drittel der Weltbevölkerung in Gebieten, welche von mittlerem bis sehr kritischem Wasserstress betroffen sind.[44]
Ein weiterer Indikator für Wasserknappheit ist die demographische Dimension.[45] Nach gängiger Definition gilt die Wasserversorgung ab 1.700 Kubikmeter pro Kopf und Jahr als ausreichend.[46] Eine kritische Grenze ist erreicht, wenn die Versorgung im Jahr unter 1.000 Kubikmeter pro Kopf liegt. In diesem Fall kommt es bereits zu Beeinträchtigungen der Gesundheitsbedingungen und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Der Wassermangel erreicht ein lebensbedrohliches Ausmaß, wenn im Jahr pro Kopf weniger als 500 Kubikmeter Wasser zur Verfügung stehen. Diese absolute Wasserknappheit gibt weltweit bereits in 15 Ländern.[47]
In weiten Teilen Europas und Nordamerikas sowie Nordasiens, steht Trinkwasser jederzeit in ausreichenden Mengen und guter Qualität aus den Leitungen zur Verfügung.[48] Treten lokale Mängel in dichteren Siedlungsgebieten auf, werden sie durch ein entsprechendes Trinkwassernetz kompensiert.[49] „In unserer Welt des Überflusses und der Verschwendung vergessen wir allzu leicht, dass weltweit 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser in akzeptabler Quantität und Qualität haben, dass etwa 850 Mio. Menschen an Hunger und Unterernährung leiden und dass Tag für Tag auf der Erde etwa 8.000 Kleinkinder sterben müssen, nur weil das ihnen zur Verfügung stehende verschmutzte Wasser sie krank gemacht hat.“[50]
Davon betroffen sind vor allem die Bewohner in Lateinamerika, Asien und Afrika. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden bereits 2025 zwei Drittel der Menschheit von Wassermangel geplagt sein. Prognosen der UNESCO für das Jahr 2050 gehen davon aus, dass rund zwei bis sieben Milliarden Menschen von Wasserknappheit betroffen sein werden. Die Probleme um das Wasser werden sich auf Europa ausweiten, denn schon jetzt leiden Spanien und Portugal unter massiven Wasserproblemen. Auch in der Region Brandenburg in Deutschland droht aufgrund der zunehmenden Erderwärmung die Versteppung. Hinzu kommt die Möglichkeit einer Völkerwanderung von Umweltflüchtlingen nach Europa. So gehen Schätzungen davon aus, dass die Zahl der Umweltflüchtlinge bis zum Jahr 2050 auf rund 150 Millionen Menschen ansteigen könnte. Größere Wanderungsbewegungen bergen jedoch sowohl für die Herkunftsländer als auch für die aufnehmenden Länder die Gefahr von Instabilität und Konflikten.[51]
„Fehlt es an Wasser, dann nehmen Hunger, Armut, Elend und Krankheiten zu, breiten sich Wüsten aus, soziale Unruhen, Konflikte und Kriegsgefahr um die Wassernutzung nehmen zu. Den Menschen bleibt oft nur die Flucht aus ihrer angestammten Heimat. Ohne Wasser keine Entwicklung, keine Sicherheit, keine Zukunft. Bislang ist Europa von solchen Problemen weitgehend verschont geblieben, aber wiegen wir uns nicht in Sicherheit.“[52]
„Wasser ist ein wertvolles Gut, das angesichts des stetigen Bevölkerungswachstums und des hierdurch steigenden Nahrungsmittelbedarfs sowie infolge wachsender individueller Ansprüche zunehmend knapper wird.“[53]
Da die Süßwasservorräte begrenzt sind, hat dies zur Folge, dass sich der Anteil an den Wasserressourcen pro Person verkleinert, zudem werden sich Wasserstress und Wassermangel weiter verschärfen.[54]
Besonders besorgniserregend ist das prognostizierte Bevölkerungswachstum. Laut dem US-amerikanischen Population Reference Bureau steigt bis zum Jahr 2050 die Anzahl der Menschen auf ungefähr 9,4 Milliarden. Davon werden rund acht Milliarden in Gebieten mit bereits heute bestehendem geringem Trinkwasserversorgungsgrad leben.[55]
