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Glaubt man offiziellen Zahlen, wollen zwar 90 Prozent aller Raucher irgendwann mit dem Rauchen aufhören, scheitern aber in den allermeisten Fällen. Die große Mehrheit wird bereits im ersten Jahr rückfällig, Millionen von Rauchern also, die in ihrer Sucht gefangen bleiben. Daran hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert. Kein Wunder, denn Experten mit ihren Raucherentwöhnungsmethoden sind nicht die Lösung des Problems, sondern Teil Ihrer psychischen Abhängigkeit - und damit Teil Ihres Problems. Und jeder Rückfall hält den Raucher in seiner Sucht noch mehr gefangen. Das Buch wendet sich daher gezielt an rückfällige Raucher, die nichts lieber tun würden, als das Rauchen endgültig hinter sich zu lassen. Das geistige Werkzeug hierzu ist das back-prinzip:®, ein strukturiertes Mentalprogramm, das sämtliche negative Glaubenssätze eines Rauchers in positive wandelt. Es geht darum, sich selbst zu heilen, indem der Raucher mental zu seinem wahren Ursprung zurückkehrt. Der vorliegende Ratgeber ist eine aktualisierte Kurzversion des 2010 erstmalig erschienen Erfolgsbuches zu diesem Thema: Das Nichtraucherbuch für den rückfälligen Raucher. Klappentext: Aktualisierte Kurzfassung des Erfolgsbuches "Das Nichtraucherbuch für den rückfälligen Raucher". Das Buch wurde speziell für rückfällig gewordene Raucher konzipiert, die bisher mit Methoden zur Raucherentwöhnung gescheitert sind, insbesondere mit der Methode nach Allen Carr. Der Ansatz stellt die gängige Lehrbuchmeinung auf den Kopf: * Das Rauchen ist keine Nikotinsucht * Sie sind weder nikotinsüchtig noch nikotinabhängig * Sie müssen nicht gegen ein Nikotinmonster kämpfen * Sie werden keine Entzugserscheinungen spüren * Sie brauchen keine Entwöhnungsmethode konsumieren * Sie sollten weder Nikotinersatz noch andere Ersatzmittel nehmen * Sie können sogar schlanker werden * Eine gerauchte Zigarette kann Sie nicht abhängig machen * Das Rauchen ist in Wahrheit banal * Der Trick ist, zu erkennen, dass es keinen Trick gibt Das back-prinzip:® ist ein strukturiertes Mentalprogramm zur Steigerung der Lebensqualität und wurde speziell für austherapierte Menschen entwickelt. Das Standardbuch für rückfällige Raucher gibt es seit 2010 und beweist, dass das Programm funktioniert, denn es geht alleine darum, wieder zu seinem wahren Ursprung zurückzufinden. Dies kann nicht mit einseitigen Anweisungen geschehen, sondern muss tiefgreifender durch eine eigene, aktive Veränderung seiner Glaubenssätze erfolgen.
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Seitenzahl: 147
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Über das Buch
Glaubt man offiziellen Zahlen, wollen zwar 90 Prozent aller Raucher irgendwann mit dem Rauchen aufhören, scheitern aber in den allermeisten Fällen. Die große Mehrheit wird bereits im ersten Jahr rückfällig, Millionen von Rauchern also, die in ihrer Sucht gefangen bleiben. Daran hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert. Kein Wunder, denn Experten mit ihren Raucherentwöhnungsmethoden sind nicht die Lösung des Problems, sondern Teil Ihrer psychischen Abhängigkeit – und damit Teil Ihres Problems. Und jeder Rückfall hält den Raucher in seiner Sucht noch mehr gefangen.
Das Buch wendet sich daher gezielt an rückfällige Raucher, die nichts lieber tun würden, als das Rauchen endgültig hinter sich zu lassen. Das geistige Werkzeug hierzu ist das back-prinzip:®, ein strukturiertes Mentalprogramm, das sämtliche negative Glaubenssätze eines Rauchers in positive wandelt. Es geht darum, sich selbst zu heilen, indem der Raucher mental zu seinem wahren Ursprung zurückkehrt.
