Das magische Amulett #118: Das Spinnen-Amulett - Jan Gardemann - E-Book

Das magische Amulett #118: Das Spinnen-Amulett E-Book

Jan Gardemann

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Beschreibung

Das magische Amulett Band 118 Roman von Jan Gardemann Der Umfang dieses Buchs entspricht 98 Taschenbuchseiten. Geheimnisvolles Inka-Reich! Unheimliche Kräfte sind am Werk! Brenda Logan wird wegen ihrer Expertise nach Peru beordert. Die Amulettjägerin ahnt nicht, dass ihre Reise eine Expedition ins Ungewisse wird! Wird Brenda im Spinnentempel der Tod ereilen? Oder wird es ihr gelingen, den magischen Kräften zu trotzen?

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Seitenzahl: 101

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Jan Gardemann

Das magische Amulett #118: Das Spinnen-Amulett

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Das Spinnen-Amulett

Das magische Amulett Band 118

Roman von Jan Gardemann

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 98 Taschenbuchseiten.

 

Geheimnisvolles Inka-Reich! Unheimliche Kräfte sind am Werk!

Brenda Logan wird wegen ihrer Expertise nach Peru beordert. Die Amulettjägerin ahnt nicht, dass ihre Reise eine Expedition ins Ungewisse wird! Wird Brenda im Spinnentempel der Tod ereilen? Oder wird es ihr gelingen, den magischen Kräften zu trotzen?

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2017

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

[email protected]

Prolog

Jetzt wandte sich die Schauergestalt mir zu. Ihrer gebeugten Haltung haftete etwas Lauerndes, Gefährliches an. Der Unhold trug einen dünnen schwarzen Überwurf aus einem Material, das entfernt an Spinnweben gemahnte. Unter der Kapuze leuchteten mir ein Paar irre strahlende Augen entgegen. Instinktiv nahm ich eine abwehrende Haltung ein. Ich hatte nicht vor, mich dem Kerl kampflos zu ergeben. Doch ehe ich mich versah, zuckten die Arme des Mannes blitzschnell nach vorn, und er packte mich an beiden Handgelenken. Augenblicklich traf er Anstalten, mich mit sich fortzuzerren. Doch da fiel sein Blick auf das Spinnenamulett, das unter meinem T-Shirt hervorgerutscht war...

1

Der internationale Flughafen von Lima, der Hauptstadt von Peru, war genauso hässlich und unansehnlich, wie die meisten Flughäfen in den südamerikanischen Ländern. Inmitten der ärmlichen Häuser der Stadt nahm sich das langgestreckte Flughafengebäude mit seiner schmuddeligen Fensterfront, der grauen Betonfassade und dem hoch aufragenden Funkturm, wie ein Fremdkörper aus. Das Dröhnen der landenden und startenden Flugzeuge lastete wie ein Fluch über dem Stadtteil.

Aber davon schienen die Bewohner nichts zu merken. Mit stoischer Ruhe boten sie den Touristen und Geschäftsleuten, die aus dem Haupteingang des Flughafengebäudes strömten, ihre Waren an oder gingen ihren Geschäften nach.

Eine Indiofrau mit rabenschwarzem Haar, die in ein langes buntes Indiotuch gehüllt war, hielt mir bemalte Tontöpfe unter die Nase, ungeachtet der Tatsache, dass ich mit einem schweren Rucksack und einer Reisetasche bepackt war, und ziemlich verärgert war, weil Professor Ramirez Campina, der mich eigentlich am Flughafen hatte in Empfang nehmen sollen, nicht erschienen war. Die Frau nannte mir einen Preis, der für die Imitate, alter Indiokunst, die ihre Tonwaren darstellten, viel zu hoch war.

»Diese Töpfe sind echte Antiquitäten«, behauptete die Frau mit gleichgültiger Miene. Sie sprach ein gebrochenes Englisch; wahrscheinlich hielt sie mich für eine amerikanische Touristin.

Ich lächelte die Frau freundlich an und zurrte die Riemen meines Rucksacks enger.

»Diese Töpfe stammen aus einer modernen Töpferei«, erklärte ich ohne Groll und bediente mich dabei der Sprache der Ketschua Indios.

Die Frau starrte mich verdattert an. »Sie sprechen ja meine Muttersprache«, sagte sie ebenfalls auf Ketschua.

Ich zwinkerte ihr zu. »Ich bin Archäologin und pflege mich auf meine Expeditionen gut vorzubereiten!«, erklärte ich.

