Der Orden der Flammen - Luisa Ruthe - E-Book
Beschreibung

Areon ist niemand Besonderes: Ein Unruhestifter, der die Stadtwachen aufreibt, um sämtlichen Leuten, die auf ihn wetten, eine angemessene Show zu liefern. Mit einem Gefängnisaufenthalt in einem der geheimen Kerker unter der Hauptstadt des Reiches ändert sich sein Leben schlagartig: Er wird hineingezogen in einen uralten Konflikt. Je mehr er versucht, sich seinem Schicksal zu entziehen, desto tiefer gerät er hinein. Als er erfährt, dass er das Brandmal einst gestohlener Kinder trägt, welche von furchteinflößenden Kreaturen zu gefährlichen Kopfgeldjägern ausgebildet werden sollten, ändert sich seine Sichtweise. Nun ist es auch sein Krieg.

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EPUB

Seitenzahl:248

Sammlungen



Luisa Ruthe

Der Orden der Flammen

Feuerklinge

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

1 Prolog

2 Der Fremde

3 Ungeahnte Kräfte

4 Der Orden der Flammen

5 Jarvan

6 Schwert und Magie

7 Alte Legenden

8 Böse Zungen

9 In Schwierigkeiten

10 Feuerprobe

11 Zwei Gesichter

12 Nachbeben

13 Flammender Herzschlag

14 Ein treuer Freund

15 Erster Auftrag

15 Ein starkes Stück Holz

16 Erste Rast

17 Jäger und Gejagte

18 Eine Spionin zwischen den Fronten

19 Eichpelz

20 Geschichte eines Kriegers

20 Abgründe einer Stadt

21 Seltsame Begegnungen

22 Erona

23 Ein Ring aus Flammen

24 Träume

25 Aussprache

26 Ruinen voller Erinnerungen

27 Die Wahl einer Waffe

28 Vergangener Schmerz

29 Schatten der Vergangenheit

30 Hungrige Biester

31 Die Spionin und der Krieger

32 Versperrte Erinnerungen

33 Familienbande

34 Leseprobe: „Der Orden der Flammen - Feuerwächter“

35 Danksagung

Impressum neobooks

1 Prolog

Verächtlich spie er aus, direkt vor seine eigenen Füße. Eigentlich hatte er sein Gegenüber treffen wollen, doch der metallene Ring um seinen Hals hinderte ihn daran. Aus dunklen, von Schmerz getrübten Augen starrte er die Gestalt vor sich an. Auch, wenn er im Schatten der weit über das Gesicht gezogenen Kapuze nichts erkennen konnte. Kurz zog er an den Ketten, welche ihn an der Wand hielten, aber der Stahl gab nicht nach.

Seine Handgelenke waren bereits aufgescheuert und wund, doch das spürte er kaum noch. Im Gegensatz zu den anderen Gefängnissen, die er bereits unfreiwillig von innen gesehen hatte, war er hier noch nicht lange. Trotzdem setzte ihm der Aufenthalt in diesem Loch Stunde für Stunde zu. Es war dunkel, kalt und feucht. Aus jeder Ritze, welche das alte Gemäuer besaß, quoll der Geruch der benachbarten Zellen in den Raum: Urin, Erbrochenes und geronnenes Blut. Wäre er es nicht gewohnt, würde es ihn vielleicht anwidern.

„Was wollt ihr von mir?'', fragte er erneut, obwohl er die Antwort bereits kannte. „Dass Geheimniss eurer Familie...'', antwortete die Gestalt vor ihm und das Zischen, welches deren Worte begleitete, ließ einen eiskalten Schauer über seinen Rücken laufen. So weit es die Ketten zuließen, wandte er den Blick ab. „Ich weiß nicht, wovon Ihr sprecht. Meine Familie waren einfache Tischler und Weber.'' An jedem Morgen war es dasselbe Spiel. Jeden Tag fragte die Gestalt ihn das Gleiche und jedes Mal antwortete er mit denselben Worten.

Bisher hatte man ihn meistens wegen kleinerer Vergehen eingesperrt. Sei es Taschendiebstahl, Brandstiftung oder einfach nur, weil er ein notorischer Unruhestifter war.

Sicher war er nicht stolz auf das, was er jeden Tag tat, aber es hielt ihn am Leben. Er lebte davon, dass andere auf ihn wetteten – entweder auf ihn oder auf die Stadtwache. Wenn die Soldaten gewannen, wanderte er hinter Gitter, allerdings nur für ein paar Tage. Lange konnte ihn schließlich niemand festhalten. Immerhin hatte er nie jemanden verletzt oder gar jemanden getötet. Die Juwelen, um welche er Adlige manchmal erleichterte, vermissten diese sowieso nicht, davon hatten sie schließlich genug. Gewann er allerdings, erhielt er sämtliche Wetteinnahmen und konnte sich damit ein kleines, gemütliches Zimmer sowie ein warmes Abendbrot im Wirtshaus leisten.

