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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich BWL - Informationswissenschaften, Informationsmanagement, Note: 1,3, Universität des Saarlandes (Fachbereich Informationswissenschaft), Veranstaltung: Ausgewählte Themen zur Informationsindustrie, Sprache: Deutsch, Abstract: Beleuchtet wird der Hörbuchmarkt in Deutschland. Nach Klärung der Grundbegriffe und Erläuterung der Entwicklung beschäftigt sich die Arbeit mit Markt, Anbietern und Nutzern von Hörbüchern.
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Veröffentlichungsjahr: 2005
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Hauptsseminar: Ausgewählte Themen zur Informationsindustrie Sommersemester 2004
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit Entwicklung und Stand des Hörbuchmarktes in Deutschland. Daher sollen die Elemente des Marktes beleuchtet werden. Punkt 2 beschäftigt sich mit dem Produkt „Hörbuch“ seinen Erscheinungsformen und Eigenschaften. Auch Produktion, Produktionskosten und Preis eines Hörbuches sollen hier untersucht werden, da es sich dabei um marktrelevante Faktoren handelt. Punkt 3 beschäftigt sich mit dem Gesamtmarkt der Hörbücher. Zunächst soll eine Abgrenzung des Marktes vorgenommen werden, um dann auf Entwicklung und heutigen Stand einzugehen.
Unter Punkt 4 werden wichtige Akteure der Anbieterseite vorgestellt. Hierzu zählen Verlage, Rundfunkanstalten und Vertriebsgemeinschaften. Mit Hilfe von Profilen unterschiedlicher Verlage sollen die bestehenden Marktverhältnisse v.a. zwischen großen und kleinen Verlage verdeutlicht werden.
Punkt 5 beschäftigt sich schließlich mit den Nutzern und der Nutzung von Hörbüchern. Dabei soll beachtet werden in welchem Maße die Verlage ihre Programm und Zielgruppen auf die tatsächlichen Nutzer und ihre Nutzungsgewohnheiten abstimmen.
Der Begriff Hörbuch lässt sich am einfachsten über seine Wortbestandteile also „hören“ und „Buch“ definieren. Es handelt sich also um ein Buch zum Hören d.h. der Inhalt eines Werkes liegt nicht mehr in geschriebener, sondern auf einem Tonträger in gesprochener Form vor (vgl. Rühr, S.11).
In diesem Sinne gehört das Hörbuch zu der Gruppe derWorttonträgerauf denen - im Gegensatz zu Musiktonträgern - das gesprochene Wort dominiert (vgl. Hennig, S. 16). Mit „Hörbuch“ ist vor allem die Aufführungsform der Lesung gemeint. Mittlerweile werden jedoch auch andere Aufführungsformen wie Hörspiel oder Feature unter dem Oberbegriff „Hörbuch“ zusammengefasst und v.a. auch vermarktet. Synonym zu „Hörbuch“ lassen sich die Begriffe „Audiobook“ und „Audiobuch“ verwenden.
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Die wic htigsten Aufführungsformen des Hörbuchs sind Hörspiel, Lesung und Feature. Bei derLesungtragen ein oder mehrere Sprecher abwechselnd einen Prosatext1vor. Zusätzlich können Musik und Geräusche eingespielt werden. Der Wortanteil soll jedoch dominieren. Lesungen beruhen hauptsächlich auf einem bereits vorhandenen Text, der ungekür zt oder gekürzt dargeboten wird (vgl. Cizmadia, S. 16; Rühr, S. 12). DasHörspielist eine eigene Literaturgattung, entstanden für die Aufführung im Radio. Anfangs orientierte man sich stark am Theaterstück: Im Unterschied zur Lesung führen hier mehrere Sprecher einen Dialog. Musik- und Geräuscheinspielungen können die (dramaturgische) Ausgestaltung unterstützen.
Als Vorlage dienen eigens verfasste Hörspiele (Original- Hörspiel) oder zum Hörspiel umgearbeitete Textvorlagen (Montage ).
Das erste Hörspiel „A comedy of danger“ von R.A.W. Hughes wurde 1924 von Radio London gesendet.
DasFeatureentstand ebenfalls im Rundfunk und wird daher auch als „Dokumentarfilm des Radios“ bezeichnet (vgl. Hennig, S.18 f.). Mit Hilfe von Text, Musik, Originaltönen und Geräuschen werden reale dokumentarische Inhalte dargestellt. Wie das Hörspiel kann auch das Feature dramaturgisch gestaltet werden. Auch wenn sich das Feature mit Sachthemen beschäftigt, sollen diese nicht sachlich kühl, sondern v.a. anschaulich vermittelt werden. (vgl. Fey 2003b, S. 41; Cizmadia, S. 18 ff.).
