Verlag: Urachhaus Kategorie: Sachliteratur, Reportagen, Biografien Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

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E-Book-Beschreibung Der Himmel, so blau - Christian Signol

Südfrankreich, um 1890. Julien ist das Kind einer armen Landarbeiterin. Sein Leben ist bestimmt von harter Arbeit, ohne jede Perspektive auf einen sozialen Aufstieg. Dennoch schwört er sich, aus dieser Tretmühle auszubrechen. Kaum hat er begonnen, seine Träume wahrzumachen - er wird Maurer, gründet eine Familie, wird Vater -, bricht der Erste Weltkrieg aus und verschlägt ihn in die Fremde. Traumatisiert, mit einer zertrümmerten Hand und desillusioniert, kehrt er zurück. Doch sein fester Vorsatz, seinen Kindern die Bildung zu ermöglichen, die ihm, der nie lesen und schreiben lernen durfte, immer verwehrt blieb, ist ungebrochen. Ein zäher und imponierender Aufstiegskampf beginnt.

Meinungen über das E-Book Der Himmel, so blau - Christian Signol

E-Book-Leseprobe Der Himmel, so blau - Christian Signol

Christian Signol

Der Himmel,so blau

Aus dem Französischenvon Corinna Tramm

Urachhaus

Wir sehen sie nicht mehr, aber wir werden sie wiedertreffen.

Jim Harrison, Herbstlegenden

VorwortMeinen Großvater väterlicherseits, Julien Élie Signol, habe ich kaum gekannt, denn er starb, als ich sieben Jahre alt war, doch ich kannte ihn gut genug, um ihn mit einer Mischung aus Furcht und Bewunderung in Erinnerung zu behalten. Er konnte sinnlose, heftige Wutausbrüche haben, die denjenigen, die in seiner Nähe lebten, Furcht und Schrecken einflößten. Er war klein und untersetzt, und seine Augen waren von einem eindringlichen Schwarz, in dem sich goldene Funken bewegten; er war ein Mann, den der Krieg verstümmelt hatte, eine Granate hatte seine rechte Hand zerfetzt.

Diese Verletzung nährte in ihm das Feuer einer kaum gezügelten Heftigkeit, in der sich der Schmerz über erlittene Ungerechtigkeiten Bahn brach, und, schlimmer noch, über seine Invalidität, die ihn in Gefahr gebracht und ihm zugleich das Leben gerettet hatte. Aber es war nicht nur diese Verletzung, sondern auch das Fehlen eines Vaters, denn Julien hatte ihn verloren, als er noch sehr klein war, und er konnte sich nicht wirklich an ihn erinnern.

Als Kind arbeitete er von früh an Seite an Seite mit seiner Mutter, einer Dienstmagd, auf dem Feld, kämpfte sein ganzes Leben lang darum, seinem Schicksal zu entkommen, und es gelang ihm so gut, dass er sogar Eigentümer eines Hauses wurde, was er in seinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt hatte. Er hatte auch das Glück, einer ihm treu ergebenen Frau zu begegnen, die ihn sehr unterstützte, nachdem er das Land verlassen hatte, das ihm nicht gehörte, um einen Handwerksberuf, den des Maurers, zu erlernen. Es war, als hätte er geahnt, dass dies den einzigen Ausweg aus der Abhängigkeit und dem Joch bot, unter dem er geboren war.

Und dennoch lernte Julien niemals lesen und schreiben. Ich werde auf diesen Seiten, die sein Leben nachzeichnen, natürlich erklären, weshalb, aber die Tatsache kommt mir noch heute unbegreiflich vor. Gewiss, er war 1883 geboren worden, aber seit 1882 bestand in Frankreich die Pflicht zum kostenlosen Besuch einer Schule, und es ist schwer zu verstehen, warum dieses Kind nicht zur Schule gehen durfte. Wie auch immer, er litt sehr darunter, und für den Rest seines Lebens blieb dies ein wunder Punkt, denn er war zum Beispiel davon überzeugt, nichts über die Arbeitsweise der Institutionen seines Landes zu wissen, und folglich konnte es ihn genauso plötzlich wie das erste Mal, im Jahr 1914, wieder in den Krieg schicken, ohne dass er die Gründe dafür verstand.

