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Akademische Arbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Note: 1, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Hypothekenmarkt in den USA gliedert sich in einen Primärhypothekenmarkt und einen Sekundärhypothekenmarkt. Als Primärhypothekenmarkt gilt jener Markt, bei dem neue Hypotheken begründet werden. In diesem Markt erhält der Schuldner einen Hypothekenkredit von der Bank und erlaubt dieser, die mit der Hypothek belastete Liegenschaft, im Falle des Ausfalls des Schuldners, zu verkaufen. Der Sekundärhypothekenmarkt ist in dem Immobilienfinanzierungssystem der USA von großer Bedeutung. Banken, die am Primärhypothekenmarkt tätig sind, können ihre Kredite am Sekundärhypothekenmarkt verkaufen und erhalten somit Liquidität um weitere Kredite vergeben zu können. Am Sekundärhypothekenmarkt sind verschiedene Investoren tätig wie beispielsweise Fannie Mae, Fondsmanager, ausländische Zentralbanken, Geschäftsbanken, Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften. Aus dem Inhalt: - Fanny Mae, Freddie Mac und Ginnie Mae; - Hauseigentümerquote; - Fakten zur Kreditvergabe; - Arten von Hypothekenkrediten
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Veröffentlichungsjahr: 2014
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hypothekenbanken
3. Hypothekenmakler
4. Fannie Mae, Freddie Mac und Ginnie Mae
5. Hauseigentümerquote
6. Fakten zur Kreditvergabe
7. Arten von Hypothekenkrediten
7.1 Festverzinste Hypothekenkredite
7.2 Variabel verzinste Hypothekenkredite
7.3 Hybride Hypothekenkredite
7.4 Interest-only-Hypothekenkredite
7.5 Payment-option Hypothekenkredite
7.6 „Statedincome“ Hypothekenkredite
7.7 Reverse Mortgages
7.8 Federal Housing Administration Garantie
7.9 Veterans Administration Garantie
7.10 Subprime Hypothekenkredite
8. Fazit
9. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)
Der Hypothekenmarkt in den USA gliedert sich in einen Primärhypothekenmarkt und einen Sekundärhypothekenmarkt. Als Primärhypothekenmarkt gilt jener Markt, bei dem neue Hypotheken begründet werden.[1] In diesem Markt erhält der Schuldner einen Hypothekenkredit von der Bank und erlaubt dieser, die mit der Hypothek belastete Liegenschaft, im Falle des Ausfalls des Schuldners, zu verkaufen.[2] Der Sekundärhypothekenmarkt ist in dem Immobilienfinanzierungssystem der USA von großer Bedeutung. Banken, die am Primärhypothekenmarkt tätig sind, können ihre Kredite am Sekundärhypothekenmarkt verkaufen und erhalten somit Liquidität um weitere Kredite vergeben zu können. Am Sekundärhypothekenmarkt sind verschiedene Investoren tätig wie beispielsweise Fannie Mae, Fondsmanager, ausländische Zentralbanken, Geschäftsbanken, Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften.[3]
Eine Hypothekenbank ist staatlich lizensiert und vergibt Hypotheken direkt an die Konsumenten. Da eine Hypothekenbank kein Einlageninstitut ist und daher auch keine Erträge daraus erwirtschaftet, benötigen sie Kapital vom Sekundärhypothekenmarkt wie etwa Fannie Mae, Freddie Mac oder anderen großen Hypothekendienstleistern.[4] Durch den Verkauf der Hypotheken am Sekundärhypothekenmarkt erzielen sie frisches Kapital um neue Hypothekenkredite vergeben zu können.[5]
