Verlag: neobooks Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

Diamond (Alien Breed 5) E-Book

Melody Adams  

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E-Book-Beschreibung Diamond (Alien Breed 5) - Melody Adams

Teil 5 der Alien Breed Series Als Diamond von den Jinggs entführt und deren Anführer Griorr zur Sklavin gegeben wird, schwört sie, sich niemals in ihr Schicksal zu ergeben. Doch der dominante Anführer könnte der erste Mann werden der es schafft, die unabhängige Alien Breed Frau zu unterwerfen. Als Griorr seine ungewöhnliche neue Sklavin zum ersten Mal sieht, ist er sofort von ihrem Mut und Kampfgeist beeindruckt. Sie zu unterwerfen, dürfte die schwierigste Aufgabe werden, die er je zu meistern hatte. Doch wenn Griorr etwas so sehr liebt wie die Frauen, dann ist es eine Herausforderung.

Meinungen über das E-Book Diamond (Alien Breed 5) - Melody Adams

E-Book-Leseprobe Diamond (Alien Breed 5) - Melody Adams

Contents

Titel

Copyright

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Epilog

Diamond

Alien Breed Series Buch 5

Melody Adams

Science Fiction Romance Novelle

Diamond

Alien Breed Series Buch 5

Melody Adams

Deutsche Erstausgabe 2015

copyright © 2015 by Melody Adams

Melodyadamsnovels@gmail.com

Twitter: https://twitter.com/MelodyAdamsUK

Facebook: https://www.facebook.com/MelodysRomance

© Cover Art by jdesign.at

Fotos:bigstockphoto.de

Alle Rechte vorbehalten.

Alle Personen und Gegebenheiten in diesem Buch sind fiktiv. Ähnlichkeiten mit noch lebenden oder bereits verstorbenen Personen sind rein zufällig.

Kapitel 1

Im Dorf der Jinggs, Eden

04 Mai 2033 / 10:26 p.m. Ortszeit

Grriorr

Mit geschlossenen Augen legte ich mich zurück auf die Bettstatt. Ein lustvolles Knurren stieg in meiner Brust auf, als weiche feuchte Lippen sich um meinen Schaft schlossen.

„Ahhhh“, stöhnte ich und hob mein Becken an, um meinen Schwanz tiefer in den Mund meiner Sklavin zu drängen. Ich hörte sie kurz würgen, doch dann entspannte sie sich, und akzeptierte meine Länge, so tief in ihrem Rachen.

Zarte Hände strichen über meinen Brustkorb, und ich griff blind nach der zweiten Sklavin, zog sie zu mir hinab. Beide Sklavinnen kannten mich gut genug, um zu wissen, wie sie mich befriedigen konnten. Doch auch ich kannte die Frauen gut. Es waren meine beiden Lieblingssklavinnen. Ich ging jede Wette ein, dass es Niharra war, die meinen Schwanz so meisterhaft verwöhnte, während ihre Schwester Surrayki ihren Mund auf meinen presste, und bereitwillig ihre weichen Lippen für mich öffnete, um meine vordrängende Zunge einzulassen. Sie schmeckte bittersüß nach Kharra Beeren. Mit einem wütenden Knurren stieß ich die Sklavin von mir, und setzte mich auf. Als ich die Augen öffnete, fiel mein Blick auf zwei sehr erschrocken drein schauende Mädchen. Ich sah Surrayki finster an.

„Du hast Kharra Beeren gegessen, bevor du zu mir kommst?“, fragte ich mit mehr Ruhe als ich verspürte.

Sie nickte schuldbewusst. Kharra Beeren erhöhten die Lust bei Frauen, und machte ihr Gewebe nachgiebig für das Eindringen eines Mannes. Die Beeren wurden ausschließlich von Frauen benutzt, wenn sie mit einem Mann schliefen, den ihr Körper sonst ablehnen würde.

