Der letzte Offizier - Markus Jansen - E-Book

Der letzte Offizier E-Book

Markus Jansen

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Beschreibung

Soldat Hendrik und sein befehlshabender Offizier stammen aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Sie sind unzufrieden mit der Monotonie ihrer Zeit und der Gesellschaft und sehnen sich danach, etwas Neues zu entdecken. Dem Offizier ist bereits seit längerer Zeit ein Ort mit einem geheimnisvollen Portal bekannt. Als er die Zeit für gekommen hält, dessen Geheimnis zu erkunden, überredet er den Soldaten Hendrik, ihn bei diesem Abenteuer zu begleiten. Als wagemutige, neugierige und unerschrockene Recken ihrer Zeit durchschreiten sie das Portal. Wie sich dabei herausstellt, ermöglicht das Portal Zeitreisen. Mittels Zeitsprung gelangen die beiden in unsere Zeit und trennen sich für ein Jahr, um ihre ferne Zukunft, unsere Gegenwart zu erkunden und um Erfahrungen in dieser für sie relativ fremden Umgebung zu sammeln. Sie verabreden sich, nach Ablauf des Jahres an einem abgelegenen Treffpunkt in einem Wald wieder zusammenzutreffen, um sich über ihre Erlebnisse und Erkenntnisse in dieser ihnen fremden Zeit auszutauschen und ein erstes Fazit zu ziehen. Wie hat sich die Welt in den vergangenen hunderten von Jahren verändert? Haben sich die Menschen in der Zwischenzeit ebenfalls verändert? Hatte der technische Fortschritt Einfluss auf Denken und Handeln der Menschen? Was wurde besser, was wurde schlechter, was blieb gleich? Da eine Rückkehr in ihre Zeit ausgeschlossen ist, müssen sie sich entscheiden, was sie weiter tun sollen, wie mit ihren Erkenntnissen über unsere Zeit umgehen, wie darauf reagieren, wie ihre besonderen Eigenschaften zum Nutzen der Menschen einsetzen? All dies wird im Dialog behandelt, wenn sich Soldat Hendrik und dessen Offizier nach einem Jahr an der vereinbarten Stelle wiedersehen.

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Seitenzahl: 105

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Der letzte Offizier

von

Markus Jansen

Erstellt: 2010/2020

Aktuelle Ausgabe: 2020-03-03

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://portal.dnb.de/ abrufbar.

© 2010/2020 Markus Jansen Rückmeldungen und Anmerkungen zum Buch von Lesern an den Autor bevorzugt direkt per Email an folgende Adresse:

[email protected]

Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt

ISBN: 9783750469761

Dieses Buch ist gedruckt ebenfalls verfügbar: ISBN: 9783750469778

Kurzzusammenfassung

Soldat Hendrik und sein befehlshabender Offizier stammen aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Sie sind unzufrieden mit der Monotonie ihrer Zeit und der Gesellschaft und sehnen sich danach, etwas Neues zu entdecken.

Dem Offizier ist bereits seit längerer Zeit ein Ort mit einem geheimnisvollen Portal bekannt. Als er die Zeit für gekommen hält, dessen Geheimnis zu erkunden, überredet er den Soldaten Hendrik, ihn bei diesem Abenteuer zu begleiten. Als wagemutige, neugierige und unerschrockene Recken ihrer Zeit durchschreiten sie das Portal. Wie sich dabei herausstellt, ermöglicht das Portal Zeitreisen.

Mittels Zeitsprung gelangen die beiden in unsere Zeit und trennen sich für ein Jahr, um ihre ferne Zukunft, unsere Gegenwart zu erkunden und um Erfahrungen in dieser für sie relativ fremden Umgebung zu sammeln.

Sie verabreden sich, nach Ablauf des Jahres an einem abgelegenen Treffpunkt in einem Wald wieder zusammenzutreffen, um sich über ihre Erlebnisse und Erkenntnisse in dieser ihnen fremden Zeit auszutauschen und ein erstes Fazit zu ziehen.

