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Der Ausbruch des 2. Punischen Krieges bei Polybios E-Book

Simon Philipps

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Historisches Institut, Lehrstuhl Alte Geschichte), Veranstaltung: Römische Geschichte im Zeitalter der Punischen Kriege, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit soll es darum gehen, die Ereignisse vor Beginn des 2. Punischen Krieges anhand der Darstellung des Polybios kritisch zu hinterfragen. Dabei soll gezeigt werden, dass der Bericht des Polybios über die Ereignisse am Vorabend des 2. Punischen Krieges in mancher Hinsicht nicht den tatsächlichen Gang der Ereignisse wiedergibt. Zwar gilt Polybios’ Bericht noch immer als der entscheidende Wegweiser zu den Vorgängen am Vorabend des 2. Punischen Krieges. Doch wird beim genaueren Hinsehen deutlich, dass Polybios durch seine Darstellung versucht, das zunächst undurchschaubare Verhalten Roms in der entscheidenden Phase vor Ausbruch des Krieges zu verteidigen und es in einem möglichst positiven Licht darzustellen. Zunächst soll es darum gehen, den Ebrovertrag genauer zu beleuchten. Dabei soll deutlich gemacht werden, warum die Römer die Initiative ergriffen einen solchen Vertrag zu schließen und wann sie es taten. Zudem muss genauer beleuchtet werden, mit wem Rom diesen Vertrag schloss, bzw. für wen er gültig war. War er für Karthago gültig oder nur für Hasdrubal und danach schon nicht mehr Hannibal? Aus Polybios geht dies nicht eindeutig hervor und es muss daher darum gehen, den Vertragstypus, um den es hier ging genau festzulegen. Sodann verlangt das römische Eingreifen in Sagunt und das letztendlich daraus resultierende Verhältnis zwischen Sagunt und Rom nach einer genaueren Bestimmung. Wann traten Sagunt und Rom in das Verhältnis, das Sagunt den Schutz vor Hannibal garantieren sollte und wie sah dieses Verhältnis genau aus. Denn nur wenn man dies eindeutig feststellt, kann man eine Beurteilung des römischen Verhaltens während und nach der Belagerung Sagunts sowie bei der römischen Kriegserklärung an Karthago treffen. Vor allem die Darstellung der römischen Kriegserklärung bei Polybios gibt Rätsel auf. Warum erfolgte sie so spät und warum stützten sich die Römer dabei auf so uneindeutige Rechtsgründe, dass Karthago den römischen Rechtsstandpunkt anzweifeln konnte? Zu einem Ergebnis, das über jeden Zweifel erhaben ist, wird man dabei nicht kommen können. Doch wird man am Ende wenigstens sagen können, dass Polybios’ Bericht versucht, bestimmte Motive der Römer und ihr Verhalten verzerrt darzustellen, und dass seine Darstellung kritisch zu beurteilen ist.

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Veröffentlichungsjahr: 2007

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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite
2. Der Ebrovertrag Seite
3. Das römische Eingreifen in Sagunt Seite
3.1. Das Verhältnis Sagunts zu Rom Seite
4. Der Weg in den Krieg Seite
4.1. Datierung und Dauer der Belagerung Sagunts Seite
4.2. Die römische Inaktivität während der Belagerung Sagunts Seite
4.3. Die römische Kriegserklärung an Karthago Seite
4.4. Die geographische Lage des Ebro Seite
6. Literaturverzeichnis Seite
6.1. Quellen Seite
6.2. Sekundärliteratur Seite

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Der Ausbruch des 2. Punischen Krieges bei Polybios

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1. Einleitung

In der vorliegenden Arbeit soll es darum gehen, die Ereignisse vor Beginn des 2. Punischen Krieges anhand der Darstellung des Polybios kritisch zu hinterfragen. Dabei soll gezeigt werden, dass der Bericht des Polybios über die Ereignisse am Vorabend des 2. Punischen Krieges in mancher Hinsicht nicht den tatsächlichen Gang der Ereignisse wiedergibt. Zwar gilt Polybios’ Bericht noch immer als der entscheidende Wegweiser zu den Vorgängen am Vorabend des 2. Punischen Krieges. Doch wird beim genaueren Hinsehen deutlich, dass Polybios durch seine Darstellung versucht, das zunächst undurchschaubare Verhalten Roms in der entscheidenden Phase vor Ausbruch des Krieges zu verteidigen und es in einem möglichst positiven Licht darzustellen.

Zunächst soll es darum gehen, den Ebrovertrag genauer zu beleuchten. Dabei soll deutlich gemacht werden, warum die Römer die Initiative ergriffen einen solchen Vertrag zu schließen und wann sie es taten. Zudem muss genauer beleuchtet werden, mit wem Rom diesen Vertrag schloss, bzw. für wen er gültig war. War er für Karthago gültig oder nur für Hasdrubal und danach schon nicht mehr Hannibal? Aus Polybios geht dies nicht eindeutig hervor und es muss daher darum gehen, den Vertragstypus, um den es hier ging genau festzulegen. Sodann verlangt das römische Eingreifen in Sagunt und das letztendlich daraus resultierende Verhältnis zwischen Sagunt und Rom nach einer genaueren Bestimmung. Wann traten Sagunt und Rom in das Verhältnis, das Sagunt den Schutz vor Hannibal garantieren sollte und wie sah dieses Verhältnis genau aus. Denn nur wenn man dies eindeutig feststellt, kann man eine Beurteilung des römischen Verhaltens während und nach der Belagerung Sagunts sowie bei der römischen Kriegserklärung an Karthago treffen.

Vor allem die Darstellung der römischen Kriegserklärung bei Polybios gibt Rätsel auf. Warum erfolgte sie so spät und warum stützten sich die Römer dabei auf so uneindeutige Rechtsgründe, dass Karthago den römischen Rechtsstandpunkt anzweifeln konnte?

Zu einem Ergebnis, das über jeden Zweifel erhaben ist, wird man dabei nicht kommen können. Doch wird man am Ende wenigstens sagen können, dass Polybios’ Bericht versucht, bestimmte Motive der Römer und ihr Verhalten verzerrt darzustellen, und dass seine Darstellung kritisch zu beurteilen ist.