Der vorliegende Ratgeber ist eine aktualisierte Kurzversion des 2010 erstmalig erschienen Erfolgsbuches zu diesem Thema: „Das Nichtraucherbuch für den rückfälligen Raucher.“
Über den Autor
Stefan Back, 1962 in Stuttgart geboren, rauchte 22 Jahre lang bis zu 40 Zigaretten täglich. Er hatte sich bereits als hoffnungsloser Raucher betrachtet. 1999 hat er jedoch seinen Weg aus der Rauchsucht gefunden. Seitdem beschäftigt er sich intensiv mit der Gesundheit und insbesondere mit der Raucherentwöhnung. Stefan Back hat mehrere Bücher zur Rauchsucht verfasst und damit in der Fachwelt große Aufmerksamkeit erlangt. Inzwischen ist der Autor als Fachmann anerkannt und hat bereits vielen Rauchern geholfen, der Sucht zu entkommen. Zunehmend verwenden auch Seminaranbieter von Nichtraucherkursen sein Gedankengut. Das Anliegen von Stefan Back war es immer, austherapierte Raucher zu heilen. Daher hat er das backprinzip:® entwickelt, ein Mentalprogramm, das speziell rückfällig gewordenen Rauchern helfen soll, endgültig die Sucht hinter sich zu lassen.
Mehr Informationen erhalten Sie unter:www.stefan-back.de / www.das-back-prinzip.deoder schreiben Sie an: [email protected]
Die im Buch veröffentlichten Ratschläge wurden mit größter Sorgfalt vom Verfasser erarbeitet. Eine Garantie kann jedoch nicht übernommen werden. Ebenso ist eine Haftung des Verfassers bzw. des Verlags ausgeschlossen.
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Einleitung – oder warum ich dieses Buch schrieb
Ich werde Nichtraucher!
Die 17 Irrtümer der Raucherentwöhnung
das zurück zum Ursprung
33 GLAUBENSSÄTZE ZUM GLÜCKLICHEN NICHTRAUCHER
1 Für mich ist Nichtrauchen ein Stück Lebensqualität
2 Jede Krankheit ist heilbar, wenn man alle Ursachen kennt und richtig therapiert
3 Das Rauchen ist eine Rauchsucht. Es gibt also kein Nikotinmonster zu bekämpfen
I. Als Raucher aus der Angstspirale
4 Als Nichtraucher komme ich mit dem Leben besser klar
5 Ich genieße es, nicht mehr zu rauchen
6 Ich habe als Nichtraucher keine psychischen Entzugserscheinungen
7 Ich bin nicht abhängig von Nikotin
8 Als Nichtraucher habe ich keine körperlichen Entzugserscheinungen
9 Als Nichtraucher habe ich überhaupt keine Entzugserscheinungen
10 Als Nichtraucher werde ich schlanker
11 Ich habe keinen Grund wieder zu rauchen
4 – 11 Ich habe keine Angst mit dem Rauchen aufzuhören. Im Gegenteil, ich freue mich darauf!
II. Als Nichtraucher die Vorteile genießen
12 Als Nichtraucher bin ich frei!
13 Als Nichtraucher bin ich Energie geladen und gesund
14 Als Nichtraucher habe ich Selbstachtung
15 Als Nichtraucher bin ich selbstbewusst
16 Als Nichtraucher habe ich mehr Geld
17 Als Nichtraucher freue ich mich wieder am Leben
12 – 17 Als Nichtraucher lebe ich besser!
III. Die geistige Rückspulung zum Ursprung
18 Die Mehrheit hat nicht immer recht
19 Ich könnte 1 000 Zigaretten rauchen, ohne jemals wieder abhängig zu werden. Aber welchen Sinn würde das machen?
20 Es gibt keine Nikotinsucht. Ich bin nicht süchtig nach Nikotin
21 Ich mache mich selbst zum Nichtraucher
22 Ich beende das Rauchen und gebe nichts auf
23 Ich glaube der Tabakwerbung kein Wort mehr!
24 Auf Alternativen umzusteigen und/oder weniger zu rauchen, macht keinen Sinn
25 Als Nichtraucher genieße ich das Leben mehr und lebe länger
26 Raucher und Ex-Raucher sind zu bemitleiden
27 Ich bin nicht süchtiger als andere, daher werde ich es schaffen
18 – 27 Ich bin im Kopf bereits Nichtraucher.
