Das große Buch der Fußball-Rekorde - Omar Gisler - E-Book

Das große Buch der Fußball-Rekorde E-Book

Omar Gisler

0,0
13,99 €

oder
Beschreibung

Schneller, höher, weiter - Rekorde und Bestleistungen faszinieren seit Menschengedenken, und im Fußball vergeht kaum ein Monat, in dem nicht neue nationale oder internationale Superlative vermeldet werden. Bisher allerdings gab es weder auf deutsch noch in einer anderen Sprache ein Werk, das alle Fußball-Rekorde systematisch auflistet. Selbst das "Guinness-Buch der Rekorde" widmet dem Fußball pro Ausgabe meist nicht mehr als zwei Seiten. Welcher Fan aber ging die dämlichste Fußball-Wette ein? Wer verursachte die bislang skurrilsten Dopingfälle? Welche Fußball-Größen traf sich beim unbestritten teuersten Kaffeekränzchen? Wer verübte das gemeinste Foul? Und was waren die fragwürdigsten Schiedsrichter-Entscheidungen? Diese und zahllose andere interessanten Fragen beantwortet die 4. Neuauflage von "Das große Buch der Fußball-Rekorde" - eine unterhaltsame und oftmals verblüffende Zusammenstellung von Superlativen, Kuriositäten und Sensationen in neun Kapiteln: Tor! Tor! Tor! - Spiele - Wettbewerbe - Teams - Die Bosse - Fairplay - Fans - Geld - Stars und Sternchen

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0



Vollständige eBook-Ausgabe der im Copress Verlag erschienenen Printausgabe (4. Auflage 2012; ISBN: 978-3-7679-1080-5).

Lektorat und Bildredaktion: Pierre Sick

Alle Abbildungen: SVEN SIMON

Redaktionsschluss: 1. August 2012

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© 2012 Copress Verlag

in der Stiebner Verlag GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten.

Wiedergabe, auch auszugsweise,

nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags.

Gesamtherstellung: Stiebner, München

ISBN 978-3-7679-1085-0

www.copress.de

Inhalt

Zu diesem Buch

Tor! Tor! Tor!

Spiele

Wettbewerbe

Teams

Bosse

Fairplay

Fans

Geld

Stars und Sternchen

Zu diesem Buch

Schneller, weiter, höher – das Streben nach Bestleistungen ist seit der Antike die Antriebsfeder des Sports. Im Fußball geht es jedoch nicht unbedingt darum, Bestmarken zu übertreffen. Es genügt, einen Treffer mehr als das gegnerische Team zu erzielen. Rekorde und Superlative ergeben sich dabei von selbst. Angefangen bei den Toren: Wer hat die meisten erzielt? Wer die wenigsten zugelassen? Nach wie vielen Sekunden fiel der schnellste Treffer? Welcher Verteidiger verursachte die meisten Eigentore? Wer ist der treffsicherste Elfmeterschütze? Auf diese und viele weitere Fragen versucht das vorliegende Buch eine Antwort zu geben.

Aufgelistet werden jedoch nicht nur dürre Zahlen und Statistiken. Denn der Begriff »Rekord« beinhaltet viel mehr. Er stammt vom lateinischen Verb »recordari«, was so viel bedeutet wie »sich merken« oder »sich erinnern«. So werden in diesem Buch unter anderem auch Spiele aufgelistet, die erinnerungswürdig sind – im positiven wie im negativen. Das spannendste, langweiligste oder hässlichste Spiel zu küren, ist jedoch kein leichtes Unterfangen. Wer eine Auswahl trifft, löst automatisch Kritik aus – davon kann jeder Trainer ein Liedchen singen. Denn wer sich für etwas entscheidet, spricht sich gleichzeitig gegen etwas anderes aus. Wir haben trotzdem versucht, die schönsten Tore, die verrücktesten Präsidenten oder die größten Transferflops zu küren, mit einem Augenzwinkern und im Wissen darum, dass es sich um eine Spielerei handelt, die alles andere als objektiv ist.

Auch in anderen Bereichen ist es schwierig, hieb- und stichfeste Beweise für die Einzigartigkeit eines Vorfalls oder einer Leistung aufzutreiben. Trotz intensiven Recherchen fand sich beispielsweise kein europäischer Trainer, der häufiger entlassen wurde als Peter Neururer. Auch dürfte es schwierig sein, eine dreistere Ausrede vorzubringen als Mohamed Sissoko, der sein Schwänzen des Trainings mit einem Länderspieleinsatz für Mali gegen Kenia begründete – einem Spiel notabene, das gar nicht stattgefunden hatte.

