Kenneth Grahame, Der Wind in den Weiden - Kenneth Grahame - E-Book

Kenneth Grahame, Der Wind in den Weiden E-Book

Kenneth Grahame

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Beschreibung

Die grandiosen Geschichten über die Abenteuer von Maulwurf, Ratte, Kröterich und Dachs machten Kenneth Grahame weltberühmt. Bis heute lassen sich Kinder und Erwachsene verzaubern von der anrührenden Freundschaft der vier ungleichen Helden, die bei ihren gemeinsamen Ausflügen mit Heldenmut und Witz so manche brenzlige Situation überstehen. Diese Ausgabe präsentiert Grahmaes Kinderbuchklassiker in neuer Übersetzung.

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Seitenzahl: 309

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Kenneth Grahame

Der Wind in den Weiden

Kenneth Grahame

Der Wind in den Weiden

Aus dem Englischen vonKim Landgraf und Felix Mayer

 

Anaconda

Titel der englischen Originalausgabe: The Wind in the Willows(London 1908). Textgrundlage der Übersetzung ist die AusgabeLondon: Penguin 2005. Sie erschien zuerst als zweisprachige AusgabeKöln: Anaconda 2011. Die Kapitel I–IV hat Kim Landgraf, dieKapitel V–XII hat Felix Mayer übersetzt.

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in derDeutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sindim Internet unter http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© 2102 Anaconda Verlag GmbH, Köln

Alle Rechte vorbehalten.

Umschlagmotiv: Jonathan Barry, »The only way to travel« (4002),

Private Collection / bridgemanart.com

Umschlaggestaltung: www.katjaholst.de

eISBN 9783-3-7306-9108-3

ISBN 978-3-86647-762-9

www.anacondaverlag.de

[email protected]

Inhalt

I Am Flussufer

II Die offene Landstraße

III Der Wilde Wald

IV Der Dachs

V Trautes Heim, Glück allein

VI Der Kröterich

VII Der Flötenspieler im Morgengrauen

VIII Die Abenteuer des Kröterichs

IX Reisende allüberall

X Die weiteren Abenteuer des Kröterichs

XI Wie Sommerregen flossen seine Tränen

XII Odysseus’ Heimkehr

I

AM FLUSSUFER

Der Maulwurf hatte den ganzen Vormittag hart gearbeitet und sein kleines Häuschen frühlingsgeputzt. Zuerst mit Besen, dann mit Wedeln, dann mit Büschelquast und Kalkweißkübel auf Leitern, Tritten, Stühlen, bis er Staub im Hals und in den Augen hatte, sein schwarzes Fell über und über mit Kalkweiß bekleckert war, ihm der Rücken schmerzte und die Arme müde waren. Über ihm lag Frühling in der Luft und in der Erde darunter und überall um ihn herum und durchdrang sogar sein dunkles und bescheidenes kleines Haus mit seinem Geist von göttlicher Sehnsucht und Verdrossenheit. So war es eigentlich kein Wunder, dass er plötzlich seine Bürste auf den Boden warf, laut »Verflixt!« und »Mist!« und auch »Zum Henker mit dem Frühlingsputz!« rief und aus dem Häuschen stürzte und sich nicht einmal die Zeit nahm, seinen Mantel anzuziehen. Irgendwas dort oben rief ihn mit gebieterischer Stimme, und er rannte zu dem steilen kleinen Tunnel, der für ihn dasselbe war, was für jene Tiere, die näher an der Sonne und der Luft wohnen, der kiesbestreute Kutschweg ist. Also scharrte er und schrappte, schrammte, scheuerte, dann scheuerte er wieder und schrammte, schrappte, scharrte und mühte sich fleißig mit seinen kleinen Pfoten und murmelte »Hinauf! Hinauf!«, bis schließlich – Plop! – seine Nase hinaus ins Sonnlicht brach und er durchs warme Gras einer großen Wiese rollte.

»Das ist schön!«, sagte er sich. »Das ist besser als Kalkweißen!« Die Sonne brannte ihm auf den Pelz, sanfte Brisen streichelten ihm die erhitzte Stirn, und nach der Abgeschiedenheit der Kellerräume, in denen er so lange gelebt hatte, drang das fröhliche Singen der Vögel fast wie ein Schrei an sein betäubtes Ohr. Mit allen Vieren zugleich durch die Luft hüpfend, vor lauter Freude am Leben und Vergnügen am Frühling ohne Putz, nahm er den Weg quer über die Wiese, bis er die Hecke am anderen Ende erreichte.

»Halt!«, rief ein altes Kaninchen am Durchschlupf. »Ein halber Shilling für das Vorrecht, den Privatweg zu passieren!« Doch es wurde im Nu zur Seite gestoßen von dem ungeduldigen und respektlosen Maulwurf, der am Heckenrand entlangzockelte und die anderen Kaninchen foppte, als sie aufgeregt aus ihren Löchern lugten, um zu schauen, was der Krach da draußen sollte. »Zwiebeltunke! Zwiebeltunke!«, rief er ihnen höhnisch zu und war verschwunden, bevor ihnen eine brauchbare Antwort in den Sinn kam. Dann blafften sie sich gegenseitig an. »Wie blöd du bist! Warum hast du es ihm nicht gesagt …« – »Warum hast du es ihm nicht gesagt?« – »Du hättest ihn ruhig daran erinnern können …«, und so weiter und so fort, wie es eben so geht; aber natürlich war es da schon zu viel spät – wie immer.

Es war zu schön, um wahr zu sein. Rastlos wanderte er hierhin und dorthin durch die Wiesen, an Hecken entlang und quer durchs Dickicht, und überall bauten die Vögel ihre Nester, blühten die Blumen und sprossen die Blätter – alle glücklich und beschäftigt und nach vorne blickend. Und anstatt ein schlechtes Gewissen zu haben, das ihn zwickte und »Kalktünche!« flüsterte, spürte er nur, wie erquicklich es war, der einzige faule Hund zwischen all diesen geschäftigen Bürgern zu sein. Vielleicht ist das Beste am Urlaub weniger, dass man selber ausruht, als vielmehr alle anderen so fleißig bei der Arbeit zu sehen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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