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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich VWL - Sonstiges, Note: 1,3, Fachhochschule Düsseldorf, Sprache: Deutsch, Abstract: Der wesentliche Inhalt dieser Arbeit ist die Vorstellung ausgewählter verhaltensanalytischer Modelle der Mikroökonomie. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Analyse der Nachfragerentscheidungen bezüglich eines Stromanbieterwechsels. Des Weiteren werden wesentliche Daten zum deutschen sowie in Teilen zum europäischen Strommarkt vorgestellt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem privaten Stromanbieterwechsel. Die verhaltensanalytischen Modelle werden unter Verwendung der statistischen Daten auf Plausibilität geprüft. Abschließend wird ein vom Autor selbst entwickelter Lösungsansatz vorgestellt. Dieser zielt auf die Steigerung der Stromanbieterwechselrate ab in Verbindung mit der Hebung von Gewinnpotenzial. Ergebnis dieser Arbeit ist eine volkswirtschaftlich ausgerichtete Verhaltensanalyse der auf dem Strommarkt auftretenden privaten Nachfrager. Die Analyse dient zudem zur Feststellung der Erfolgsaussichten des vorgeschlagenen Lösungsansatzes.
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Veröffentlichungsjahr: 2013
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Vorwort
Mein Name ist Boris Solis Mittwoch und ich schreibe soeben die ersten Zeilen meiner Bachelor-Thesis. Ich kann es selber kaum fassen. Vor 11 Jahren (da war ich 16) entschied ich mich, die Schule zu verlassen und dem Mark Twain zugeschriebenen Ausspruch zu folgen:
„Bildung ist etwas, was man ganz ohne Beeinträchtigung durch den Schulunterricht erwerben muss.“
Dass ich mich dann mit 25 noch mal auf die Schulbank setzen würde, um zu studieren, erschien mir damals wohl genauso unvorstellbar wie die Tatsache, dass dies heute fast schon wieder vorbei ist.
Im zweiten Semester meines Studiums kam ich erstmals mit der Volkswirtschaftslehre in Kontakt. Schnell merkte ich, dass ich in diesem Gebiet besondere Motivation entwickelte. Die Volkswirtschaft ermöglichte mir, viele in meiner Umwelt stattfindende Prozesse und Zusammenhänge zu verstehen. Warum werden die Leitzinsen erhöht? Weshalb wird Handel betrieben? Wie werden Preise gebildet? Diesen Fragenkatalog könnte ich wohl endlos weiterführen, denn unsere Marktwirtschaft, das Zusammenspiel der einzelnen Akteure sowie das der weltweiten Marktwirtschaften, wirft unzählige Fragen auf. Die Antworten darauf sind oftmals in der Volkswirtschaftslehre zu finden. Selbst mein eigenes Verhalten im Team konnte ich durch Abstraktion der komparativen Kostentheorie von David Ricardo analysieren, verstehen und verbessern. So neige ich oftmals dazu, in einem Team sämtliche Aufgabenbereiche zu übernehmen, von denen ich überzeugt bin, dass ich sie besser beherrsche als die anderen Teammitglieder. Würde ich mich stattdessen auf den Aufgabenbereich konzentrieren, beim dem ich den größten komparativen Vorteil besitze, so würde wohl ein besseres Gesamtergebnis zustande kommen. Genau diese Vielfalt ist es, die mich an der Volkswirtschaft so fasziniert.
Doch so viele Fragen die Volkswirtschaft auch beantwortet, so viele Fragen wirft sie zugleich wieder auf. So kam ich während meiner Vorlesungen erstmals mit dem Modell des Homo oeconomicus in Kontakt, jenes Lebewesens, welches die Volkswirtschaft zu bevölkern scheint. Diese Spezies handelt stets streng rational. Hat sich ein Homo oeconomicus entschieden Unternehmer zu werden, ist er grundsätzlich auf Gewinnmaximierung bedacht. Handelt es sich um einen Konsumenten, so maximiert dieser stets seinen Nutzen. Was hierbei jedoch unberücksichtigt bleibt, ist die Tatsache, dass unsere Welt nicht vom Homo oeconomicus sondern vom Homo sapiens bevölkert wird. Dass diese Tatsache einiges an betriebswirtschaftlichem Gewinnpotenzial bedeutet, welches ich mittlerweile durch einen kleinen Amazon-Handel zu meinem Vorteil ausnutze, sei hier nur am Rande erwähnt und soll doch aufzeigen, dass der Mensch eher als „Satisfazierer“ und nicht als „Maximierer“ gesehen werden sollte (Mankiw, 2012, S. 586).
