Verlag: Arena Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2014

Der Fluch wahrer Liebe und erster Dates E-Book

Cassandra Clare  

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E-Book-Beschreibung Der Fluch wahrer Liebe und erster Dates - Cassandra Clare

Exklusiv als eBook erscheinen von April 2013 bis Januar 2014 zehn Kurzromane, die das Leben des rätselhaften Hexenmeisters Magnus Bane beleuchten, dessen schillernde Persönlichkeit sich durch die Seiten und Jahrhunderte der Weltbestseller "Chroniken der Unterwelt" und "Chroniken der Schattenjäger" zieht. Zusammen mit den Co-Autorinnen Sarah Rees Brennan und Maureen Johnson hat Cassandra Clare ein außergewöhnliches Projekt gestartet, um ihren Fans und Lesern mehr von diesem äußerst beliebten Charakter zu erzählen. So viel sei versprochen: Seine Vergangenheit ist noch geheimnisvoller als sein gegenwärtiges Leben! Tauchen Sie ein in die Welt von Magnus Bane!

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E-Book-Leseprobe Der Fluch wahrer Liebe und erster Dates - Cassandra Clare

Cassandra Clare

DIE CHRONIKEN DES MAGNUS BANE

DER FLUCH

WAHRER LIEBE

(UND ERSTER DATES)

Aus dem Amerikanischen von Ulrike Köbele

 

 

 

 

Cassandra Clarewurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre Reihe Chroniken der Unterwelt sowie die Trilogie Chroniken der Schattenjäger wurden auf Anhieb zu internationalen Erfolgen, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts.

Weitere Titel von Cassandra Clare im Arena Verlag:

CHRONIKEN DER UNTERWELT: City of Bones City of Ashes City of Glass City of Fallen Angels City of Lost Souls

Alle Titel sind auch als Hörbuch erhältlich.

CHRONIKEN DER SCHATTENJÄGER: Clockwork Angel Clockwork Prince Clockwork Princess

Clockwork Angel ist auch als Hörbuch erhältlich.

 

 

 

Die Originalausgabe erschien 2014 unter dem Titel The Bane Chronicles. The Course of True Love (and First Dates) bei Margaret K. McElderry Books, einem Imprint der Simon&Schuster Children’s Publishing Division, New York.

Copyright © 2014 by Cassandra Clare, LLC

1. Auflage 2014 Für die deutschsprachige Ausgabe: © 2014 Arena Verlag GmbH, Würzburg Alle Rechte vorbehalten Aus dem Amerikanischen von Ulrike Köbele Cover: © Cliff Nielsen ISBN 978-3-401-80284-8

www.arena-verlag.de

Mitreden unter www.forum.arena-verlag.de

www.chroniken-der-unterwelt.de

Weitere Titel in der Reihe

DIE CHRONIKEN DES MAGNUS BANE

Was geschah tatsächlich in Peru?

Bereits erschienen

Die Flucht der Königin

Bereits erschienen

Vampire, Scones und Edmund Herondale

Bereits erschienen

Tochter der Finsternis

Bereits erschienen

Der Aufstieg des Hotels Dumort

Bereits erschienen

Die Rettung Raphael Santiagos

Bereits erschienen

Der Niedergang des Hotels Dumort

Bereits erschienen

Was braucht ein Schattenjäger, der schon alles hat?

Bereits erschienen

Der letzte Kampf des New Yorker Instituts

Bereits erschienen

Cassandra Clare

Die Chroniken des Magnus Bane

DER FLUCH WAHRER LIEBE

(UND ERSTER DATES)

Aus dem Amerikanischen von Ulrike Köbele

Es war ein Freitagabend in Brooklyn und die Lichter der Stadt spiegelten sich am Himmel: orange gefärbte Wolken pressten die Sommerhitze auf die Gehsteige wie Buchseiten eine Blume. Magnus streifte ziellos durch sein Loft und fragte sich, mit eher geringem Interesse, ob er gerade versetzt wurde.

Von einem Schattenjäger um ein Date gebeten zu werden, war eine der zehn seltsamsten und unerwartetsten Erfahrungen, die Magnus je gemacht hatte, dabei hatte er schon immer alles daran gesetzt, ein möglichst unvorhersagbares Leben zu führen.

Mit seiner Zusage hatte er sich selbst überrascht.

Der vergangene Dienstag war ein dröger Tag gewesen, den er mit der Katze und einer Vorratsliste, auf der unter anderem Krötenechsen standen, zu Hause verbracht hatte. Dann war Alex Lightwood, der älteste Sohn der Schattenjäger, die derzeit das New Yorker Institut leiteten, auf Magnus’ Türschwelle aufgetaucht, hatte ihm gedankt, dass er ihm das Leben gerettet hatte, und ihn anschließend um ein Date gebeten, während sein Gesicht in fünfzehn Stufen von puterrot zu malvefarben wechselte. Als Reaktion darauf hatte Magnus prompt den Verstand verloren, ihn geküsst und dann ein Treffen für Freitag vereinbart.