„Seit wann bin ich nicht mehr in der Lage, dich ohne die Hilfe von Drogen zu erregen?“, fragte ich aufgebracht. Ich sprang von der Bettstatt auf, und fasste die kreischende Sklavin grob beim Arm.

„Es ist ... es ist nur ...“, stammelte Surrayki aufgelöst.

„Sie ist verliebt!“, wandte ihre Schwester erklärend ein.

Ich knurrte laut, und Niharra warf sich an meinen Arm, flehentlich zu mir aufsehend.

Ich schloss meine Augen und atmete tief durch. Ich ließ Niharras Worte sinken. Surrayki war verliebt! Ich teilte keine meiner Geliebten. Für einen Moment erwog ich, den Rivalen zu töten, doch der rationale Teil in mir wusste, dass es mir Surraykis Devotion nicht zurück bringen würde.

„VERSCHWINDET!“, rief ich, ohne meine Augen zu öffnen.

Ich hörte das Rascheln und die leisen Fußtritte, als die beiden Sklavinnen sich beeilten, meine Gemächer zu verlassen. Als die Tür sich hinter ihnen geschlossen hatte, öffnete ich langsam meine Augen und stieß einen tiefen Seufzer aus. Ich sah an meinem unbekleideten Körper hinab. Mein Schwanz stand noch immer aufrecht, schmerzhaft hart, ohne die erwartete Erleichterung. Grimmig ergriff ich meinen Schaft mit der rechten Hand, und schloss sie fest um mein Fleisch. Ich begann, in festen, beinahe brutalen Bewegungen, meinen Schwanz zu pumpen. Ein Bild tauchte vor meinem inneren Auge auf, als ich die Augen schloss. Das Bild einer ungewöhnlichen Frau, die ich Tage zuvor in den Wäldern gesehen hatte. Sie gehörte zu den Eindringlingen, die sich hier Jahre zuvor angesiedelt hatten. Sie hatte Haar so schwarz wie das Fell der Nangiharra und eine Haut wie die Rinde des Kakurry-Baumes, ein golden schimmerndes Braun. Sie war beinahe so groß wie eine Jinggs, doch muskulöser als unsere Frauen. Es waren nicht die dicken Muskeln eines Kriegers, sie waren schlank und sehnig wie die eines Raubtieres, designed für Geschwindigkeit und Ausdauer. Seitdem ich sie im Wald gesehen hatte, war sie mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Jetzt, mit der Hand fest um meinen Schaft geschlossen, rief ich mir jedes Details ihrer ungewöhnlichen Erscheinung ins Gedächtnis. Mein Atem kam heftiger und ich musste meinen Stand erweitern, um nicht zu schwanken. Ich warf den Kopf in den Nacken, als ich die Erlösung in greifbarer Nähe spürte. Ich stellte mir vor, wie ich meinen Schwanz tief in die warme feuchte Höhle der geheimnisvollen Schönheit rammte. In meiner Vorstellung hatte sie ihre langen muskulösen Beine um meine Hüften geschwungen, und schrie meinen Namen in Ekstase. Ein Knurren kam über meine Lippen, als mein Samen aus meinem Schwanz schoss, und die Gewalt meiner Erlösung meinen ganzen Körper schüttelte, so hart, dass ich beinahe das Geleichgewicht verlor.

„Wer bist du?“, flüsterte ich, die Augen noch immer geschlossen, so als könnte ich sie auf irgendeine Weise mental erreichen, wenn ich mich nur fest genug auf sie konzentrierte.

Diamond

Mit klopfendem Herzen schoss ich aus dem Schlaf hoch und für einen Moment war ich mir sicher, dass sich jemand in meinem Schlafzimmer befinden musste. Ein Eindringling. Vielleicht einer dieser verdammten Jinggs. Doch als ich meinen Blick durch den dämmrigen Raum gleiten ließ, konnte ich dieses Gefühl nicht bestätigt finden. Niemand war hier. Ich war allein. Und doch war es beinahe so, als wäre da ein Schatten einer lauernden Präsenz. Beunruhigend, doch nicht beängstigend. Aus Gründen, die mir unbekannt waren, wusste ich, dass diese Präsenz mir kein Unheil wollte, und dennoch beschleunigte sich mein Herzschlag, und ich verspürte den Impuls zur Flucht. Flucht vor was? Vor wem?