Wie hat sich die Welt in den vergangenen hunderten von Jahren verändert? Haben sich die Menschen in der Zwischenzeit ebenfalls verändert? Hatte der technische Fortschritt Einfluss auf Denken und Handeln der Menschen? Was wurde besser, was wurde schlechter, was blieb gleich? Da eine Rückkehr in ihre Zeit ausgeschlossen ist, müssen sie sich entscheiden, was sie weiter tun sollen, wie mit ihren Erkenntnissen über unsere Zeit umgehen, wie darauf reagieren, wie ihre besonderen Eigenschaften zum Nutzen der Menschen einsetzen?

All dies wird im Dialog behandelt, wenn sich Soldat Hendrik und dessen Offizier nach einem Jahr an der vereinbarten Stelle wiedersehen.

Verzeichnisse

Inhaltsverzeichnis

Szene 1Szene 2Szene 3Szene 4

Einstiegspunkte

TitelFontispizImpressumKurzzusammenfassungTextanfang

Szene 1:

Fünfzehntes Jahrhundert

Germanien

Ein alter Offizier, der im schwarzen Gewand am Lagerfeuer sitzt und das Wechselspiel von Tag und Nacht betrachtet.

Monolog des Offiziers:

Nun sitz’ ich hier ein weitres´ Mal,

die Nacht vergeht, der Tag beginnt,

leer und kalt, so wirkt dies alt’ Gemäuer,

die Zeit durch meine Hände rinnt.

Wo nur bleibt der lang ersehnte Friede

und wo ist die Ruhe, die ich such’?

Die Tage verrinnen, einer so wie der andere,

Tausende vor mir schon das gleiche Lied gesungen,

mal mit Freud’ und mal gedrungen.

Vergleicht man die Zeit mit dem Alter der Welt,

so waren es nur wenige Augenblicke,

die ich glücklich sein durft’,

doch jene Augenblicke hüte ich

wie einen Schatz in mir.

Rubin auf Rubin,

Münze auf Münze.

Wo jetzt die Kriege toben,

wo Dummheit sich mit fragwürdigem Sinn oft paart,

da frag ich mich ein um’s andre’ Mal,

ob mein Leben ein Ehrenhaftes war.

Die Seele eines Mannes scheint oft zwiegespalten.

Mal bin ich voller Tatendrang und

kann die Kräfte wie den Willen kaum noch zähmen

und Mal ist’s, als wär’ die Ruhe

das Einzige, was ich noch will.

Oft ging ich die falschen Wege und heut’ bereu’ ich,

dass ich anderen nicht half,

sondern das Leid Vieler nur vermehrte.

Die Einsicht kommt spät

und wo die Wahrheit mir oft im Schwerte lag,

da seh’ ich nun,

wohin mich das Leben brachte

und das ich nur

ein Gefangner’ meiner selbst bin.

Zu wenig konnt’ ich bewirken,

bin ich doch von niedrer’ Herkunft,

was blieb also auf des Königs Wort zu horchen?

Wie oft lag ich im eignen’ Blut

und dies für einen Herrn’,

der lange Zeit nicht mal meinen Namen kannte.

Wo hier die Seinen sich vereinen,

wo rank und schlank der Wahrheit Nektar bleibt,

da ist es schwer,

aus Gut und Böse den richtgen’ Weg zu finden

und ihn auch zu gehn’.

Ich frage mich,

ob es Gut und Böse wahrlich gibt,

oder schließt das eine das andre’ gleich mit ein?

Alles hat zwei Gesichter,

das meiste hat einen Grund,

daher lässt sich alles stets betrachten,

das Böse still verachten,

das Gute schützt mir neu,

auf dass ich keinen Atemzug von heut’ bereu’.

Was soll ich sagen,

was soll ich denken?

Ich will nur weg,

weg aus meiner Zeit.

Wo Lüge sich mit Wahrheit eint,

da such ich einen,

der mit mir nun Schmerz

und Leid am Feuer teilt,

denn wo die Welt in himmlisch’ Sphären,

da greift die Vergänglichkeit nach jedem

und die Erkenntnis peitscht mir ins Gesicht.

