Das tollpatschige Traummännchen - Jürgen Möller - E-Book

Das tollpatschige Traummännchen E-Book

Jürgen Möller

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Beschreibung

Ein ganz normales Leben wird auf den Kopf gestellt, als ein kleines, eigensinniges Traummännchen auftaucht. Eigentlich soll es Menschen mit seinem Sand sanft in den Schlaf wiegen, doch bei seinem Besuch läuft alles schief. Statt ruhiger Träume folgen turbulente, urkomische Abenteuer: vom versehentlichen Staubsauger-Unfall über Waschmaschinen-Wirbel bis hin zu skurrilen Szenen im Kino, am See oder auf dem Dachboden. Der Erzähler gerät dabei in immer neue, aber liebenswürdig-chaotische Situationen mit dem störrischen Wesen, das ständig versucht, seine Mission zu erfüllen und dabei zuverlässig scheitert. Aus dem "magischen Angreifer" wird so ein unfreiwillig komischer Begleiter, der den Alltag in ein verrücktes Abenteuer verwandelt.

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Seitenzahl: 76

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

"Sandsturm im Schlafzimmer"

"Unfreiwilliger Rückschlag"

"Hausputz mit Nebenwirkungen"

„Waschgang mit Überraschung“

"Make-up und Missgeschick"

"Klebriger Plan B"

"Wasserschlacht im Badezimmer"

"Ein Tag am See... mit Sand im Auge"

"Das Seil des Schicksals"

"Tauchgang mit Zwischenfällen"

„Staubige Falle auf dem Dachboden“

"Kino-Katastrophe mit Klappsitz"

„Hops und Hoppla“

"Rodeo im Garten"

„Kettenreaktion am Fluss“

„Im freien Fall“

"Kaffeepause mit Nebenwirkungen"

"Verkekst und zugenäht"

„Explosiver Tee“

„Aufzug außer Kontrolle“

"Die Macht der Langeweile"

"Ein Zuhause für den kleinen Rachegeist"

"Wenn der Sandmann zu spät kommt"

"Die Geschichte, die alles veränderte"

EPILOG

Vorwort

Alles begann mit einer einfachen Nachricht:

Eine Freundin schrieb mir, sie würde mir jetzt den Sandmann vorbeischicken, damit ich endlich mal schlafe.

Am nächsten Morgen fragte sie neugierig:

„Na, war er da?“

Meine Antwort: „Klar war er da… aber ich hab ihn einfach in den Schrank gesperrt!“

Und – zack – das war die Geburtsstunde des Traummännchens.

Nach und nach entstanden immer mehr Geschichten rund um diesen nächtlichen Besucher. Und als ich merkte, wie sehr meine Tochter darüber lacht, staunt und mitfiebert, war klar: Diese Abenteuer müssen in ein Buch!

Liebe Alina,

dieses Buch voller verrückter, lustiger und herzlicher Geschichten ist ganz allein dir gewidmet.

Und ein ganz besonderes Dankeschön geht an das Traummädchen Silvi.

Für die schlafraubenden Ideen, die überwiegend klugen Kommentare, die helfenden Hände, den Beistand in allen Lagen … und überhaupt dafür, dass das Traummännchen das Licht der Welt erblickt hat.

Damit die Geschichten noch lebendiger werden, gibt es zu jedem Kapitel ein kleines Ausmalbild. Lasst eure Kinder ruhig direkt ins Buch malen – das ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewollt.

Ich habe ganz bewusst darauf verzichtet, das Traummännchen selbst zu zeichnen. Stattdessen dürft ihr es mit eurer Fantasie zum Leben erwecken.

"Sandsturm im Schlafzimmer"

Es war einer dieser Sommerabende, an denen die Hitze wie eine unsichtbare Decke auf allem lastete. Die Straßen draußen waren schon lange still, doch in meinem Zimmer hing die Luft schwer und unbeweglich. Kein Lüftchen, kein Geräusch, nur das monotone Ticken der Wanduhr, das sich wie ein Herzschlag in die Stille drängte.

Es war stickig und heiß. Mit einem Seufzen schaltete ich den Ventilator ein, um ein wenig kühle Luft zu bekommen, und setzte mich aufs Bett. Doch was dann passierte, war absolut bizarr.