Die Indiofrau ließ die Töpfe sinken. »Sie sind Archäologin?«, hakte sie nach. »Ich selbst studiere in Lima Kunstgeschichte.«

Mit einer lahmen Geste hob sie die Töpfe hoch. »Ich versuche mit diesem Job hier, mein Studiengeld aufzubessern.«

»Die Töpfe sind recht hübsch«, versuchte ich die Frau aufzumuntern. Ihr war es sichtlich peinlich, dass sie versucht hatte, mich mit der Töpferware übers Ohr zu hauen. Aber ich war ihr deswegen nicht böse.

»Ich würde Ihnen gerne etwas abkaufen«, fügte ich hinzu. »Aber es steht mir noch eine anstrengende Reise in den Nordosten des Landes bevor. Ich fürchte, die Töpfe würden diese Reise nicht heil überstehen.«

Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und sah mich unter den Passanten, die den Bereich vor der Abfertigungshalle bevölkerte, aufmerksam um.

Das bunte Durcheinander von hin und her hastenden Menschen war unüberschaubar. Ich sah Leute in schrillen Freizeitklamotten, Indios, in abgetragenen Anzügen oder zerschlissenen T-Shirts, Geschäftsleute mit Aktentaschen, Frauen und Männer in den traditionellen bunten Stoffen der Indios. Auf der Straße führte ein faltengesichtiger Bauer zwei Lamas an den Taxen vorbei. Er behinderte mit seinen Tieren den Verkehr, was den Mann und die Lamas jedoch nicht aus der Ruhe zu bringen schien.

Nach einem hochgewachsenen Mann mit graumelierten, schütteren Haar, einem dunklen Schnurrbart, der die Lippen fast verdeckte, und einer faltigen, nachdenklich wirkenden Stirn, hielt ich jedoch vergebens Ausschau. Professor Campina stammte, seinen Angaben nach, in direkter Linie von den Inkas ab, und diese Abstammung hatte er zum Inhalt seines Berufes gemacht. Campina war Professor der Archäologie, sein Spezialgebiet war die Inka-Forschung. Er beherrschte dieses Thema wie kein zweiter.

Nur mit der Pünktlichkeit schien er es nicht so genau zu nehmen.

Ich zuckte die Achseln. Vielleicht steckte Professor Campina mit seinem Fahrzeug ja in dem Stau fest, den der Indio mit seinen beiden Lamas verursacht, versuchte ich mir einzureden.

»Suchen Sie jemanden?«, wollte die Indiofrau wissen. Sie war nicht von meiner Seite gewichen, obwohl ein paar Touristen mit ihren Kindern vorbeigekommen waren, die sich vielleicht hätten überreden lassen, einige Töpfe als Souvenir zu kaufen.

»Ich war mit einem Professor verabredet«, erklärte ich und sah mich weiterhin aufmerksam um. »Ich kenne ihn nicht persönlich, habe aber ein Foto von ihm zugeschickt bekommen.«

»Gehört dieser Professor zu der Expedition, von der Sie sprachen?«, wollte die Frau wissen.

Ich hielt in meinem Spähen inne und musterte sie irritiert. »Ja«, sagte ich zögernd. »Er arbeitet für das Brasilianische Museum in Rio de Janeiro und leitet die Expedition.«

Ein Leuchten trat in die dunklen Augen der Frau. »Es muss aufregend sein, mit so viel wichtigen

Leuten zusammenarbeiten zu dürfen«, meinte sie schwärmerisch. »Ich wünschte, so etwas wäre mir auch irgendwann Mal vergönnt. Ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen, dass die vielfältige uralte Geschichte und Kultur der südamerikanischen Länder wieder Teil unseres modernen Lebens wird.«

Ich lächelte. »Sie werden es bestimmt schaffen«, sagte ich: »Sie besitzen Begeisterungsfähigkeit und Aufopferungsgabe — mit diesen Fähigkeiten werden Sie es bestimmt weit bringen.«

»Worum geht es bei dieser Expedition eigentlich?«, verlangte sie zu wissen.

»Professor Campina ist einer alten Tempelanlage auf der Spur«, gab ich bereitwillig Auskunft. »Dort soll eine bisher noch unbekannte Kaste von Inkapriestern vor fünfhundert Jahren ihre Lehren praktiziert haben.«

Die dunklen Augen der Indiofrau wurden groß. »Ist das wahr?«, rief sie aus. »Das klingt ja aufregend!«

Ich zuckte die Achseln. »Bisher hat Professor Campina die Tempelanlage noch nicht gefunden«, dämpfte ich ihre Euphorie. »Jahre hat er damit zugebracht, in verstaubten Archiven nach Unterlagen zu suchen, um einem Hinweis auf den Standort dieses Tempels zu finden. Schon drei Expeditionen in den Regenwald und das Amazonasbecken hat er unternommen ohne auch nur einen einzigen Stein dieser sagenhaften Tempelruine zu entdecken.«

