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Mit Herz und Miau! POFF! Ein magischer Kater, eine zauberhafte Welt und ein verrücktes Abenteuer! Fantasievolles Vorleseabenteuer Detailreiche, liebevolle Illustrationen Perfekt für die gemeinsame Vorlesesezeit am Abend Mit einem Schreck bis in die Schnurrhaarspitzen findet sich der magische Kater Schnurrifluff plötzlich in einer seltsamen Welt wieder: WODERPFEFFERWÄCHST. Wie ist er bloß hier gelandet, weit weg von der Hexe Zwiederwurz und seinem kuscheligen Katzenkörbchen?Schnurrifluff will nur eines: so schnell wie möglich wieder nach Hause! Doch beim Versuch, sich zurückzuzaubern, passieren ihm lauter lustige Missgeschicke. Zum Glück trifft er bald auf den schlagfertigen Vogel Papperlapapp und die süße Pfefferkuchenschnecke Snelli. Ob sie gemeinsam einen Weg zurück in den Wunderwald finden? Ein zauberhaftes Kinderbuch zum Vorlesen und Träumen!
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Seitenzahl: 80
Veröffentlichungsjahr: 2025
Für Renate und den guten Wolf
5 4 3 2 1
eISBN 978-3-649-65276-2
© 2025 Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG,
Hafenweg 30, 48155 Münster
Alle Rechte vorbehalten, auch auszugsweise. Die Nutzung des Werkes für das Text- und Data-Mining nach § 44b UrhG ist dem Verlag ausdrücklich vorbehalten und daher verboten.
Text und Illustrationen: Nina Müller
Lektorat: Jutta Knollmann
Satz: Helene Hillebrand
www.coppenrath.de
Die Print-Ausgabe erscheint unter der ISBN 978-3-649-64743-0.
1. DER SELTSAME TRAUM
2. DAS MAGISCHE MISSGESCHICK
3. DAS SCHNECKLICHE WILLKOMMEN
4. DAS KRASSE LOCH
5. DIE ECHTE STADT
6. DIE ÜBERRASCHENDE MAGIE
7. DER PRIMA PAPIERFLIEGER
8. DAS ZAUBERHAFTE LIEBLINGSESSEN
9. DAS BLENDENDE BLINKLICHT
10. DER PLÖTZLICHE START
11. DER UNGLAUBLICHE FLUG
12. DAS UNERWARTETE WIEDERSEHEN
13. DER GLIBBERIGE SCHRECK
14. DAS SCHLUCHZENDE AHA
15. DAS WANDELNDE ZUHAUSE
16. DAS ZÄHE AUSPARKEN
17. DAS HERZLICHE ABSCHIEDSGESCHENK
18. DER ENTSPANNTE ABFLUG
19. DAS SCHNURRIGE WILLKOMMEN
Hui-uiui! Der magische Kater Schnurrifluff wurde plötzlich so wild durch die Luft gewirbelt, dass ihm ganz schwindelig wurde. Schon purzelte er schneller und schneller in die Tiefe. Bis er – RUMS! – auf den harten Boden krachte.
„Miau-auuuu!“, jammerte Schnurrifluff und rieb sich den flauschigen Popo. „Wo bin ich denn jetzt gelandet?“
Vorsichtig linste er durch seine Pfoten. Alles um ihn herum drehte sich, sodass er nur verschwommene Farbkleckse sehen konnte.
Schnurrifluff schnupperte. Es roch seltsam anders hier.
Lieber duckte er sich schnell und machte sich so klein es ging. Als er wieder klar sehen konnte, entdeckte er über sich ein Schild. Es sah aus wie das von einer Bushaltestelle.
„Woderpfefferwächst“, entzifferte der Kater darauf. „Willkommen für immer!“
Auf einmal knatterte es hinter ihm so laut, dass er zusammenzuckte. Er drehte sich um und sah ganz nah eine Rakete abheben. WUUUSCH, donnerte sie nach oben und verschwand sofort in einer Wolke am Himmel.
Schnurrifluff zitterte von den Schnurrhaaren bis zur Schwanzspitze. Was war denn nur los?
Gerade war er doch noch zu Hause im Wunderwald bei seiner Hexe Zwiederwurz gewesen. Der Kater erinnerte sich noch genau, wie er sich sein Köfferchen geschnappt hatte, um damit ins kuschelige Katzenkörbchen zu klettern. Aber dann war da auf einmal dieser unheimlich seltsame Wirbel um ihn herumgesaust. Oder hatte er das nur geträumt?
Verwirrt umklammerte Schnurrifluff sein Köfferchen und blickte sich um. Die hohen Grashalme an der Haltestelle wehten im Wind hin und her. Dabei kitzelten sie ihn an der Nase. Schnurrifluff schnaubte und dann … „Ha-ha-hatschi!“, musste er niesen.
Huh, rochen die scharf!