Daher kam es, dass er später meinen Vater bat, ihm jeden Abend die Zeitung vorzulesen, und dass er die von seinen drei Söhnen erhaltene Unterweisung als einen der großen Erfolge seines Lebens betrachtete. Das war auch der tiefere Grund, dass er misstrauisch und besorgt blieb, sich immer gegen die Welt und jenen Gott auflehnte, der ihn nicht vor dem Schlimmsten hatte beschützen können, was ihm widerfahren konnte: einer Verstümmelung der rechten Hand.

Es war ganz sicher diese Sorge, dieses Misstrauen, diese Verwundbarkeit, die ihn vierzig Jahre lang daran hinderten, aufs Neue die Frage zu artikulieren, die er mit sieben Jahren seiner Mutter stellte, als er mit ihr zusammen auf dem Feld arbeitete: »Warum ist der Himmel blau?« Diese harmlose Frage hatte ihm eine Ohrfeige eingebracht, er fühlte sich deswegen schuldig und tief verletzt und begriff dunkel, dass das Kind einer Dienstmagd, die obendrein Witwe war, nicht das Recht besaß, den Blick zum Himmel zu heben, sondern ihn an den Boden zu heften hatte, der es ernährte.

Ja, er brauchte mehr als vierzig Jahre, ehe er sich traute, sie wieder zu stellen, dieses Mal seinem Sohn, meinem Vater, als dieser zwölf Jahre alt war und von dem er dachte, dass er alles wusste, da er seit seinem sechsten Lebensjahr zur Schule ging. Es ist anzunehmen, dass ihn die Antwort zufriedenstellte, denn sie erfüllte ihn mit einem tiefen Glücksgefühl, und so gelangte die Geschichte bis zu mir, ein ergreifendes Sinnbild einer unverhofften Entwicklung. Seit jenem Tag war Julien davon überzeugt, dass er sich endlich das Recht erworben hatte, den Blick zum Himmel zu heben.

All das geschah nicht im Mittelalter, auch nicht im 18. Jahrhundert, sondern an der Schwelle des 20. Jahrhunderts, und dieser Mann war mein Großvater: Julien Élie Signol, Sohn eines gewissen Jacques Signol, geboren 1838 in Carsac im Périgord, an den Ufern der Dordogne.

Dieser Jacques Signol, ebenfalls ein Tagelöhner, hatte ein Mädchen aus demselben Dorf geheiratet: Madeleine Bessaguet. Vor Julien, meinem Großvater, hatten sie bereits vier Kinder, drei Mädchen und einen Jungen. Madeleine war vier Jahre jünger als Jacques, und so war sie an jenem Tag, als sie mit ihrem Ehemann in das Dorf kam, in dem sie Halbpächter werden sollten, vierzig Jahre alt. Das heißt die beiden, die nichts weiter als einfache Bedienstete gewesen waren, erklommen eine wichtige Stufe auf der gesellschaftlichen Leiter. Das geschah 1882, kurz vor Juliens Geburt. Das Dorf hieß – und so heißt es noch heute – Saint-Vincentle-Paluel und liegt ungefähr zehn Kilometer von Sarlat entfernt.

Ich habe oft den Versuch unternommen, über Juliens Leben zu schreiben. Vor langer Zeit habe ich es auf ungefähr dreißig Seiten gebracht, doch irgendetwas hat mich veranlasst, wieder aufzuhören: etwas, das einfach zu groß, zu bewegend, zu ernst war … etwas Furchteinflößendes, das zweifellos darauf zurückzuführen war, dass ich mich diesem Mann gegenüber einfach zu klein fühlte – ich, den das Schicksal mit allen Mühelosigkeiten des Lebens bedacht hatte. Und im Übrigen, mit welchem Recht? Um einfach Zeugnis von einem Leben abzulegen, von dem man zunächst gar nicht glauben mochte, dass es so schwierig war; von einem außergewöhnlichem Mut und einem Schweigen, das niemals auch nur von der leisesten Klage oder gar von Resignation beeinträchtigt wurde?

