Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Seit mindestens zehn Jahren nimmt Petra jede Woche an einem Preisausschreiben teil, ohne dass Fortuna ihr je zur Seite stand. Und jetzt hält sie einen Hauptgewinn in ihren Händen, den sie bei einem Radiosender gewonnen hat. Es ist sogar ein ganz Besonderer, ihr Traumpreis sozusagen, denn er entführt sie in eine Kette unglaublicher Ereignisse.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 15
Veröffentlichungsjahr: 2013
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Wolfgang Rech
Der erste Preis
... oder wenn Träume wahr werden
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1
Impressum neobooks
Um ein Haar hätte ich den älteren Herrn über den Haufen gerannt, als ich vor lauter Überschwang aus der Türe des Radiosenders stürmte, ohne auf meinen Weg zu achten.
Mein heftiger Rempler musste ihm zweifellos ziemliche Schmerzen zugefügt haben. Aber anstatt seinem Ärger Luft zu machen, präsentierte er sich vergnügt und nahm Anteil an meiner Begeisterung, als wäre unser vehementer Zusammenprall für ihn lediglich eine harmlose Berührung gewesen.
Dieser schon etwas grauhaarige Herr mit adretter Baskenmütze, schien mein Entzücken sogar freudig aufzunehmen, nachdem ich ihm sofort nach unserer Karambolage das Gewinner-Ticket, sozusagen als sichtbare Begründung für mein ungestümes Verhalten, unter die Nase hielt.
„Sehen Sie selbst. Hier steht, dass Frau Petra Hofert den ersten Preis gewonnen hat - und dieser Glückspilz bin ich. Stellen Sie sich das mal vor. Seit mindestens zehn Jahren nehme ich jede Woche an einem Preisausschreiben teil, ohne dass Fortuna mir je zur Seite stand. Und jetzt halte ich einen Hauptgewinn in meinen Händen, den ich bei diesem Radiosender gewonnen habe. Es ist sogar ein ganz Besonderer,mein Traumpreis sozusagen, denn er entführt mich für eine ganze Woche zum Millenium-Festival nach Barcelona. Die bedeutendsten Konzerthäuser, wie das Palau de la Música und das Auditori, warten dort auf mich. Und wissen Sie, was dabei nicht zu überbieten ist? Ich treffe den Gitarrenvirtuosen Manuel González, dessen Finger derart über die Saiten rasen, dass einem allein schon beim Zusehen schwindlig wird.“
Meine flammende Begeisterung musste Funken gesprüht haben.
„Oh je", fieberte ich, "jetzt muss ich aber los".
Meine Aufregung trieb mich weiter.
"Und bitte entschuldigen Sie nochmals meinen Rempler“, rief ich, als ich bereits losstürmte.