In genau diesem Moment, als der Ventilator ansprang, flog eine Wolke aus Sand durch den Raum. Der Luftstrom wirbelte den Sand wild umher, aber von mir weg, anstatt ihn in meine Richtung zu befördern. Zu meiner völligen Überraschung sah ich, wie ein winziges Wesen, kaum größer als eine Hand, verzweifelt versuchte, seinen Sand zu kontrollieren. Es hatte ein ärgerliches Gesicht, während der Sand durch die Luft flog und sich an den Wänden verteilte. Das Wesen sah aus wie eine Figur aus einem Märchen – mit einem Beutel in der Hand.

Ich konnte meinen Augen kaum trauen. „Was… was bist du?“ fragte ich völlig verwirrt. Es war das erste Mal, dass ich ein Sandmännchen gesehen hatte, und zugegeben, ich war nicht sicher, ob ich träumte oder wach war. Ein wenig Panik machte sich in mir breit.

Das kleine Wesen, das ja offenbar das Sandmännchen war, versuchte hektisch, sich durch den Sandsturm zu kämpfen, den der Ventilator verursacht hatte. Doch bevor es reagieren konnte, handelte ich instinktiv. Ich sprang auf, schnappte mir das Sandmännchen und steckte es, ohne lange nachzudenken in den Schrank. Die Tür schloss sich, und drinnen hörte ich ein leises Meckern und protestierendes Murmeln.

„Das kann doch nicht echt sein...“, murmelte ich zu mir selbst, bevor ich mich ins Bett legte. War das wirklich passiert? Oder hatte ich einfach zu viel gearbeitet und mir das alles nur eingebildet?

Am nächsten Morgen war ich überzeugt, dass das Ganze nur ein seltsamer Traum gewesen sein musste. Schließlich, was sonst könnte so absurd sein? Mit einem schiefen Lächeln öffnete ich die Schranktür, halb sicher, dass dort nichts und niemand zu finden wäre.

Doch zu meinem völligen Erstaunen und Schrecken starrte mich das gleiche kleine Wesen vom Vorabend an – dieses Mal mit verschränkten Armen und einem genervten Gesichtsausdruck. „Das ist nicht fair… Du kannst mich doch nicht einfach einsperren! Was fällt dir ein?!“ Das Sandmännchen schimpfte unaufhörlich und deutete auf den geschlossenen Schrank, als wäre das die größte Ungerechtigkeit auf der Welt.

Ich stand da, völlig baff, und konnte es nicht fassen. „Du bist echt? Das war kein Traum?“ fragte ich leise, während ich es genauer betrachtete.

Das Sandmännchen verdrehte die Augen. „Natürlich bin ich echt! Aber du hast alles durcheinandergebracht! Ich wollte dich mit meinem Schlafsand in den Schlaf wiegen, und dann... dieser Ventilator! Und dann sperrst du mich auch noch in den Schrank!“

Ich musste unweigerlich schmunzeln, als ich die Szene noch einmal in meinem Kopf durchging. „Es tut mir leid, ich wusste doch nicht, dass es Sandmännchen wirklich gibt“, sagte ich entschuldigend. „Und außerdem... naja, es war ziemlich lustig.“

“Sandmännchen? Ich bin doch kein Sandmännchen!!!” meckerte das kleine Wesen noch lauter.

“Ich bin ein Traummännchen!" "Sandmännchen…"

Das Traummännchen war sichtlich beleidigt und murmelte noch etwas vor sich hin, bevor es, immer noch grummelnd, wieder in den Schrank kletterte und die Tür hinter sich zuknallte.

Ich lehnte mich zurück und konnte es nicht fassen: Ich habe das Sand…, das Traummännchen kennengelernt. Und wie es schien, würde es nicht so leicht wieder aus meinem Leben verschwinden. Denn damit sollte der ganze Wahnsinn erst beginnen...

"Unfreiwilliger Rückschlag"

Die nächste Nacht brach an, und ich lag wieder in meinem Bett, zufrieden mit meinem kleinen Triumph über das Traummännchen. Ich war fest davon überzeugt, dass es sich so schnell nicht mehr blicken lassen würde. Doch in dem Moment, als ich die Augen schließen wollte, hörte ich wieder ein Rascheln.

