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Anna Behler, die junge Hauptdarstellerin eines Theaterstücks, verschwindet während der Premiere spurlos aus dem Nachbau eines geschlossenen Glassarges. Es gibt zunächst keine Erklärung für ihr Verschwinden, doch zeigt sich, dass so manch unbescholtener Bürger mehr zu wissen scheint, als er sagt.
Die Schatten der Vergangenheit nehmen Gestalt an und jagen die, die nicht mehr wissen, wie sie noch dem ausweichen sollen, zu was man sie auf Lebzeit verdonnern wird. Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen zu einem Tiegel an Missgunst, Trauer und Unglauben, bis ein einfacher Abend in geselliger Runde alles Totgeglaubte zurückzubringen scheint.
Ein Leben verspielt oder eines gewonnen? Wo ist Anna? Warum taucht niemals eine Leiche auf? Wie konnte sie aus einem geschlossenen Raum einfach so verschwinden? Und was hat das Ganze mit dem Fluch des Schneewittchen-Effekts zu tun?
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Veröffentlichungsjahr: 2023
Katja Michels
Der
Schneewittchen-
Effekt
Eine Stadt verliert sich selbst
Mystery
Copyright © by Authors/Bärenklau Exklusiv
Cover: © by Steve Mayer nach Motiven, 2023
Korrektorat: Bärenklau Exklusiv
Verlag: Bärenklau Exklusiv. Jörg Martin Munsonius (Verleger), Koalabärweg 2, 16727 Bärenklau. Kerstin Peschel (Verlegerin), Am Wald 67, 14656 Brieselang
Die Handlungen dieser Geschichte ist frei erfunden sowie die Namen der Protagonisten und Firmen. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht gewollt.
Alle Rechte vorbehalten
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Das Buch
Der Schneewittchen-Effekt
Vorgeschichte
Büsum, 20.02.1980
Büsum, 15.03.1980
Büsen, 15.03.1180
Büsum, 15.03.1980
Für tot erklären
Büsen, 14.02.1180
Bitte verzeihen Sie mir!
Lass den bösen Traum ein Ende haben, 16.03.1996
Die Toten sind nicht länger tot?
Anna Behler, die junge Hauptdarstellerin eines Theaterstücks, verschwindet während der Premiere spurlos aus dem Nachbau eines geschlossenen Glassarges. Es gibt zunächst keine Erklärung für ihr Verschwinden, doch zeigt sich, dass so manch unbescholtener Bürger mehr zu wissen scheint, als er sagt.
Die Schatten der Vergangenheit nehmen Gestalt an und jagen die, die nicht mehr wissen, wie sie noch dem ausweichen sollen, zu was man sie auf Lebzeit verdonnern wird. Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen zu einem Tiegel an Missgunst, Trauer und Unglauben, bis ein einfacher Abend in geselliger Runde alles Totgeglaubte zurückzubringen scheint.
Ein Leben verspielt oder eines gewonnen? Wo ist Anna? Warum taucht niemals eine Leiche auf? Wie konnte sie aus einem geschlossenen Raum einfach so verschwinden? Und was hat das Ganze mit dem Fluch des Schneewittchen-Effekts zu tun?
***
Eine Stadt verliert sich selbst
»Um jemandem begreiflich zu machen, was hier eigentlich geschehen ist, benötigt es nicht vieler Worte, geschweige denn Erklärungen, sondern lediglich einer Emotion oder eines Affektes, wie der Psychoanalytiker sagen würde. Ich glaube, so ist das alles am ehesten zu beschreiben.
Kennen Sie das Gefühl zwischen Traum und Wirklichkeit zu schweben, kurz bevor man aufwacht oder einschläft? In diesem Zustand befinde ich mich nun seit über zehn Jahren. Alle suchen sie nach mir, doch irgendwie in der vollkommen falschen Richtung, denn ich bin noch da, nur nicht so, wie sie es sich vorzustellen bereit sind.
Mein Großonkel beispielsweise, der sich als Pfarrer in Büsum nicht nur um das sündige Gedankengut seiner Schäfchen sorgt, sondern sich ebenso hingebungsvoll bereits Verstorbenen widmet, die sich irgendwie niemals von dieser Erde lösen konnten, hat wenigstens erkannt, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Er weiß um Finjas Tragödie und liegt richtig, wenn er glaubt, dass diese mit meinem Verschwinden zusammenhängt, ja, es entspricht den Tatsachen.
Ich liege wie Finja auf dem Boden eines kalten Glassarges und wundere mich, warum ich noch lebe. Gleichzeitig möchte ich frei sein, Finja gleichsam. Wir scheinen miteinander verbunden zu sein, unsere Schicksale verwoben und doch leben wir in unterschiedlichen Welten. Mir scheint, ein bestimmtes Geschehnis in Vergangenheit und Gegenwart sorgte dafür, dass unser beider Leben miteinander verschmolzen und uns fast eins werden ließ.
Wie unrecht Herr M. doch hatte, als er behauptete, nichts könnte passieren, nichts den Verlauf der Theatervorführungen stören. Denn etwas durchkreuzte seine Pläne: das Schicksal, eine Schicksalsfügung, die uns beide schließlich zu retten vermochte.
Ja, die Legende ist wahr und nachdem Sie meine Geschichte gelesen haben, verstehen Sie hoffentlich, was meine Freunde erst nach über zehn Jahren begriffen haben: Versuche nicht zu verstehen, was vor sich geht, akzeptiere einfach nur, dass die Wahrheit nicht immer einer logischen, rationalen Erklärung folgt. Ja, die Legende ist wahr, Schneewittchen lebt!«
… da lag sie nun, wehrlos, hilflos, eingesperrt in einen Sarg aus Glas. Sie wusste, dass jegliche Hilfe, wenn überhaupt, viel zu spät eintreffen würde. Denn das Gift, ein unbekanntes, tödliches Serum, wanderte durch ihre jungen Adern.