Die ganze Angelegenheit erschien ihm äußerst seltsam. Zum einen, weil Alec sich bei Magnus für die Rettung seines Lebens bedankt hatte. Nur wenige Schattenjäger wären auf so eine Idee gekommen. In ihren Augen war die Magie ihr gutes Recht und stand ihnen zu, wann immer sie Bedarf hatten. Hexenmeister betrachteten sie entweder als praktisches Hilfsmittel oder als Ärgernis. Genauso gut hätten die Nephilim einem Aufzug dafür danken können, dass er in der richtigen Etage gehalten hatte.

Hinzu kam die Tatsache, dass noch nie zuvor ein Schattenjäger Magnus um ein Date gebeten hatte. Sie hatten Gefälligkeiten aller Art eingefordert – von magisch über sexuell bis hin zu befremdlich. Bisher hatte jedoch keiner von ihnen Zeit mit ihm verbringen, ins Kino gehen und gemeinsam Popcorn essen wollen. Er war sich nicht einmal sicher, ob Schattenjäger überhaupt ins Kino gingen.

Es war so einfach, eine so direkte Frage gewesen – als hätte noch nie ein Schattenjäger einen Teller zerbrochen, nur weil Magnus ihn berührt hatte, oder das Wort »Hexenmeister« ausgespuckt wie einen Fluch. Als könnten alle alten Wunden geheilt werden – besser noch: als wären sie ihm nie zugefügt worden – und die Welt könnte so werden, wie sie durch Alec Lightwoods klare blaue Augen erschien.

In jenem Moment hatte Magnus Ja gesagt, weil er Ja sagen wollte. Es war jedoch gut möglich, dass er nur Ja gesagt hatte, weil er ein Idiot war.

Letzten Endes, versuchte Magnus sich ein ums andere Mal einzureden, stand Alec gar nicht so sehr auf ihn. Er reagierte lediglich auf das erste echte Interesse, das ihm von einem Mann entgegengebracht wurde. Alec war zurückhaltend, schüchtern, offensichtlich unsicher und genauso offensichtlich in seinen blonden Freund Trace Wayland verschossen. Magnus war sich ziemlich sicher, dass das sein Name war, allerdings hatte Wayland Magnus auf unerklärliche Weise an Will Herondale erinnert, und an den wollte er auf keinen Fall denken. Die beste Methode, sich unnötiges Leid zu ersparen, war immer noch, nicht an verlorene Freunde zu denken und sich nicht mit Schattenjägern einzulassen.

Er hatte sich außerdem eingeredet, dass es sich bei diesem Date um eine einmalige Angelegenheit handelte, die für ein bisschen Spannung in seinem etwas zu eingefahrenen Leben sorgen würde, mehr nicht.

Er versuchte, nicht daran zu denken, wie er Alec einen Ausweg aus der Situation geboten, Alec ihn jedoch bloß angesehen und mit überwältigender Schlichtheit gesagt hatte: Ich mag dich. Magnus hatte sich selbst immer für jemanden gehalten, der Leute mit Worten einwickeln, ihnen ein Bein stellen oder sie hinters Licht führen konnte, wann immer es nötig war. Es war beeindruckend, wie leicht Alec ihn durchschaute. Noch beeindruckender war, dass er sich dafür nicht einmal anstrengen musste. Sobald Alec gegangen war, hatte Magnus Catarina angerufen, sie zum Stillschweigen verpflichtet und ihr dann alles haarklein erzählt.

»Hast du nur zugestimmt, mit ihm auszugehen, weil du die Lightwoods für Idioten hältst und ihnen beweisen willst, dass du ihren kleinen Augenstern verführen kannst?«, erkundigte sich Catarina.

Magnus legte seine Füße auf dem Großen Vorsitzenden Miau ab. »Ich halte die Lightwoods tatsächlich für Idioten«, gestand er ein. »Und das klingt wirklich nach etwas, das ich tun würde. Verdammt.«

»Nein, eigentlich nicht«, beschwichtigte Catarina. »Du magst zwar sarkastisch sein, und das zwölf Stunden am Tag, aber du legst es eigentlich nie darauf an, jemanden zu verletzen. Unter all dem Glitter steckt ein gutes Herz.«

Diejenige mit dem guten Herzen war Catarina. Magnus wusste nur zu gut, wessen Sohn er war und wo er herkam.

»Selbst wenn du unlautere Absichten hegen würdest, könnte es dir niemand verdenken; nicht nach dem Kreis, nach allem, was passiert ist.«

Magnus sah aus dem Fenster. Gegenüber seiner Wohnung befand sich ein polnisches Restaurant, dessen blinkende Neonreklame mit Borschtsch und Kaffee rund um die Uhr warb (hoffentlich getrennt voneinander). Er dachte daran, wie Alecs Hände bei der Frage, ob Magnus mit ihm ausgehen würde, gezittert hatten, und wie erfreut und erstaunt er über Magnus’ Ja gewesen war.