Ich habe diese Seiten vor zwanzig Jahren geschrieben. Doch zuerst musste der Gedanke eines »Baumes der Stille« in mir heranreifen, das Bewusstsein für all die Verstorbenen, denen wir alles verdanken, bevor ich mich dazu durchringen konnte. Julien, mein Großvater väterlicherseits, hat mir den Namen gegeben, den ich trage, und dennoch habe ich nie die Kraft gefunden, von ihm zu sprechen. Warum? Ich weiß es nicht. Oder vielmehr, ich weiß es nur zu gut: Wie soll man von der Realität einer Existenz erzählen, die wir heute Lebenden uns einfach nicht mehr vorstellen können?

Dann habe ich begriffen, dass genau darin die Kraft liegt, die viele in einem Zeitalter brauchen, unter dem sie leiden, in einer Gesellschaft ohne Zugeständnisse, die uns überrollt und verletzt, doch in der es zum Glück keine Kriege mehr gibt, jedenfalls nicht in Europa. Die Menschen haben immer gelitten, gekämpft, einige siegreicher als andere. Julien in seiner großen Demut ist dafür ein Beispiel. Sein Schweigen im Kampf des Lebens verbarg eher seine Hoffnung als seine Zweifel: Es diente ihm dazu, die Kräfte zusammenzuhalten, die er brauchte, aber das machte es ihm auch leichter, rückblickend den Weg zu betrachten, den er zurückgelegt hatte. Denn es war ihm gelungen, sich eine beeindruckende menschliche Würde zu erwerben, seinen Kindern all das zu geben, was ihm gefehlt hatte. Ist das nicht ein Ziel und die Hoffnung aller Männer und aller Frauen von heute, in einem Kampf, der trotz der Andersartigkeit der Lebensumstände immer derselbe bleibt und bleiben wird?

IDie Erde

1Mein Vater sprach den Namen dieses Dorfes nie ohne Rührung und mit einem geheimnisvollen Unterton aus, der mich immer aufhorchen ließ: Saint-Vincent-le-Paluel. Hier war die Wiege der Familie, dort war sein Vater geboren worden, Julien Signol – mein Großvater also –, aber niemals sind wir dorthin gefahren. Niemals. Nicht ein einziges Mal. Obwohl wir oft nach Sarlat zur Familie meines Vaters fuhren und ich jedes Mal, zehn Kilometer von Sarlat entfernt, rechter Hand den Wegweiser erblickte: SAINT-VINCENT-LE-PALUEL. Was für ein Geheimnis gab es da, welches Drama hatte sich dort abgespielt? Oft habe ich mir diese Frage gestellt, doch ich fand viele Jahre keine Antwort darauf.

Erst sehr viel später – mein Vater muss fünfundsiebzig Jahre alt gewesen sein –, schlug ich ihm eines Tages vor, gemeinsam dorthin zu fahren, um so seine Einsamkeit nach dem Tod meiner Mutter zu mildern. Er zögerte, dann willigte er schließlich ein, ich brauchte ihm die Gründe nicht näher darzulegen. An einem frühen Nachmittag im Mai machten wir uns auf den Weg zu diesem Dorf, wo alles angefangen und sich das Schicksal von drei Generationen abgespielt hatte, wobei es nichts und niemanden mehr gab, der hätte berichten können, was damals wirklich vorgefallen war.

Sobald wir angekommen waren, begaben wir uns zu dem kleinen Friedhof an der Kirche im Herzen des Ortes, der eher ein Weiler als ein Dorf ist, und suchten das Grab, das unseren Namen tragen sollte. Es gab keines. Verstört ging mein Vater mehrere Male durch die Reihen, dann versuchte ich die Kirchentür zu öffnen, um bei einem Pfarrer Auskünfte zu erhalten, doch es gab schon lange keinen mehr. Keine Menschenseele war in diesem Dorf unterwegs, das sich seit dem am Ende des 20. Jahrhunderts eingetretenen Sieg der Städte Frankreichs über die ländlichen Regionen entvölkert hatte. Da kam mir der Gedanke, dass es vielleicht in Carsac ein Familiengrab gab, wo Juliens Eltern ursprünglich herkamen. Tatsächlich waren Jacques und Madeleine Signol von dort aufgebrochen, um sich nach Saint-Vincent zu begeben – in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Wir brauchten nur eine halbe Stunde, um zu dem Friedhof zu gelangen, der zwischen einer wunderschönen kleinen Kirche und einem Herrenhaus lag, dessen mit Läden versehene Fenster von Jahrhunderten von Leben zeugten. Es lag im Schutz eines kleinen Tals, in dem im kühlen Schatten des Laubes leise ein Bach plätscherte. Fast eine Stunde lang suchten wir und fanden kein einziges Grab mit dem Namen Signol. Und das, obwohl es zahlreiche sehr alte Gräber gab, auf denen die Familiennamen sehr gut lesbar waren. Ich war verblüfft: Was war das für ein Nichts, dem meine Vorfahren anheimgefallen waren, und warum?

