Verlag: mobilpress Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2017

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Sicherung: Wasserzeichen

E-Book-Beschreibung Der Schwabe als Liebhaber - Max Betzel

Damen des horizontalen Gewerbes informieren über schwäbische, männliche Eigenheiten. Dazu kommen Beobachtungen und Erlebnisse bezogen auf Anmacherstrategien, wie ein Schwabe eine neue Bekannte am schnellsten und ohne große Kosten flach legen kann. Vorweg sein gesagt: Beim Flachlegen helfen im die erotische Atmosphären im Leonhardsviertel, im Bohnenviertel und jene auf der Katharinenstraße - den Sperrbezirk außer acht gelassen.

Meinungen über das E-Book Der Schwabe als Liebhaber - Max Betzel

E-Book-Leseprobe Der Schwabe als Liebhaber - Max Betzel

Humor – Nonsens – Satire

Der Schwabe als Liebhaber

Stuttgarter Milieu

ISBN 978-3-936505-44-3

Verlag: mobilpress, Markdorf/Bodensee

Format: eBook

Reihe: Baden-Württemberg

Covergrafik: Stefan Dehmel, Stuttgart

Copyright: mobilpress

Erscheinung: Juli 2017

Autor

Als Journalist und Buchautor berichtet Max Betzel regelmäßig über Ereignisse, Geschichten, Sonderbarkeiten und Menschen aus Baden-Württemberg. Von ihm stammt das eBook „Schon Schubart liebte den Uhlbacher Trollinger“, das in szenischen, unterhaltsamen Beschreibungen über das journalistische Wirken von Christian D. F. Schubart (1739 – 1791) informiert. Ein ebenfalls veröffentlichtes Werk hat den Titel „Bei Schwierigkeiten tröstete ihn der Betonmischer – Aus dem Tagebuch eines Häuslebauers“. Unter „Stuttgarter Milieu“ berichtet er über eine Zeit, während der er in einer Presseagentur in der Stuttgarter Katharinenstraße (Sperrbezirk mit Schlupflöchern) beschäftigt war. Seine Beobachtungen und Erlebnisse beziehen sich vornehmlich auf das älteste Gewerbe der Welt im Leonhardsviertel, im Bohnenviertel und auf der Katharinenstraße. Schon erschienen ist „Das Leonhardsviertel“.

Verlag

Das mobilpress-Verlagsprogramm der Reihe „Baden-Württemberg“ umfasst Werke aus Baden-Württemberg oder Werke über Themen, Ereignisse, Entwicklungen, die in irgendeiner Art und Weise mit Baden-Württemberg zu tun haben. Zum Verlagsprogramm gehören auch Werke der Themenbereiche: Management, Marketing, Kommunikation sowie Auto und Fuhrpark.

Zur Information

Berichtet wird über den Schwaben an sich, seine Vorstellungen, Bedürftigkeiten und Verhaltensweisen in Sachen Liebe, und über die schwäbische Lebensart in den Stuttgarter Rotlicht-Stadtbereichen: Leonhardsviertel, Bohnenviertel und Katharinenstraße. Jeweils bezogen auf die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

In jener Zeit war ich, der Autor, in einer Presseagentur in der Katharinenstraße, eigentlich Sperrbezirk, aber …, beschäftigt. Da bekommt man unweigerlich hautnah viel mit, was unter anderem im horizontalen Gewerbe so abläuft.

Falls sich jemand betroffen und verletzt fühlen sollte, dafür entschuldige ich mich schon jetzt. Bei mir liegt keine Absicht dahinter.

Inhalt

Leichte Damen im Stress: Stuttgart ist ein schwieriges Pflaster

Leichte Damen meinen: Auch Reklamieren ist bei Schwaben ein Volkssport

Obdachlose bilden mit leichten Damen strategische Allianzen

Nachts tobt das Leben auf dem Katharinenplatz hinter den Büschen

Gespräch in der Weinstube Basta: Hygiene schützt vor ungewollten Bewohner

Auf den Gehsteigen sind auch viele Eheberaterinnen anzutreffen

Die Kunst des Abschleppens auf dem Weg zur Weinstube

Die Kunst des Abschleppens in der Weinstube und danach

Krise in der Nacht: Verkehrsüberwachung im Sperrbezirk mit häuslichen Folgen

Geschäftsidee beim Curywurstessen: Arbeiten auf einem U-Boot

Geschäftsidee im Café Koenigx: Ich werde Gärtner und rauche immer ein Pfeifle

Regionaltypische – schwäbische – Gepflogenheiten machen den Damen, vor allem wenn sie keine Schwäbinnen sind, große bis ganz große Probleme.

Leichte Damen im Stress: Stuttgart ist ein schwieriges Pflaster

Die Damen im Leonhardsviertel oder im Bohnenviertel, auch jene im angrenzenden Sperrbezirk, also in der Katharinenstraße, haben es nicht gerade leicht. Gegenüber ihren Kolleginnen in den anderen Metropolen dieser Republik ist sicherlich etwas Bedauern und Verständnis angebracht. Nicht wegen des Viertele, also der bescheidenen Größe des Stuttgarter Sex-Areals. Immerhin könnte man meinen, wenn man die Einwohnerzahl von Stuttgart und die des Umlandes sich anschaut, dass in dem kleinen Areal immer, tagsüber und nachtsüber, vierundzwanzig Stunden, an Werktagen genauso wie an Sonntagen und Feiertagen, immenser Hochbetrieb herrscht, alles überlaufen ist. Die Damen in Zwölf-Stunden-Schichten arbeiten müssen. Doch dem ist nicht so, ganz im Gegenteil.