Wer bist du?

Suchend sah ich mich um. Wem gehörte die raue flüsternde Stimme?

Ich sprang aus dem Bett, und schaltete das Licht an. Hatte ich etwas übersehen? Befand sich doch jemand hier im Raum? Jeder Muskel, jeder Nerv in meinem Leib war angespannt, bereit, mich auf einen eventuellen Angreifer zu stürzen, begann ich, das Zimmer zu durchsuchen. Als ich nichts finden konnte, durchsuchte ich auch den Rest meines kleinen Bungalows. Nichts!

Diamond, altes Haus, ich glaube, du wirst langsam verrückt!

Überzeugt, dass ich mir alles nur eingebildet hatte, begab ich mich zurück in mein Bett, doch es dauerte eine ganze Weile, ehe der Schlaf erneut über mich kam.

Grriorr

Ich hatte mit drei meiner Sklavinnen geschlafen, doch in mir brannte ein Verlangen, dass einfach nicht gestillt werden konnte. Meine Laune war auf einem Tiefpunkt, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt hatte, und ich ließ diese Laune an jedem aus, der unglücklich genug war, meinen Weg zu kreuzen. Auf meinem Thron sitzend, starrte ich grimmig vor mich hin. Wie immer, umringen mich die auserlesensten Sklavinnen, saßen zu meinen Füßen, standen neben mir, meine Schultern massierend, doch ich nahm sie kaum wahr. Keine von ihnen ließ auch nur ein Wort darüber verlauten, dass ich sie ignorierte. Es stand einer Sklavin nicht zu, das Wort an ihren Herrn zu richten, erst recht nicht als Form einer Beschwerde.

„Oggrrul. Die Männer, die du gerufen hast sind hier“, erklang die Stimme meines Hofmeisters.

Ich richtete meinen Blick auf ihn, und er wandte seinen augenblicklich irgendwo auf einen Punkt zu meinen Füßen.

Hinter ihm standen acht meiner besten Krieger.

„Ich will, dass ihr einen weiteren Erkundungstrip macht. Ich will mehr über die Eindringlinge erfahren. Ergreift ein paar von ihren Frauen, wenn ihr könnt.“

„Ja, Oggrrul!“, erwiderten die Krieger wie aus einem Mund.

„Gut! – Verschwindet und bereitet euren Aufbruch ohne Verzögerung vor.“

Die Männer verschwanden, und mit ihnen mein Hofmeister. Ich schloss die Augen, um erneut das Bild der schwarzhaarigen Schönheit herauf zu beschwören. Sie wäre eine Perle in meinem Harem, um die mich jeder der anderen Oggrruls beneiden würde. Es gab drei weitere Stämme in der näheren Umgebung von nicht mehr als Vier-Tages-Reisen. Zwei davon waren meine Feinde, der dritte Stamm war ein Verbündeter, wenngleich mein Vertrauen in den Oggrrul nicht weiter reichte als ich spucken konnte. Ich wusste, dass auch die anderen Stämme ihre Augen auf die Eindringlinge – insbesondere ihre Frauen – hatten. Jeder ranghöhere Jingg, der etwas auf sich hielt, hatte mindestens ein Dutzend Frauen in seinem Harem, und Frauen waren demzufolge knapp. Es war eine alte Tradition, dass die stärksten, intelligentesten Männer ihren Samen weit verbreiteten, um unsere Rasse stark zu erhalten. Dies war umso wichtiger, als unsere Frauen seit Generationen schwerer und schwerer empfingen, und viele von ihnen durch Komplikationen bei der Geburt starben. Ich hatte fünfzehn Frauen in meinem Harem, alles Sklavinnen, doch nur ein Sohn war mir geboren. Eine Sklavin war schwanger und würde bald gebären. Bisher war ich mit keiner Frau den Bund eingegangen. Ich war noch jung und hatte Zeit. Ich wollte diesen Schritt nicht übereilen, doch ich hatte auch noch bei keiner Frau das Verlangen gespürt, diese Verantwortung einzugehen. Im Gegensatz zu den Haremsfrauen, konnte ein Mann seine Gefährtin nicht verstoßen, und sie hatte auch entschieden mehr Rechte. Wenn ich nicht weise aussuchte, dann war ich mein Leben lang an eine Frau gebunden, die mir das Leben zur Hölle machte. Zwar waren wir Jinggs nicht monogam, doch es gab oft Eifersuchtsdramen von Gefährtinnen, und ich war nicht gewillt, für eine einzige Frau meinen Harem aufzugeben. Ich liebte die Abwechslung. Schließlich aß ich auch nicht tagein tagaus dasselbe Essen.

