Der Energiekörper. Dein Partner auf Lebenszeit - Christine H. Schenk - E-Book

Der Energiekörper. Dein Partner auf Lebenszeit E-Book

Christine H. Schenk

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Beschreibung

Das Buch vermittelt auf allgemeinverständliche Weise, dass wir nicht nur über einen physischen Körper, sondern auch über einen Energiekörper verfügen und dass die Existenz des Energiekörpers nicht nur von wenigen hellsichtigen Menschen wahrgenommen werden kann. Anhand praktischer Beispiele wird verdeutlicht, wodurch die Unterscheidung der Reaktionen des Energiekörpers von denen des physischen Körpers für jeden Menschen möglich ist. Berichte aus der Klientenarbeit veranschaulichen, dass durch Sensibilisierung des eigenen Wahrnehmungsvermögens dieses individuelle Wechselspiel beobachtet, Gefühle, Gedanken oder Interessen dem jeweiligen Körper zugeordnet werden können. Fragebögen und Übungen sollen den Leser dabei unterstützen. Darüber hinaus vermittelt dieses Buch eine Fülle von anatomischen Details des Energiekörpers. Die Autorin wendet sich in kompakter Form sowohl an Leser, die an mehr Hintergrundwissen für einen verantwortungsvollen Umgang mit energetischen Heilweisen interessiert sind, als auch an Personen, die die mit sich selbst und der Umwelt gemachten Erfahrungen im Alltag besser integrieren wollen. "Das Buch ist praxisnah und erfrischend." Auszug aus Vorwort von Dr. Eva Reich (Tochter von Wilhelm Reich) "Das Buch vermittelt einen Einblick in ein ganzheitliches Weltbild jenseits des Gurudenkens ... Ihr Reiseführer durch die Welt der Energien verbindet eine historisch-wissenschaftliche Bestandsaufnahme... bis hin zu Fragebögen und Übungen zur Vertiefung der persönlichen Wahrnehmung. Durch das ganze Buch zieht sich ein unabhängiger Geist, der den selbst-bewussten Menschen und den selbst-bestimmten Konsumenten auf den Plan ruft." Dr. Hannemann, Journalistin

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Ich widme dieses Buch all jenen Menschen, die die tiefere Bedeutung von Selbstliebe erfahren wollen.

Dieses Buch ist auch unter dem Titel

„The Marriage between Physical Body and Energy Body“ erschienen.

Copyright © 1998 Christine Schenk

Hinweis: „Der Energiekörper – Dein Partner auf Lebenszeit“ gibt die persönlichen Erfahrungen der Autorin wieder. Dieses Buch kann zur informativen Begleitung, nicht jedoch zur Selbstheilung herangezogen werden. Behandlungen sollten durch einen Arzt oder einen Therapeuten vorgenommen werden.

Die in diesem Buch beschriebenen Übungen sind mit Sorgfalt zusammengestellt und lange erprobt. Dennoch übernehmen weder die Autorin noch der Verlag die Haftung für die Resultate der Übungen bzw. die Verantwortung dafür, wie diese Übungen gebraucht werden.

Ich war von meinem Energiekörper über das

Gefühl berührt worden.

Und dieses Gefühl berührte mein Herz.

Etwas in meinem Herzen regte sich.

Diese Regung durchpulste meinen ganzen Körper.

Mein ganzer Körper kam in Bewegung.

Ein tiefes Gefühl der Sicherheit durchfuhr mich,

das mit Worten nicht zu beschreiben ist.

Ich fühlte mich getragen und gehalten, beschützt und frei.

Ich erfuhr Liebe und verstand ihre innerste Bedeutung.

Ein kleines Licht war in mir entzündet worden

und ich wußte, daß es sehr kostbar war.

Ich würde es zu tragen, zu halten und zu schützen haben,

wenn es weiterhin brennen sollte.

Ich entschied mich für die Liebe.

Ich möchte Sie ermutigen, dieses Licht zu finden. Keine Lampe leuchtet so hell und stark wie dieses kleine Licht. Das einzige, was Sie benötigen, um das Licht in sich zu finden ist: Aufmerksamkeit. Das einzige, was Sie benötigen, um dieses Licht zu hüten, ist: Achtsamkeit.