Während der ganzen Rückfahrt sprach mein Vater kein einziges Wort. Ich begriff, dass er wie ich nach den Gründen dieses »Nichtvorhandenseins« seiner Großeltern suchte, nach diesem Abgrund, in den sie gestürzt zu sein schienen. Er sprach nie mehr mit mir darüber, aber ich konnte mich nicht damit abfinden: Für mich lag darin die Entdeckung einer unerträglichen, unentschuldbaren Ungerechtigkeit, die Leugnung zweier Existenzen, die ich liebgewonnen hatte.

Die wenigen offiziellen Papiere, die Julien betrafen, waren jedoch unanfechtbar: Er war wirklich der Sohn von Jacques Signol, geboren 1838 in Carsac, und von Madeleine Bessaguet, geboren 1842 in ebendiesem Dorf. Die Familiengeschichte bestätigte ebenso, dass sie sich 1883, im Jahr vor Juliens Geburt, in Saint-Vincent niedergelassen hatten. Warum gab es da dann plötzlich keine Spuren mehr, warum dieser undurchdringliche Schatten über ihrem Leben?

Monatelang habe ich in den Dörfern, den Rathäusern geforscht, habe versucht, in unserer Familie alle verfügbaren Informationen zusammenzutragen, aber zu Juliens Zeit sprach man wenig: Die Arbeit ließ einem keine Zeit sich mitzuteilen. Die Menschen, die mit ihren Händen arbeiteten, wurden von anderen Notwendigkeiten getrieben – sie mussten ihr täglich Brot verdienen. Ich konnte mich dennoch nicht dazu entschließen, diese beiden Leben, von denen ich annahm, dass sie von großem Mut und starker Widerstandskraft geprägt gewesen waren, zu verleugnen. Die einzige Lösung, die mir möglich und sehr bald auch unerlässlich erschien, war die, ihr Leben von Juliens Geburt an Tag für Tag zu rekonstruieren.

Am Ende meiner Nachforschungen habe ich mich dann auf die Schwelle eines am Hang gelegenen kleinen Hauses in Saint-Vincent-le-Paluel gesetzt, wo ich mir dank eines alten Mannes, den ich im Dorf getroffen hatte und der glaubte mir bestätigen zu können, dass sie dort gelebt hatten, die Ankunft von Jacques und Madeleine ausmalen konnte – sie war schwanger, doch unter dem schweren schwarzen Kleid, das die Frauen im Périgord das ganze Jahr über trugen, konnte man nichts davon ahnen. Es war ein Nachmittag im Herbst. Ich erblickte den Karren, der zu mir heraufkam, den Hang entlang, über den der Himmel bereits die ersten Streifen der Nacht breitete

Der Karren kommt vor der Tür des kleinen Hauses zum Stehen, einem langen und niedrigen, mit rötlichen Ziegeln gedeckten Gebäude auf halber Höhe eines kleinen Hügels. Es liegt an einem Weg, der sich zu einem Kastanienwald hinaufwindet. Ihm gegenüber, auf der anderen Seite eines kleinen sandigen Hofs, ein kleineres, ebenfalls mit Ziegeln bedecktes Gebäude, das über es zu wachen scheint. Jacques hilft seiner Frau und seinen Kindern vom Wagen zu steigen, dann stößt er wortlos die Tür auf, die nicht verschlossen ist, und das aus gutem Grund: Das Innere des Hauses ist völlig leer. Das zeigt sich, sobald er die Kerze anzündet, die er zwischen seinem Hemd und seiner Haut getragen hat, um sie vor dem Regen zu schützen.