Sissoko wurde denn auch aufgenommen in dieses Buch, in dem über zweitausend Höchstleistungen, Superlative und Einzigartigkeiten aus der Welt des Fußballs zusammengetragen sind. Im Vergleich zur zweiten Ausgabe, die vor drei Jahren erschien, gab es zahlreiche Neuerungen. Der Ägypter Ahmed Hassan beispielsweise stellte einen neuen Länderspiel-Rekord auf. Der Italiener Antonio Martorella erzielte im Mai 2012 einen Treffer für den Provinzklub Torre Alex Cepagatti, womit er zum einzigen Fussballer avancierte, der in jeder Spielklasse seines Landes mindestens einmal als Torschütze in Erscheinung trat. Damit sicherte er sich ebenso einen Eintrag in diesem Buch wie Alania Wladikawkas. Der russische Verein schaffte das Kunststück, sich für den Europapokal zu qualifizieren, ohne ein einziges Tor erzielt zu haben. Während es an dieser Tatsache nichts zu rütteln gibt, sind andere Beurteilungen und Wertungen des Autors durchaus diskussionswürdig. Damit sind wir wieder beim Wesen des Fußballs. Denn dieser lebt nicht in erster Linie vom Streben nach Rekorden, sondern von den Diskussionen um das Geschehen auf und neben dem Platz.

Omar Gisler

Castel San Pietro, im Juni 2012

Tor! Tor! Tor!

Die elf schönsten Tore

1. Diego Armando Maradona,Argentinien – England, 1986

Das »Tor der Tore« erzielte der Argentinier Diego Armando Maradona am 22. Juni 1986 im WM-Viertelfinale gegen England. Jeder Fußball-Fan hat die zehn Sekunden in Erinnerung, in denen Maradona in der eigenen Platzhälfte mit einer Drehung zwei Gegenspieler aussteigen ließ und daraufhin zu einem Solo mit elf Ballberührungen ansetzte. Die Engländer Beardsley, Reid, Butcher, Fenwick und Torwart Shilton versuchten vergeblich, ihn zu stoppen.

Bei einer Internet-Umfrage der FIFA wurde Maradonas Treffer mit großem Abstand zum schönsten Tor in der Geschichte der WM gewählt. Auch eine 13-köpfige Jury der italienischen Tageszeitung »La Repubblica« kürte den Sololauf zum Tor des Jahrhunderts (dem Gremium gehörten Experten wie Giovanni Trapattoni, Paolo Maldini, Christian Vieri und Pierluigi Collina an).

Das erstaunlichste an diesem Tor enthüllte Maradonas Mitspieler Jorge Valdano Jahre später in einer Kolumne in der spanischen Zeitung »El País«: »Diego erzählte mir unmittelbar nach dem Spiel, als er noch keine TV-Bilder gesehen hatte, dass er mir den Ball habe zuspielen wollen. Aber er habe keine Lücke gefunden.« Auf Valdanos ungläubige Blicke antwortete Maradona: »Du bist parallel zu mir auf der Höhe des zweiten Pfostens gelaufen. Aber ich konnte dir nicht passen.« Valdano schreibt, dass er die Szene tausend Mal analysiert habe. Womit ihn Maradona gesehen hat, ist ihm bis heute schleierhaft. »Die Augen können es nicht gewesen sein.«

Der krönende Abschluss: Diego Maradona schießt den Ball im Fallen ins Tor, nachdem er zuvor fünf Engländer hatte stehen lassen.

Ein anderer Aspekt gibt Valdano ebenfalls Rätsel auf. So habe Maradona in der Kabine erzählt, dass er ursprünglich den zweiten Pfosten anvisiert habe. Doch dann sei ihm während des Dribblings in den Sinn gekommen, dass er sieben Jahre zuvor bei einem Freundschaftsspiel gegen England im Wembley-Stadion in einer ähnlichen Situation das weite Ecke knapp verfehlt habe. Deshalb habe er sich entschlossen, Torhüter Shilton zu umspielen. Wie Maradona bei seinem Sololauf Zeit zum Nachdenken fand, kann sich Valdano nicht erklären. Sein Fazit: »In diesen zehn Sekunden war die fußballerische Intelligenz absolut frei.«

2. Pelé, Fluminense – Santos, 1961

Das vermutlich schönste seiner insgesamt 1281 Tore erzielte Pelé am 5. März 1961 beim 3:1-Sieg von Santos gegen Fluminense. Nachdem er im eigenen Strafraum den Ball erobert hatte, setzte er zu einem Sololauf über 70 Meter an. Sechs Fluminense-Spieler – Valdo, Edmilson, Clóvia, Altair, Pinheiro und Jair Marinho – versuchten vergeblich, ihm das Leder abzujagen. Zu guter Letzt umspielte er elegant Nationaltorwart Castilho. Am Tag danach wurde im Maracaná-Stadion eine bronzene Tafel montiert: »Am 5. März 1961 schoss Pelé das schönste Tor, das je in diesem Stadion erzielt wurde.«