Das Buch vermittelt auf allgemeinverständliche Weise, dass wir nicht nur über einen physischen Körper, sondern auch über einen Energiekörper verfügen und dass die Existenz des Energiekörpers nicht nur von wenigen hellsichtigen Menschen wahrgenommen werden kann. Anhand praktischer Beispiele wird verdeutlicht, wodurch die Unterscheidung der Reaktionen des Energiekörpers von denen des physischen Körpers für jeden Menschen möglich ist. Berichte aus der Klientenarbeit veranschaulichen, dass durch Sensibilisierung des eigenen Wahrnehmungsvermögens dieses individuelle Wechselspiel beobachtet, Gefühle, Gedanken oder Interessen dem jeweiligen Körper zugeordnet werden können. Fragebögen und Übungen sollen den Leser dabei unterstützen. Darüber hinaus vermittelt dieses Buch eine Fülle von anatomischen Details des Energiekörpers. Die Autorin wendet sich in kompakter Form sowohl an Leser, die an mehr Hintergrundwissen für einen verantwortungsvollen Umgang mit energetischen Heilweisen interessiert sind, als auch an Personen, die die mit sich selbst und der Umwelt gemachten Erfahrungen im Alltag besser integrieren wollen.

Inhalt

Vorwort

Einleitung

Fundstücke

„... dass ich eins und doppelt bin.“

Der Energiekörper

Die Wahrnehmung des Energiekörpers

Wahrnehmung

Sehen

Riechen

Schmecken

Hören

Fühlen

Wissen

Die Anatomie des Energiekörpers

Chakren, Akupunkturpunkte, Nadis

Zentren

Scheiben

Schichten

Stabilisationsachsen, Leitbahnen

Rotationen

Zusammenfassung

Das Erwachen für Deinen Partner – Phänomen Kundalini

Das erste Kennenlernen

Fragenkatalog

Den Energiekörper schützen

Was wissen Sie über Energien?

Checkliste

Partnerschaft von physischem Körper und Energiekörper

Zusammenspiel zwischen Energiekörper und physischem Körper

Umgang zwischen Energiekörper und physischem Körper

Extremausschläge

Der Mittelweg

„Konservative“

„Visionäre“

Gemeinsame Zukunft

Praktische Übungen

Zur Stabilisierung

Zur Reinigung

Praktische Arbeit

Umfang und Bedeutung einer Begleitung im Energiekörper-Bereich

Eine andere Betrachtungsweise zu so genannten problematischen Klienten

Conclusio

Kommentare über und Erfahrungen mit der CHRIS

®

-Technik

Abbildungen

Abb. 1:

„Hochgegangen“

Abb. 2:

„Daneben stehen“

Abb. 3:

Der Energiefluss im Organismus

Abb. 4:

Der Energiekörper ist von Scheiben durchzogen

Abb. 5:

Scheiben

Abb. 6:

Eine zentrifugal linksdrehende Scheibe

Abb. 7:

Horizontale Flächenbildung

Abb. 8:

Vertikale Flächenbildung

Abb. 9:

Energien in Leitbahnen und Stabilisationsachsen

Abb. 10:

Eine zentripetal rechtsdrehende Scheibe auf Schulterhöhe

Abb. 11:

Bildung von energetischen Blutgefäßnetzen

Abb. 12:

Detailaufnahme einer Scheibe in Arbeit

Abb. 13:

Informationsqualität von Chakren in Schichten

Abb. 14:

Das Idealaussehen eines gesunden und vitalen Energiekörpers

Wie die Abbildungen entstanden sind

Energien sind ein einziges interaktives Feld, eine einzige Masse. Dennoch ist es durch einen inneren Umschaltprozess möglich, sowohl einzelne statische Strukturen als auch unterschiedlich funktionierende Systeme in ihrer ganzen Mobilität zu erkennen.