Diamond

„Was genau tust du eigentlich mit all diesem Grünzeug?“, wollte ich wissen. Ich war mit Julia unterwegs, um Pflanzen zu suchen. Da ich selbst im Garten arbeitete, war mir die Arbeit mit Pflanzen zwar vertraut, doch ich hatte keine Ahnung, was Julia mit all diesem wild wachsenden Grünzeug anfangen wollte.

„Ich presse und katalogisier sie. Dann untersuch ich sie auf ihre Bestandteile und Eigenschaften. Auf der Erde haben viele Pflanzen Heilwirkungen oder sind als Nahrungsmittel zu gebrauchen. Ich versuche herauszufinden, welche der hier heimischen Pflanzen für uns von Interesse sind und welche wir meiden müssen. Diese hier zum Beispiel sind giftig“, erklärte Julia, und deutete auf eine niedrige Pflanze mit winzigen gelben Blüten. „Doch wenn ich sie in sehr geringer Potenz herstelle, hilft sie, Blutungen zu stoppen.“

„Und das hast du alles herausgefunden?“, fragte ich beeindruckt.

Sie nickte und legte die Pflanze, die sie gerade ausgegraben hatte, in einen Beutel. Sie hatte kleine glockenförmige Blüten von einer tiefblauen Farbe und lange, lederartige Blätter, die von kleinen Härchen bedeckt waren. Julia trug Handschuhe, wahrscheinlich da sie nicht wusste, welche Pflanzen möglicherweise allergische Reaktionen hervorrufen konnten, oder schlimmstenfalls sogar bei Berührung zum Tod führen konnten. Keine von uns Alien Breed hatte eine Schulausbildung, auch wenn man uns nach unser Befreiung einige Grundkenntnisse wie schreiben, lesen und rechnen beigebracht hatte, doch ich wusste, wie das Schulsystem funktionierte. Ich hatte einmal eine Universität besucht und war beeindruckt von den riesigen Hörsälen gewesen und all dem Wissen, das dort vermittelt wurde. Julia hatte studiert. Sie war eine Biologin und Botanikerin. Ich stellte es mir hart vor, all dieses Wissen zu verinnerlichen und hatte somit großen Respekt vor Julia.

Julia schien in Gedanken versunken, und ich bemerkte einen Ausdruck von Traurigkeit auf ihrem Gesicht, traute mich aber nicht, sie darauf anzusprechen. Wir Alien Breed sprachen nicht gern über unsere Gefühle, und ich wusste nicht, ob es Julia gefallen würde, wenn ich sie über ihre ausfragte. Wenn sie sich das Herz ausschütten wollte, dann würde sie dies schon zu verstehen geben.

Ich setzte mich unter einen Baum, und sah Julia dabei zu, wie sie verschiedene Pflanzen untersuchte und beutelte. Meine Gedanken drifteten ab, und die Erinnerung an letzte Nacht kam mit einem Mal zurück. Noch immer war ich unschlüssig, ob ich mir das alles nur eingebildet hatte oder ob es wirklich so geschehen war.