Danach geht er zu dem an der Decke hängenden Leuchter, prüft, ob der Docht ins Öl eintaucht, und zündet ihn an. Ein wärmeres Licht als das der Kerze erleuchtet schwach den Raum, und ein großer Kamin kommt zum Vorschein, in dessen Nähe aufgestapeltes Holz liegt.

»Kümmere dich um das Feuer!«, sagt er zu seiner Frau, »ich fange derweil an abzuladen.«

Und zu den beiden Kindern, die zitternd neben ihm stehen:

»Kommt mit! Wir brauchen nicht lange.«

Er kennt sich ein wenig aus, da er vor drei Wochen anlässlich der Unterzeichnung des Pachtvertrags schon einmal hier gewesen ist. Damals hat er das Holz am Kamin aufgestapelt und sich im Haus sowie im angrenzenden Scheunenstall umgesehen. Er geht hinaus, seine beiden Kinder folgen ihm – zwei Mädchen, Amélie und Marie, zwölf und zehn Jahre alt. Ihre älteren Geschwister leben nicht mehr bei ihnen: Sie sind auf Bauernhöfen in Stellung, wie es in einer Zeit Brauch ist, in der man vom frühesten Kindesalter an sein Brot verdienen muss.

Er spannt das Pferd aus, führt es in den Stall, lässt es vor einem Heuballen stehen und entschließt sich, es später abzureiben. Es ist dringender, die von der Plane nur unzureichend geschützten Möbel abzuladen, also macht er sich mit seinen zwei Töchtern sogleich an die Arbeit. Zwei Bettstellen, zwei Strohsäcke, eine Truhe, ein Tisch und vier Stühle geben dem Zimmer mit dem Boden aus gestampfter Erde ein wenig Leben, zumal auch das Feuer im Kamin brennt und Madeleine eine Suppe vom Vortag aufwärmt; sie hat sich die Mühe gemacht, sie mitzunehmen.

Der Vater und seine beiden Töchter rücken am Kamin zusammen und zittern noch lange. Sobald sie sich erholt haben, geht Jacques zur Tür und sagt:

»Ich werde mich um das Pferd kümmern.«

Das Tier gehört ihm nicht: Ein Freund aus Carsac hat es ihm geliehen, und er hat versprochen, es so schnell wie möglich zurückzubringen. Außerdem fürchtet er, dass sich das Pferd erkältet und krank wird. Ausgerüstet mit einer Kerze betritt er den Stall, greift nach einer Handvoll Stroh und beginnt, den Rücken des Tieres kräftig abzureiben, dann verstreut er auf dem Boden einen frischen Ballen Stroh und kehrt wieder ins Haus zurück, wo ihm erneut wohlige Wärme entgegenschlägt. Er setzt sich hin, füllt zuerst seinen beiden Töchtern und seiner Frau, dann sich selbst auf und sagt dabei nicht ohne einen Anflug von Stolz:

»Nun ist es so weit! Wir sind zu Hause!«

Als sie lächeln – allerdings ist es ein armseliges Lächeln, das mehr Furcht als echte Freude ausdrückt – fügt er hinzu:

»Zumindest ein Dach über dem Kopf. Es wurde auch Zeit.«

Das Feuer im Kamin hat die Feuchtigkeit des kleinen Hauses, das seit mehr als einem Monat unbewohnt ist, vertrieben, die früheren Halbpächter sind Anfang September weggezogen.

»Ihr werdet sehen«, sagt Jacques, »wir werden es gut haben.«

Madeleine pflichtet ihm schüchtern bei und sagt:

»Morgen wird es nicht regnen. Mir scheint, der Wind hat gen Norden gedreht.«

Sie brauchen nicht lange, um ihre Suppe zu essen, dann geht Jacques wieder zum Kamin, während seine Frau und seine Töchter den Tisch abdecken.

»Heute Nacht«, sagte er, »rücken wir die Betten in die Nähe des Kamins. Morgen, wenn alles trocken ist, werden wir sie an ihren Platz stellen.«

Es gibt nur zwei Kammern, hinten am Ende der Küche, drei Räume im Ganzen, doch sie sind leicht zu heizen: Man braucht nur die Türen tagsüber aufzulassen.

»Das Beste ist, wir gehen jetzt schlafen«, sagt Madeleine.