Die Indiofrau machte ein ernstes Gesicht. »Glauben Sie, er wird es diesmal schaffen? Ich würde es ihm wünschen.«

»Professor Campina hat beim British Museum in London um Hilfe ersucht«, berichtete ich und zuckte die Achseln. »Er benötigt einen Archäologen, der sich mit Amuletten auskennt.«

Die Riemen, des Rucksacks begannen in meine Schultern zu schnüren. »Die Wahl fiel auf mich«, fuhr ich fort und verlagerte das Gewicht des Rucksacks. »Ich hoffe, ich werde dem Professor helfen können. Mein Vorgesetzter, Professor Salomon Sloane, hält jedenfalls große Stücke auf mich. Er denkt, dass sein brasilianischer Kollege den Tempel mit meiner Hilfe finden wird.«

»Das glaube ich auch«, sagte die Indiofrau überzeugt. »Ich sehe es Ihnen an. Sie sind eine außergewöhnliche Frau.«

Sie legte den Kopf schief. »Wie heißen Sie?«, wollte sie wissen.

»Brenda Logan«, sagte ich und streckte ihr die Hand hin.

»Anita Cuco«, erwiderte sie, stellte die Töpfe rasch auf den Boden und ergriff meine Hand. »Ich kenne das British Museum übrigens«, behauptete sie freudestrahlend und blinzelte dann aber listig. »Ich besuche regelmäßig die Internetseiten der bekanntesten Museen der Welt. So halte ich mich immer auf dem Laufenden, obwohl ich mir die teuren Flugreisen in andere Länder nicht leisten kann.«

»Ein Computer ist aber auch nicht gerade billig«, wandte ich ein.

»Ich benutze den in der Universität«, erwiderte Anita. Sie hatte meine Hand noch nicht losgelassen und betrachtete sie nun aufmerksam.

»Sie sind verheiratet«, stellte sie fest und drehte meinen Ehering zwischen Daumen und Zeigefinger. »Bestimmt hat Ihr Mann einen genauso aufregenden Beruf, wie Sie.«

»Er ist Arzt«, sagte ich ausweichend, und fragte mich, ob ich das Verhalten der jungen Indiofrau als aufdringlich empfinden sollte. Tatsächlich aber verstand ich ihre Neugierde. Sie war wissbegierig und voller Tatendrang, so, wie ich auch.

»Sie müssen mir mehr von dieser geheimnisvollen Tempelanlage erzählen«, bat sie und ließ meine Hand endlich los. »Wieso benötigt Professor Campina ausgerechnet eine Amulettforscherin, um den Tempel zu finden?«

»Er hat auf der letzten Expedition ein Amulett gefunden, das ihm Rätsel aufgibt.« Ich begann wieder, mich unter den Passanten umzusehen.

»Wie sieht dieses Amulett denn aus?«, hakte Anita nach.

Ich sah sie misstrauisch an. »Es ist ziemlich hässlich«, sagte ich gedehnt. Ich trug das Amulett um meinen Hals. Professor Campina hatte es, zusammen mit einem detaillierten Bericht und einigen Fotos zum British Museum geschickt, damit ich mir ein Bild von der Sache machen konnte. Ich hatte einige Tage in der Museumsbibliothek zugebracht, ohne jedoch auf einen Hinweis zu stoßen, welche Bedeutung dieses Amulett bei den Inkas gespielt haben könnte. Ich hatte das Amulett in dem Museumslabor gründlich untersucht, denn ich wollte sichergehen, dass keine magischen Kräfte darin schlummerten, oder gar ein Fluch auf ihm lastete. Man konnte mit solchen Dingen gar nicht vorsichtig genug sein.

Doch die Ergebnisse der Untersuchungen hatten überhaupt nichts Verdächtiges aufgezeigt, und so war ich zu dem Schluss gekommen, dass das Amulett völlig harmlos war.

Trotzdem machte es mich stutzig, dass Anita Cuco das Inka Amulett zur Sprache brachte. Die zahlreichen gefährlichen Abenteuer, in die mich die magischen Amulette immer wieder verstrickten, hatten mich misstrauisch und argwöhnisch werden lassen.

Anita sah mich fragend an. Ihr junges, dunkles Gesicht wirkte dabei so unschuldig, und drückte eine so intensive, fast naive Wissbegierde aus, dass ich mein Misstrauen sofort vergaß und beschloss, ihre Frage zu beantworten.

»Das Amulett sieht aus wie eine fette schwarze Spinne«, erklärte ich, der Wahrheit entsprechend.

Anita verzog das Gesicht. »Igitt!«, rief sie angewidert aus.