Die zwei wichtigsten Einnahmequellen von Hypothekenbanken sind die Kreditvergabegebühren und Kreditbearbeitungsgebühren. Viele Hypothekenbanken bearbeiten und verwalten die Kredite, die sie vergeben haben, aber nicht selbst. Sie verkaufen diese Kredite kurz nach ihrer Zusage und Auszahlung, und verdienen somit eine Prämie. Der Sekundärmarktinvestor verdient die Gebühren für die Bearbeitung und Verwaltung des Kredites und zwar für jeden Monat, den der Kredit beim Kreditnehmer verbleibt. Das Ausfallsrisiko und Zinsrisiko wird dabei auch auf den Sekundärmarktinvestor übertragen.[6]
Grundsätzlich unterliegt eine Hypothekenbank den verschiedenen Bankgesetzen jenes Staates, in der sie tätig ist. Banken tendieren dazu, für das Hypothekengeschäft Tochtergesellschaften zu gründen. Insgesamt 30 Prozent der Subprime-Kredite werden von Tochterunternehmen von Banken und Bausparkassen vergeben. Der Grund dafür liegt in der weniger strengen Überwachung gegenüber der Muttergesellschaft. Ganze 50 Prozent der vergebenen Subprime-Kredite erfolgen durch unabhängige Hypothekengesellschaften, die zwar staatlich lizensiert, aber keiner bundesstaatlichen Aufsicht unterliegen.[7]
Hypothekenmakler sind unabhängige Finanzintermediäre, die als Vermittler zwischen mögliche Immobilienkäufer und Hypothekenbanken auftreten. Prinzipiell arbeitet ein Hypothekenmakler mit unzähligen Banken und anderen Kreditgebern zusammen und hat die Möglichkeit, dem Kunden aus einem Pool von Finanzierungsmöglichkeiten das Passende anzubieten.[8]
Hypothekenmakler sind wie Hypothekenbanken staatlich lizensiert und reguliert, um die Gesetzeskonformität mit allen Landes- und Bundesgesetzen sicherzustellen.[9] Verschiedene Behörden überwachen die Hypothekenmakler auf Länder- und auf Bundesebene. Diese Behörden legen zulässige Verhaltensregeln für Hypothekenmakler fest und bestrafen jene, die sich nicht an die Vorschriften halten. Weiters nehmen die Behörden Beschwerden von Kunden oder anderen Hypothekenmaklern entgegen und überprüfen diese. Die budgetären Mittel für diese Behörden sind gegenüber anderen öffentlichen Behörden bescheiden und daher ist es schwierig alle Aufgaben konsequent zu erfüllen. Viele Behörden haben die Möglichkeit die Lizenz von Hypothekenmaklern bei Betrugsdelikten vorübergehend oder gänzlich zu entziehen und können auch auf andere Behörden zurückgreifen, um den Sachverhalt zu untersuchen oder eine strafrechtliche Verfolgung einzuleiten.[10]
Die Hypothekenmakler verschärften die Subprime-Krise, die US-Hypothekenkrise, die der Weltwirtschaftskrise voraus ging, indem sie von Vermittlungsprovisionen getrieben mehr Wert auf Quantität als auf Qualität setzten. Sie vermittelten Lockprodukte, welche anfangs geringe Zahlungen versprachen und für viele Kreditnehmer erschwinglich waren. Dies war aber nicht von Dauer und die Zahlungen erhöhten sich. Viele Kreditkonditionen waren zum Nachteil der Kreditnehmer. Es gab beispielsweise Limits bei Vorauszahlungen, damit die Kredite nicht allzu schnell getilgt werden konnten. Viele Konditionen waren so angelegt, dass die Kreditnehmer einen Wechsel zu einem anderen Hypothekenmakler nur sehr schwer vollziehen konnten. Die Hypothekenmakler hingegen konnten durch verschiedene Vertragsbedingungen den Verkauf durch eine Verbriefung erleichtern.[11]
Die bedeutende Rolle der Hypothekenmakler spiegelt sich in deren Vermittlungsstatistik wider. 2003 vermittelten in etwa 44.000 Hypothekenmakler ca. 65% aller Hypothekenkredite.[12]