Die Mädchen legen ihre Obergewänder ab, sie behalten ihre Hemden an, legen sich in ihr Bett und drehen sich zur Wand. Jacques und Madeleine entkleiden sich ebenfalls, nachdem sie noch einmal Holz nachgelegt haben, und legen sich auch hin. Nach einer Viertelstunde durchzieht sie endlich wohlige Wärme. Draußen rüttelt der Wind an den Dachziegeln und kündet den Winter an. Erschöpft fallen sie sogleich in einen unruhigen Schlaf, belastet von den Bedrohungen des Unbekannten, wie immer, wenn man nicht weiß, was der nächste Tag bringen wird.

Der erste Tag ihres neuen Lebens geht zu Ende. Julien, mein Großvater ist noch nicht geboren, aber ich bin sicher, dass er schon im Bauch seiner Mutter die Angst vor dieser Lebensveränderung gespürt hat, jener irrwitzigen Hausforderung, die sie hierher geführt hat, an diesen den Winden ausgesetzten Hang, am Beginn eines verfrüht einbrechenden Winters, der einiges befürchten lässt.

2Am nächsten Tag machte sich Jacques sehr früh auf den Weg zu dem Pachtherrn; nicht ohne Furcht, denn ihre erste Begegnung einen Monat zuvor war alles andere als warmherzig gewesen. Der Mann wohnte in einem großen Bürgerhaus, das auf den Ruinen eines jener kleinen Schlösser errichtet worden war, wie sie so zahlreich im Périgord vorkommen. Es regnete nicht mehr, aber es war kälter als am Vorabend, und der Himmel, der über dem aschgrauen Wald besonders klar wirkte, glitzerte im Sonnenlicht. Das Gut lag weniger als zwei Kilometer entfernt und ungefähr auf gleicher Höhe mit dem Pachthof, das heißt es lag am Hang über dem kleinen Tal, das wegen der Überschwemmungen durch den Bach und den Sumpf in der Schlechtwetterzeit immer feucht war. Vom Schloss aus verbreiterte sich das Tal im Norden in Richtung Sainte-Nathalène, wo es zwischen Bach und Wald Raum für Felder bot.

Am Ende meiner Nachforschungen habe ich entdeckt, dass dem Eigentümer in diesem Tal zwei Pachthöfe gehörten, doch sie brachten nur einen geringen Ertrag, da die viel zu schmalen Äcker wenig hergaben und auf den Wiesen mehr Schilf als gutes Gras wuchs. Der Mann war quasi durch seine Kinder, die in die Stadt gezogen waren, ruiniert worden, und so hatte er es im Alter, von dem er sich eigentlich Ruhe und Frieden erhofft hatte, nicht leicht. Er hatte keinen Verwalter und kümmerte sich selbst um die Halbpächter.

Das schmiedeeiserne Tor des Schlosses stand immer offen, aus dem einfachen Grund, weil es lange nicht betätigt worden und verrostet war. Eine geschotterte Allee führte zu einer Terrasse und weiter zu einer Tür mit einem fein ziselierten Türklopfer aus Eisen. Jacques hatte ihn zweimal betätigt, und der Besitzer war sogleich erschienen, als habe er bereits hinter seinem Sprossenfenster gelauert. Er trug Gamaschen, eine grob gerippte Hose und einen Jägerkittel und ließ seinen Halbpächter nicht ins Innere des Hauses ein.

»Komm mit!«, hatte er gesagt.

Dieses Duzen, diese Grobheit hatte Jacques bei ihrer ersten Begegnung unangenehm überrascht, doch er hatte sich bemüht, darüber hinwegzusehen. Er war dem Besitzer, der es eilig zu haben schien, bis zu einem Nebengebäude gefolgt, das als Stall diente.

»Da«, hatte der Mann gesagt: »Zwei Kühe und zehn Schafe. So war es vereinbart, nicht wahr?«

Jacques hatte genickt, die Tiere losgebunden und sie mit einem Stock, den er mitgebracht hatte, ins Freie getrieben.

»Pass gut auf sie auf«, hatte der Besitzer gesagt. »Du weißt, wenn du eins verlierst, musst du es ersetzen.«

Wieder hatte Jacques zustimmend genickt.

Mit den Worten: »Du kannst jetzt gehen!«, hatte der Mann das Gespräch beendet, und in seiner Stimme schwang Ungeduld mit.