Da näherte sich uns plötzlich ein hochgewachsener Europäer. Zielstrebig hielt er auf uns zu ein breites Grinsen auf den Lippen seines markanten Gesichts, das von der verknitterten Krempe eines Lederhutes beschattet Würde.

Ich kannte diesen Mann. Und ihn hier in Lima anzutreffen, ließ mich nichts Gutes ahnen!

Ich drehte mich zu Anita um, um mich von ihr zu verabschieden.

Doch die Indiofrau war plötzlich verschwunden, als hätte der Erdboden sie verschluckt. Sogar ihre Tontöpfe hatte sie zurückgelassen.

2

Mit einem schrägen Grinsen auf den Lippen trat der Mann mit dem Lederhut vor mich hin. »Hi Brenda«, begrüßte er mich lax. »Schön, dich mal wieder zu sehen!«

»Samuel Lington«, sagte ich gedehnt, und bemüht, mir von dem unguten Gefühl nichts anmerken zu lassen, das langsam in mir aufstieg.

Samuel war ein freischaffender Archäologe, wie er es selbst ausdrückte. Er jobbte mal hier und mal dort, war nirgendwo zuhause, und hatte wohl schon die abgelegensten Winkel dieser Welt besichtigt.

Samuel war mir nicht unsympathisch. Er hatte nur die üble Eigenschaft, mich jedes Mal, wenn sich unsere Wege kreuzten, in ein gefährliches Abenteuer zu verstricken. Er wusste, dass ich es mir zur Aufgabe gemacht hatte, magische Amulette aufzuspüren und zu zerstören. Mit diesen magischen Kleinoden wird viel Unheil angerichtet, Menschenschicksale beeinflusst, Morde begangen, oder das Glück anderer Menschen zerstört. Darum mussten sie unschädlich gemacht werden.

Dieses Wissen um meine geheime Tätigkeit, hatte sich Samuel in der Vergangenheit oft zunutze gemacht. Nie war er ehrlich zu mir gewesen und hatte mich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in Abenteuer verstrickt, die bisher nur deswegen nicht tödlich ausgegangen waren, weil ich all mein Können und mein Wissen eingesetzt hatte, um das Unheil abzuwenden.

Meine Begeisterung, Samuel in Lima zu begegnen, hielt sich daher in Grenzen.

Zögernd streckte ich ihm die Hand hin, die er bereitwillig ergriff und euphorisch schüttelte. »Wie ist es dir inzwischen ergangen, Brenda?«, fragte er drauflos. Dann blinzelte er verschwörerisch. »Du und Daniel, seid ihr immer noch zusammen?«

Ich entzog ihm meine Hand. »Unsere Liebe ist noch immer ungebrochen«, erklärte ich leicht verärgert. »Du brauchst dir also keine Hoffnungen zu machen«

Samuel kniff die Lippen zusammen. »Schade«, meinte er und zuckte mit den Schultern. »Aber sollte es zwischen euch doch einmal zu einem Zerwürfnis kommen, wirst du von mir mit offenen Armen empfangen.«

»Was hast du hier eigentlich verloren?«, wollte ich wissen, obwohl ich es mir bereits denken konnte.

»Ach komm, Brenda. Das weißt du doch längst«, erwiderte er lachend.

Ich seufzte schicksalsergeben. »Du arbeitest doch nicht etwa für Professor Ramirez Campina?«

Ein Strahlen huschte über sein braungebranntes, wettergegerbtes Gesicht. »Klar«, meinte er vergnügt. »Campina ist einer der innovativsten Archäologen Südamerikas. Ich bin stolz, dass er mich in seine Crew aufgenommen hat.«

Ich blickte Samuel lauernd von unten in die Augen. »Bestimmt hast du Professor Campina auf die Idee gebracht, das British Museum um Unterstützung zu bitten.«

Samuel grinste breit. »Campina kam mit dem Spinnen-Amulett einfach nicht weiter. Da hielt ich es für eine gute Idee, eine Expertin heranzuziehen.« Er berührte mich sanft am Arm. »Außerdem hatte ich Sehnsucht nach dir, Brenda. Wir haben uns so lange nicht gesehen.«

Verärgert schüttelte ich seinen Arm ab. »Und wo liegt der Haken an dieser Geschichte?«, wollte ich unwirsch wissen.

Samuel sah mich verwundert an. »Haken?«, fragte er scheinheilig. »Wenn wir die vergessene Tempelanlage der Inkas finden, werden wir eine Menge Ruhm kassieren. Die Fachzeitschriften werden sich um unsere Artikel reißen. Wir werden berühmt!«

»Warum ist Professor Campina nicht persönlich gekommen, um mich abzuholen, so wie wir es vereinbart haben?«, ließ ich mich von dem euphorischen Gequatsche meines Kollegen nicht beeindrucken.