Das magische Amulett #28: Die geheimnisvolle Katzenfrau - Jan Gardemann - E-Book

Das magische Amulett #28: Die geheimnisvolle Katzenfrau E-Book

Jan Gardemann

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Beschreibung

Das magische Amulett Band 28 Roman von Jan Gardemann Der Umfang dieses Buchs entspricht 105 Taschenbuchseiten. Als Brenda Logan mit ihrem Mann Daniel einen nächtlichen Spaziergang macht, beobachten sie eine Aktion einer Tierschutzorganisation. Sie müssen mitansehen, wie zwei Tierschützer in einer Tierhandlung alles zerstören. Als ein Taxi vorbeigefahren kommt, werden die beiden Tierschützer in dieses Taxi entführt. Brenda sieht, dass im Taxi eine mysteriöse Leopardenfrau sitzt. Dieses Erlebnis gibt ihr keine Ruhe und sie recherchiert. Dabei begibt sie sich in große Gefahr.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 108




Jan Gardemann

Das magische Amulett #28: Die geheimnisvolle Katzenfrau

Cassiopeiapress Romantic Thriller

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Die geheimnisvolle Katzenfrau

Das magische Amulett Band 28

Roman von Jan Gardemann

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 105 Taschenbuchseiten.

 

Als Brenda Logan mit ihrem Mann Daniel einen nächtlichen Spaziergang macht, beobachten sie eine Aktion einer Tierschutzorganisation. Sie müssen mitansehen, wie zwei Tierschützer in einer Tierhandlung alles zerstören. Als ein Taxi vorbeigefahren kommt, werden die beiden Tierschützer in dieses Taxi entführt. Brenda sieht, dass im Taxi eine mysteriöse Leopardenfrau sitzt. Dieses Erlebnis gibt ihr keine Ruhe und sie recherchiert. Dabei begibt sie sich in große Gefahr.

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2016

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

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Prolog

Lou legte seine Beine auf das Armaturenbrett und schlief nach kurzer Zeit seelenruhig ein. Als er plötzlich wieder erwachte, herrschte draußen bereits tiefe Nacht. Nebelschwaden umwaberten das Taxi. Ein Jumbo Jet donnerte über den Wagen hinweg. Aber das war es nicht, was Lou geweckt hatte. Ein seltsamer Geruch hing plötzlich in der Luft. Er erinnerte Lou entfernt an die Raubtiere im Tierpark. Der hohe robuste Maschendrahtzaun, vor dem Lou parkte, wies ein großes Loch auf, als hätte ihn jemand mit roher Gewalt zerfetzt. Lou schauderte. Er erinnerte sich genau, dass der Zaun noch heil gewesen war, als er den Wagen abgestellt hatte. Plötzlich zuckte er zusammen. Seine Augen weiteten sich. Im Fond des Wagens kauerte geduckt eine weibliche Gestalt. Seltsam leuchtende Katzenaugen blickten ihn an...

1

Rick trug unter seinen Lärm-Schützern, die wie riesige Kopfhörer aussahen, die Ohrstöpsel seines Walkmans. Trotz des hämmernden Sounds in den Kopfhörern, drangen die dumpfen Geräusche des Flughafens an Ricks Ohr. Der infernalische Lärm, den die startenden und landenden Flugzeuge verursachten, war einfach nicht zu übertönen.

Missmutig ließ Rick seinen Blick über den langen Zug aus Gepäckwagen schweifen, den sein Kollege soeben mit dem Elektrokarren in die Frachthalle gezogen und abgestellt hatte. Koffer, Reisetaschen, Rucksäcke und Kisten stapelten sich auf den zahlreichen Karren. Verärgert begutachtete Rick einige Reisetaschen, die mit Kisten und Rucksäcken verkeilt waren. Es würde eine fummelige Angelegenheit werden, die Gepäckstücke wieder zu entflechten.