Die Abbildungen zur Energiekörper-Anatomie sind sehr unterschiedlich und scheinen möglicherweise zueinander keine Verbindung zu haben. Ideal wäre gewesen, alle Strukturen auf einmal, also auf einer Abbildung, zu präsentieren. Aufgrund der Fülle und Komplexität hätte jedoch die Übersichtlichkeit des Bildes gelitten. Da es mir ein Anliegen war, die stark interagierenden Systeme innerhalb der Anatomie aufzuzeigen, habe ich mich entschlossen, die Bilder zu teilen. Ich nahm damit bewusst in Kauf, dass darunter das Verständnis für die Gesamtkomposition leiden würde. Da bereits eine große Zahl von Abbildungen von Chakren, Punkten, Auren, Meridianen und Akupunkturpunkten gibt, habe ich von einer Veröffentlichung derselben abgesehen und für die Veröffentlichung in diesem Buch nur jene Abbildungen ausgewählt, die die rotativen Elemente maßgeblich verdeutlichen. Es gibt noch eine Vielzahl an perspektivischen Darstellungsmöglichkeiten sowie eine Fülle an wesentlich detaillierteren anatomischen Abbildungen. Auch habe ich nur die wesentlichsten und aussagekräftigsten Abbildungen zur Verdeutlichung herangezogen.

Danksagung

Ich möchte jenen Gegenden der Welt, die mich inspiriert und gelehrt haben, diesen Leitfaden so zu schreiben, wie er nun Gestalt angenommen hat, für ihre Geschenke danken:

Uffizien in Florenz, Italien: Lust zur Verwirklichung

Serengeti, Tansania: Die Kostbarkeit des Lebens selbst

Diani Beach, Kenia: Kulissen als solche erkennen

Jagannatha-Tempel in Puri, Indien: Mut zur Selbsterkenntnis

Schloss Chapultepec in Mexico City, Mexiko: Mut zu Autonomie und Freiheit

Meine Joggingroute, Wien, Österreich: Ausdauer und Beharrlichkeit

Auch möchte ich jenen Menschen an dieser Stelle meinen Dank aussprechen, die mir geholfen haben, dieses Buch fertigzustellen.

Dr. Claudia Hannemann: Sie half mir bei der Umsetzung der Idee und bei der Textgestaltung.

Ingeborg Hildebrandt: Sie beriet mich bezüglich psychologischer bzw. psychotherapeutischer Aspekte.

Jakob, Laura und Honey: Ich danke ihnen für ihre liebevolle Präsenz, unermüdliche Geduld und die Möglichkeit, von ihnen lernen zu dürfen.

Kommentar von Dr. Eva Reich

Dieser schlanke Band weckte sofort mein Interesse – und nachdem ich die ersten Seiten verschlungen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören. Christine Schenk besitzt seit ihrer Kindheit die Gabe, den menschlichen Energiekörper zu sehen, der den physischen Körper umgibt und mit ihm verschmilzt. Mit Hilfe ausgezeichneter Illustrationen beschreibt sie die energetische Struktur im Detail. Einer der größten Erfolge der Autorin ist die Entwicklung therapeutischer Techniken, mit denen gestörte Beziehungen zwischen der physischen, materiellen Struktur und dem Energiekörper geheilt werden können. Christine Schenk nennt den Energiekörper unseren „Partner auf Lebenszeit“.

Die Autorin beschreibt anschaulich die pathologischen Zustände, die entstehen können, wenn durch unpassende Interventionen von außen ein vorzeitiges „energetisches Erwachen“ erzwungen wird. Das Buch enthält einen Katalog mit 34 Fragen, mit denen der Suchende einem solchen „energetischen Missbrauch“ auf die Spur kommen kann. Für mich war der letztgenannte Teil des Buches der relevanteste für mein eigenes Leben.

Christine Schenk fordert uns auf, die Verschmelzung unseres physischen Körpers und unseres Energiekörpers auszukosten, denn sie verschafft uns Zugang zu beiden Welten. Die Autorin schreibt: „Was erweitertes Bewusstsein ist, kannst du mit dem Kopf, dem Herzen und dem Bauch erfahren.“, „Lerne die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.“ und „Lebe dein Leben.“

Der interessanteste Aspekt dieses Buches ist für mich die solide, geerdete und ausgeglichene Therapie, die darin entwickelt wird. Meine Erfahrungen bestätigen jeden Satz der Autorin. Bei einem Aufenthalt in Quito, Ecuador, machte ich gemeinsam mit einer großen Gruppe, die mir davor unbekannt gewesen war, Augen- und Energiefeldübungen. Zu meinem Erstaunen begannen die meisten Teilnehmer im abendlichen Zwielicht die Energiefelder der Körper wahrzunehmen.

