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Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Hauptseminar Hans Magnus Enzensberger, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit seinem 1968 erschienen Kursbuch 15 schreckten Hans Magnus Enzensberger und seine Koautoren die Schriftstellerkollegen in Deutschland auf und zwangen diese über sich und die Wirkung der von ihnen produzierten Werke zu reflektieren. Die Anteilnahme an dieser Diskussion war groß, stellte sie doch die Arbeit der ersten zwanzig Jahre literarischen Schaffen in der jungen Bundesrepublik infrage, wie auch die zahlreichen Rezensionen und Erwiderungen in den Feuilletons und Literaturzeitschriften beweisen. Bis heute wird über die Gültigkeit der 1968 getroffenen Aussagen verhandelt und über die Haltung die Enzensberger in dieser und der folgenden Zeit einnahm. Wie und ob er den Tod der Literatur im Kursbuch 15 verkündet hat soll in der vorliegenden Arbeit ein wenig näher beleuchtet werden [...]
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Veröffentlichungsjahr: 2002
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Mit seinem 1968 erschienen Kursbuch 15 schreckten Hans Magnus Enzensberger und seine Koautoren die Schriftstellerkollegen in Deutschland auf und zwangen diese über sich und die Wirkung der von ihnen produzierten Werke zu reflektieren. Die Anteilnahme an dieser Diskussion war groß, stellte sie doch die Arbeit der ersten zwanzig Jahre literarischen Schaffen in der jungen Bundesrepublik infrage, wie auch die zahlreichen Rezensionen und Erwiderungen in den Feuilletons und Literaturzeitschriften beweisen. Bis heute wird über die Gültigkeit der 1968 getroffenen Aussagen verhandelt und über die Haltung die Enzensberger in dieser und der folgenden Zeit einnahm. Wie und ob er den Tod der Literatur im Kursbuch 15 verkündet hat soll in der vorliegenden Arbeit ein wenig näher beleuchtet werden
„Für literarische Kunstwerke läßt sich eine wesentliche gesellschaftliche Funktion in unserer Lage nicht angeben.“1Mit diesem Satz im Kursbuch 15 setzte Hans Magnus Enzensberger auf dem Höhepunkt der Studentenproteste im November 1968 ein Fanal, das bis in die Gegenwart die Diskussion um die gesellschaftliche Relevanz der Protestbewegung mitbestimmt. In eindringlicher Weise waren es die vier Beiträge von Yaak Karsunke, Karl Markus Michel, Walter Boehlich und Hans Magnus Enzensberger, „die - vereinzelte Artikulationen der studentischen Protestbewegung gleichsam zur Formel zusammenziehend - die Totsagungder Literaturzu ihrem Programm zu machen schienen“2.