Rick seufzte Schicksal ergeben. An Tagen wie diesem hasste er seinen Job. Draußen war ein warmer Spätsommertag. Die ersten zarten Nebelschwaden kündigten den Abend an und Rick musste hier in der stickigen, schlecht beleuchteten Frachthalle schweres Gepäck wuchten.

Eigentlich hatte Rick Animateur auf einer Südseeinsel werden wollen. Rick hatte einen athletischen Körperbau und er sprühte förmlich über vor kreativen Gedanken genau die richtigen Eigenschaften, die ein Animateur haben sollte, fand Rick. Doch als er sich vor einem halben Jahr bei einer Reisegesellschaft vorstellte, erfuhr er, dass er mehrere Fremdsprachen beherrschen musste. Rick hatte sich sogleich an die Arbeit gemacht und fing an zu lernen. Doch leider neigte er zur Bequemlichkeit, was sich schon in der Schule nachteilig ausgewirkt hatte. Er warf die Fremdsprachenbücher nach einigen Tagen völlig entnervt in die Ecke und begrub seine Träume tief in seinem Innern. Statt dessen suchte er sich einen Job, um sich finanziell über Wasser halten zu können. Er bekam schließlich eine Anstellung beim Londoner Flughafen, wo er seitdem in der Frachthalle arbeitete. Rick schob die unliebsamen Gedanken beiseite und nahm die Frachtpapiere, die oben auf dem ersten Wagen lagen. Ein rascher Blick auf die Zettel verriet ihm, dass das Gepäck aus einem Flugzeug stammte, das in Delhi, der Hauptstadt von Indien, gestartet war.

Im Takt der Walkman Musik tänzelnd schlenderte Rick zum Förderband und schaltete es ein. Dann begann er, die Koffer aus dem ersten Wagen auf das laufende Band zu wuchten, das nach einigen Metern in einer eckigen Öffnung in der Wand verschwand. Ein Vorhang aus breiten Gummibändern verdeckte die Öffnung. Sie strichen über die Koffer hinweg, als sie den Vorhang passierten.

Rick ließ seine Gedanken von der Musik aus seinem Walkman davontragen. In automatisch wirkenden Bewegungen schnappte er sich eine Reisetasche nach der anderen und warf sie aufs Förderband.

Doch plötzlich stutzte er. Eine große Holzkiste war unter dem Reisegepäck zum Vorschein gekommen. Sie sah ziemlich schwer aus.

Auch das noch, dachte Rick. Ich werde einen Gabelstapler brauchen, um das Ding aufs Band zu kriegen.

Er warf einen mürrischen Blick auf die Frachtpapiere. Aber eine Kiste dieser Größe war darauf nicht vermerkt.

Stirnrunzelnd nahm er die Kiste näher unter Augenschein. Weder eine Adresse noch der Name des Besitzers waren darauf vermerkt. Nur ein Aufkleber mit der Aufschrift >Himalaya< klebte auf dem Deckel.

Rick schnupperte. Die Kiste verströmte einen merkwürdigen Geruch. Er erinnerte ihn an den Londoner Zoo, den er als kleiner Junge zusammen mit seinen Eltern oft besucht hatte. So wie die Kiste roch, hatte es auch bei den Raubtierkäfigen gerochen!

»Mit dieser Kiste stimmt irgendetwas nicht«, murmelte Rick. Er war vor einiger Zeit für ein paar Monate bei einer Tierschutzorganisation tätig gewesen. Dort war viel über illegale Tiertransporte geredet worden. Die verbrecherischen Tierhändler scheuten nicht davor zurück, Tiere, die vom Aussterben bedroht waren, in Kisten per Flugzeug in fremde Länder zu schmuggeln. Viele der Tiere überlebten einen solchen Transport nicht. Und trotzdem rentierte sich das Geschäft für die Schmuggler. Überall auf der Welt gab es Menschen, die eine Menge Geld für seltene Tiere zahlten.