Vor Schreck rutschte ihm sein Köfferchen aus der Pfote und plumpste auf den Boden. „Hopsi, hoppla und Entschuldigung bitte!“, murmelte er, obwohl außer ihm niemand an der Haltestelle war.
Tapsig kletterte er auf das Köfferchen, um zu lesen, was auf der Fahrplantafel stand.
„Seltsam!“, wunderte er sich. „Da ist ja keine einzige Ankunft oder Abfahrt drauf. Von oben bis unten alles leer.“
Enttäuscht ließ er den Kopf hängen, hopste auf den Boden und grübelte: „Wie und wo geht’s von diesem komischen Ort hier nur wieder zu mir nach Hause in mein Körbchen?“
Aber so angestrengt Schnurrifluff auch überlegte, es kam ihm keine einzige Idee in den Kopf.
Sein Bauch fühlte sich mulmig an und sein Herz wurde traurig. Eine klitzekleine Träne kullerte dem Kater ins Fell. PLiTSCH, tropfte sie auf sein Zauberköfferchen.
Sein Zauberköfferchen? Ach ja! Daran hatte er vor lauter Schreck gar nicht gedacht. Schniefend klappte Schnurrifluff den Deckel des Köfferchens auf. Heraus purzelten ein Kochlöffel, eine Spielzeugmaus, ein Döslein, ein Notizbuch und allerlei Krimskrams.
„Hallihallöchen, meine lieben Dingsbümse!“, flüsterte er. „Wie schön, dass ich euch hab. Wir sind hier gerade irgendwo, wo es ziemlich komisch ist. Und deswegen zauber ich uns lieber schnell zurück in unser gemütliches Katzenkörbchen im Wunderwald. Seid ihr bereit?“
Eine Antwort bekam er natürlich nicht. Aber das hatte er auch nicht erwartet. Schnurrifluff schnappte sich den Kochlöffel, schloss die Augen und atmete dreimal tief durch. Dann schüttelte er sich, bis sein Fell fluffig in alle Richtungen abstand. Ein wunderbar warmes Kribbeln sauste von der Nasen- bis zur Schwanzspitze durch seinen Katerkörper. Schnurrifluff begann mit voller Konzentration und dem Kochlöffel in der Pfote, die Luft über seinem Kopf umzurühren.
„Simsala-schnurr, nach Hause, Wirbelwind! Miauix-bim-bim!“, zauberte er.
Seine Schnurrhaare zitterten. Für einen kurzen Moment hielt er die Luft an und plusterte beide Backen auf. PAFF, schossen funkelnde Sternchen aus den Schnurrhaarspitzen wie aus einer Konfetti-Kanone. Manche segelten auf den Boden. Die meisten aber flirrten um den Kater herum. Der drehte seinen Kochlöffel nun noch ein bisschen schneller, sodass die kleinen Sterne in den magischen Luftwirbel hineingezogen wurden und sich zu einem Wölkchen über dem Kater auftürmten.
„Simsala-schnurr, Miauix-bim-bim!“, maunzte Schnurrifluff so energisch, dass er sich dabei an seiner eigenen Spucke verschluckte und husten musste.
Die funkelnde Zauberwolke umhüllte den hüstelnden Kater jetzt von den Ohren bis zum Boden. Da spürte Schnurrifluff plötzlich etwas Weiches an seinen Pfoten.
„Miau-juhu! Das fühlt sich an wie mein Körbchen, es hat funktioniert!“, jubelte er und öffnete die Augen.
Aber da war kein Katzenkörbchen. Und auch kein Hexenhaus. Schnurrifluff stand immer noch an der Haltestelle und schaute verwundert auf seine Pfoten hinunter. Dort lag ein zerzauster Vogel und piepste: „Donnerwetter, ich bin wohl abgestürzt, was? Uuuh, autschi, was ist denn nur mit meinem Flügel los? Au!“
Sofort hielt sich Schnurrifluff die Augen zu. „Oje, das war wohl doch kein Nachhause-Zauber, sondern eine Art Vogel-Absturz-Magie … oh, oooh, das gibt Hexen-Ärger!“, maunzte er. Das warme Kribbeln in seinem Körper war verschwunden und die Zauberwolke auch.
Da schaute der kleine Piepmatz nach oben und sah, wo er gelandet war. Hektisch japste er: „O Schreck! Hi-hi-hiiilfe, ei-eine Katze!“
Da saßen sie sich nun gegenüber: der Kater und der Vogel. Schnurrifluff erwartete wegen seines missglückten Zaubers ein Donnerwetter, während der Vogel fürchtete, jeden Moment gefressen zu werden.