Seit er denken konnte, war er durch viele Hände und etliche Städte gewandert. Als eine Kriegswaise hatte man es nicht leicht, doch er biss sich durch. Bis zu seinem sechzehnten Lebensjahr war er in Mannsheim, dem sogenannten ''Stern des Südens'', groß geworden. Die alte und prachtvolle Handelsstadt mit ihren Villen und dem romantischen Hafen war die größte des Reiches. Dennoch war Torges Hauptstadt im Kaiserreich des Roten Adlers. Diese war noch älter, geprägt vom Bergbau. Tarau, der Berg, zu dessen Füßen sich die Stadtmauern erhoben, war die gewaltigste Erhöhung des kalten Nordens. Hunderte Stollen und geschätzte tausend Gänge gruben sich bis in das Herz des Berges. Man munkelte, einige davon zögen sich durch das gesamte Tarres-Gebirge. Doch diese hatte noch niemand betreten, jedenfalls glaubte man das.

Hinter den zerklüfteten Spitzen der Berge lag eine eisige Tundra, welche jedes Leben, das sie betrat, verschlang. Es gab Gerüchte, dass die letzten Magiekundigen sich dorthin geflüchtet hatten, doch er selbst hielt das für ein Gerücht. Zauberer und Hexen waren seit über zweihundert Jahren ausgerottet, da hatte die Krone ganze Arbeit geleistet und das war gut so. Zauberei hinterließ Zerstörung und Angst, raubte Kindern ihre Eltern und ließen sie allein zurück. Die Geschichten über Schlachten und Massaker, an denen Magier beteiligt gewesen sein sollten, ließen ihm jedes Mal das Blut in den Adern gefrieren, wenn er sie von Barden oder alten Weibern der Klöster hörte. Natürlich waren das Elend und der Tod mit den Magiern nicht verschwunden. Der Kaiser, welcher das Reich seit über fünfzehn Jahren regierte, hatte bereits viel Leid über seine Bevölkerung kommen lassen.

Ständig lag dieser in Streit und Krieg mit den weitaus kleineren, aber stärkeren Nachbarländern: dem Reich des Weißen Löwen, sowie dem Land des Schwarzen Wolfes. Letzteres war zwar das flächenmäßig Kleinste, aber dem Rat des dortigen Königs wurden dunkle, magische Fähigkeiten zugesagt; Fähigkeiten, gegen welche die kaiserliche Armee kaum eine Chance hatte. An die Burg Esthor, die Hauptstadt des Wolfslandes, kam keine Streitmacht der Welt heran. Magische Schilde sollten die Mauern hoch oben auf der Kuppe eines Berges schützen und jeden, der sich an sie heranwagte, zu Staub zerfallen lassen.

Ganz im Gegensatz zum Land des Schwarzen Wolfes waren die Armeen der Weißen Löwen bereits oft in das Rote Kaiserreich einmarschiert, hatten hier und da geplündert, bevor sie mit eiserner Hand zurückgeschlagen worden waren.

Er selbst hatte mit diesen Auseinandersetzungen nichts zu tun. Jedes Mal, wenn alle Wehrtüchtigen eines Dorfes oder einer Stadt, in welcher er sich gerade aufhielt, einberufen wurden, hatte er sich davongestohlen.

Nein, er war sicher kein Feigling, er hing nur einfach an seinem Leben. Bei der letzten Rekrutierung aber hatte er nicht entkommen können. Zwar war es ihm gelungen, vor den Stadtwachen zu fliehen, aber ganz plötzlich, als er in eine Sackgasse eingebogen war, geschah es:

Er hätte nur noch auf den Heukarren, dann über die Mauer springen müssen und er wäre in Sicherheit gewesen. Aber irgendwie war er über einen losen Stein gestolpert und mit dem Kopf voran im Heu gelandet. Als er sich gerade hatte aufrichten wollen, standen plötzlich diese verhüllten Gestalten hinter ihm. Alles, woran er sich dann noch erinnern konnte, war ein dumpfer Schmerz in seinem Hinterkopf. Aufgewacht war er in dieser Zelle, mit Händen und Füßen an die Wand gekettet wie ein Tier. Mehrmals am Tag kam diese Gestalt, begleitet von zwei Anderen, herein, um ihn zu befragen. Jedes Mal, wenn er das Gefühl hatte, die Augen unter der Kapuze würden ihn ansehen, ließ ein kalter Schauer seinen Körper erzittern. Er konnte es ja selbst nicht erklären, aber etwas an diesen Gestalten war sonderbar.