Die Autorin ist der Meinung, dass es in Zukunft möglich sein wird, das Phänomen des nicht materiellen Energiekörpers zu messen. Ich glaube, dass die Geräte, die dies vermögen werden, auf elektrische Instrumente verzichten müssen, da diese die Manifestationen der Lebensenergie stören.

Ich möchte Christine Schenk dafür danken, dass sie uns „lehrbares Wissen“ vermittelt, das uns hilft, eine gesündere Beziehung zwischen unserem Energiekörper und unserem physischen Körper herzustellen. Christines Buch ist herrlich praxisnah und erfrischend!

Dr. Eva Reich

Hancock, USA, 28. Dezember 1998

Vorwort

Meist sind wir der Überzeugung, dass die Wahrheit immer genau dem entspricht, was wir erkennen bzw. zu erkennen glauben, ohne zu berücksichtigen, dass wir eine bestimmte Perspektive einnehmen. Aber Wahrheit ist relativ. Sie ist eine Frage der Perspektive, des Standpunktes.

Genau so verhält es sich mit Wahrnehmungen, die wir für richtig halten. Informationen, die wir als Umweltreize aufnehmen, verarbeiten wir über bereits gespeicherte Informationen im Gehirn. Wir beginnen zu assoziieren, wir kombinieren, wir machen uns ein Bild.

Denken Sie an ein Bild, auf dem Sie einen bunten aufgespannten Schirm sehen. Wenn Sie diesen Schirm betrachten, werden Sie vielleicht denken, dass er wegen seiner schönen Farbzusammenstellung aufgenommen worden ist. Möglicherweise nimmt jemand das Passepartout, das den Schirm umrahmt, fort, und Sie werden erkennen, dass dieser Schirm zum Oberdeck eines Luxusdampfers gehört. Der Schirm war also bloß die Detailaufnahme aus einem viel größeren Bild.

Mit diesem Beispiel möchte ich verdeutlichen, dass Wahrnehmung ebenfalls relativ ist. Mit etwas Mut zu mehr Vorstellungskraft könnten wir über den gewohnten Rahmen hinausblicken. Erlauben wir uns einfach, unseren Geist auszudehnen, andere Horizonte zu erreichen. Erlauben wir uns, die innersten Gedanken nach außen zu kehren, Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen. In der Vorstellung sind Möglichkeiten grenzenlos. Erlauben wir uns, eingefahrene Gedanken auf den Kopf zu stellen, Unmögliches als Möglichkeit anzusehen, Unmögliches als Realität anzunehmen. Phantasie und Vorstellungskraft sowie der Mut, andere Horizonte mit unserem Geist zu erreichen, haben uns neue Bereiche und Welten erschlossen. Neue Horizonte benötigen manchmal aber eigene, neue Zugänge zur Beweisführung.

Zur ihrer Realisierung benötigen wir Zeit. Der Geist ist in der Regel schneller als die Materie. Mit dem Energiekörper und seiner Beweisführung ist es genauso. Derzeit ist es mir unmöglich, die Beweisführung nach jenen Richtlinien anzutreten, die wir bisher geschaffen haben, um etwas als real anzusehen. Diesen Richtlinien zur Anerkennung seiner Existenz würde der Energiekörper bei einer Prüfung nicht standhalten. Doch nur weil er nicht beweisbar ist, heißt das nicht auch gleichzeitig, dass er nicht existiert. Erst die Erforschung der neuen Horizonte selbst liefert uns auch jene zusätzlichen Mittel, die zur Beweisführung nötig sind.

Bevor aber neue Horizonte überhaupt erschlossen werden können, müssen wir uns erst erlauben, geistig die Perspektiven zu wechseln ...

Einleitung

Stellen Sie sich vor, dass Sie in einem Museum sind. Vor Ihnen steht eine Skulptur eines Menschen: ein Torso. Dennoch lässt sich dieser Torso anhand spezifischer Ausformungen als Teil eines Menschen wiedererkennen. Sie gehen um diesen Torso herum, betrachten ihn von allen Seiten.Vielleicht haben Sie einen Kulturführer bei sich, der erzählt, dass Teile dieses Torsos in anderen Museen beherbergt sind. Vielleicht werden Sie sich sogar daran erinnern, diese Teile in anderen Museen schon betrachtet zu haben. In Ihren Gedanken und in Ihrer Phantasie wird sich nun dieser Torso mit den übrigen Teilen zu einem Ganzen verbinden. Ihre Phantasie wird die Skulptur des Torsos in die Skulptur eines Menschen verwandeln, und Sie werden eine Ahnung davon haben, wie schön diese Figur einst gewesen sein muss. Ohne Schrammen und ohne abgeblätterte Farbe.