Denn in Abhängigkeit der Bevölkerungsentwicklung steigt auch der weltweite Wasserverbrauch.[56] In den letzten 50 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt, der Wasserverbrauch sogar vervierfacht.[57] Die Versorgung mit Frischwasser auf dem aktuellen Stand zu halten, oder gar zu verbessern, ist unter diesen Bedingungen mit großen Schwierigkeiten verbunden.[58]
Eine weitere Herausforderung stellt die rasche Urbanisierung, durch welche immer mehr Menschen auf engem Raum zusammenleben. Um die Trinkwasserversorgung in diesen Gebieten sicher zu stellen, müssen stetig wachsende Mengen an Wasser über immer größere Distanzen transportiert werden.[59] Hinzu kommt, dass in den urbanen Slums der Anschluss an die Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssysteme absolut unzureichend ist.[60]
Industrielle Großstädte konkurrieren bereits heute mit der Landwirtschaft um die verfügbaren Wasserressourcen; diese Kontroversen werden auch in Zukunft weiter zunehmen. Hinzu kommt politische Macht und Wohlstand der Städte, welche ihnen ermöglichen, Wasser zu kaufen.[61]
„Jeweils 1,18 Milliarden Menschen haben zwischen 1990 und 2004 einen Zugang zu Trinkwasser und zu sanitären Anlagen erhalten – doch werden die Fortschritte vom Bevölkerungswachstum förmlich geschluckt: Die Anzahl unversorgter Menschen bleibt trotz der Fortschritte nahezu gleich.“[62]
„Industrialisierung und Verstädterung ebneten Europa den Weg aus der Armut, doch die Kehrseite der Medaille war eine starke Umweltverschmutzung. Rauchschwaden verpesteten die Luft und aus Städten, Fabriken und Gewerbegebieten ergoss sich ein Strom ungereinigter Abwässer in die Flüsse.“[63]
Als ein zentrales Problem der zukünftigen Wasserversorgung wird die Übernutzung und Verschmutzung der Gewässer betrachtet.[64]
Gegenwärtig weisen einige Gewässer stellenweise extreme Schadstoffbelastungen auf; oft sind diese für menschliche Zeitintervalle irreversibel. Dabei sind die Schadstoffe von mannigfaltiger Art und umfassen beispielsweise Salze, Radionuklide, Gase oder Pestizide. Sie können aus Punktquellen in Form von industriellen oder kommunalen Abwässern oder über mobile Quellen, wie saurem Regen oder deponierte Luftschadstoffe entstehen.[65]
In vielen Ländern führen falsche Bewässerungstechniken zur Versalzung und Versauerung des Erdreiches. Zu einer unmittelbaren Gefährdung der Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern führt der unsachgemäße sowie übermäßige Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Die Massentierhaltung führt in vielen Ländern zu einer Verschmutzung des Grundwassers mit Nitrat, welche die menschliche Gesundheit, besonders die der Säuglinge gefährdet. Diese Belastung findet man bereits in großen Flächen Europas, der ehemaligen UdSSR und der USA. Neben der Umweltverschmutzung durch unsachgemäße Landwirtschaft sind die mit der Urbanisierung einhergehenden Probleme der Abfall- und Abwasserentsorgung zu erwähnen. Trotz der Verbesserung von Kläranlagensystemen in zahlreichen Städten der Entwicklungsländer ist ihre Kapazität teilweise völlig unzureichend, sofern überhaupt Kläranlagen existieren.[66] Schätzungen zufolge werden weltweit nur etwa fünf Prozent der Abwässer geklärt.[67]