IV. Finale Vorbereitungen zur letzten Zigarette
28 Als Nichtraucher geht es mir immer besser
29 Ich höre JETZT mit dem Rauchen auf, weil man nie weiß, wann es zu spät ist
30 Ich weiß, dass ich es dieses Mal schaffe und freue mich darauf
31 Ich werde wissen, wann der beste Zeitpunkt ist, um aufzuhören
32 Ich werde oft an das Rauchen denken und mich freuen frei zu sein
33 Ich bin sofort nach der letzten Zigarette Nichtraucher. Ich muss auf nichts mehr warten
1 – 33: Ich bin ab jetzt Nichtraucher und für immer frei und glücklich.
Weitere Bücher des Autors
Es ist zum Verzweifeln! Es wird wieder mehr geraucht und insgesamt wurde im „Kampf gegen die Nikotinsucht“ bisher nur wenig erreicht. Sicherlich haben die Rauchverbote eine Reduzierung bewirkt, aber gerade bei Jugendlichen geht der Trend wieder steil nach oben, vor allem, was den Konsum von E-Zigaretten und Shishas anbelangt. Laut Statista hat sich bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren die Quote fast wieder verdoppelt – von 8,7 auf 15,9 Prozent.1
Das Fazit ist ernüchternd: Trotz aller Bemühungen von allen Seiten ist das Rauchen in Deutschland tatsächlich wieder gestiegen. Die Entwicklung ist besorgniserregend, denn laut dem RedaktionsNetzwerkDeutschland (RND) rauchen inzwischen im Durchschnitt erneut fast 33 Prozent aller Menschen über 14 Jahren2, was ca. 23 Millionen ausmacht. In Deutschland sterben jedes Jahr laut Bundesgesundheitsministerium immer noch ungefähr 127 000 Menschen an den Folgen ihrer Sucht. Weltweit rauchten laut WHO im Jahr 2022 ca. 1,3 Milliarden Menschen über 14 Jahren, 2020 waren es noch knapp 1 Milliarde. Laut Wikipedia indes rauchen 1,7 Milliarden Menschen weltweit, was einen Anteil von etwas über 20 Prozent ausmacht (Stand 2023).
90 Prozent davon wollen mindestens ein Mal in ihrer Raucherkarriere mit dem Rauchen aufhören, auf Deutschland bezogen also aktuell knapp 20 Millionen,3 aber nur die Wenigsten schaffen den endgültigen Ausstieg. Die Zahlen reichen von 5 bis 40 Prozent, ich schätze, dass es in Wahrheit höchstens 10 Prozent sind, eher sogar weniger. Klar ist jedenfalls, dass die überwiegende Mehrheit, das heißt, Millionen von Rauchern, lieber heute als morgen endlich aufhören würden, es aber einfach nicht schaffen. Und das Fatale daran ist: je mehr sie es wollen und wieder rückfällig werden, umso mehr sind sie in ihrer Sucht gefangen. Wie ein zappelnder Fisch im Netz, der sich immer mehr darin verheddert.
So ähnlich sieht es vermutlich auch bei Ihnen aus, daher lesen Sie nun dieses Buch, denn es ist speziell für Sie verfasst worden. Sie sind verzweifelt und haben bereits alle möglichen Methoden zur Entwöhnung ausprobiert, wurden aber, früher oder später doch immer wieder rückfällig. Ja, es ist zum Verzweifeln, aber das Rauchen ist scheinbar nicht auszurotten. Allen Carrs Vorhaben mit seiner weltbekannten Methode zur Raucherentwöhnung die Welt vom Rauchen zu befreien – „I’m going to cure the World of Smoking“ – ging bei Weitem nicht auf. Es gibt also noch viel zu tun!
Die meisten Raucher versuchen dennoch zunächst mit der Easyway-Methode nach Allen Carr (AC-Methode) aufzuhören, „Endlich Nichtraucher!“ lautet sein Millionenseller. Häufig jedoch auch hier erfolglos, wie verschiedene Studien bestätigen. Eine ältere Studie der Medizinischen Universität Wien aus dem Jahr 2002 besagt, dass nur gut die Hälfte, d.h. 53,3 Prozent, mit der Carr-Methode nach einem Jahr noch Nichtraucher sind.4 Eine andere, aktuellere Studie vom Januar 2020 kommt sogar zu einem noch viel schlechteren Ergebnis. Nur 19 Prozent waren demnach nach 6 Monaten noch rauchfrei.5 Diese sehr unterschiedlichen Ergebnisse sind erstaunlich.