3. Zico, Kashima Antlers – Tohoku Sendai, 1993

Der Brasilianer Zico von den Kashima Antlers schoss 1993 im Finale der japanische Meisterschaft gegen Tohoku Sendai das schönste Tor seiner Karriere. Der Ball wurde von der rechten Seite in den Strafraum geflankt. Zico rannte los. Als er merkte, dass der Ball hinter ihm auf den Rasen fallen würde, schlug er einen Salto. In der Luft schwebend, mit dem Gesicht nach unten, trat er den Ball mit der Hacke. Das war ein umgekehrter Fallrückzieher.

4. Fritz Walter, Wismut Karl-Marx-Stadt –

1. FC Kaiserslautern, 1956

Bei einem Freundschaftsspiel am 6. Oktober 1956 zwischen Kaiserslautern und dem frisch gekürten DDR-Meister Wismut Karl-Marx-Stadt (5:3) hatte Fritz Walter zu früh zum Flug angesetzt, um eine Flanke mittels Hechtkopfball ins Tor zu befördern. Bäuchlings in der Luft liegend, erwischte er den Ball mit der Hacke. Genau auf dem Fersenrücken kam die Lederkugel auf, beschrieb eine hohe Bogenlampe ins rechte obere Eck, unerreichbar für Torwart Steinbach. Lang gestreckt landete Walter auf dem Rasen, sah den Ball im Netz zappeln, hörte den Aufschrei der 100 000 Zuschauer im Leipziger Zentralstadion. »Es war das schönste Tor meiner Karriere«, sagte Fritz Walter später. »Ab und zu hatte ich das im Training aus Spaß probiert. Im Spiel war mir das aber noch nie gelungen.«

5. Garrincha, Brasilien – AC Fiorentina, 1958

Vor der WM 1958 in Brasilien bestritt die brasilianische Nationalelf ein Testspiel gegen die AC Fiorentina. Rechtsaußen Garrincha drang in den Strafraum ein und dribbelte dort der Reihe nach drei italienische Verteidiger aus. Als er auch den Torwart verladen hatte, stellte er fest, dass noch ein gegnerischer Verteidiger auf der Torlinie stand. Garrincha tändelte, zögerte, tat dann so, als wolle er den Ball ins Eck schießen – der bemitleidenswerte Verteidiger sprang mit dem Kopf gegen den Pfosten. Da fing der Torwart wieder an, Ärger zu machen. Garrincha spielte ihm den Ball zwischen den Beinen durch ins Tor. Danach nahm er den Ball unter die Arme und brachte ihn unter dem Beifall des Publikums an den Mittelkreis zurück. Bei der WM in Schweden wurde Brasilien Weltmeister.

6. Klaus Fischer,Deutschland – Schweiz, 1977

Die Schalke-Ikone Klaus Fischer traf am 16. November 1977 im Länderspiel gegen die Schweiz per Fallrückzieher zum 1:0. Waagrecht mit dem Rücken zum Tor in der Luft liegend visierte er eine Flanke von Abramczik an, riss den rechten Fuß hoch und traf den Ball voll. Torhüter Burgener sah gebannt zu, wie das Leder ins Netz flog, und Fischers Gegenspieler Bizzini meinte anschließend: »Phantastisch – so ein Tor habe ich noch nie gesehen.« Die Zuschauer der ARD wählten diesen Treffer zum »Tor des Jahres«, zum »Tor des Jahrzehnts« und schließlich sogar zum »Tor des Jahrhunderts«.

7. Marco Van Basten,Niederlande – Sowjetunion, 1988

Am 25. Juni 1988 um 16.44 Uhr erlebte die Europameisterschaft im Münchner Olympiastadion ihren Höhepunkt: Arnold Mühren, der 37-jährige Senior im Team von Holland, schlug von der linken Seite einen Pass über vierzig Meter Richtung Strafraum der Sowjetunion. Dort stand Marco Van Basten in schier unmöglichem Winkel zum Tor. Doch dieser fackelte nicht lange: Er nahm den Ball direkt aus der Luft und drosch ihn aus 14 Metern ins Tor – 2:0 für Holland. »So ein Tor schießt man als Fußballer nur einmal im Leben«, sagte Bondscoach Rinus Michels.

8. Roberto Carlos,Frankreich – Brasilien, 1997

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!