Ursache hierfür ist, dass in den Entwicklungsländern die finanziellen, institutionellen, sowie technischen Voraussetzungen für den Aufbau von Entsorgungssystemen fehlen oder nicht ausreichen. Nach Angaben der Vereinten Nationen besteht derzeit für rund 2,4 Milliarden Menschen keine Abwasserentsorgung.[68]Die unvermeidbare Folge ist eine Verseuchung der Oberflächengewässer.[69]
Diese Verseuchung führt zu einer Abnahme der Biodiversität der weltweiten Süßwasserökosysteme. Dieser Umstand hat sowohl für den Naturhaushalt als auch für die davon abhängigen Bewirtschaftungsweisen negative Auswirkungen.[70] „Der Missbrauch von Gewässern als Müllabladeplatz erweist sich bei zunehmender Industrialisierung als tödliche Falle für Mensch und Tier.“[71]
„Natürliche Klimaveränderungen hat es im Laufe der Erdgeschichte schon immer gegeben. Nicht zuletzt dadurch konnte sich in der Evolution der Lebewesen eine so enorme Vielfalt ausbilden. Jedoch erhärten sich seit Anfang der 1980er Jahre die Indizien dafür, dass die Klimaveränderung der letzten hundert Jahre auch durch einen anthropogenen Einfluss zumindest mitverursacht ist.“[72]
Dieser Klimawandel hat aber auch unbestrittene Auswirkungen auf den globalen Wasserhaushalt.[73]Aufgrund des Klimawandels wird die Temperatur weltweit ansteigen. Dies führt zu der Vermutung, dass es zu einer Veränderung der Regenfälle kommen wird. So wird der Niederschlag in manchen Regionen und Jahreszeiten abnehmen, während er in anderen zunehmen wird.[74]
Diese klimatischen Änderungen führen nach Modellrechnungen bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts in Regionen wie Nordostbrasilien und dem Mittelmeerraum zu einer Verringerung der Grundwasserressourcen um mehr als 70 Prozent.[75] Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Afrika bis zum Jahr 2020 75 bis 250 Millionen Menschen aufgrund des Klimawandels unter einer Verschärfung des Wasserstresses leiden werden.[76]
Zudem verdrängt der, bedingt durch die Erderwärmung, steigende Meerwasserspiegel in flachen Küstenregionen das Süßwasser.[77]
Letztendlich wird erwartet, dass im Zuge der erhöhten Variabilität des Niederschlages extreme Wetterbedingungen wie Dürren und Hochwasser eintreten.[78]
„Die Verfügbarkeit und Qualität von Süßwasser hat eine zentrale Bedeutung für die individuelle Gesundheit des Menschen, aber auch für die Gesundheit, Wohlstand und ökonomische Entwicklung von Gesellschaften.“[79]
Auch wenn in den wohlhabenderen Teilen der Welt sauberes Wasser und die damit verbundene Hygiene und Gesundheit als selbstverständlich angesehen werden, trifft dies für einen erheblichen Teil der Weltbevölkerung jedoch nicht zu.[80] Um überleben zu können, braucht jeder Mensch pro Tag drei bis fünf Liter Trinkwasser.[81] Diese Versorgung ist jedoch auf zwei Arten bedroht.[82]
Zum einen stellt der quantitative Wassermangel, also die Verfügbarkeit von zugänglichem Trinkwasser, eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Daneben besteht in vielen Regionen ein qualitativer Wassermangel. Darunter versteht man einen Mangel an Wasser in einer für den menschlichen Gebrauch geeigneten Qualität.[83] So verfügen aktuell 1,3 Milliarden Menschen über keinen Zugang zu ausreichendem und sauberem Süßwasser; ohne sanitäre Anlagen müssen 1,7 Milliarden leben.[84]
Extremer Wassermangel führt zum Verdursten des Menschen innerhalb weniger Tage. Häufiger jedoch wirkt sich die Wasserknappheit durch eingeschränkte persönliche und häusliche Hygiene indirekt auf die Gesundheit aus.[85]
„Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und einem Mindeststandart an Hygiene sind die Hauptursachen der wasserbedingten Krankheiten.“[86]