„Wo versssteckt ssich der Orden? Deine Familie, wo issst ssie?'', zischte der Schatten der Kapuze ihm entgegen. Er seufzte nur und erwiderte: „Ich weiß nicht, wovon Ihr sprecht. Wahrscheinlich habt Ihr mich verwechselt.'' Immerhin war er nicht besonderer als ein Sandkorn in der Wüste.

Auf einmal umschloss der feste Griff einer Hand seinen Hals, drückte ihm die Luft ab. Panisch starrte er auf den Metallring, welcher seinen Kopf an die Wand presste. Nein, das konnte es nicht sein, er fühlte doch eindeutig eine Hand! Dennoch sah er keine, auch die Gestalt direkt vor ihm hatte sich keinen Schritt bewegt. Ein Gedanke schoss durch sein nach Luft schreiendes Inneres: Magie. Hustend und um Atem ringend hing er in den Ketten, als dieser Druck genauso schnell von seinem Hals verschwand, wie er gekommen war.

Das konnte nicht sein, das war unmöglich. Es gab im ganzen Reich keine Magier mehr und erst recht nicht hier, in den Höhlen unter der Hauptstadt. Aus dem Augenwinkel bekam er mit, wie die zwei Gestalten, welche sich im Hintergrund hielten, der vor ihm leise etwas zuzischten. Doch er war zu benommen, um es verstehen zu können. Mit leisem Gemurmel senkte der Angesprochene den Kopf. Dann sprach er zu ihm: „Eine Verwechssslung ist ausssgeschlosssen. Dasss Zzeichen an deinem Halss isst Beweiss genug...'' Seine Gedanken rasten. Meinte dieses Scheusal das Brandmal an der linken Seite seines Halses? Er hatte es bereits, seit er denken konnte. So wurden oft Leibeigene von ihrem Grafen oder sonstigen Herrschern gebrandmarkt, allerdings meistens mit den Initialen ihres Herren. Sklaven waren im Reich des Adlers zwar geduldet, aber ungern gesehen. Lediglich einige Menschen hohen Ranges, die weit zurückgezogen lebten, besaßen noch Leibeigene.

Seine Narbe war schwer zu entziffern. Manche meinten, ein ungleichförmiges ''M'', dessen Enden kunstvoll nach innen gebogen waren, daneben ein zu einer halben Ellipse verzogenes ''I'' erkennen zu können. Wenn seine Eltern einem Herrn mit den Initialen ''M.I.'' gehört hätten, wäre er ebenfalls ein Leibeigener. Vielleicht meinte diese Gestalt das damit. Allerdings befand sich eine Brandmarke im Normalfall an der Unterseite des linken Armes und nicht am Hals.

2 Der Fremde

Die Gestalten waren bald wieder verschwunden und die Wache, welche das Essen verteilte, ratterte mit dem kleinen Wagen an der Tür seiner Zelle vorbei. Aber das war für ihn kein großes Problem, er war nicht hungrig. Wasser wäre allerdings nicht schlecht gewesen.

Da er wusste, dass Fragen und selbst Betteln nicht helfen würden, legte er sich auf die hölzerne Pritsche. Zumindest hatten sie die Ketten wieder gelöst und er hing nicht mehr nutzlos an der Wand. Obwohl – nutzlos war er schon immer gewesen. Nur in seiner letzten Familie hatte er sich irgendwie wohl gefühlt.

Die alte Weberin und ihr Mann hatten ihn bei sich aufgenommen, als diese ihn nach einer Prügelei halb tot auf der Straße fanden. Leider waren sie von Soldaten getötet worden, da die Stadtwache das Gold, welches er gestohlen hatte, bei ihnen fand. Einer der Spione der Stadt hatte sich vermutlich an seine Fersen geheftet und herausgefunden, wo er untergekommen war. Irgendwie machte ihn diese Gewissheit traurig.

Eigentlich hatte er vor, noch weiter zu grübeln, doch ein Poltern auf dem Gang machte auf sich aufmerksam. Ein Geräusch, das er mehr als nur gut genug kannte, erklang: Eine Klinge war aus einem Körper gezogen worden und brachte ein leises Zischen hervor. Wieder Poltern, dann das leise Geräusch von Schritten. Plötzlich wurde ein Schlüssel ins Schloss gesteckt, hakte kurz darauf ein und die Tür zu seiner Zelle öffnete sich. Eine Gestalt, Gesicht und Körper verdeckt mit einem langen, schwarzen Mantel, betrat den Raum. „Areon?'', fragte eine raue, tiefe Stimme. Er jedoch blieb auf der Pritsche sitzen, starrte den Fremden misstrauisch an und stellte eine Gegenfrage: „Wer will das wissen?''

Einen Augenblick später packte eine Hand seinen Kragen und drückte ihn unsanft mit dem Rücken an die Wand. Wie war der Kerl ihm so schnell so nah gekommen? Doch fragen konnte er nicht, da der Griff ihn allmählich vom Boden hob und ihm die Luft abschnitt. Dann befand das Gesicht des Mannes sich so nahe an seinem, dass er dessen Atem riechen konnte: Minze, eindeutig Minze.