Ähnlich wie der makellosen Skulptur von damals ist es den Menschen mit ihrem Energiekörper ergangen. Sofern das Bewusstsein von ihm überhaupt Notiz nimmt, beschränkt sich unsere Wahrnehmung eher auf Bruchstücke, vereinzelte Details.

Und Sie halten gerade einen „Kulturführer“ in Händen, der Ihnen vermitteln will, wie dieser Körper in seiner Gesamtheit aussieht und welche Verhaltensformen er hat.

Fundstücke

Neu ist die Entdeckung des Energiekörpers ja keineswegs. Kinder kommen meist mit einem intakten Energiekörper zur Welt und „vergessen“ ihn oft im Laufe der Zeit, unter dem Einfluss einer gut gemeinten, doch einseitigen „realitätsbezogenen“ Erziehung. Doch viele Kulturen liefern in Schrift oder Bild, wissenschaftlich oder auf der Symbolebene, ein Zeugnis ihres Wissens um die Welt der Energie und des Energiekörpers.

Um dieses Wissen zu vertiefen, können wir auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, der bisher zur Unterstützung energetischer Regulierungen hilfreich war. Zum Thema Energie und Energiekörper gibt es nämlich bereits zahlreiche Informationen, die als Bestandteil in die Anatomie des Energiekörpers integriert und zur Komplettierung hinzugenommen werden können.

I.

Jeder, der im christlichen Kulturkreis aufgewachsen oder mit ihm in Berührung gekommen ist, kennt sie: die kleinen Heiligen-Bildchen aus dem Katechismus mit der gelben Scheibe hinterm Kopf oder eindrucksvolle Figuren in Kirchen mit einem Strahlenkranz.

Ob Jesus, Buddha, Sri Krsna oder andere Heilige: Sie wurden mit einem den Körper umgebenden Lichtkranz abgebildet. Doch in der Kunst der asiatischen oder islamischen Tradition bleibt er dem westlichen Auge „verborgen“. Lichtkreise umfassen die gesamte Person wie ein Medaillon; sie sind so groß, dass wir sie nicht mehr als Heiligenschein erkennen können. Was uns dort auf den ersten Blick wie Ornamente oder Dekor erscheint, hat einen tieferen bzw. höheren Sinn: Feuerzungen, bunte Linien, Tiere, Blumen oder Blüten auf Statuen, Reliefs oder Bildern beinhalten Hinweise auf Energieleitbahnen oder energetische Sammelstellen. So findet man auch Darstellungen von Personen, die z.B. auf der Brust, auf der Stirne oder vielleicht sogar am Knie eine Blume oder einen Tiger haben.

Für den Betrachter unseres Kulturkreises passen diese Bilder eher in den Bereich des Märchenhaften als zur Medizin. Doch denken Sie einmal an die Akupunktur: Während sie in China auf eine jahrtausendelange Tradition zurückblicken kann, fand sie in der westlichen Medizin bis vor nicht allzu langer Zeit einfach keinen Platz. Heute jedoch gilt das Wissen um ihre Wirksamkeit quasi zur Allgemeinbildung. Und worauf beruht die Akupunktur?

Die Chinesen erzählen, dass in ihnen das so genannte Chi fließt. Es manifestiert sich entweder als Erd- oder Himmelsenergie,Yin und Yang. Mit dem physischen Auge ist dieses Chi allerdings nicht zu sehen. Das Chi – wie auch die Meridiane und die Akupunkturpunkte – ist Teil des Energiekörpers. So wie der physische Körper von einem Lymphsystem mit Lymphflüssigkeit durchzogen ist oder von einem Venengeflecht, durch das Blut fließt, wird der Energiekörper von seiner eigenen Energie durchflutet. Diese Energie ist gleichzeitig auch Informationsträger. Sie wird auch als vitaler Atem, oder Lebensessenz bezeichnet. Was im Japanischen Ki heißt, nennt der Talmud Ruach, das Sanskrit bezeichnet sie als Prana, und in der tibetischen Medizin ist sie als Lung bekannt. In der Akupunktur werden diese Energieflüsse mit den Akupunkturnadeln durch Verstärkung oder Ableitung zu ihrem harmonischen Durchfluss reguliert. Auch die Akupressur, die traditionelle chinesische Massage sowie Tai-Chi beruhen auf diesem System.

