Verlag: Oetinger Taschenbuch Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2014

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E-Book-Beschreibung Der Zorn des Lammes - Johannes Groschupf

Jazz und Milan. Zwei junge Menschen in Berlin. Zwei Geschichten. Zwei Perspektiven. Die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Jazz kennt Milan, den etwas seltsamen Tellerwäscher aus der Kantine des Tagesspiegel, nur ganz flüchtig. Doch für Milan ist Jazz alles. "In jeder Nacht sitze ich hier und schreibe an sie. An sie, deren Namen ich nicht einmal kenne. Du bist schön wie der Mond." Milan ist besessen von Jazz und schleicht sich nach und nach in ihr Leben. Dem Autor Johannes Groschupf gelingt es auf eindrucksvolle Weise, in das Seelenleben der beiden Protagonisten einzutauchen. Ein fesselnder, außergewöhnlicher Thriller, der lange nachwirkt. Vom Autor der Lost Places.

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E-Book-Leseprobe Der Zorn des Lammes - Johannes Groschupf

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1. Kapitel

Jazz

Keine Stadt riecht so eigenartig wie Berlin. In den ersten Tagen war ich ständig auf den Beinen, um all diese Gerüche einzufangen. Jetzt brauche ich das nicht mehr. Allmählich kenne ich den Geruch in meinem Treppenhaus, wenn ich morgens die Stufen herunterlaufe. Alle Leute hier trinken morgens Kaffee, das ganze Haus riecht danach. Wenn die Müllabfuhr kommt, stinkt es im Hinterhof nach vergorener Milch, nach Buletten und fauligem Obst. Aber wenn ich im Görlitzer Park stehe, dann riecht Berlin nach trockenem Sand, nach Kiefern und Birken. Es ist einfach eine unglaublich ostige Stadt. Von hier aus ist es nicht weit nach Warschau und Moskau.

Alle haben gesagt: »Berlin ist hässlich, was willst du da?« Und das stimmt. Die Stadt ist nicht so aufgebitcht wie Hamburg oder München. Berlin ist eine alte Schlampe. Aber das mag ich. Die Rentnerinnen gehen frühmorgens im Morgenmantel zum Kiosk, um sich die Zeitung und Schrippen zu holen, und diese Morgenmäntel tragen sie vermutlich seit dreißig Jahren. Manche haben einen kleinen Pekinesen dabei, dessen Haare mit bunten Gummibändern gebündelt sind. Mit ihren Hunden reden die Berliner so vertraut wie mit niemandem sonst: »Komm, Mäuschen, wir müssen noch zum Bäcker.« Es ist besser, sie nicht darauf anzusprechen. Die Leute hier haben Haare auf den Zähnen. Sie kümmern sich um ihren eigenen Kram. Und genau das habe ich auch vor: mich um meinen Kram zu kümmern. In einem Monat fängt mein Praktikum bei der Zeitung an. Bis dahin sehe ich mir die Stadt an.

Meine Eltern haben gesagt: »Muss es unbedingt Berlin sein? Warum tust du uns das an? Muss das so weit weg sein, wo wir dich nicht besuchen können?«

Genau, habe ich gedacht, genau deshalb ja. Damit ihr mich nicht besuchen kommt.

Gesagt habe ich: »Alle gehen weg. Miriam geht nach London. Fritz macht ein Auslandsjahr in Südafrika. Alle aus meiner Klasse gehen ins Ausland. Dagegen ist Berlin doch echt lahm.«

Aber das fanden meine Eltern nicht. Ich sehe sie noch in der Küche stehen, vor dem Holzregal, unter dem sich die Staubflusen sammeln. Meine ewig leidende Mutter mit ihren Medikamenten auf dem Fensterbrett und den Fotos, die sie mit Tesafilm an die Wände klebt. Und mein Vater, der immer wie ein ängstlicher Uhu aussieht, wenn er einen mit schief gelegtem Kopf ansieht.

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