Nach der neuen Studie heißt das, dass nach einem halben Jahr bereits gut 80 Prozent wieder rückfällig geworden sind – und das mit der weltweit erfolgreichsten Methode zur Raucherentwöhnung! Das ist unser Ausgangspunkt.
Warum ist das aber so? Und warum fiel es mir selbst so leicht? Ich hatte meine letzte Zigarette vor über 25 Jahren ausgedrückt, das war am 29.09.1999. Ein paar Tage zuvor besuchte ich die Ausstellung „Körperwelten“ in Basel. In der Ausstellung, die rotierend in wechselnden Städten stattfindet, werden, das Einverständnis zu Lebzeiten vorausgesetzt, aus Leichen Körperteile hochwertig aufbereitet und damit das Innerste der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Organe nennt man „Plastinate“. Ich starrte also damals auf jenes der schwarz verklebten Raucherlunge. In dieser Sekunde wurde ich Nichtraucher, es hatte das berühmte „Klick“ gemacht, was jeder Süchtige wohl braucht. Aber wie sollte ich aufhören? Ich hatte ja, wie fast alle verzweifelten Raucher bereits kläglich gescheiterte Aufhörversuche hinter mir, zwei an der Zahl und bei beiden bereits am ersten Tag aufgegeben.
Schon damals lag Allen Carr in jeder Buchhandlung aus und so kaufte auch ich seinen Bestseller, obwohl ich bis dahin noch nie etwas von ihm gehört hatte. Und so las ich das Büchlein in einer Nacht durch und konnte es nicht glauben. Ja, das war es, ganz einfach wurde ich Nichtraucher, denn mir war seit dem Besuch in Körperwelten und dem Lesen von Carr klar: Du Idiot! Wie dämlich kann man nur sein? Ich drückte meine letzte Zigarette aus, nahm damals sogar etwas Gewicht ab und hatte nur kurze Zeit harmlose Begleiterscheinungen. Das war aber nicht der Rede wert, ich war wie im Rausch, niemals hätte ich gedacht, von dieser Sucht so einfach befreit werden zu können. Allen Carr bin ich noch heute, post mortem, dankbar dafür, denn ohne seine Methode hätte ich vieles nie erkannt und hätte nicht so einfach aufhören können.
Aber es fällt offensichtlich nur einer kleinen Minderheit so leicht, warum nicht allen? Warum schafft es nicht wenigstens die Mehrheit, sich für immer aus der Rauchsucht zu befreien? Und wenn es einer schafft, dann oft nur mit großer Willenskraft und lebenslangem Entzug! Das gilt auch für viele, die mit der Carr-Methode aufgehört hatten und es dennoch nur mit viel Willenskraft geschafft hatten, einige Zeit durchzuhalten, wie ich von vielen Leserzuschriften weiß.
Was ist der wirkliche Schlüssel, für immer ohne Willenskraft aufzuhören, fragte ich mich, denn mir wurde klar, dass auch Allen Carr angesichts der hohen Rückfallquoten nur einen Teil der Lösung abgedeckt haben muss. Daher wollte ich das Rauchen komplett verstehen, vor allem wollte ich verstehen, warum die Rauchsucht so mächtig war und keine Methode zu helfen scheint (fast alle sprechen von Nikotinsucht, nachher wird Ihnen klar werden, wo der Unterschied liegt). Und so studierte ich intensiv alle Methoden zur Raucherentwöhnung, insbesondere die Easyway-Methode nach Carr.
Zwei Jahre später hatte ich den entscheidenden Punkt verstanden: Methoden und alle Experten sind Teil Ihrer psychischen Abhängigkeit, denn keine Methode umfasst alle Aspekte der Sucht komplett. Alle Methoden gehen entweder von falschen Voraussetzungen aus, beseitigen nicht die Ursachen Ihrer Sucht, oder, wie bei Allen Carr, sitzt die Methode bzw. Carr selbst einigen Irrtümern auf, quasi also „die Gehirnwäsche der Gehirnwäsche“. Ein entscheidendes Manko der Carr-Methode ist, neben einigen anderen Irrtümern, dass der frischgebackene Nichtraucher nur zum Teil seine Glaubenssätze geändert hat. Es ist ähnlich wie bei einer Diät, schon bei dem Wort bekomme ich Verlustängste und damit Hunger. Nicht anders ist es bei einer „Alkoholentziehungskur“, der „trockene Alkoholiker“ glaubt nach wie vor an seinen Stoff.