"Das gibt's doch nicht!", dachte ich. Das Traummännchen war wirklich hartnäckig. Dieses Mal wollte es bestimmt noch cleverer vorgehen. Ich beschloss, wachsam zu bleiben.

Doch plötzlich hörte ich ein hohes, nerviges Summen direkt über meinem Kopf. Eine Mücke! Gerade als ich dachte, die Nacht könnte nicht chaotischer werden, fing dieses kleine Biest an, um mein Gesicht zu schwirren. Genervt tastete ich nach der Fliegenklatsche, die ich immer auf dem Nachttisch liegen hatte, man weiß ja nie, wann eine Mücke auftaucht.

Mit entschlossener Miene sprang ich aus dem Bett, die Klatsche fest in der Hand. Die Mücke setzte sich auf die Wand, und ich holte aus, bereit, ihr den Garaus zu machen.

In diesem Moment trat das Traummännchen, ohne Vorwarnung, hinter meinem Kleiderschrank hervor. Es hatte anscheinend versucht, sich von hinten an mich heran zu schleichen. Doch leider, oder vielleicht zum Glück, sah ich es nicht.

Mit einem mächtigen Schwung knallte die Fliegenklatsche direkt auf das arme Traummännchen, das gerade seinen Beutel mit Sand hob. Es gab ein erschrockenes „Autsch!“ von sich, verlor das Gleichgewicht und flog kopfüber zurück in den Schrank, den es seit letzter Nacht so sehr verabscheute.

Die Schranktür schloss sich wieder mit einem lauten Knall, und für einen Moment war alles still. Ich stand da, die Fliegenklatsche noch in der Hand, völlig verdattert. Erst nach ein paar Sekunden realisierte ich, was gerade passiert war. Ich hatte nicht die Mücke erwischt, sondern, aus Versehen - wirklich! - das Traummännchen!

„Was zum...?!“ drang es dumpf aus dem Schrank. „Was war das denn?!“

Ich konnte nicht anders, ich brach in schallendes Gelächter aus. „Entschuldige!“, rief ich durch die Schranktür. „Ich wollte eigentlich eine Mücke erwischen!“

„Eine MÜCKE?!“, kam es empört zurück. „Ich bin doch kein Insekt! Du hast mich mit einer Fliegenklatsche in den Schrank geprügelt! Das ist nicht fair!“

Noch immer lachend öffnete ich die Schranktür einen Spalt. Das Traummännchen saß da, ein wenig schwindelig und mit zerzaustem Haar, und starrte mich mit einem zutiefst beleidigten Blick an.

„Komm raus“, sagte ich, während ich versuchte, mich zu beruhigen. „Es tut mir leid, okay? Das war wirklich ein Unfall.“

Das Traummännchen stand langsam auf, klopfte sich den Sand von den Kleidern und murmelte: „Ich hätte es wissen müssen. Mit dir ist nicht gut Sand streuen. Aber warte nur ab, eines Tages krieg ich dich!“

Mit einem letzten missmutigen Blick verschwand es, während ich immer noch schmunzelnd ins Bett zurück kletterte.

Aber eines war sicher: Von diesem Tag an behielt ich die Fliegenklatsche nicht nur wegen der Mücken griffbereit. Man konnte ja nie wissen, wann das Traummännchen wieder auftauchen würde.

Aber dass es auftauchen würde, das war gewiss.

"Hausputz mit Nebenwirkungen"

Die Sonne schien hell am Himmel, es war mitten am Tag, und ich war gerade mitten in meiner Routine, als ich plötzlich ein leises Rascheln hörte. "Das kann doch nicht sein!", dachte ich. War das Traummännchen wirklich so verzweifelt, dass es jetzt zur Mittagszeit auftauchte? Ich legte den Staubsauger kurz zur Seite und schaute mich um. Alles schien normal zu sein, also machte ich weiter.

Doch das Traummännchen, immer noch beleidigt von den Vorfällen der letzten Nächte, hatte diesmal einen ganz neuen Plan. "Mittags!", dachte es. "Dann erwartet mich niemand! Dann setze ich meinen Plan um. Dann, wenn es niemand erwartet." Es schlich sich also vorsichtig heran, bereit, mir diesmal wirklich eine Ladung Sand zu verpassen, die sich gewaschen hatte.