Viele Heiltraditionen rund um den Globus – von den brasilianischen Macumba-Riten bis zu den Heilzirkeln in unseren Breitengraden – beschäftigen sich mit der Regulierung und Harmonisierung von energetischen Störungen. Man heilt nicht nur physische Krankheiten, sondern ist sich der Zusammenhänge zwischen physischer Krankheit und energetischen Disharmonien wohl bewusst. So haben die Aborigines in Australien, die amerikanischen Urweinwohner, die schamanischen Kulturen von Sibirien bis Nepal sowie die afrikanischen Medizinmänner eine lange Tradition in der Abhaltung von Ritualen und Zeremonien zur Harmonisierung des Energiekörpers entwickelt. Viele ihrer Rezepte oder Anweisungen zur Genesung klingen manchmal etwas seltsam. Aber nur dann, wenn man ausschließlich die Sprache der uns bekannten westlichen, so genannten modernen Medizin kennt.

Sie haben aber möglicherweise schon einmal selbst ein homöopathisches Mittel genommen. War Ihnen dabei bewusst, dass Sie sich nur mehr auf die energetische Information verlassen haben? Was immer auf Ihrem Fläschchen gestanden haben mag, vom „Ausgangsmaterial“ hätte man mit physikalisch-chemischen Prüfverfahren keine Spur mehr feststellen können. Homöopathie und die Bioresonanztherapie sind aus der westlichen Medizin nicht mehr wegzudenken. Mit beiden können hervorragende Heilungsresultate erzielt werden.

Doch nicht nur die Medizin, auch die Psychologie konnte von der Berücksichtigung und Integration energetischer Phänomene profitieren. „Spirituelle Krisenbegleitung“ heißt das Herzstück der Transpersonalen Psychologie um Stanislav Grof. Er wie auch Roberto Assagioli, der Begründer der Psychosynthese, und Abraham Maslow haben sich darum bemüht, mystische Erlebnisse von ihrem psychopathologischen Stigma zu befreien. Sie gehen davon aus, dass angstbesetzte Sinneswahrnehmungen, gleichgültig ob bewusst oder unbewusst, zur Krise führen können. Das geschieht häufig dann, wenn Menschen ihren gewohnten Horizont überschreiten und dadurch zur Erschließung einer für sie anderen Welt in der Lage sind. Dieser Entwicklungsschritt kann von verschiedenen Reaktionen begleitet werden:

Da gibt es überwältigende Licht- und Gotteserlebnisse. Völlig unvermutet verfügen diese Personen plötzlich über neue Fähigkeiten wie Hellsichtigkeit oder heilende Hände. Die Kehrseite dieser Medaille sind jedoch psychische Störungen wie Angst vor dem Wahnsinn oder Verfolgungsangst bis hin zu diversen physischen Problemen, wie z.B. Tinnitus. Berücksichtigt man allerdings – wie dies eben die Transpersonale Psychologie tut – dass das Verlassen gewohnter Strukturen einem geburtsähnlichen Durchbruch in Unbekanntes gleichkommt, kann man diese Phänomene eher als übernormal denn als abnormal betrachten. Konsequenterweise verbindet sie die auf das Individuum gerichteten Psychologien des Westens mit spirituellen Psychologien des Ostens.

Denn gerade im Osten gibt es umfangreiche Überlieferungen aus der Energiewelt, Anschauungen und Techniken, mit denen der Energiekörper beeinflusst bzw. gelebt werden kann. So liefert die Bhagavad-Gita eine Serie von praktischen Beschreibungen, ebenso wie der Sufismus, der von subtilen Hüllen oder Zentren des Licht-Menschen spricht. Das Tibetanische Totenbuch – wie auch das Ägyptische Totenbuch – gibt Anweisungen im Umgang mit dieser zweiten Existenz während des Sterbevorganges, also bei der Rückkehr in die Energiekörper-Welt. Dem Konzept des Zwei-Körper-Systems liegt allerdings auch ein anderes Verständnis von Gesundheit und Krankheit zugrunde. So spricht der Koran beispielsweise von zweierlei Krankheiten: von äußeren, also physischen, und inneren, also energetischen Krankheiten. Dies komme daher, weil der eine Körper aus der Erde, während der andere Körper, die aus den Himmeln erschaffene Seele sei.