Rick war sich sicher, dass in der verdächtigen Kiste Tiere gefangen waren, die illegal nach England geschafft werden sollten.

»Nicht mit mir«, sprach Rick zu sich selbst und befreite seine Ohren von den lästig gewordenen Lärmschützern. Das Getöse eines landenden Düsenjets erfüllte die Halle. Doch Rick hörte auch noch etwas anderes. Ein gefährlich klingendes Knurren. Es kam direkt aus der Kiste!

Unwillkürlich wich Rick einen Schritt zurück. Es bestand kein Zweifel mehr. In der Kiste befand sich ein Raubtier!

Der junge Mann zögerte nun keinen Augenblick länger. Hektisch wandte er sich ab und eilte auf das Telefon zu, das nur wenige Schritte von dem Förderband entfernt an der Wand hing.

Er nahm den Hörer ab und tippte mit zitternden Fingern die Nummer der Kollegen vom Zoll ein. Sollten die sich um die Kiste kümmern!

Da war plötzlich das Bersten von Holz hinter ihm zu hören, und ein kehliges Knurren mischte sich unter den Lärm in der Frachthalle.

Rick versteifte sich und wandte sich langsam um. Die Angst saß ihm plötzlich im Nacken. Und als sein Blick auf die zerstörte Kiste fiel, wusste er, dass diese Angst auch berechtigt war. Die Wände der Kiste waren zersplittert. Stroh und seltsam anmutende Blätter waren aus der Kiste hervorgequollen.

Doch sonst war die Kiste leer! Wo war das Tier hin, das sich darin befunden haben musste?

Gehetzt sah Rick sich um und erstarrte. Auf dem surrenden Förderband kauerte eine seltsame Gestalt. Sie sah aus wie eine Mischung zwischen Frau und Raubkatze. Das Fell war schneeweiß. Leuchtende bernsteinfarbene Katzenaugen funkelten Rick durchdringend an. Wie zum Sprung bereit duckte sich das Wesen auf dem Förderband. Rick glaubte an der linken Schulter der unheimlichen Katzenfrau eine Art Verband zu erkennen. Er bestand aus denselben Blättern, die sich auch in der Kiste befanden.

Dann hatte die Raubtiergestalt die Öffnung in der Mauer erreicht. Die. Gummibänder teilten sich und verschluckten die Katzenfrau.

Rick schüttelte sich. Hatten seine Sinne ihm einen Streich gespielt?

»Zollstation«, drang in diesem Moment eine Frauenstimme aus dem Telefonhörer.

Die Stimme brachte Rick wieder einigermaßen zu sich. »Ein... ein Monster«, stammelte er. »Hier in der Frachthalle ist soeben ein Monster aus einer Kiste ausgebrochen. Und es ist auf dem Weg zu den Abfertigungshallen!«

»Sind Sie betrunken?«, erwiderte die Zöllnerin. »Was soll der Unsinn? Ich habe Wichtigeres zu tun, als mir die Hirngespinste von Lagerarbeitern anzuhören!«

»So glauben Sie mir doch!«, schrie Rick verzweifelt. Doch der anhaltende Signalton, der aus der Hörmuschel drang, verriet ihm, dass die Zöllnerin bereits aufgelegt hatte.

Wütend schmetterte Rick den Hörer auf die Gabel. Er war noch immer ganz verwirrt. Dennoch formte sich ein klarer Gedanke in seinem Kopf: Was würde mit den Fluggästen geschehen, wenn die unheimliche Raubkatze über die Förderbänder zur Abfertigungshalle gelangte?

Ohne zu überlegen, was er tat, hastete er auf das Förderband zu. Er schnappte sich eine zerbrochene Latte und sprang federnd auf das ruckelnde Förderband. Er musste das seltsame Tier wieder einfangen, ehe es unschuldige Menschen anfallen konnte!