„Wer. Bist. Du'', wandte sich diese bedrohlich ruhige Stimme noch einmal an ihn und er schluckte. „M-mein Name ist Areon'', brachte er mühsam hervor und einen Moment später berührten seine Stiefel den Boden wieder. „Geht doch. Komm, ich habe den Auftrag, dich hier raus zu holen.'' Mit diesen Worten drehte der Mann sich um und schritt auf die Tür zu. „Wer ist Euer Herr?'', platzte es dann doch aus ihm heraus und die Gestalt blieb stehen. „Das wirst du früh genug erfahren, folge mir'', war die monotone Antwort des Fremden. Da Areon wohl keine andere Möglichkeit hatte, aus diesem Kerker zu entkommen, würde er sich fügen müssen. Später konnte er ja seinen Gönner immer noch hereinlegen und diesem entkommen. Weglaufen war immerhin seine Spezialität.

Ein dreckiges Grinsen legte sich über sein Gesicht, als der Mann vor ihm auf einmal mit fester, beinahe angsteinflößender Stimme sprach: „Denk nicht einmal daran, zu flüchten. Du würdest keine zwei Fuß weit kommen. Es ist dein Glück, dass du so mächtige Fürsprecher hast.'' In Ordnung, Flucht kam also nicht in Frage. Er seufzte innerlich. Aber vielleicht besaß der Herr dieses Mannes die Initialen M.I., war damit sein rechtmäßiger Verfüger. Das würde Einiges erklären. Aber welcher Gutsbesitzer schickte jemanden, um einen einfachen Sklaven zu befreien? Gut, darüber konnte er sich später weiter Gedanken machen.

Als er der Gestalt auf den Korridor folgte, wäre er beinahe über etwas gestolpert. Ein Blick auf den Steinboden ließ sein Blut gefrieren: eine Leiche! Besser noch: zwei Teile eines Toten. Der Körper lehnte an einer der Wände und der Kopf lag einige Fuß daneben. Die Augen der Wache waren weit aufgerissen und... gelb. Die Iris war tatsächlich leuchtend gelb wie die Sonne! Der geöffnete Mund der Gestalt entblößte seltsam lange und spitze Eckzähne. Ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken. In was war er nur hineingeraten? Überall befand sich Blut: in Form von Spritzern und Flecken bis hinauf an die Decke und auf dem Boden breitete sich eine Lache immer weiter aus. Das Haupt war der Wache sauber vom Rumpf getrennt worden, ein präziser, gerader Hieb.

Dann wanderte sein Blick zum Umhang seines ''Retters''. Unter dem wallenden Stoff zeichnete sich eindeutig das Heft eines Schwertes ab. Also reiste er mit einem Mörder. Abrupt blieb er stehen.

Die Gestalt wandte sich daraufhin ruckartig um. „Ihr seid ein Mörder. Ich werde nicht mit euch gehen. Vermutlich seid Ihr und Euer Herr genauso verlogen wie diese Arschlöcher!'', rechtfertigte er sich und zeigte auf den leblosen Körper am Boden, doch er bereute es sofort wieder.

Der Mann vor ihm riss sich die Kapuze vom Kopf und das Gesicht eines Menschen erschien. Die Augen, blau wie der Himmel in den Sommermonaten, starrten ihn an – eiskalt. Die kurz gehaltenen, schwarzen Haare wirkten matt vom Staub darin. Das markante Kinn unterstrich die kühle Aura, welche den Mann umkreiste wie Motten das Licht. So auch die zu einem geraden Strich gepressten Lippen. Am Auffallendsten war jedoch die schmale, aber sich deutlich abzeichnende Narbe, welche dessen linke Augenbraue zerschnitt und sich unterhalb des Auges um eine Fingerbreite fortsetzte.

Wer war dieser Mann? Und warum zum Teufel rettete er einen Tunichtgut aus einem Kerker und ging dafür sogar über Leichen?

„Du solltest mir freiwillig folgen. Mir bedeutet dein Leben nichts, allerdings will der Ordensmeister dich sehen. Also leg einen Zahn zu, sonst geraten wir in die nächste Wachablöse'', erwiderte sein Gegenüber und seltsamerweise lag nur eine geringe Spur von Wut in dieser nach wie vor tödlich ruhigen Stimme. Areon nickte perplex und folgte der seltsamen Gestalt, welche die Kapuze erneut über den Kopf gezogen hatte. Ein Ordensmeister? Gehörte sein Herr zu irgendeiner Sekte? Eigentlich konnte ihm dies ja egal sein, doch es machte ihn neugierig.

