Der kleine Prinz - Antoine de Saint-Exupéry - E-Book

Der kleine Prinz E-Book

Antoine de Saint-Exupéry

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Beschreibung

Antoine de Saint-Exupéry, Pilot und Schriftsteller zugleich, musste im Jahr 1935 in der ägyptischen Wüste notlanden. Fünf Tage marschierte er durch die Wüste, bevor er gerettet werden konnte. Am 31. Juli 1944 trat er seinen letzten Flug an, von dem er nicht zurückkehrte. 1943 erschien erstmals sein Buch "Der kleine Prinz", das sich bis heute millionenfach verkauft hat. Auf seiner Reise zu den verschiedenen Planeten hat Der kleine Prinz die unterschiedlichsten Personen kennengelernt – einen König ohne Untertanen, der ihn sogleich als seinen Untertan betrachtete, einen Trinker, einen Eitlen, der nur nach Bewunderung heischte, einen Reichen, der nichts anderes als Geld im Kopf hatte. Das oftmals als modernes Märchen eingestufte Buch ist eine versteckte Kritik an der damaligen Gesellschaft und enthält sehr viele Hinweise auf egoistisches, kapitalistisches und eitles Verhalten.

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Seitenzahl: 74

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© 2016 Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

 

Alle Rechte, auch das der fotomechanischen Wiedergabe (einschließlich Fotokopie) oder der Speicherung auf elektronischen Systemen, vorbehalten.

All rights reserved.

 

Titelabbildung: Illustration von Antoine de Saint-Exupéry

aus der französischen Originalausgabe ISBN: 978-3-86820-951-8

 

E-Book-Konvertierung: Satzweiss.com Print Web Software GmbH

 

www.nikol-verlag.de

WIDMUNG

Für Léon Werth

Ich bitte die Kinder um Verzeihung, dass ich dieses Buch einem Erwachsenen gewidmet habe. Meine Entschuldigung ist ernsthafter Natur: Dieser Erwachsene ist der beste Freund, den ich auf der Welt habe. Ich habe noch eine weitere Entschuldigung: Dieser Erwachsene ist in der Lage, alles zu verstehen, selbst Bücher für Kinder. Und ich kann noch eine dritte Entschuldigung vorbringen: Dieser Erwachsene lebt in Frankreich, wo er Hunger hat und friert. Er muss getröstet werden. Wenn all diese Entschuldigungen nicht ausreichen sollten, möchte ich dieses Buch einem Kind widmen, das weiland dieser Erwachsene war. Alle Erwachsenen waren zuerst einmal Kinder (aber vielleicht erinnern sich nur wenige von ihnen daran). Also korrigiere ich meine Widmung in:

 

 

Für Léon Werth, als er ein kleiner Junge war

I

Als ich sechs Jahre alt war, sah ich einmal ein wunderschönes Bild in einem Buch über den Urwald, das »Erlebte Geschichten« hieß. Es stellte eine Riesenschlange dar, die eine große Raubkatze verschlang. Hier ist die Kopie dieser Zeichnung.

 

 

In diesem Buch hieß es: „Die Riesenschlangen verschlingen ihre Beute im Ganzen, ohne sie zu zerkauen. Danach können sie sich nicht mehr bewegen und schlafen dann sechs Monate lang während der Verdauung.«

Ich habe daraufhin viel über die Abenteuer im Dschungel nachgedacht und meinerseits gelang es mir mit einem Buntstift meine erste Zeichnung zu Papier zu bringen. Meine Zeichnung Nummer eins. Sie sah so aus:

 

 

Ich zeigte mein Meisterwerk Erwachsenen und fragte sie, ob meine Zeichnung ihnen Angst mache.

Sie antworteten mir: »Warum sollte ein Hut Angst machen?«

Meine Zeichnung stellte keineswegs einen Hut dar. Sie stellte eine Riesenschlange dar, die einen Elefanten verdaut. Daraufhin zeichnete ich das Innere der Riesenschlange, damit die Erwachsenen es verstehen könnten. Sie benötigten aber immer noch Erklärungen. Meine Zeichnung Nummer zwei sah dann so aus:

 

 

Die Erwachsenen rieten mir Zeichnungen von Riesenschlangen, ob geschlossen oder offen, aufzugeben und mich mehr für Geografie, Geschichte, Rechnen und Grammatik zu interessieren. Und so gab ich im Alter von sechs Jahren eine fantastische Karriere als Maler auf. Ich war durch den Misserfolg meiner Zeichnungen Nummer eins und Nummer zwei entmutigt worden. Erwachsene begreifen niemals etwas von selbst und für Kinder ist es ermüdend ihnen Erklärungen dafür zu liefern.

Ich musste mir nun einen anderen Beruf aussuchen und wurde Pilot. Ich bin ein wenig in der ganzen Welt herumgeflogen. Und die Geografie, das stimmt wirklich, half mir sehr dabei. Auf den ersten Blick konnte ich sofort China von Arizona unterscheiden. Das ist nützlich, wenn man sich in der Nacht verirrt.

Ich hatte auch im Verlauf meines Lebens eine Menge Kontakt mit einer Menge ernsthafter Leute. Ich habe viel bei Erwachsenen gelebt. Ich habe sie aus nächster Nähe gesehen. Aber das hat meine Meinung nicht wesentlich verbessert.

Wenn ich einem von ihnen begegnete, der mir ein wenig aufgeschlossener erschien, probierte ich es bei ihm mit meiner Zeichnung Nummer eins, die ich immer aufbewahrt hatte. Ich wollte wissen, ob er wirklich einsichtig war. Aber stets antwortete er mir: „Das ist ein Hut.« Also sprach ich nicht mehr über Riesenschlangen, noch Urwälder oder Sterne. Ich stellte mich auf ihn ein und sprach über Bridge, Golf, Politik oder Krawatten. Und der Erwachsene war sehr zufrieden, einen Mann kennengelernt zu haben, der so vernünftig war.

II

Ich habe deshalb allein gelebt, ohne einen Menschen, mit dem ich wirklich sprechen konnte, bis ich vor sechs Jahren eine Panne in der Wüste Sahara hatte. Irgendetwas in meinem Motor war entzweigegangen und da ich nie einen Mechaniker noch Passagiere bei mir hatte, versuchte ich mich daran, eine schwierige Reparatur selbst zu meistern. Es war für mich eine Frage auf Leben und Tod. Ich hatte für knapp acht Tage Trinkwasser bei mir.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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