»Danke!«, hatte Jacques gesagt, doch er konnte sich nicht entschließen zu gehen, irgendwie erhoffte er sich eine zusätzliche Geste, wenigstens ein ermutigendes Wort, etwas, das ihn an diesem eisigen Morgen anlässlich seines Neubeginns erwärmte.

Zu jener Zeit, das habe ich überprüft, beinhalteten die Halbpachtverträge rücksichtslose Regelungen zugunsten der Besitzer. Da gab es nichts zu verhandeln, und Jacques wäre es ohnehin nicht eingefallen. In ihm steckte zu viel von der alltäglichen Unterwürfigkeit eines Bediensteten, mit der er seit mehr als dreißig Jahren in Carsac lebte, das heißt von dem Alter an, als er am Ende seiner Kindheit angefangen hatte, in gebeugter Haltung die Erde zu bearbeiten. Dennoch hatte er den Sprung gewagt, trotz aller Risiken, trotz des Winters, der vor der ersten Ernte überstanden werden musste.

Es war ferner vereinbart worden, dass dem neuen Halbpächter die Kastanien zustanden, die sich während dieses ersten Winters noch im Trockenraum befanden. Mit dem Sack Mehl, den er mitgebracht hatte, und der Milch von den Kühen hoffte er bis zum Frühling über die Runden zu kommen, ohne dass seine Familie Hunger litt. Wenn erst einmal die erste Ernte eingefahren und das Gemüse geerntet wäre, würde alles besser werden, jedenfalls setzte er seine Hoffnung darauf, als er den Rückweg zum Pachthof antrat, wo seine Frau und die Kinder auf ihn warteten.

Sobald er angekommen war, war Madeleine zu ihm in den Stall gekommen, wo er sich um die Tiere kümmerte, und hatte ihm eine schlechte Nachricht verkündet:

»Ich habe mir die Kastanien im Trockenraum angesehen. Die meisten sind verschimmelt. Es gibt eine undichte Stelle im Dach.«

Jacques konnte eine Geste der Verärgerung nicht unterdrücken, und da sie begriff, dass es besser war, ihn nicht noch mehr zu beunruhigen, fuhr sie mit zuversichtlicherer Stimme fort:

»Es muss noch welche im Wald geben. Ich werde sie heute Nachmittag zusammen mit den Mädchen aufsammeln.«

»Gut!«

Das war alles, was er sagte. Nach einer kurzen Pause sprach er weiter: »Es ist erst zehn Uhr. Ich werde das Pferd und den Karren nach Carsac zurückbringen.«

»Kann das nicht bis morgen warten?«

»Nein, ich habe es versprochen.«

»Dann iss ein wenig, ehe du gehst. Es ist sehr kalt, und du wirst nicht vor Einbruch der Dunkelheit zurück sein.«

Er folgte seiner Frau ins Haus, froh darüber, die Wärme der Feuerstätte zu spüren, und bemerkte, dass die Betten in die Zimmer getragen worden waren; das Haus war geputzt, der irdene Topf und die Suppenterrine standen bei den Feuerböcken beim Kamin, bereit, ihren Lebensunterhalt zu gewährleisten. Die Brotsuppe und der Wein, den er zusammen mit der Brühe, die auf dem Tellerboden übriggeblieben war, trank, verliehen ihm wieder neue Kräfte. Eine angenehme Wärme durchströmte seinen Körper, denn diese Mahlzeit, das traditionelle »chabrot« des Périgord, vereinigte Wein und Brot miteinander, die wichtigsten Nahrungsmittel zu jener Zeit für die Männer wie für die Frauen.