Sie durchquerten einige Gänge, begegneten auf ihrem Weg glücklicherweise keiner weiteren Menschenseele – falls man diese zischenden Gestalten überhaupt als solche bezeichnen konnte. Der Mann schien sich in den Tunnelsystemen bestens auszukennen. Er bog etliche Male ab, ohne auch nur kurz stehen zu bleiben oder zu überlegen.

Ihm kam das alles seltsam vor. Erst diese Biester, welche ihn an eine Wand ketteten und nach seiner Familie fragten, obwohl er diese nicht einmal kannte. Dann dieser fremde Krieger, der ihn zwar verachtete, aber dennoch befreit hatte. Und wer mochte erst dessen Herr sein? Ihm schwirrten so viele Fragen durch den Kopf, doch er würde wohl erst einmal keine Antworten erhalten. Ihm blieb nicht einmal Luft, sie zu stellen, denn der Mann vor ihm legte an Tempo zu. So musste er sich trotz seines guten Trainings auf den Straßen der Stadt anstrengen, um ihm folgen zu können.

3 Ungeahnte Kräfte

Ihm war nicht bewusst, wie lange sie bereits diese Wendeltreppe empor liefen, doch ihm war, als würde die Luft zunehmend knapper werden. Seine Sicht verschwamm einige Male. Es gelang ihm nur mit Mühe, sich weiter vorwärts zu zwingen. Dies war immerhin seine wahrscheinlich einzige Möglichkeit, zu entkommen und die würde er sicher nicht verstreichen lassen. Er hätte nicht gedacht, dass sie so tief in den Gängen waren. Es musste eine Menge Arbeit gewesen sein, ihn dort unten zu finden. Areon hatte nie Gefallen daran gefunden, durch irgendwelche Tunnel zu laufen oder allgemein sich zu lange unter der Erde aufzuhalten. Die Luft hier unten war so dünn, dass er kaum richtig atmen konnte.

„Wie... wer seid Ihr? Und warum seid Ihr hier?'', fragte er den knapp vor ihm laufenden Krieger. Dieser drehte sich noch nicht einmal um, als er erwiderte: „Das wirst du erfahren, wenn wir hier raus sind.'' Damit gab Areon sich zufrieden, eine andere Wahl hatte er sowieso nicht. Er hoffte, es würde nicht mehr allzu lange dauern. Denn langsam machte es sich an seiner Ausdauer bemerkbar, dass diese Kreaturen ihn tagelang hatten hungern lassen. Hoffentlich war er seinem ohnehin schon genervt scheinenden Tunnelführer nicht zu lahm. Nicht, dass er diesem überdrüssig wurde und sein Kopf bald ebenfalls durch einen der Korridore rollte.

Er schluckte, ihm war das alles ganz und gar nicht geheuer. Sein Verstand rettete ihn mit dem Gedanken daran, dass der Mann mit dem Schwert ihn zu dessen Herrn bringen würde, lebend. Also konnte dieser Fremde ihm nichts antun. Ein schelmisches Grinsen zog sich über sein Gesicht, als Areon jedoch plötzlich mit voller Wucht gegen den Rücken des Mörders prallte.

Dieser drehte sich halb zu ihm um, zischte ein „Pass doch auf!'' und deutete ihm beinahe im gleichen Augenblick, leise zu sein. Schritte wurden hörbar, sie stammten aus einem Gang, welcher rechts von ihnen abzweigte und in der Dunkelheit verschwand.

„Lauf'', flüsterte der seltsame Fremde und als er diesen nur verständnislos anstarrte, warf ihn ein heftiger Stoß ein Stück nach vorne. Sich seinem Schicksal ergebend lief Areon den Gang vor ihm entlang, nicht wissend, was hinter ihm eigentlich geschah. Rufe erschallten, wieder diese seltsame Sprache, dann das stumpfte Aufeinanderprallen von Schwertern.

Stur geradeaus laufend fragte er sich erneut, was er eigentlich in diesem Moment tat: Er floh aus einem Gefängnis tief unter der Erde, zusammen mit jemandem, den er nicht einmal kannte. Wenn diese Kreaturen, die sie verfolgten, ihn erwischen würden, wäre sein Leben vorbei. Plötzlich verstummten die Kampfgeräusche hinter ihm und es war nahezu still. Nur seine eigenen Schritte sowie sein angestrengter Atem lagen ihm in den Ohren.

„Da vorne müssen wir nach links und dann sind wir so gut wie draußen.'' Areon zuckte heftig zusammen, stolperte vor Schreck und fiel beinahe hin. Überrascht blickte er nach links und sah dort den seltsamen Mann neben sich laufen. Dieser wirkte tatsächlich etwas erschöpft und hielt sich die rechte Schulter. Unter dessen Hand sickerte eine dünne Spur Blut hervor. „Ihr seid verletzt'', stellte Areon fest und sah für einen Wimpernschlag ein leichtes Lächeln auf den Lippen seines Befreiers aufblitzen. „Es ist nur ein Kratzer. Komm, wir sollten uns beeilen.''