Mit einem unbehaglichen Gefühl passierte er den Gummivorhang. Rick befand sich nun in einer düsteren Halle, die erfüllt war von dem Brummen und Rattern der vielen Förderbänder, die das Gepäck zu den verschiedenen Stationen der Abfertigungshalle transportierten, wo die Fluggäste ungeduldig warteten.

Ricks Augen mussten sich erst an die Dunkelheit in der Halle gewöhnen. Undeutlich zeichneten sich vor ihm die surrenden Bänder ab. Sie verliefen kreuz und quer durch die Halle. An manchen Stellen vereinigten sie sich zu einer breiten Förderstraße oder zweigten in verschiedenen Richtungen ab. Gepäckstücke in allen erdenklichen Größen und Formen waren in diesem verwirrenden System aus Förderbändern unterwegs.

Rick sah sich gehetzt um. Wo nur mochte die seltsame Katzenfrau mit dem schneeweißen Fell stecken?

Das Band, auf dem Rick hockte, fiel plötzlich steil ab. Der junge Mann stieß einen entsetzten Schrei aus. Er purzelte das laufende Band hinab. Dann landete er auf einer breiteren Förderstraße und stieß unsanft mit einem großen Schrankkoffer zusammen.

Rick fluchte, weil er die Latte verloren hatte. Womit sollte er sich jetzt gegen das Monster wehren?

Plötzlich gewahrte er eine huschende Bewegung. Auf einem Förderband, das direkt unter dem Band verlief, auf dem Rick kauerte, geisterte eine weiße flinke Gestalt umher. Es war die Katzenfrau! In geduckter Haltung schlich sie über die Koffer und Reisetaschen hinweg.

Rick hielt gebannt den Atem an und starrte das seltsame Mischwesen an. Trotz des weißen Fells waren deutlich die Konturen einer menschlichen Frau zu erkennen. Sie gingen fließend in die Anatomie einer schlanken Raubkatze mit Krallen bewehrten Pranken über. Der Kopf war der eines Leoparden. Bernsteinfarbene Katzenaugen glühten darin, als würden sie von innen heraus leuchten.

Die Katzenfrau hob plötzlich den Kopf und witterte.

Hat sie meine Anwesenheit etwa gerochen, schoss es Rick panikartig durch den Kopf. Er duckte sich unwillkürlich hinter dem Schrankkoffer und beobachtete die Katzenfrau ängstlich.

Das weiß pelzige Mischwesen wandte sich nun einem Koffer zu. Es hob die Krallen bewehrte Pranke und schlitzte den Deckel mühelos auf. Dann fetzte es die Kleidungsstücke aus dem Koffer. Es handelte sich um die Kleidungsstücke eines Mannes, wie Rick feststellte. Die Anzüge sahen ziemlich geschmacklos aus, wie er fand.

Die Katzenfrau knurrte unwillig und wandte sich einem anderen Koffer zu. Auch ihn schlitzte sie mit ihren rasiermesserscharfen Krallen auf.

Als ob die Katzenfrau etwas suchen würde, überlegte Rick.

Diesmal befanden sich Frauensachen in dem Koffer. Die Katzenfrau schien zufrieden zu sein. Sie raffte ein Kleid, eine Lederjacke und einen breiten Strohhut an sich. Dann sprang sie mit einem Satz vom Förderband herab und verschwand in der Dunkelheit.

»Mist!«, fluchte Rick verhalten. Er richtete sich halb auf und wollte sich anschicken, auf das Band unter ihm zu springen. Doch das Band, auf dem er sich befand, führte plötzlich steil in die Höhe. Im nächsten Moment passierte er auch schon eine Bodenluke und tauchte in einer Gepäckabfertigungshalle auf. Die Fluggäste, die um das rundläufige Förderband standen und auf ihr Gepäck warteten, glotzten Rick verdattert an. Kinder lachten, als sie den blonden athletischen Mann in dem schmuddeligen Overall und den Ohrenschützern um den Hals auf dem Förderband entdeckten.