Wer bist du?

Ich konnte die raue Stimme noch immer in meinem Kopf hören, und ein sanfter Schauer lief über meine Haut. Trotz der tropischen Temperaturen hatte ich eine Gänsehaut bekommen. Ein Sehnen, irgendwo tief in meinem Innersten, sandte prickelnde Wellen durch meinen Leib und pulste in meinen Venen.

Wer bist du?, fragte ich zurück.

Grriorr

Wer bist du?

Eine sanfte, melodische Stimme in meinem Kopf lenkte meine Aufmerksam von dem Gespräch ab, welches ich mit meinem besten Freund Diarrgo führte. Die Worte ließen mein Herz schneller schlagen, und Blut rauschte in meinen Schwanz, bis ich eine so schmerzhafte Erektion hatte, dass ich wohl qualvoll das Gesicht verzogen haben musste, denn Diarrgo legte plötzlich eine Hand auf meinen Arm und fragte: „Was ist, Grriorr? – Alles in Ordnung mit dir? – Soll ich den Heiler rufen?“

Ich schüttelte mit zusammengebissenen Zähnen den Kopf und versuchte, mit purem Willen meinen Schwanz dazu zu bringen, sich zu entspannen – natürlich ohne Erfolg.

„Ich ... Mir geht es gut. Nur ...“

Ich hob den Blick und sah meinem besorgten Freund fest in die Augen.

„Wir sollten das Gespräch auf heute Abend nach dem Essen verschieben. Ich kann mich im Moment nicht konzentrieren.“

Diarrgo erhob sich. Er hatte zu viel Respekt, um weiter in mich zu dringen. Er wusste, dass ich ihn um Rat oder Hilfe bitten würde, wenn dies mein Wunsch war.

„Natürlich. – Lass es mich wissen, wenn du meine Hilfe brauchst.“

„Ich sagte doch, es geht mir gut!“, fuhr ich ihn schärfer an, als ich gewollt hatte. Mann, meine Laune sank rapide auf den Nullpunkt. Ich sollte den Harem aufsuchen, um meine sexuelle Spannung abzubauen.

Diarrgo schien verletzt, doch er nickte.

„Wir sehen uns später!“, sagte er nur und verschwand.

Ich grübelte über das seltsame Erlebnis nach. Wer bist du? Exakt dieselben Worte, die ich gestern gedacht hatte, als ich an die schöne Fremde gedacht hatte. Konnte es sein? – Nein! Das war nicht möglich! Sie war keine Jinggs. Sie konnte meine Worte nicht gehört haben. Dies war nur in äußerst selten, wenn zwei seelenverwandte Jinggs sich fanden, der Fall. Ich kannte nur wenige Männer, die eine so tiefe Verbindung zu ihrer Gefährtin hatten. Es war unmöglich, dass ich eine solche Verbindung mit einer Frau hatte, die nicht von meiner Rasse – ja, nicht einmal von dieser Welt war. Dennoch konnte ich den Vorfall für den Rest des Tages nicht aus meinem Kopf bekommen. Ebenso wenig wie ich verhindern konnte, dass das Bild der ungewöhnlichen Fremden immer wieder vor meinem inneren Auge auftauchte. Sicherlich lag es nur an ihrem ungewöhnlichen Äußeren, dass sie mich so faszinierte, redete ich mir ein. Ich hatte schon ein paar Mal Blicke auf die Frauen der Eindringlinge gesehen, doch auf keine hatte ich mit Interesse reagiert. Wir brauchten Frauen. Deswegen sandte ich meine Männer hin und wieder aus, um die neuen Siedler auszuspionieren und zu sehen, ob wir einige der Frauen entführen konnten, doch ich hatte es bisher nicht in Betracht gezogen, mir selbst eine Sklavin unter ihnen zu suchen. Bis jetzt!