Sie passierten die nächsten drei Wegkreuzungen, bogen dann nach links ab und gelangten auf eine sehr schmale Treppe. Diese reichte gerade aus, dass sie hintereinander hinauflaufen konnten, ohne mit den Schultern an den steinernen Wänden anzustoßen. Bildete er sich das nur ein oder leuchtete dort oben tatsächlich ein Licht – ein Ausgang? Beflügelt von dieser innigen Hoffnung beschleunigte er sein Tempo. Die Treppe wurde zunehmend breiter, sodass Areon mit seinem Retter gleichzog.

„Ist das-?'', begann er, doch dieser reagierte sofort: „Ja, wenn wir dort oben ankommen, sind wir-'' Ein leises, schmerzerfülltes Keuchen ließ den Kämpfer abrupt stocken und dieser fiel leicht zurück. Irritiert drehte Areon sich im Lauf um und wäre beinahe über seine eigenen Füße gestolpert. Das kann nicht sein, dachte er sich, das darf es einfach nicht. Unten, am Fuße der Treppe, standen mehrere dieser hässlichen Kreaturen und zielten mit langen, aus dunklem Holz gefertigten Bögen auf die zwei Flüchtigen.

Sein Blick glitt zu seinem Begleiter und seine Augen weiteten sich, als er die Pfeilspitze, welche mitten in der rechten Schulter steckte, bemerkte. Die Schützen spannten die Sehnen erneut. Würde das sein Ende sein? So kurz vor seinem Ziel? Die Flucht, nein, sein ganzes Leben – sollte dies alles auf solch eine Art und Weise ein Ende finden?

Als die Geschosse auf sie zukamen, er in den Augen des Kriegers nichts als Hoffnungslosigkeit und tiefe Schuld sah, trat etwas in ihm näher an die Oberfläche.

Er wollte leben.

Dann fühlte er eine Kraft, welche tief in seiner Seele entsprang: fließend wie ein kleiner Bach, aber auf eine andere Art und Weise gefährlich und reißend wie ein hinunterstürzender Wasserfall. Diese Energie erfüllte seinen Körper, schoss durch seine Adern und ließ ihn von innen heraus erstrahlen. Seltsamerweise tauchten in diesem Moment Bilder vor seinem inneren Auge auf: eine Flamme, erst klein wie auf einer Kerze, sich dann ausbreitend, von Hunger getrieben aufflammend. Ein wahres Inferno schien sich in seiner Seele zu entfalten, füllte sein Innerstes mit einer angenehmen, aber unglaublich machtvollen Wärme. Es war, als würde er selbst in Flammen stehen, sich wiegen in der Bewegung des züngelnden Feuers.

Er konnte sich nicht erinnern, wann er seine Augen geschlossen hatte, doch als er sie wieder öffnete, trat er erschrocken einen Schritt zurück: Eine Wand aus Flammen trennte ihn und seinen Befreier vom unteren Teil der Treppe. Die Hitze war unvorstellbar und dennoch erfüllte sie ihn mit einer inneren Ruhe und Genugtuung. Dann dämmerte es ihm: War dies etwa sein Werk? Bevor er länger darüber nachdenken konnte, wurde seine Schulter gepackt. Kalte, blaue Augen blickten ihn eindringlich an. „Wir müssen gehen, schnell'', zischte der seltsame Mann und Areon nickte. Wo er Recht hat...

„Was war das gerade?'', fragte er im Laufschritt und beäugte den Krieger im schwarzen Umhang aus dem Augenwinkel genauer. Dieser schien eindeutig starke Schmerzen zu haben, knickte in der rechten Seite bei jedem Schritt ein und dennoch verlor dessen Haltung nicht einen Deut an Stolz und Ehre. Wer war er nur? Es dauerte einige Atemzüge, bis der Angesprochene erwiderte: „Das, Areon, war der Grund, warum mein Meister mich beauftragt hat, dich zu uns zu holen: Weil du zu uns gehörst.'' Misstrauisch fragte er nach, erhielt jedoch nicht die Antwort, welche er sich erhofft hatte. „Lass uns von hier verschwinden. Den Rest erzähle ich dir später.''

4 Der Orden der Flammen

Besorgt warf er einen Blick nach rechts, konzentrierte sich dann auf einen umgestürzten Baum, über welchen er eilig hinwegsprang. Der Krieger neben ihm hatte merklich an Geschwindigkeit verloren. Dessen Schritte wurden zunehmend kleiner und der schwere Atem seines Retters klang in seinen Ohren wie ein drohendes, herannahendes Gewitter. Sie mussten eine Pause machen, die blutenden Wunden sollten versorgt werden. Als er sich mit diesem Vorschlag an seinen Begleiter richtete, deutete dieser nach vorne. „Dort drüben sind wir sicher.''