Zu diesen gehören vor allem Hepatitis A, Kinderlähmung, Parasitenkrankheiten und bakteriell ausgelöste Durchfallerkrankungen wie Ruhr, Typhus und Cholera.[87]
Pro Jahr sterben etwa 2,3 Millionen Menschen in Folge von unzureichendem oder gänzlich fehlendem Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen, sowie Hygienestandards. 90 Prozent dieser Todesfälle betreffen Kinder unter fünf Jahren.[88] Somit sterben deutlich mehr Menschen aufgrund von Wassermangel als in bewaffneten Konflikten.[89]
„Eine dritte vom Wasser für die menschliche Gesundheit ausgehende Gefahr sind mit Wasser assoziierte Katastrophen, z. B. Überschwemmungen, die unmittelbar die Gesundheit der Betroffenen gefährden können.“[90]
Die überlebenswichtige Ressource Wasser birgt vielfältige Konfliktpotenziale. Grundsätzlich lassen sich dabei nationale und transnationale Konflikte unterscheiden.[91]
Innerstaatliche Wasserkonflikte entstehen in Folge von zeitweisen oder dauerhaften Einschränkung der Wasserversorgung, bedingt durch zum Beispiel klimatische Faktoren, oder einer Umverteilung der Ressourcen.[92] „Bei der innerstaatlichen Wasserverteilung müssen eine Vielzahl verschiedener Interessengruppen berücksichtigt werden, wie zum Beispiel die Landwirte, Viehbauern, Produktionsbetriebe, Konzerne und die Bevölkerung. Konfliktlinien verlaufen immer da, wo eine Interessengruppe unverhältnismäßig viel Wasser zum Nachteil einer anderen Gruppe entnimmt (oder unbrauchbar macht) oder sich die Besitzverhältnisse von Wasserressourcen verändern bzw. die Kosten für Wasser steigen.“[93] Fehlende Kompensationsmöglichkeiten, schwach ausgeprägte staatliche Strukturen, sowie fehlende finanzielle Möglichkeiten wirken sich dabei konfliktverschärfend aus. Ebenso kann innerstaatliche Migration aufgrund von Wasserengpässen in bestimmten Gebieten zu erheblichen Spannungen zwischen den Ethnien und Bevölkerungsgruppen eines Landes führen.[94]
Auf transnationaler Ebene sind insbesondere gemeinsam genutzte Fluss- oder Grundwasserreserven von Bedeutung. [95] Die Niederschläge unterliegen, wie bereits erwähnt, starken regionalen und saisonalen Schwankungen. „Gerade Regionen also, die nicht mit einer stetigen, ganzjährigen Niederschlagsmenge rechnen können, sind auf die natürlichen Mechanismen angewiesen, die Wasser längerfristig speichern und damit auch in regenarmer Zeit verfügbar machen – hierzu zählen Oberflächengewässer und Grundwasser – oder aber sie sind von Fließgewässern abhängig, die Wasser überregional verteilen.“[96]
Internationale Flussgebiete beheimaten rund 40 Prozent der Weltbevölkerung. Es wird prognostiziert, dass es in diesen Gebieten vermehrt zu Kontroversen kommen wird.[97] Weltweit gibt es 261 Flussgewässer welche innerhalb von zwei oder mehr Ländern liegen. Die Situationen zwischen den Anrainersaaten im Nil-, Jordan-, Indus- und Euphrat-Tigris-Becken sind besonders konfliktbelastet.[98] Potenzielle Konfliktfaktoren sind hierbei Flussumleitungen, eine Beeinflussung der Wasserqualität, der Bau von Staumaßnahmen oder eine steigende Wasserentnahme.[99] Vor allem dort, wo bereits aufgrund religiöser, ethnischer oder politischer Rivalitäten Spannungen zwischen Ländern bestehen, ist Wasser zu einem Auslöser von Konflikten geworden.[100] Diese Regionen sind zusätzlich häufig in Fragen von Verteilungskonflikten politisch eher von Konfrontation als von Kooperation geprägt.[101]