Aus dieser Erkenntnis heraus begann ich darüber nachzudenken, was allen Süchten gemein ist und dass es komplett unlogisch ist und vom Ansatz her in die Irre führt, zu versuchen, mit Methoden samt Experten und einseitigen Tipps bzw. Anweisungen Raucher bzw. Süchtige wirklich zu heilen.
Ich entwickelte daraufhin mein Mentalkonzept, das backprinzip:®, das ich Ihnen in Kapitel 3 vorstellen werde. Es ist die Grundlage für die folgenden 33 Glaubenssätze, mit denen Sie endgültig Nichtraucher werden können. Im Prinzip ist es eine Grundlage, um jede Verhaltensänderung erfolgreich umsetzen zu können, egal, ob es sich um eine Sucht handelt oder um eine Ernährungsumstellung. 2010 erschien mein Standardwerk zur Rauchsucht: „Das Nichtraucherbuch für den rückfälligen Raucher.“ Der Titel ist selbsterklärend, denn mein Ziel war und ist es, austherapierte Süchtige, insbesondere verzweifelten und rückfälligen Rauchern zu helfen. Im Fall der Rauchsucht ist das die überwältigende Mehrheit der aufhörwilligen Raucher.
Vielen konnte ich mit meinem 244 Seiten dicken Standardbuch helfen, doch auch einigen nicht oder nur bedingt. Und so entschloss ich mich, ergänzend dieses kleinere Buch zu schreiben, mit dem ich versuche, Sie als rückfällig gewordener Raucher präziser und schneller einzufangen und die Rauchsucht prägnanter auf den Punkt zu bringen. Zudem soll dieses kleine Nichtraucherbuch für Rückfällige auch für diejenigen gedacht sein, die nicht so gerne lesen oder weder Zeit noch Lust für einen dicken Wälzer haben. Mit diesem Büchlein hier dürften Sie in spätestens vier Stunden durch sein, wenn Sie gemütlich lesen. Mein großes Buch bleibt allen erhalten, die mehr in die Tiefe alles verstehen und sich die Zeit hierzu nehmen wollen.
Mein Standardbuch, wie auch diese kleine Version hier sind weltweit die einzigen Nichtraucherbücher, in denen Sie nachlesen können, warum bisher keine Methode bei Ihnen geholfen hat – inklusive Allen Carr. Damit möchte ich nicht sagen, dass mein Mentalkonzept für austherapierte Raucher eine hundertprozentige Erfolgsquote vorweisen kann, aber ich bin sicher, dass Sie zumindest eine wirkliche neue Chance erhalten, um endlich ohne Entzug und Probleme die Sucht hinter sich zu lassen, Ihr aktuell vermutlich sehnlichster Wunsch.
Ich wünsche Ihnen, dass ich das auch bei Ihnen erreichen kann. Es geht alleine darum, um die Qualität unseres Lebens! Meines hat sich 1999 dramatisch verbessert, und ich bin absolut sicher, dass ich als Raucher heute nicht mehr leben würde. Aber das ist eine andere Geschichte.
1https://de.statista.com/infografik/29767/anteil-der-minderjaehrigen-raucher-in-deutschland/Wobei hier nicht vergessen werden sollte, inwiefern auf alternative (legale und illegale) Drogen umgestiegen wird, z.B. E-Zigarette, Shisha, Cannabis, Alkohol, Crystal Meth, etc.
2https://www.rnd.de/gesundheit/raucher-in-deutschland-2022-jeder-dritteueber-14-raucht-pandemie-moeglicher-grund-des-anstiegs-GMATPDHPO-DTOVXVUMRCN73PNEE.html
3https://www.t-online.de/gesundheit/gesund-leben/id_44686330/rauchenaufhoeren-lohnt-sich-auch-nach-20-jahren.html
4https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20040122_OTS0093/studieder-universitaet-wien-beweist-533-erfolgsquote-fuer-nichtraucherseminarenach-12-monaten
5https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200123_OTS0003/neue-klinische-studien-beweisen-dass-allen-carrs-easy-way-to-stop-smoking-seminare-mindestens-so-effektiv-sind-wie-grossbritanniens-goldstandard-stopsmoking-service-des-staatlichen-gesundheitsdiens
Ein wichtiger Punkt auf Ihrem Weg zum Nichtraucher ist, dass Sie auch wahrhaftig Nichtraucher werden! Die meisten werden nach der letzten Zigarette alles, nur das nicht. Sie werden:
Ex-Raucher
Trockener Raucher
Nichtrauchender Raucher
Rückfälliger Raucher
In allen Fällen bleiben sie vom Kopf her Raucher! Sie versäumen den Wechsel Ihrer Identifikation vom Raucher zum Nichtraucher.
