Der Narr und der Tod - Charlaine Harris - E-Book

Der Narr und der Tod E-Book

Charlaine Harris

4,6

Beschreibung

Alles in Auroras Leben scheint nach Plan zu laufen. Sie ist frisch und sehr glücklich mit Martin Bartell verheiratet, froh, wieder einen Job als Bibliothekarin zu haben und lebt in ihrem Traumhaus außerhalb von Lawrenceton, Georgia - zudem hat es seit einer ganzen Weile keine Leichen mehr in Roes Leben gegeben. Aber als der freundliche Darius Quattermain, der in ihrem Hinterhof Feuerholz stapeln sollte, durchdreht, ist das nur das erste in einer Kette unerfreulicher Ereignisse. Als nächstes taucht Martins flatterhafte Nichte Regina auf, und zwar unerwartet und mit einem Kind, von dem niemand wusste. Ehe jemand begreift, was vor sich geht, verschwindet Regina wieder, lässt aber ihr Kind zurück - und ihren Mann Craig, genauer gesagt dessen brutal zugerichtete Leiche. Spannende Unterhaltung von Charlaine Harris, Bestsellerautorin der TrueBlood-Romane.

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Seitenzahl: 335

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Autor: Charlaine Harris

Deutsch von: Dorothee Danzmann

Lektorat: Katja Giehl

Korrektorat: Lars Schiele

Umschlaggestaltung und Satz: Oliver Graute

© Charlaine Harris Schulz 1999

© der deutschen Übersetzung Feder&Schwert 2013

E-Book-Ausgabe 2014

Originaltitel: A fool and his honey

ISBN 978-3-86762-197-7

ISBN der gedruckten Ausgabe 978-3-86762-196-0

Der Narr und der Tod ist ein Produkt von Feder&Schwert unter Lizenz von Charlaine Harris Schulz 2013. Alle Copyrights mit Ausnahme dessen an der deutschen Übersetzung liegen bei Charlaine Harris Schulz.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck außer zu Rezensionszwecken nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Die in diesem Buch beschriebenen Charaktere und Ereignisse sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit zwischen den Charakteren und lebenden oder toten Personen ist rein zufällig. Die Erwähnung von oder Bezugnahme auf Firmen oder Produkte auf den folgenden Seiten stellt keine Verletzung des Copyrights dar.

www.feder-und-schwert.com

Für meine Familie, meinen Vater, meine Mutter, meinen Mann und meine Kinder, die mich in allem, was ich tue, unterstützen. Ohne euch wäre es kaum der Mühe wert.

Danksagung

Ein herzliches Dankeschön geht an die Cyberbürger von DorothyL für vielfache Unterstützung und weil sie einfach sie selbst sind und mir die Gelegenheit bieten, mich tagtäglich mit Menschen zu ‚unterhalten‘, die die Welt der Geheimnisse ebenso lieben wie ich. Besonderes Lob gebührt diesmal den Leuten aus der Untergruppe Ohio, die all meine Fragen geduldig beantworteten, was manchmal nicht einfach war und sie viel Zeit und Mühe gekostet hat.

Kapitel 1

Am Tag, als alles den Bach runterging, drehte als Erstes unser Holzlieferant durch – in meinem Garten.

Meine Mutter und ihr Ehemann, John Queensland, hatten sich gerade von mir verabschiedet und wollten gehen, als Darius Quattermain in seinem zerbeulten, alten Pick-up meine Auffahrt heraufgeknattert kam. Hinter dem Pick-up hing ein Anhänger voll frisch gespaltenem Eichenholz. Meine Mutter (Aida Brattle Teagarden Queensland) hatte ihren vielbeschäftigten Alltag einen Moment lang unterbrochen, um mir ein Kleid vorbeizubringen, das sie in Florida für mich gekauft hatte, als sie dort anlässlich einer Tagung von Immobilienmaklern mit mehr als einer Million Jahresumsatz weilte. Ihr Ehemann John hatte sie nach Florida begleitet, weil er gern mit Mutter zusammen war und es sich leisten konnte: Er war bereits im Ruhestand.

Während Darius aus seinem Pick-up kletterte, umarmte Mutter mich noch ein letztes Mal. „John fühlt sich nicht so gut, Aurora, es ist besser, wenn wir zurück in die Stadt fahren.“ Wer Mutter so hörte, hätte glauben können, Martin und ich wohnten fast schon im Wilden Westen. Dabei lag unser Haus nur eine Meile von Lawrenceton entfernt, allerdings inmitten von Feldern. An klaren Tagen konnte ich von meiner Veranda aus sogar das Dach von Mutters Haus erkennen, das sich am Rande von Lawrencetons nettestem Vorort befindet.

Ich musterte John mit besorgtem Blick. Es stimmte, er wirkte wirklich ein bisschen käsig. John war vierundsechzig, ein rüstiger, gesunder älterer Herr, der Golf spielte und sich fit hielt und dem man das normalerweise auch ansah. Er sah gut aus und war es auch, er war ein guter Mann. Nur wirkte er momentan ungewohnt alt und gebrechlich, was ihm peinlich zu sein schien. Männern war es ja oft peinlich, wenn sie krank waren.

„Lass dich nach Hause fahren und leg dich sofort hin“, sagte ich besorgt. „Ruf mich an, wenn Mutter wieder im Büro ist und du Hilfe brauchst, ja?“

„Aber gewiss doch, meine Liebe“, sagte John mit schwerer Stimme, ehe er sich vorsichtig auf den Vordersitz von Mutters Lincoln schob.

Mutter hauchte mir einen Kuss auf die Wange, ich bedankte mich noch einmal für das Kleid, und während sie den Lincoln etwas umständlich wendete, um die Ausfahrt hinunterfahren zu können, schlenderte ich zu Darius hinüber, der sich gerade dicke Arbeitshandschuhe anzog.

Ein ganz normaler Tag, so schien es mir: Ich hatte Martin frühmorgens zur Arbeit geschickt, war selbst zu meinem Halbtagsjob in der Bücherei aufgebrochen und war nach Hause gekommen. Für den Nachmittag stand ein bisschen leichte Hausarbeit auf meinem Zettel, mehr nicht. Noch ahnte ich nicht, dass dieser Tag schon allzu bald entschieden aus dem Ruder laufen würde.

Es fing ganz langsam an.

„Wo soll ich das Holz abladen, Miz Bartell?“, wollte Darius Quattermain wissen.

„Dort unter der Treppe wäre der beste Platz, denke ich“, sagte ich. Wir standen neben der Garage, die mit dem Haus durch einen kleinen überdachten Durchgang verbunden war. Auf der zum Haus weisenden Garagenseite befand sich die Treppe, über die man zu dem kleinen Apartment über der Garage gelangte.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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