Der deutsche Imperialismus - Olaf Schauder - E-Book

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Olaf Schauder

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 1995 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,0, Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd (Geschichte), Veranstaltung: Das Deutsche Kaiserreich und der europäische Hochimperialismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Außenpolitik der europäischen Großmächte war, vor allem in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts, geprägt durch eine Politik „mit dem Ziel, die Bevölkerung eines fremden Landes mit politischen, ökonomischen, kulturellen und ideologischen Mitteln zu beeinflussen, auszubeuten, abhängig zu machen und direkt oder indirekt zu beherrschen“ 1 . Diese häufig gewaltsame Form der Außenpolitik wird auch als Imperialismus (lat. imperialis „die Staatsgewalt betreffend“) bezeichnet. Der Begriff als solcher fand erstmals während den Eroberungsfeldzügen unter Napoleon I. in Frankreich Verwendung. Bekannt wurde der Begriff 1876 in England. Dort verwendeten ihn englische Liberale als Parole gegen den konservativen Politiker Disraeli, der als Begründer britischer imperialer Politik gilt. Die mit dem Begriff „Imperialismus“ bezeichnete Expansionspoloitik der europäischen Großmächte (Großbritanien, Frankreich, Rußland und Deutschland) sowie der USA und Japans ziehlte auf eine Aufteilung der Erde, vor allem Afrikas und Asiens, auf Kosten der nichtweißen Bevölkerung. Im folgenden soll auf die Ursachen und Motive imperialistischer Politik eingegangen werden.

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Veröffentlichungsjahr: 2004

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Inhaltsverzeichnis
1 Imperialismus: Begriffserklärung und Motive
2 Anfänge der Kolonialbewegung in Deutschland
3 Die Situation nach der Reichsgründung
3.1 Deutschlands Rolle im europäischen Bündnissystem
3.2 Die ökonomische Situation und ihre sozialen Folgen
4 Der Einstieg Deutschlands in den Imperialismus
4.1 Motive des deutschen Imperialismus
4.3 Die Kolonialvereine
5 Hinwendung Deutschlands zur Weltmachtpolitik unter Wilhelm II.
6 Deutsche Kolonialpolitik am Beispiel Afrikas
6.1 Gründung deutscher Kolonien in Afrika
6.2 Die Kolonialgeschichte Südwestafrikas
7 Ende und Bilanz der Kolonialära
Literaturverzeichnis

Page 2

Der deutsche Imperialismus

Hausarbeit für das Hauptseminar

„Das Deutsche Kaiserreich und der europäische Hochimperialismus“

vorgelegt von Olaf Schauder

Page 4

1 Imperialismus: Begriffserklärung und Motive

Die Außenpolitik der europäischen Großmächte war, vor allem in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts, geprägt durch eine Politik „mit dem Ziel, die Bevölkerung eines fremden Landes mit politischen, ökonomischen, kulturellen und ideologischen Mitteln zu beeinflussen, auszubeuten, abhängig zu machen und direkt oder indirekt zu beherrschen“1. Diese häufig gewaltsame Form der Außenpolitik wird auch als Imperialismus (lat. imperialis „die Staatsgewalt betreffend“) bezeichnet. Der Begriff als solcher fand erstmals während den Eroberungsfeldzügen unter Napoleon I. in Frankreich Verwendung. Bekannt wurde der Begriff 1876 in England. Dort verwendeten ihn englische Liberale als Parole gegen den konservativen Politiker Disraeli, der als Begründer britischer imperialer Politik gilt.

Die mit dem Begriff „Imperialismus“ bezeichnete Expansionspoloitik der europäischen Großmächte (Großbritanien, Frankreich, Rußland und Deutschland) sowie der USA und Japans ziehlte auf eine Aufteilung der Erde, vor allem Afrikas und Asiens, auf Kosten der nichtweißen Bevölkerung.

Im folgenden soll auf die Ursachen und Motive imperialistischer Politik eingegangen werden.

Ökonomische Ursachen

Eine weltweite ökonomische Betätigung der Großmächte entwickelte sich durch die fortschreitende Industrialisierung. Technische Errungenschaften wie die Entwicklung von Dampfschiffen und Telegraphen haben entscheidend dazu beigetragen, daß ein weltweites Verkehrs- und Handelsnetz entstehen konnte. Banken und Industrielle erhofften sich von der Erschließung von Überseegebieten neue Absatzmärkte, Rohstoffquellen und lohnende Investitionsprojekte wie den Bau von Eisenbahnlinien und den Bergbau. Verstärkt wurde das Interesse an neuen Absatzmärkten, da

1Schülerduden “Die Geschichte“ hrsg. von der Fachredaktion des

Bibliographischesn Instituts, bearbeitet von Wilfried u.a., Mannheim, Wien,

Zürich,1981, S. 202