Alles bleibt auf dem Weg,

dem Weg in die Vergänglichkeit.

Stets auf dem Weg zu vergammeln,

zu verschimmeln,

zu verwesen,

zu versinken,

zu altern einfach nur.

Am Ende ist die Vergänglichkeit,

denn alles wird dahin gerafft.

So ist des Lebens Lauf,

doch still nun,

denn bekannt sind

die Geräusche aus der Ferne.

Es sind die Dämonen

und die Gedanken aus alten Tagen,

die mich quälen,

sie pirschen sich heran

und wollen mir die Sinne rauben,

doch wie all die Jahre zuvor

bin ich auf euch vorbereitet!

Kommt her,

denn so wie in all den Jahren

wartet meine Klinge darauf,

euch zu ritzen

und euch zurück

in die Tiefen der Dunkelheit zu treiben.

Ihr werdet es nicht schaffen,

mich um meine Sinne zu bringen.

Zu oft habt ihr’s versucht

und seid doch stets gescheitert.

Die Schatten der Dämonen ziehen sich in seiner Einbildung zurück.

So dacht’ ich’s mir

verlaustes Pack –

kaum zeig’ ich Gegenwehr,

schon sucht ihr das Weite

und geht eurer Wege.

Geht und quält eine andre’ Seele!

Diese ist noch nicht bereit,

euch zu folgen

in die ewge’ Finsternis.

Noch nicht!

Langsam geht die Sonne auf.

Lang’ hab ich überlegt

und mich entschlossen,

mein Glück in einer anderen Zeit zu suchen

und nur einen will ich

auf diese Reise mitnehmen.

Nur einen!

Meinen alten Freund,

der viele Schlachten mit mir stritt

und mit mir quer durch jede Hölle ging.

Ihn will ich mit durch dieses Tor nehmen!

Ich bin der einzige,

der jene Pforte kennt,

die tief im Wald verborgen.

Und nun ist die Zeit gekommen

herauszufinden,

ob’s Gaukelei,

oder ob die Wahrheit

der Sache Ursprung ist.

Vor Jahren entdeckte ich dies’ Tor

und hielt es stets für mich,

doch nun will ich es erproben.

Ich will hinter die Fassade schauen

und es wagen,

denn die Zeit ist reif,

das ich eine andere Welt betrete,

denn diese Zeit hier kann nicht alles sein.

Sie darf nicht alles sein!!!

Ich schieb’ die Angst beiseite,

so wie es immer war,

auch wenn sie noch so groß,

die Furcht vor Veränderungen

darf mich nicht halten.

Sie wird mich nicht halten!

Rastlos ist noch immer mein Geist

und der Wissensdurst

ist noch lange nicht gestillt.

Es ist immer die Suche nach dem Sein,

die Suche nach dem Abenteuer

und die Suche nach dem Neuen.

Der Offizier macht sich auf den Weg ins Dorf und findet den ebenfalls in schwarz gekleideten Soldaten Hendrik vor der Schänke.

Offizier:

Sei gegrüßt, mein Freund,

was blickst Du so müde drein?

Hendrik:

Guten Morgen Herr.

Ich brauchte etwas frische Luft,

denn der gestrige Abend war lang.

Gefeiert mit Gleichen,

getrunken mit Freunden,

doch will ich euch

die wüsten Schilderungen ersparen.

Der Offizier fasst den Soldaten um die Schulter und geht mit ihm beiseite.

Offizier:

So wie in alten Zeiten, nicht wahr?

Doch sag mir,

bist du bereit für ein Abenteuer?

Eines, das vor uns noch niemand bestand?

Eines, das dir gänzlich Neues erschließen wird?

Ein neues Land, eine ferne Zukunft,

neue Dinge, neue Bilder.

Sag mein Freund,

wärest du für derartiges bereit?

Hier in unserer Zeit

wollten wir vieles verändern,

wir wollten vieles bewegen,

doch leider blieb alles so,

wie es immer war,

drum’ möcht’ ich mit dir etwas wagen,

was vor uns noch niemand gewagt hat.