Zu oft stehen die Liebesarbeiterinnen sich die Beine in den Bauch, weil nichts läuft. Allerdings werden sie pausenlos begafft, gratis für den Gaffer. Die Damen können sich dagegen nicht wehren, lassen es über sich ergehen, denn es könnte ja sein, dass doch jemand Appetit auf mehr bekommt, was aber leider zu selten der Fall ist. Viele der Damen meinen, dass das pausenlose Gaffen und dann doch nicht zu Potte kommen wollen mit der schwäbischen Mentalität zusammen hängt. Die Schwaben könnten oft nicht so, wie sie wollten.

Gemeint sind nicht Werte wie Steifigkeit oder Standfestigkeit, Spieltrieb oder Techniktrieb, es sind Werte, die ihnen tief eingepflanzt wurden, von Generation zu Generation. Werte, die in jeder schwäbischen Wiege liegen. Solch ein Wert ist zum Beispiel der Trieb zum Sparen – ein besonders ausgeprägtes Erbgut, welches die Damen der liebevollen Zweisamkeit mit „extremer Knausrigkeit“ umschreiben. Schotten seien im Vergleich Verschwender.

Bekanntermaßen drehen Schwaben ihr Geld, bevor sie es ausgeben, wenn sie es ausgeben, mindestens zweimal herum. Nicht selten auch mehrmals bis ganz oft, also so oft, dass aus den Geldmünzen ein Draht wird. Und bevor sie es tatsächlich aus der Hand geben, wollen sie wissen, was genau sie dafür erhalten. Das ist ein Problem. Zum einen aufgrund der üblichen Geschäftsbedingung im horizontalen Gewerbe: Leistung nur gegen Vorkasse. Zum anderen aufgrund der Einrichtungen an den Damen, über die sie für die Leistungserbringung notwendigerweise verfügen müssen und die im Verborgenen ruhen. Anders gesagt: Die wichtigsten Einrichtungen sind im Vorfeld der Leistungserbringung nicht voll einsehbar, weil textiltechnisch-phantasieanregend bedeckt, nur deren Vorhandensein ist allgemein gut zu erkennen.

Doch der Schwabe ist misstrauisch. Er will sehen, was ihn erwartet. Er will sehen, was echt und was Luft ist. Luft heißt aufgeblasen wie: Beim ersten Kontakt ein Atombusen, beim näheren Kontakt wegen vorhandener Aufpolsterung ein Brüstle. Wenn aufgeblasen dann schon richtig, Silikon stört den Einheimischen nicht – sofern nichts ausläuft, verrutscht oder zusammenfällt.

Somit klar, mit der vorzeitigen Offenlegung verborgener Werte machen die Damen nicht mit. Aus ihrem Geschäftsinteresse heraus lupfen die Damen im Stadium der Verhandlungen ihre Bedeckungen nicht. Zum einen auch wollen sie etwas haben, womit sie, bei erfolgreich verlaufender Verhandlung, den Geschäftspartner überraschen können. Zum anderen sind diese Überraschungsmomente Teil der Leistungserbringung. Darüber hinaus wollen sie auf jeden Fall Gaffern das Dasein erschweren. Ein Gaffer gafft, und damit er noch mehr gaffen kann, sollen sie ihre Bedeckungen aufgeben? Wobei er sich, nachdem er alles begafft hat, von dannen schleicht? Ohne irgendetwas zu bezahlen? Nein, so nicht! Das wollen die Damen schon im Ansatz verhindern.

In diesem Zusammenhang sei auch von einem besonderen Selbstbewusstsein der Damen berichtet. Jede ist sich sicher, dass sie unter den textilen Bedeckungen Überraschendes bereithält, das allen Männern, wenn sie denn überrascht werden, außerordentlich gefällt. Etwas anderes können sie sich nicht vorstellen. Natürlich, das soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, gibt es auch Damen, die sich nicht an diese eiserne Geschäftsregel halten. Ihre Werte oder Dinge unter den Bedeckungen bereits im Vorfeld offenbaren. Sie sind allerdings die Ausnahmen der Regel. Kollegial schön ist: Die Ausnahmen werden von den Kolleginnen nicht geächtet, zumal es meist Damen sind, die aufgrund der fortgeschrittenen Arbeit des Zahns der Zeit nicht anders können. Sie müssen alles auf einmal in die Waagschale werfen, um zum erfolgreichen Abschluss zu kommen.

Sie werden auch deshalb nicht angefeindet, weil sie nicht erfolgreicher sind. Zudem vergrößern sie das Angebot an Sehenswürdigkeiten im Bezirk, reduzieren die Zahl der Gaffer bei den Kolleginnen, die bisher vom Zahn der Zeit verschont sind. Manchmal allerdings sorgen die im Vorfeld eines Vertragsabschlusses freizügigen Kolleginnen für ein entsetztes Zurückweichen und für ein erleichtertes Landen bei einer regeleinhaltenden, jüngeren Dame. Die Erleichterung bei so einem Gelandeten ist auf die schocklösende Feststellung zurückzuführen, dass doch nicht alle Naturschönheiten dieser Welt verblüht sind, die Natur nach wie vor Schönes, Festes und doch Weiches bereit hält.