Ängstlich presste er sich beide Flügel vor die Augen. „Hi-hi-hilfe, ich bin gar nicht da“, stotterte er. „Bitte fri-friss mich nicht! Und, öh, ich schmecke außerdem … nach … äh, ja, wie eigentlich? Ääääh, nach ekligem Muff-Muffel-pudding! Und du kriegst Monster-Pups-Bauchweh, wenn du mich verschluckst! Also lass es lieber, hörst du? Hier gibt’s gaaar nichts zu fressen.“
Der Gedanke an Essen ließ Schnurrifluffs Magen knurren. Sofort bekam er Heißhunger auf sein Lieblingsessen.
„Hier gibt’s nichts zu fressen?“, fragte er und schleckte sich den Mund. „Oooch, wie schade. Ich hätt jetzt sooo Lust auf Spaghetti. Aber erst mal schau ich mir deinen Flügel an, ja? Ich hab in meinem Köfferchen auch Pflaster dabei.“
Verdutzt winkte der zerzauste Vogel ab. „Ne, nix da, Pfoten weg! Dem Flügelchen geht’s prima. Du denkst wohl, ich bin so dumm und fall auf deinen Pflaster-Trick rein! Ich weiß ganz genau, dass Katzen keine Spaghetti fressen, sondern Vögel!“
Da schüttelte es Schnurrifluff. „Vögel schmecken mir wirklich ganz und gar nicht. Immer diese Federn zwischen den Zähnen, bäh! Ich mag am liebsten Spaghetti. Ach, übrigens: Ich bin Schnurrifluff, der magische Kater. Und du?“
Misstrauisch hopste der Vogel rückwärts, sah den Kater frech an und antwortete: „Papperlapapp! Um genau zu sein: der wahnsinnig schlaue Papperlapapp. Und weil ich so schlau bin, weiß ich auch, dass es keine magischen Kater gibt. Nirgendwo! Weder hier noch da! Also kannst du auch sicher nicht zaubern, du Pelz-Plaudertasche.“
„Kann ich eben schon“, sagte Schnurrifluff schüchtern.
Papperlapapp machte noch ein paar Hopser rückwärts. Dann blickte er den Kater durch seine Brille von oben bis unten an. „Aha, so, so. Glaub ich nicht. Warum solltest du als einziger Kater auf der Welt zaubern können?“
„Öh, das war ein Unfall“, nuschelte Schnurrifluff. Bei der Erinnerung daran, wie er zu seiner Zauberkraft gekommen war, stellte sich ihm jedes Fellhaar einzeln auf. Daran wollte er jetzt auf keinen Fall denken! Lieber wechselte er schnell das Thema: „Weißt du denn zufällig, wann diese Rakete wiederkommt?“
Der Vogel sah Schnurrifluff für einen Moment mit großen Augen an. Dann prustete er los: „Natürlich nicht! Das weiß doch niemand. Nicht mal ich, obwohl ich so viel weiß. Also, die Rakete kommt fast nie. Und wenn doch, dann ist sie ratzfatz wieder weg. Seit ich hier wohne, ist noch nie jemand von hier abgeflogen. Du bist wohl gerade erst in Woderpfefferwächst gelandet, was?“
Schnurrifluff nickte. Noch bevor er etwas sagen konnte, plapperte Papperlapapp aber schon weiter: „Ich kenn mich hier tipptopp aus. Bin schon länger hier, weil … na ja, weil … ach, nicht so wichtig. Jedenfalls bin ich schon alle Wege abgeflattert. Mehrfach! Was willst du wissen? Frag mich, ich weiß alles.“
Der Kater musste nicht lange überlegen. „Wie komm ich am schnellsten wieder von hier weg?“, wollte er wissen. Schnurrifluff vermisste sein kuscheliges Katzenkörbchen. Und außerdem durfte er seine Hexe Zwiederwurz doch nicht so lange warten lassen.
„Tja-haa, die Antwort ist pipifax einfach!“, zwitscherte der Vogel. „Es gibt keinen einzigen Weg hinaus aus Woderpfefferwächst. Piep und basta!“
„Wie bitte?“ Schnurrifluff schluckte erschrocken.
Papperlapapp erklärte superklug: „Ganz Woderpfefferwächst ist eingepackt in eine unsichtbare Hülle aus Pfeffernebel. Hinten, vorne, links, rechts … überall. Wenn du diesen Nebel berührst, musst du unfassbar fürchterlich niesen und wirst sofort zurückgeschleudert. Wie wenn du gegen die Gummiwand einer Hüpfburg fliegst. BOiNG-SCHWUPSi! Da kommst du ja auch nicht durch.“
Schnurrifluffs Schnurrhaare zitterten so sehr, dass ein paar seiner bunten Zaubersternchen zu Boden rieselten. „Was?“, maunzte er verzweifelt. „Aber ich muss doch zurück in den Wunderwald. Ich weiß gar nicht, warum ich überhaupt hier gelandet bin. Hier ist alles so anders und so fremd, dass sich mein Bauch schon ganz mulmig anfühlt.“