„In einem solchen politischen Klima wird wirtschaftliche Unabhängigkeit und Selbstversorgung in der Regel als nationales Sicherheitsinteresse angesehen, um die eigene Abhängigkeit von den als feindlich empfundenen Nachbarn möglichst gering zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist jedoch zwangsläufig der Zugang zu ausreichenden Mengen Wasser notwendig, denn ohne Wasser ist weder wirtschaftliche Entwicklung noch eine ausreichende Lebensmittelproduktion möglich.“[102]
Auch die unausgewogenen Machtverhältnisse in Flussgebieten erhöhen die Gefahr von potenziellen Wasserkonflikten. So sind wirtschaftlich wie militärisch starke Länder dazu geneigt, ihre Interessen bei der Wasserverteilung ohne Rücksicht auf schwächere Länder umzusetzen. Auch die Lage des Landes im Einzugsgebiet des Flusses ist entscheidend. So sind Länder, welche im Quellbereich des transnational verlaufenden Flusses liegen von Zuflüssen aus Oberliegern unabhängig und verfügen somit über ein höheres Wasserdargebot. Demgegenüber haben Länder, welche am Mündungsbereich liegen, die schwächste Position. Fallen geographische Vorteile mit einem wirtschaftlich wie militärisch starkem Land zusammen, ist dies besonders konfliktträchtig. Denn im Allgemeinen sind diese Länder kaum bereit, die Bedürfnisse der Unterlieger bei ihren wasserwirtschaftlichen Planungen zu berücksichtigen.[103]
Konflikte um das gemeinsame Grundwasser gibt es ebenso, jedoch wurden sie bisher weniger hart ausgetragen.[104]
Wissenschaftliche Studien ergeben, dass eine Bedrohung durch globale Wasserkriege nicht sehr wahrscheinlich ist. Gewaltsam ausgetragene Auseinandersetzungen finden eher auf substaatlicher Ebene statt.[105]
Mit technischen Mitteln allein, wie beispielsweise der Meerwasserentsalzung, kann das Problem der zunehmenden Wasserknappheit nicht gelöst werden. Für eine zukunftsfähige und nachhaltige Wassernutzung sind massive Anstrengungen erforderlich.[106]
Angesichts der Zuspitzung globaler Umweltprobleme wurde 1992 in Rio de Janeiro die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (OECD) einberufen. Diese Konferenz von Rio wurde die bis dahin größte in der Geschichte der Vereinten Nationen. Mehr als 100 Staatsoberhäupter, 178 vertretene Staaten und eine Vielzahl von Nichtregierungsorganisationen stellten das Aufgebot. Dabei wurde die globale Bedrohung ökologischer Ressourcen im wirtschafts- und entwicklungspolitischen Rahmen diskutiert. Ihre zentralen Ergebnisse wurden in der Rio-Deklaration sowie der Agenda 21 festgehalten. Die Rio-Deklaration stellt eine Sammlung unkonkreter Absichten dar. Dagegen beinhaltet die Agenda 21 einen umfassenden Plan für die ökonomische und ökologische Entwicklung des 21. Jahrhunderts.[107]
Die Agenda 21 hebt die zentrale Bedeutung des Wassers als schützenswerte Ressource hervor.[108] So widmet sich Kapitel 18 dem „Schutz der Süßwasserqualität und der Süßwasservorkommen: Anwendung integrierter Ansätze zur Erschliessung [sic], Bewirtschaftung und Nutzung der Wasserressourcen“[109]. Darin wird vor allem eine „Integrierte Erschließung und Bewirtschaftung der Wasserressourcen“ gefordert.[110]
Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer gerechteren und nachhaltigeren Wasserverteilung und –nutzung fand mit dem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York statt. Im Ergebnis des Treffens einigten sich Staats- und Regierungsoberhäupter aus 189 Ländern auf die sogenannte Millenniumserklärung. Darin werden die Aufgabenstellungen für die internationale Politik im 21. Jahrhundert beschrieben. Vier programmatische Handlungsfelder konnten definiert werden:
1. Frieden, Sicherheit und Abrüstung
2. Entwicklung und Armutsbekämpfung
3. Schutz der gemeinsamen Umwelt
4. Menschenrechte, Demokratie und gute Regierungsführung.
Die Erklärung von 2000 diente als Grundlage zur Entwicklung der acht Millenniumsentwicklungsziele, welche den internationalen Entwicklungsbemühungen eine klare Richtung geben und zudem die Rechenschaftspflicht der Regierenden verstärkt.[111]
In Bezug auf die globale Süßwasserverknappung formuliert Kapitel III Punkt 19 klar den Beschluss, „bis zum Jahr 2015 den Anteil der Weltbevölkerung, … die hygienischesTrinkwasser nicht erreichen oder es sich nicht leisten können, zu halbieren“.[112]
Durch die zeitliche Vorgabe zur Zielerreichung bis 2015 wurde ein Umsetzungsdruck geschaffen.[113] „Völkerrechtlich verbindlich sind die Millenniumsziele jedoch nicht – werden sie nicht erreicht, folgen daraus also keine rechtlichen Konsequenzen.“[114]
Zehn Jahre nach der Konferenz von Rio de Janeiro fand 2002 der World Summit on Sustainable Development in Johannesburg statt, in welchem auch die Umsetzungserfolge im Gipfel von Rio de Janeiro evaluiert wurden. Zum einen wurden dabei die Rio-Deklaration sowie die Agenda 21 grundsätzlich bekräftigt.[115]
So bekannte sich die Konferenz zur Förderung eines integrierten Wassermanagements und bestätigte die Millenniumsentwicklungsziele.[116] Das Ziel, bis 2015 die Anzahl der Menschen ohne eine ausreichende Trinkwasserversorgung um die Hälfte zu reduzieren, wurde im Weltgipfel von Johannesburg zusätzlich ergänzt. Demnach soll sich im gleichen Zeitraum auch die Anzahl der Menschen ohne Zugang zu sanitären Einrichtungen halbieren.[117]
Der Erklärung wurde aber auch hinzugefügt, dass die Probleme seither nicht gelöst werden konnten.[118] Im Gegenteil, denn die Schere zwischen Arm und Reich ist weiter auseinandergegangen, auch Not und Krankheit sind aufgrund des weiter bestehenden Wassermangels gewachsen.[119] Denn die Umsetzung der Ziele auf nationaler Ebene erweist sich zumeist als schwierig und auch die Ausgangssituationen der verschiedenen Länder sind different.[120] „Besonders schwer erreichbar sind die Ziele für die am wenigsten entwickelten Länder.“[121]
„Einige wichtige Ereignisse von Johannesburg sind jedoch auch ermutigend, denn der Geist von Rio ist wieder lebendig und bekräftigt, es gibt klare Zielvorgaben für Menschen in Entwicklungsländern im Bereich Wasser, und insbesondere durch einen verbesserten Zugang zu sauberem Trinkwasser wird der Anspruch auf sanitäre Grundversorgung bestätigt. Des Weiteren sollen die biologische Vielfalt und die Chemikaliensicherheit erhöht und die Ausweisung weiterer Meeresschutzgebiete vorangetrieben werden.“[122]
Alwardt, C. (2011): Wasser als globale Herausforderung. Die Ressource Wasser.
Online im Internet, URL: http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2011/3238/pdf/wp_17.pdf
(Zugriff v. 30.12.2014)
Baltes, W. / Matissek, R. (2011): Lebensmittelchemie. 7., vollständig überarbeitete Auflage.
Berlin, Heidelberg: Springer.
Blenckner, T. (2005): Klimatisch bedingte Gefährdung der Wasserqualität in Seen. In: Lozán,
J. L. / Graßl, H. / Hupfer, P. / Menzel, L. / Schönwiese C.-D. (Hrsg.): Warnsignal Klima:
Genug Wasser für alle? Wissenschaftliche Fakten. Hamburg: Wissenschaftliche
Auswertungen. S. 225-228.
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (2010-
2015): Internationale Ziele. Die Millenniumsentwicklungsziele. Online im Internet, URL:
http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/ziele/ziele/MDGs_2015/index.html (Zugriff v.
02.01.2015)
Central Intelligence Agency (2014): The World Factbook.Online im Internet, URL:
https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/xx.html (Zugriff v.
30.12.2014)
Chartres, C. / Varma, S. (2011): Out of Water. From abundance to scarcity and how to solve
the world`s water problems. Upper Saddle River, NJ: FT Press.
Dobner, P. (2010): Wasserpolitik. Zur politischen Theorie, Praxis und Kritik globaler
Governance. Berlin: Suhrkamp Verlag.
Döll, P. (2008): Wasser weltweit. Wie groß sind die globalen Süßwasserressourcen,
und wie nutzt sie der Mensch? In: Forschung Frankfurt 3: S. 54–59. Und Online im Internet,
URL: http://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/36050670/Wasserressourcen__54-
59.pdf? (Zugriff v. 30.12.2014)
Fröhlich, C. (2006): Zur Rolle der Ressource Wasser in Konflikten. In: Aus Politik und
Zeitgeschichte 25: S. 32–37. Und Online im Internet, URL:
http://www.christianefroehlich.de/wp-content/uploads/2012/10/BPBWasser.pdf (Zugriff v.
30.12.2014)
