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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Note: 2,0, Universität Erfurt, Sprache: Deutsch, Abstract: "Also Sprach Zarathustra" ist wohl nicht nur Nietzsches Hauptwerk, es ist auch ein viel rezitiertes Werk, welches die Philosophie bis heute beeinflusst und genau so faszinierend wie verwirrend, ja sogar in der Vergangenheit missbraucht und missinterpretiert worden ist. Dabei steht der Mensch nicht mehr im Mittelpunkt der Welt und bahnt einer naturalistischen Auffassungen vom Menschen den Weg. Exemplarisch am Mitternachtslied und vor allem am Begriff des Übermenschens, versucht diese Arbeit den Rahmen dieser Interpretation zu klären. Weiterhin wird kultur- und literaturwissenschaftlich untersucht, wie es allgemeinen mit der Philosophie Nietzsches in Subkulturen, speziell der „schwarzen Szene“, ergeht. Warum soll es gerade dort Zusammenhänge geben? So wird letztlich, am Titelsong „Alle Lust will Ewigkeit“, der deutschen Industrialband Nachtmahr, auch geklärt werden, wie es um Kulturtransfer, Kunst und die zeitgenössisch Rezeption Nietzsches steht. Denn schließlich scheint es ja so, als ob alle Lust Ewigkeit will!"
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Veröffentlichungsjahr: 2010
Page 1
Seminar für Philosophie Friedrich Nietzsche: „Also sprach Zarathustra“ Universität Erfurt Philosophische Fakultät
„Doch alle Lust will Ewigkeit -,
- will tiefe, tiefe Ewigkeit!“
(Nietzsche, Also sprach Zarathustra)
Das Mitternachtslied in zeitgenössischer Rezeption
Zarathustras Übermensch und Nietzsches Philosophie in der vergleichenden (kulturellen) Rezeption in Nachtmahrs Song „Alle Lust will Ewigkeit“
von P. Parszyk
Literaturwissenschaft / Philosophie 3 Fachsemester
Korrektur: 05.09.2010
Page 3
Vorwort
Dampfende Bässe, treibende Beats und ein paar tanzende Individuen: Wir befinden uns in einer Diskothek, dem nicht gerade idealen Ort für intellektuelle und philosophische Gespräche. Besser gesagt in einer Gothic-Disco: Bleiche Gesichter, dunkle Gestalten und doch knappe Outfitts - jedoch von Stimmung keine Spur. Plötzlich kommt der neue „Feger“ der angesagten Industrialband „Nachtmahr“: DerTanzdiktatorist es der die Massen tanzen lässt. Plötzlich ist alles in Bewegung und die Tanzfläche voll. Und plötzlich sehen auch für einen Augenblick einige Gesichter „glücklich“ aus. Jemand trägt sogar ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Übermensch“.
Das aktuelle Album dieser eben benannten Band nennt sich „Alles Lust will Ewigkeit“, genau wie der erste Titeltrack des Albums - dem langsamsten Titel des Albums, falls das bei dieser kulturspezifischen Musikrichtung überhaupt sagbar sein kann. Alles Lust will Ewigkeit? Stammt das nicht von Nietzsche? Genau! Aber was hat Nietzsche in der Disco verloren? Und vor allem: Was hat das mit Philosophie zu tun? Diese Arbeit sieht sich als experimentelle Arbeit, welche - so merkwürdig das auch klingen mag - fruchten und kulturelle Zusammenhängen durchleuchten will. Somit hat sie noch einen langen Weg vor sich: „Ergebt euch dem Rhythmus und bleibt nicht steh'n. Der Tanzdiktator will euch tanzen seh'n.
Links, zwo drei vier
Links, zwo drei vier TANZ, TANZ, TANZ“1