Vielleicht denken Sie, dass das nicht so wichtig sei, Hauptsache ist doch, nicht mehr zu rauchen. Aber dem ist nicht so, bei weitem nicht. Das Vokabular, wie Sie später noch sehen werden, ist genauso Teil Ihrer psychischen Abhängigkeit.
Bei allen Methoden werden Sie Ex-Raucher, im schlimmsten Fall sogar „nichtrauchender Raucher“. Diesen Begriff gibt es erst seit 2010, er fiel mir ein, als mir klar wurde, dass hier ein großer Schlüssel auf dem Weg zum wirklichen Nichtraucher liegt; denn entscheidend ist, dass Sie psychisch frei werden, das Nikotin spielt praktisch keine Rolle beim Aufhören, es spielt nur eine Rolle, wenn Sie als Raucher rauchen und daran glauben. Dann wird das Nikotin als Katalysator sogar sehr mächtig und füttert Ihren Glauben an die Zigarette.
Dennoch gibt es weder ein Nikotinmonster noch eine Nikotinsucht. Der Grund ist simpel und wird Ihnen später noch klarer werden: Das Nikotin ist nur eines von acht Faktoren, das auf Ihr Raucherhirn einwirkt; wenn Ihnen am Ende die anderen sieben, viel mächtigeren Faktoren nichts mehr anhaben können, spielt das Nikotin keine Rolle mehr.
Der schlimmste Fall ist der erwähnte „nichtrauchende Raucher“, denn bei ihm ist es genau umgekehrt. Alle Einflüsse wirken auf ihn (fast) gleichermaßen ein, wie vorher, nur, dass er sich das Nikotin verbietet. Damit ist er ein armer Tropf. Er sitzt, genauso wie alle Ex-Raucher zwischen den Stühlen. Sein Verstand weiß, dass er nicht rauchen sollte, dass es nichts bringt, aber er kann weder alle Vorteile als Nichtraucher genießen – wie z.B. Freiheit, Lebensfreude – noch hat er alle Ängste als Raucher verloren – wie z.B. die Angst vor einem Rückfall – im Gegenteil, er spürt ja jeden Tag Entzugserscheinungen, nimmt an Gewicht zu, was seine Ängste vor einem Rückfall täglich größer macht. Er bleibt weiterhin in seiner Angstspirale gefangen.
Zudem wirken alle Faktoren – Carr nennt einige (aber eben nicht alle) und spricht von Gehirnwäsche – weiterhin auf ihn ein, die Tabakwerbung, rauchende Freunde, Vorbilder, etc. um ein paar zu nennen, nur, wie oben bereits gesagt, das Nikotin fehlt und verschlimmert daher seinen Zustand täglich mehr! Dieser Sachverhalt war auch bei mir der Hintergrund, dass ich nicht einmal einen Tag ohne Zigaretten überstand und es ist der Hauptgrund, dass Sie das Buch lesen.
Zu Beginn des zweiten Teils, wenn Sie alle Ängste Ihrer Raucheridentität abgebaut haben, wird es um die Vorteile für Sie als (künftiger) Nichtraucher gehen und Sie werden Ihre Identifikation wechseln. Sie streifen quasi Ihr Raucherkleid ab und werden Nichtraucher, so, wie sich eine Raupe ihren Kokon abstreift und sich zum schönen Schmetterling entpuppt und frei in die Lüfte schwebt. Es ist elementar wichtig, dass Sie das werden, bevor Sie Ihre letzte Zigarette real ausdrücken. Sie werden vorher im Kopf Nichtraucher (Teil III), indem Sie durch weitere Glaubenssätze Ihr Rauchprogramm zurückspulen. Diese drei Bausteine des back-prinzip:® sind in Teil I bis III beschrieben, der letzte Teil IV betrifft nur noch einige letzte Glaubenssätze zur Vorbereitung auf Ihre letzte Zigarette.