Die Wiederentdeckung dieser Bewusstseinsbereiche wurde mit dem Eintritt in ein neues Zeitalter gleichgesetzt: New Age wurde zum Schlagwort und zum Inbegriff für die Zeitenwende. Seine Wurzeln reichen tief in die Welt der Esoterik und in alte Heiltraditionen hinein. Daraus entstanden einerseits neue, paramedizinisch orientierte Heilweisen, andererseits wurde ein Bewusstsein für Energien geschaffen. Viele Menschen haben bereits Erfahrungen damit gemacht. Sei es, über glühende Kohlen zu laufen, schamanisches Wissen in den Alltag zu integrieren oder zu meditieren.

Die Wissenschaft ihrerseits arbeitete am Nachweis bisher unsichtbar geglaubter Phänomene. Die Forschung hinsichtlich der Beweisbarkeit des vorläufig für das physische Auge noch Unsichtbaren wurde besonders im 19. und 20. Jahrhundert aktiv. Aber erst in unserem Jahrhundert hat man begonnen, die Naturgesetze mit energetischen Gesetzen zu vernetzen, indem sich Wissenschaftler mit der Erforschung der Wechselbeziehung zwischen Energiekörper und physischem Körper und unserem Bewusstsein beschäftigt haben und durch Messungen Schritte in Richtung Beweisbarkeit des bisher Unbewiesenen setzten.

Der Arzt Franz Anton Mesmer (1734 –1815) setzte sich als einer der ersten mit dem Phänomen unsichtbarer Energien auseinander. Der Naturforscher und Industrielle Carl Freiherr von Reichenbach (1788–1869) sowie der Arzt und Psychoanalytiker Wilhelm Reich (1897–1957), um nur einige zu erwähnen, beschäftigten sich mit dem alles umgebenden Energiefeld. Reichenbach nannte es die Od-Kraft, Reich nannte es hingegen Orgon.

Der Arzt Walter John Kilner (1847–1920) begann sich mit den energetischen Umrissen des Menschen zu beschäftigen, die er Aura nannte. Der Arzt für Elektrotherapie benutzte zur Sichtbarmachung dieses leuchtenden Nebels durchsichtige, mit Chemikalien gefüllte Schirme. Der Biologe Oscar Bagnal sollte später teilweise Kilners Arbeit über die Angabe von Wellenlängen im heutigen UVA- und UVB-Bereich bestätigen.

Der Amerikaner Harold S. Burr (1890–1973), Professor für Neuroanatomie, sowie F.S.C. Northrop fanden über Messungen die Bedeutung elektrodynamischer Kraftfelder heraus. Ihre Arbeiten zeigten auf, dass die Organisation eines Organismus, ob Mensch, Tier oder Pflanze, von einer Blaupause, also dem Kraftfeld, gelenkt wird, die diesem Organismus innewohnt. Burr war der Auffassung, dass diese energetischen Kraftfelder das Verhalten des physischen Organismus bestimme.

Einige Persönlichkeiten von heute entwickelten Systeme, um das Wissen über energetische Wirkungsweisen in therapeutisch-medizinische Arbeiten mit einzubeziehen. Damit trugen sie zum besseren Verständnis im Hinblick auf die Wechselwirkungen zwischen den Körpern maßgeblich bei.

Dr. Eva Reich, die Tochter von Wilhelm Reich, begründete die Sanfte Bioenergetik. Sie übernahm den Denkansatz ihres Vaters, das Orgonkonzept, und integrierte diesen in ihre Arbeit als Ärztin und Hebamme. Die durch ungelöste emotionale Probleme blockierten und im Körper zurückgehaltenen, „eingefrorenen“ Lebensenergien, die es aufzulösen gelte, nannte ihr Vater Panzerungen. Seine Tochter entwickelte die Babymassage, damit das Entstehen dieser Panzerungen im Körper von Kindesbeinen an verhindert werden kann.

Valerie Hunt an der Universität von Kalifornien führte mit der Heilerin Rosalyn Bruyere im Zusammenhang mit Auraveränderungen Studien über die Frequenz von Körpersignalen im Millivoltbereich durch.