Forschend glitt Areons Blick über den Waldboden hinweg, doch er konnte nichts Ungewöhnliches ausmachen. Als er sich bereits halb umgedreht hatte und den Mund öffnete, um weiter zu fragen, riss ihn plötzlich etwas mit brachialer Gewalt nach vorne. Ein erschrockener Schrei entfuhr ihm, als helles Licht um ihn herumwirbelte und an ihm zog wie ein kräftiger Sandsturm. Er drehte sich unkontrolliert um sich selbst, versuchte, irgendetwas erkennen zu können, doch da war nichts als blendendes, weißes Licht.

Einen Moment später wurde es ruckartig dunkel und sein Körper prallte wie ein nasser Sack auf dem Boden auf. Keuchend wuchtete er sich in eine kniende Position und blinzelte verwirrt. Eine behandschuhte Hand hatte sich in sein Sichtfeld geschoben und er sah auf.

Kerzenschein aus einer Ecke des Raumes ließ ihn einen Mann von etwa vierzig Jahren, groß und in eine dunkle, leichte Rüstung gekleidet, erkennen. Dankbar nahm er die Hand entgegen und staunte nicht schlecht, als er einen Moment später aufrecht stand. Seine Verwirrung blieb wohl nicht unbemerkt, denn ein leichtes Lächeln umspielte die Mundwinkel des Fremden. Dann wandte dieser sich ab und beugte sich hinunter zu einem anderen Mann: dem Krieger, welcher ihn aus dem Kerker geholt hatte. Dieser kniete schwer atmend auf dem Boden und schwankte ein wenig, als er ebenfalls emporgezogen wurde. „Herim, ist alles in Ordnung? Du siehst nicht gut aus.''

Die Besorgnis in der Stimme des unbekannten Mannes war nicht zu überhören. „Es sind nur ein paar Kratzer, Meister. Aber ich hasse diese Portale, sie bereiten mir Kopfschmerzen'', entgegnete der Krieger. Leises Lachen ertönte, doch Areon war nicht danach zumute. Schnell kniete er nieder. „Was hast du denn? Ist dir nicht gut?'', fragte die Stimme des Fremden, er klang überrascht. „Ich... ich kann Ställe ausmisten und Pferde reiten. Außerdem bin ich ein guter Läufer. Was... was wird meine Aufgabe an Eurem Hofe sein?'' Hoffend, dass seine Worte weise genug gewählt worden waren, wartete er mit gesenktem Kopf auf eine Antwort.

„Herim?'' „Ja?'', antworte der Angesprochene noch etwas atemlos. „Wie viel hast du ihm gesagt?'' „Ich... nichts, wie Ihr befohlen habt.'' Eine kurze Pause entstand.

„Habe ich das?'' Ein gurgelnder Laut wurde hörbar: ein unterdrücktes Lachen. Dann erwiderte der Krieger mit erneut gefestigter Stimme: „Ja, das habt Ihr. Aber Ihr wart gerade in alte Schriften des Ordens versunken, vermutlich habt Ihr mir nicht richtig zugehört.'' Areon hielt den Atem an. Beleidigte dieser Mann gerade indirekt seinen Herren? Dort, wo er herkam, würde bereits ein Kopf rollen. Während der nächsten Worte entgleisten ihm die Gesichtszüge völlig.

„Vielleicht hast du Recht, aber es ist nur wichtig, dass ihr heil angekommen seid. Am besten, du zeigst unserem neuen Freund sein Zimmer. Wir sprechen uns dann morgen früh wieder.'' Perplex starrte er dem Mann, welcher durch eine schlichte Holztür in der gegenüberliegenden Wand verschwand, nach.

Unsicher stand er auf und nahm den Raum das erste Mal richtig wahr: Die recht niedrigen Mauern um sie herum bestanden aus alten, ungleichförmigen Steinen ähnlich der Ruinen, welche er einmal gesehen hatte. Zwei Fackeln erhellten das Zimmer, ließen ihr Licht auf eine dunkle Stelle rechts hinter ihm fallen. Dieser Bereich schien sich nicht erleuchten zu lassen, sondern erweckte den Anschein, alles Helle zu verschlucken. Beim genaueren Hinsehen bemerkte er wirbelartige, sich langsam drehende Bewegungen im Inneren.

„Du hast noch nie ein Portal gesehen?'', sprach ihn plötzlich jemand von der Seite an. Sein Körper wandte sich instinktiv dem Krieger zu und er schüttelte verwirrt den Kopf. Ein Portal? Aber das bedeutete Magie und diese gab es doch gar nicht mehr oder doch? Wo war er hier nur gelandet? „Dann hast du nichts verpasst. Komm, ich führe dich zu deinem Zimmer. Auf dem Weg dahin kannst du mir gerne Fragen stellen.'' Unsicher beäugte Areon den Mann vor sich: Die Wunden bluteten nicht mehr stark, sahen aber trotzdem behandlungsbedürftig aus. „Und Eure Verletzungen?'', fragte er leise, doch der Angesprochene winkte ab. „Nicht so schlimm, morgen ist alles wieder in Ordnung. Bitte folge mir.'' Fragend schaute er dem Krieger nach, besann sich dann und holte diesen ein.