Ich möchte mit dir ein Geheimnis teilen,

dass ich schon lange

in meinem tiefsten Innern verschließe.

Ich möchte mit dir eine neue Zeit erkunden,

drum zöger’ nicht,

mein Freund.

Schlag ein,

sag ja und spür’ die gleiche Flamme

der Neugier in dir,

wie ich in mir sie spüre.

Hendrik schaut den Offizier fragend an.

Sagt, was führt ihr da im Schilde?

Eine Reise in eine andre’ Zeit?

Hör’ ich recht

oder ist’s noch des Weines Wirkung,

die ich spür’?

In der Tat,

wir redeten oft über Dinge,

die wir ändern wollten,

über Dinge,

die unser Sein gänzlich wandeln könnten,

doch wie wollt ihr dies vollbringen?

Ihr wusstet,

warum ihr mich gefragt,

nicht wahr?

Wisst ihr doch,

dass ich neugierig bin und

kein Abenteuer verpassen möcht’.

Es klingt nach einem verwegenen Vorhaben

und ich war euch bisher ein treuer Begleiter,

drum will ich’s wagen,

nachdem ihr mir die Einzelheiten erklärt,

doch zuerst lasst mich die Zeche

in der Schänke zahlen,

denn einen schlechten Nachruf

will ich in dieser Zeit nicht erben.

Der Soldat lächelt und geht in die Schänke, um zu zahlen und um sein Schwert beim Wirt zu holen.

Der Offizier wartet einige Augenblicke, bis Hendrik aus der Schänke kommt.

Offizier:

Dein Entschluss freut mich über alle Maßen

und glaub mir,

tausend neue Dinge warten auf uns in jenem Land,

dass unser Geist noch nicht erschlossen hat.

Ich brenne vor Begierde,

brenne vor Verlangen,

Neues zu entdecken

und endlich etwas zu bewegen!

Lass uns dies dunkle Tor durchschreiten

und die Schranken der Zeit durchbrechen,

lass uns die Barriere überwinden,

die unseren Körper und unseren Geist

hier bindet.

Lass uns das Joch der Sklaverei ablegen

und uns aus diesem Käfig hier befrein’.

Der Offizier geht mit Hendrik in den Wald, in dem ein Tor unter einigen Ästen versteckt ist. Sie legen das Tor frei und vor ihren Augen tut sich ein Spiegel auf, der aus flüssigem Metall zu bestehen scheint.

Offizier:

Dies ist’s,

wovon ich sprach!

Nun stehn’ wir hier

und müssen uns entscheiden.

Wollen wir den Weg gemeinsam gehn’

und dies Tor durchschreiten?

Ich kenne weder Ursprung noch Wirkung,

doch ich will es wagen.

Hendrik:

Ich kann kaum glauben,

was ich hier vor mir seh’

und ihr könnt sicher sein,

dass ich nicht umkehre,

denn meine Neugier

ist endgültig geweckt

und ich will ebenso wie ihr

hinter diesen Spiegel schaun’,

der sich vor uns auftut.

Warum habt ihr nur nie etwas gesagt?

Lasst uns nicht länger reden,

sondern handeln

und durch dies Tor gehn’.

Offizier:

Ich hoffte,

dass auch dich die Neugier packen würde

und ich freue mich,

das dein Mut der gleiche ist

wie in all den Jahren.

Dann lass uns gehen

und unsere Zeit nun

hinter uns lassen.

Wir gaben dieser Zeit viele gute Jahre,

doch nun wollen wir

neue Dinge erfahren und erleben.

Die Zeit ist reif,

mein Freund!

Der Offizier und Hendrik gehen auf das Tor zu. Sie machen gleichzeitig einen Schritt in die flüssige Materie und verschwinden sodann aus dem Wald und aus ihrer Zeit. Sie reisen vom 15. ins 21. Jahrhundert. In unsere Gegenwart.

Sie kommen auf einem hochgelegenen Hügel mit Blick auf die Stadt heraus.

Szene 2:

Der Offizier sichtlich erschrocken:

Gott –

wo sind wir hier?

Eine lange Reise,