Dass ich in meinem Studium mein Bedürfnis nach individuellem Wissen zu satisfazieren und dadurch den Nutzen meines Studiums zu maximieren versuche, zeigt für mich, dass die Begriffe „Satisfazierer“ und „Maximierer“ sich im Grundsatz nicht widersprechen. So beschloss ich, jedes Semester entweder eine zusätzliche, von persönlichem Interesse getriebene Vorlesung außerhalb des Studienverlaufsplanes zu besuchen oder einer Tätigkeit nachzugehen, welche mir die Anwendung meiner bereits erlangten Kenntnisse ermöglichte. Hierdurch bedingt besuchte ich die Vorlesung „Energiewirtschaft“, welche mich in gleicher Weise faszinierte wie die Volkswirtschaft. Vielleicht auch dadurch, dass auf dem Energiemarkt volkswirtschaftliche Besonderheiten überaus stark vertreten sind. Letztendlich entwickelte sich daraus eine Anstellung als Werksstudent sowie eine bereits jetzt feststehende Anstellung nach dem Studium.
Es ergab sich somit fast zwangsläufig ein Thema für meine Thesis, welches beide Themengebiete zusammenführt: Der private Stromanbieterwechsel unter Betrachtung der Verhaltensökonomie.
Abstract
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
1 Einleitung
2.Grundbegriffe der Nachfragetheorie
2.1 Bedürfnisse
2.2 Nutzen
2.3 Präferenzen
2.4 Budget
2.5 Haushaltsoptimum
3 Nachfragetheorie
3.1 Konsumentensouveränität
3.2 Vollständige Information
4 Verhaltensabweichungen
4.1 Nutzenmessung
4.2 Wertparadox
4.3 Gütereigenschaften
4.4 Condorcet-Paradox
4.5 Konsumzeit
4.6 Unvollständige Information
4.7 Entscheidungen bei unvollkommener Information
4.7.1 Rationales Entscheiden unter Risiko
4.7.2 Bernoulli-Prinzip
4.7.3 Rationales Entscheiden bei Ungewissheit
4.8 Rationales Entscheiden bei mehreren Zielen
4.9 Soziale Bedingtheit der Nachfrage
4.9.1 Mitläufereffekt
4.9.2 Snobeffekt
4.9.3 Veblen-Effekt
5 Daten und Fakten zum Elektrizitätsmarkt
5.1 Strompreisentwicklung
5.2 Stromanbieterwechsel
6 Ursachenanalyse
6.1 Nutzenmessung
6.2 Gütereigenschaften
6.3 Wertparadox
6.4 Condorcet-Paradoxon
6.5 Konsumzeit
6.6 Unvollständige Information
6.7 Rationales Entscheiden bei Risiko bzw. Unwissenheit
6.8 Soziale Bedingtheit der Nachfrage
6.9 Weitere Ursachen
7 Lösungsansatz
7.1 Ausgangssituation
7.2 Einbeziehung privatwirtschaftlicher Institutionen
7.2.1 Vorteile eines zentral verwalteten Stromanbieterwechsels
7.2.2 Rentabilität
8 Fazit
Anhang
Literaturverzeichnis
Abbildung 1: Indifferenzkurve normales Gut
Abbildung 2: Höher bzw. tiefer liegende Indifferenzkurve
Abbildung 3: Indifferenzkurve bei Sättigung, neutralem Gut und Ungut
Abbildung 4: Budgetbeschränkung
Abbildung 5: Lage des Haushaltsoptimums
Abbildung 6: Nutzenkurven je Euro für Wasser und Diamanten
Abbildung 7: Nutzenmaximum als Randlösung
Abbildung 8: Kein Mangel an Konsumzeit
Abbildung 9: Mangel an Konsumzeit
Abbildung 10: Teilweiser Mangel an Konsumzeit
Abbildung 11: Entwicklung Verbraucherpreise Strom
Abbildung 12: Strompreisvergleich Haushalte in Europa mit und ohne Berücksichtigung von Kaufkraftunterschieden
Abbildung 13: Zusammensetzung des Strompreises für Haushaltskunden
Abbildung 14: Entwicklung der Netzentgelte seit Einführung der Bundesnetzagentur in 2006
Abbildung 15: Lieferantenwechsel 2006-2009 in Deutschland
Abbildung 16: Vertragsstruktur deutscher Haushalte in 2009
Abbildung 17: Wechselgefährdete Verbraucher nach Versorgergruppen
Abbildung 18: Korrelation zwischen Preisersparnis und Liefervertragskomplexität
Abbildung 19: Ausgabenanteil für Elektrizität gemessen am Einkommen
Abbildung 20: Zahlungsprobleme von europäischen Haushalten
Abbildung 21: Mittel der Neukundenwerbung
Abbildung 22: Preisunterschiede bei unterschiedlicher Verbrauchsmenge
Abbildung 23: Vergleichbarkeitsbewertung durch Verbraucher
Abbildung 24: Verständlichkeit der Elektrizitätsabrechnung
Abbildung 25: Nutzung von Preisvergleichswerkzeugen im Internet
Abbildung 26: Zusammenhang zwischen der Nutzung von Vergleichsportalen und Informationsaktivitäten
Abbildung 27: Nutzung anderer Hilfsmittel neben Preisvergleichsportalen