Ohne länger zu verweilen, war er bei Nordwind aufgebrochen. Den Hinweg der sechsundzwanzig Kilometer langen Strecke hatte er mit dem Pferd zurückgelegt, den Rückweg zu Fuß. Aber das schreckte ihn nicht, denn er war es gewohnt, zu Fuß zu gehen, da er niemals auch nur das einfachste Fortbewegungsmittel besessen hatte. Ich habe diesen Weg mehrfach abgeschritten, um meine Fußstapfen in die von Jacques und Madeleine zu setzen. Nach fünf oder sechs Kilometern trifft man auf die Dordogne, die die Straße eskortiert, dann stößt man auf die Hauptachse von Souillac nach Sarlat, und wenn man sie ungefähr noch einmal so viele Kilometer weiter verfolgt hat, biegt man rechts ab und bahnt sich einen Weg durch Dickicht und Wälder in Richtung Saint-Vincent. Es ist ein Weg der Hoffnung, des Mutes, aber auch der Angst. Ich weiß es, denn immer wenn ich ihn ging, hatte ich diese Empfindung einer Gefahr, eines dunklen Schicksals, das sich zusammenballt. Seitdem glaube ich an das Gedächtnis der Gene, an etwas in uns, das sich daran erinnert, was die Männer und Frauen, die uns vorangegangen sind, erlebt haben.

An jenem Tag erreichte Jacques, der das Tier am Zügel führte, sein Ziel gegen drei Uhr nachmittags und machte sich sogleich wieder auf den Rückweg, nachdem er nur eine Scheibe Brot und ein Glas Wein angenommen hatte, das ihm der Mann anbot, der ihm das Pferd geliehen hatte. Es war klar und kalt, doch von der Dordogne her stieg Nebel auf, und er ahnte, dass er die Dunkelheit mitbrachte. Tatsächlich erlosch der Glanz der Himmels schon ab fünf Uhr, der Nordwind erhob sich, und ein eisiger Schatten legte sich über die Wiesen und Felder zu beiden Seiten des Weges.

Als er die große Straße erreichte, sah Jacques nichts mehr. Zum Glück tauchte der Mond aus dem Nebel auf und leitete ihn ein wenig. Ihm war kalt. Er war unruhig, aber froh: Das neue Leben, das er sich so sehr gewünscht und erhofft hatte, würde am nächsten Tag wirklich beginnen. Er erwartete keine Wunder, sondern nur die Möglichkeit, selbst über sein Tagewerk zu entscheiden. Niemand würde mehr zu ihm sagen: »Heute gehst du dorthin, du machst jetzt das, und wenn du fertig bist, tust du dies.« Nein, fortan würde er selbst entscheiden, was er tat. Es war nicht das vollkommene Glück, doch es kam ihm sehr nahe.

Um zehn Uhr nachts langte er durchgefroren und mit schweren Beinen zu Hause an, doch Madeleine erwartete ihn und füllte ihm sogleich die Suppe auf, die sie zwischen den Feuerböcken warmgehalten hatte.

»Es waren noch einige Kastanien da«, sagte sie. »Wir haben sie alle aufgesammelt. Ich habe einige gekocht, wenn du willst.«

Er willigte ein, fühlte sich wohl, dachte an das Bett, das ihn vollends wärmen würde. Seine Augen waren voller Hoffnung, als er zu ihr sagte:

»Siehst du, dass wir recht hatten. Es wird niemanden mehr geben, der uns sagt, was wir zu tun haben.«

Sie nickte und lächelte.

»Geh schnell schlafen, du musst müde sein.«

3Der erste Winter in Saint-Vincent wurde einer der längsten und strengsten seit Menschengedenken. Das ist höchst ungewöhnlich im Périgord, wo sich seit Urzeiten von sehr weit her kommende Bevölkerungsgruppen aufgrund des sanften Klimas angesiedelt haben. Aber in jenem Jahr fiel sogar Schnee, was in diesem Tal eine große Seltenheit war, und er blieb einige Tage liegen, sodass man nicht viel mehr tun konnte, als sich um die Tiere zu kümmern und Holz zu schlagen.

Jacques und Madeleine besaßen einige Ersparnisse, doch sie waren dafür vorgesehen, im Frühling Federvieh zu kaufen, und vielleicht ein Ferkel, das ihnen Fleisch für ein Jahr liefern würde, wenn es einmal groß war. Bis dahin ernährten sie sich nur von Suppe, Milch und Kastanien. Gerade genug, um nicht zu verhungern, aber sie hatten es vorausgesehen und so gewollt. Madeleine buk alle vierzehn Tage Brot: zwei große runde Laibe mit einer dicken Kruste, die nach vier oder fünf Tagen hart wurden und schwer zu schneiden und schließlich noch schwerer zu kauen waren, wenn sie nicht in Brühe eingeweicht wurden.

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