Rasch sprang Rick von dem Band hinunter. »Bringen Sie sich rasch in Sicherheit!«, rief er den Leuten zu. »Ein gefährliches Raubtiermonster läuft auf dem Flughafen frei herum!«

Aufgebrachte Rufe wurden laut. Die Leute sahen sich ratlos an. Niemand schien sich sicher zu sein, ob man die Worte des Flughafenarbeiters ernst nehmen sollte.

Ein Bobby, der das Treiben in der Halle argwöhnisch beobachtet hatte, kam nun mit forschen Schritten auf Rick zu. Unsanft packte er ihn am Arm.

»Was soll der Unfug?«, fuhr er Rick unhöflich an. »Sie sollten wissen, dass es verboten ist, auf den Förderbändern herumzuturnen.«

»Ich war einer mysteriösen Raubkatze auf der Spur«, rechtfertigte Rick sich empört. »Ich habe so etwas noch nie gesehen. Es muss sich um eine Mischung aus Mensch und Leopard handeln. Sie müssen sofort veranlassen, dass der Flughafen geräumt wird...«

»Kommen Sie mit!«, unterbrach der Bobby ihn unwirsch. Unnachgiebig zerrte er Rick zu einer Seitentür. »Die Leute vom Zoll haben mich bereits verständigt, dass jemand von der Frachtabteilung durchgedreht ist. Ich fürchte, dass war Ihr letzter Arbeitstag hier auf dem Flughafen.«

Rick schüttelte fassungslos den Kopf. Niemand glaubte ihm.

In diesem Moment nahm er sich fest vor, die Fremdsprachenbücher wieder aus der Ecke hervorzukramen und für die Aufnahme bei einer Reisegesellschaft zu büffeln.

2

»Welche von den Katzen gefällt dir am besten, Brenda?«, fragte mich der junge Mann an meiner Seite. Er hatte zärtlich einen Arm um meine Hüfte geschlungen und sah mich mit seinen ausdrucksstarken Augen an. Es herrschte stockfinstere Nacht. Dichte Nebelschwaden zogen wie Gespenster durch die Straßen von London. Der Widerschein des beleuchteten Schaufensters der Tierhandlung, vor der wir standen, ließ den bleichen Nebel noch unheimlicher erscheinen. Sir Norman Belarores Zoohandlung stand in roten geschwungenen Neonlettern über dem Eingang geschrieben.

»Ich weiß nicht, Daniel«, erwiderte ich unschlüssig und betrachtete die kleinen Kätzchen, die sich in einem Käfig hinter der Schaufensterscheibe tummelten. »Sie sehen alle so niedlich aus. Ich wüsste wirklich nicht, welchem von den kleinen Fellknäueln ich den Vorzug geben sollte.«

»Was hältst du von dem kleinen schwarzen Kater mit den blauen Augen?«, meinte Daniel und lächelte schelmisch. »Er wird unsere Atelierwohnung bestimmt gut verteidigen und keinen Fremden hereinlassen, wenn ich mal wieder nicht da bin, weil ich in der Klinik zu tun habe.«

Ich versetzte Daniel einen leichten Stoß mit der Hüfte. »Das könnte dir so passen«, gab ich scherzend zurück. »Dann bin ich doch eher dafür, dass wir die Siamkatze nehmen. Sie können sehr eifersüchtig sein. Falls du in unserer Atelierwohnung Damenbesuch empfängst, während ich in einem fernen Land Ausgrabungen vornehme, wird sie dir in den großen Zeh beißen.«

Wir lachten und Daniel schloss mich fest in seine Arme.

»Vielleicht brauchen wir doch keine Katze, die auf uns aufpasst«, flüsterte er. »Ich liebe dich über alles, Brenda. In meinem Leben wird es nie eine andere Frau geben.«

»Und ich werde meinem geliebten Mann immer treu sein«, hauchte ich.