Verlag: Wiesenburg Kategorie: Poesie und Drama Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

Erhalten Sie Zugriff auf dieses
und über 80000 weitere Bücher
ab EUR 4,99 pro Monat.

Jetzt testen
7 Tage kostenlos

Sie können das E-Book in Legimi-App für folgende Geräte lesen:

Tablet  
Smartphone  
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Seitenzahl: 283 E-Book-Leseprobe lesen

Das E-Book kann im Abonnement „Legimi ohne Limit+“ in der Legimi-App angehört werden für:

Android
iOS
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?

Das E-Book lesen Sie auf:

Kindle MOBI
E-Reader EPUB
Tablet EPUB
Smartphone EPUB
Computer EPUB
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Sicherung: Wasserzeichen E-Book-Leseprobe lesen

E-Book-Beschreibung Der Spatz - Uschi Hammes

Alles auf dieser Welt ist in ständiger Bewegung, und nur wer den Mut zur Grenzüberschreitung hat und sich selbst als Durchreisenden empfindet, der kann an der Herrlichkeit dieses Planeten teilhaben… Dieses Buch erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Art von Freundschaft, die beweist: Ein Freund ist ein Wesen auf das man sich verlassen darf, wenn man sich verlassen fühl

Meinungen über das E-Book Der Spatz - Uschi Hammes

E-Book-Leseprobe Der Spatz - Uschi Hammes

Uschi Hammes

Der Spatz

Roman

Wiesenburg Verlag

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Der Spatz

Über die Autorin

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;

detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

1. Auflage 2014

Wiesenburg Verlag

Postfach 4410· 97412 Schweinfurt

www.wiesenburgverlag.de

Umschlaggestaltung:

A. Fischbach (info@syndikat-visuell.de) Mob.: 0176/​26014747

© Wiesenburg Verlag

1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2015

ISBN 978-3-95632-304-1

Ich lebe in einem Land, in dem Pflanzenfresser jahrelang Tierkadaver als Nahrung bekommen und die Menschen sich wundern, dass das nicht gut geht. Die Tiere werden krank, und man tötet sie zu Hunderttausenden. Jedoch als „Glied der menschlichen Nahrungskette“, denn viel mehr sind Tiere in diesem Land nicht mehr, erkranken letztendlich auch viele Menschen. Diese tötet man nicht, diese sterben von ganz alleine.

Ich lebe in einem Land, in dem pflegebedürftige alte Menschen mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden, weil man die Zahl des Pflegepersonals nicht erhöhen möchte.– Alles ja auch eine Kostenfrage…! Ich lebe in einem Land, in dem keiner hungern muss, weil genug Nahrung da ist! Nur was man der Seele zu essen geben soll, das hat man leider im Laufe der Zeit vergessen. Konsum ist das Surrogat.

Ich lebe in einem Land, in dem nur deshalb so viele Wölfe herumlaufen, weil die Schafe gelernt haben, sich zu verkleiden.

Ich lebe in einem Land, in dem man zufrieden sein könnte mit dem, was man hat. Aber die Menschen hier sind mehr als zufrieden: Sie sind unzufrieden. Ich lebe in einem Land, in dem auf Gehwegen mehr Platz für parkende Autos ist als für Fußgänger. In diesem Land gibt man viele Versprechen, aber man misst ihnen wenig Bedeutung zu. Das heißt: Wer seine Versprechen hält, ist selbst schuld.

In diesem Land, in dem ich lebe, haben Tiere Pflichten, indes keine Rechte. In diesem Land, in dem ich versuche zu leben, vertreiben sich die Bewohner lieber die Zeit als die Sorgen, und die Bewohner glauben an den Himmelundan die Hölle.

In diesem Land sagen kreative Leute, Maler wie Max Liebermann, Sätze, die da heißen: „Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte“, dem ich mich „verdaulichst“ anschließe.

Habe ich schon erwähnt, dass gesunde Tiere ebenfalls geschlachtet werden, wenn die Stabilität des Fleischpreises in Gefahr ist?

Ach, und noch etwas: Wir befinden uns im Zeitalter der Kommunikation, will heißen: Man redet nicht mehr miteinander, nur noch über einander. Den Einwohnern geht es gut!

Von den vierzig neugeborenen Kindern, die jedes Jahr einfach ausgesetzt werden, mit dem Vorsatz, dass sie sterben sollen, werden zwanzig noch lebend gefunden.

Oh ja, allen geht es gut!

Jeder kann so viel Gutes tun, wie er möchte! Wenn man aber dabei auffällt, zu viel Gutes zu tun, dann finden sich schnell Neider, und es wird etwas gefunden oder erfunden– egal, Hauptsache, man macht ihn fertig. Also hüte dich davor, in diesem Land positiv aufzufallen. Das sieht man gar nicht gerne!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!