„Ich glaube, du hast hier einiges missverstanden'', brach Herim die Stille. Ohne auf eine Antwort zu warten, erklärte dieser weiter: „Tritos ist unser Meister, er führt und lenkt uns. Allerdings ist er nicht unser 'Herr', wie du es vielleicht denkst.'' Kurz sah der Krieger über seine Schulter hinweg, um sich zu vergewissern, dass sein ihm anvertrauter Schützling nach wie vor zuhörte. „Das Symbol, welches du trägst, ist ein Zeichen dafür, dass du zu uns gehörst. Es ist schade, dass wir nicht früher von dir erfahren haben. Tatsache ist: Wir benötigen jeden von uns und du wirst als ein Abkömmling einer sehr starken Blutlinie vermutet. Deshalb sollte ich dich hierherbringen, damit du deine Ausbildung beginnen kannst.''

Es war seltsam, wie schnell der geheimnisvolle, verschlossene Krieger sich zu einem gesprächigen und angenehmen Zeitgenossen entwickelt hatte. Wie gebannt lauschte Areon den Worten des Kriegers. Trotzdem verstand er nur die Hälfte dessen, was der Mann ihm wohl zu sagen versuchte und den Rest konnte er schlicht nicht glauben. Ja, die Brandnarbe konnte genauso gut ein Feuer darstellen, wie auch Buchstaben, aber das bedeutete doch nichts. Außerdem war der Orden der Flammen lediglich ein uralter Mythos, eine Legende.

Bereits vor über zwei Jahrhunderten endeten sämtliche Erzählungen: mit der Hinrichtung des letzten Mitglieds, eines mächtigen Magiers. Dieser sollte eine ganze Stadt durch lodernde Flammen vernichtet haben, ohne Rücksicht auf Unbeteiligte. Gerade deshalb hatte Areon keine positiven Assoziationen, wenn er an diesen Orden dachte. Doch um weiter nachzufragen und sein Misstrauen deutlich zu machen, war er zu müde. Außerdem roch es auf einmal unerhört köstlich. Wie von selbst stellten seine Füße den Dienst ein, dieser Geruch kam aus genau dem Gang, an welchem er beinahe vorbeigelaufen wäre.

„Es wartet bereits ein Willkommensgruß unserer Köche in deinem Zimmer auf dich. Ich glaube, heute müsste es Hirschbraten geben'', erwähnte Herim beiläufig und Areon starrte ihn ungläubig an. Dieser lachte jedoch nur amüsiert und deutete an, ihm zu folgen.

Sie kreuzten weitere Gänge mit unzähligen Türen. Hinter manchen waren leise Stimmen zu hören, doch verstehen konnte er leider nichts. Es gab hier unten keine Fenster, allein die Fackeln warfen ihr fahles Licht auf den dunklen Steinboden vor ihnen. Diese Dunkelheit wirkte bedrückend. Nach einiger Zeit blieb sein Befreier jedoch stehen und er wäre beinahe in ihn hineingelaufen. „Dies ist dein Zimmer'', erklärte der Krieger und hielt ihm einen Schlüssel vor die Nase, welchen er zögernd entgegennahm. „Der Glockenschlag wird dich wecken, bis dahin solltest du dich ausruhen. Wenn du mich suchst: Ich bin in einem der Meditationsräume gleich den nächsten Gang hinunter. Aber bitte störe mich nur, wenn es wirklich wichtig sein sollte.'' Ein leichtes, überfordertes Nicken reichte Herim wohl, denn einen Moment später hatte dieser sich umgedreht und verschwand in besagter Richtung.

Einen Moment lang stand Areon unbeweglich vor der Tür, mit sich ringend. Dann fand der kleine, silberne Schlüssel den Weg in das alte, aber trotzdem gut erhaltene Schloss.

Vorsichtig drehte er das Metallstück, ein leises Klicken erklang und das Holz schwang leicht nach innen. Langsam schob er es weiter auf und trat ein. Sein Blick wanderte über ein gemütlich scheinendes Bett rechts von ihm zu einem Schreibtisch aus dunklem, edel anmutenden Holz. Der Stuhl davor war aus dem gleichen Material gefertigt und besaß einige, schlichte Verzierungen.

Als er die Tür hinter sich geschlossen hatte, fiel ihm etwas anderes auf: Ein Nachttisch befand sich direkt neben dem Bett und dorthin lockte ihn ein wundervoller Duft.