Kapitel 2

West-Colony, Eden

11 Mai 2033 / 03:34 p.m. Ortszeit

Diamond

„Kann ich noch ein Stück Torte haben?“, fragte ich.

„Klar doch!“, erwiderte Pearl und schob ein großes Stück Schokoladensahne auf meinen Teller. Schokolade war etwas, was wir hier auf Eden nicht immer zur Verfügung hatten und ich hatte eine regelrechte Schwäche dafür entwickelt.

„Ich beneide euch Breed Frauen, dass ihr kein Fett ansetzt“, sagte Jessie. „Jedes Stück Torte das ich esse, geht direkt auf meine Hüften.“

„Bei mir landet alles auf dem Hintern“, warf Julia ein. „Aber ich scheiß drauf! Ich nehm auch noch ein Stück, wenn ich darf. Die Torte ist köstlich!“

Pearl gab auch Julia noch ein Stück und sie stach genüsslich ihre Kuchengabel hinein, um einen großen Bissen in ihren Mund zu schieben. Pearl Vater war letzte Nacht erneut mit großer Mehrheit zum Präsidenten erwählt worden und Pearl hatte das zum Anlass genommen, eine kleine Party zu veranstalten. Der Präsident war unser größter Unterstützer, auch bevor seine Tochter mit Hunter zusammen kam. Es war gut zu wissen, dass er für eine weitere Amtsperiode hinter uns stehen würde. Und es war immer schön, wenn wir Frauen zusammen kamen und dafür wir fanden oft genug eine Gelegenheit.

„Habt ihr mitbekommen, was die Gegner von meinem Dad für einen Unsinn von sich gegeben haben?“, fragte Pearl und stellte eine neue Torte auf den Tisch.

„Meinst du diese Anti-Breed-Scheiße?“, fragte Jessie. „Ich hab es im Fernsehen gesehen.“

„Ja, genau das meine ich“, sagte Pearl. „Die ganzen Hass-Gruppen haben die natürlich gewählt, doch zum Glück gibt es offenbar doch mehr Befürworter der Alien Breed. Doch die Hass-Gruppen sind schon erschreckend erfolgreich. Sie treten sogar in Talkshows auf. Sie fordern, dass man die – verdammten Freaks und ihre Satansbräute – hier auf Eden ohne Versorgung verrecken lassen soll! – Was für hirnverbrannte Arschlöcher. – Abgesehen davon sind wir hier weitgehend unabhängig und würden auch ohne Versorgung überleben können. Natürlich müssten wir dann auf jeden Luxus verzichten, doch verhungern würden wir hier nicht.“

Ich verschwendete keine Gedanken an diese idiotischen Hass-Gruppen und ihre irren Forderungen. Erstens war ich mir sicher, dass Pearls Vater sich niemals dem Willen der paar Idioten beugen würde und zweitens, wie Pearl schon gesagt hatte, würden wir hier auch ohne die Versorgungs-Shuttle klarkommen. Natürlich gäbe es dann keine Schokolade mehr. Das würde ich schon vermissen.

„Rage sagt, dass es bald eine große Pressekonferenz geben soll. Freedom soll hingehen und noch ein weiterer Breed“, erzählte Jessie.

„Ich denke ja, es wäre besser, wenn ein Pärchen zur Konferenz gehen würde. So können sich die Leute davon überzeugen, dass wir nicht von den Alien Breed vergewaltigt oder sonst wie schlecht behandelt wurden, sondern dass wir ganz normale und glückliche Paare sind“, mischte sich Pearl ein.

„Sie wollen keine von uns Frauen da unten mit all den Hass-Predigern“, mischte sich Holly ein. „Sie wollen kein Risiko eingehen.“

„Verständlich, doch ich denke nicht, dass wir in Gefahr wären“, meinte Jessie. „Unsere Männer würden schon dafür sorgen, dass sich uns niemand nähert.“