Dicionum 3: Du darfst dich nicht erinnern - Vivien Summer - E-Book

Dicionum 3: Du darfst dich nicht erinnern E-Book

Vivien Summer

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Beschreibung

**Wenn der Schlüssel zum Glück in deiner Vergangenheit liegt** Erinnerungen können etwas Schönes sein, aber sie können uns auch zerstören. Sie tragen ein Gewicht in unserem Leben, das wir nicht beeinflussen können. Katie wird mehr denn je mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und muss lernen, dass es nie wieder so wird, wie es einmal war. Sie muss erkennen, dass sie die ganze Zeit über von jedem belogen worden war. Doch an wen soll sie sich wenden, um die Intrigen des Kreises endlich aufzudecken? Wem kann sie nach alldem noch vertrauen? Ihr einziger Lichtblick ist Will Fairchild, der endlich eine ganz andere Seite an sich zeigt. //Alle Bände der magischen Trilogie: -- Dicionum 1: Du darfst dich nicht verlieben -- Dicionum 2: Du darfst niemandem vertrauen -- Dicionum 3: Du darfst dich nicht erinnern -- Alle Bände der magischen Trilogie "Dicionum" in einer E-Box!//

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Vivien Summer

Dicionum 3: Du darfst dich nicht erinnern

**Wenn der Schlüssel zum Glück in deiner Vergangenheit liegt** Erinnerungen können etwas Schönes sein, aber sie können uns auch zerstören. Sie tragen ein Gewicht in unserem Leben, das wir nicht beeinflussen können. Katie wird mehr denn je mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und muss lernen, dass es nie wieder so wird, wie es einmal war. Sie muss erkennen, dass sie die ganze Zeit über von jedem belogen worden war. Doch an wen soll sie sich wenden, um die Intrigen des Kreises endlich aufzudecken? Wem kann sie nach alldem noch vertrauen? Ihr einziger Lichtblick ist Will Fairchild, der endlich eine ganz andere Seite an sich zeigt.

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Vita

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© privat

Vivien Summer wurde 1994 in einer Kleinstadt im Süden Niedersachsens geboren. Lange wollte sie mit Büchern nichts am Hut haben, doch schließlich entdeckte auch sie ihre Liebe dafür und verfasste während eines Freiwilligen Sozialen Jahres ihre erste Trilogie. Für die Ausbildung zog sie schließlich nach Hannover, nahm ihre vielen Ideen aber mit und arbeitet nun jede freie Minute daran, ihr Kopfkino zu Papier zu bringen.

Aus dem Buch der Prophezeiungen

Die Auferstehung

Sind die Mächte entfachtund der Meister erwacht, gibt's kein Zurück,sei gewarnt und gib acht.

PROLOG

Das Problem mit William Fairchild war, dass er ein Lügner war. Eigentlich hatte sie es immer gewusst, aber bisher hatte sie nie einen Grund gehabt, an seinen Aussagen zu zweifeln. Auch wenn eine Stimme in ihrem Kopf jetzt sagte, dass sie eine Närrin war, naiv, dumm und leichtgläubig, konnte sie nicht anders, als sich selbst zu hassen. Dafür, dass sie William geglaubt hatte, dass sie jegliche Hoffnung zugelassen hatte, obwohl ihr immer klar gewesen war, dass er eine andere liebte.

Jetzt stand sie also verheult und verzweifelt vor ihm und wusste nicht, ob sie das Richtige tat. »Bitte«, flehte sie beinahe und kam sich dabei so lächerlich vor. »Tu mir das nicht an. Du hast es mir versprochen, Will. Du hast es versprochen. Will, bitte.«

Der junge Mann ignorierte Chloé gekonnt und betrachtete stattdessen das Whiskeyglas in seiner rechten Hand nachdenklich. Er schob es über den Tisch, wobei das Glas ein widerliches Geräusch verursachte, das Chloé immer kleiner werden ließ.

Es war das Geräusch der Verachtung und der Gleichgültigkeit. William interessierte sich nicht für sie. Das hatte er nie.

Aber wieso – um alles in der Welt – hatte er ihr das nur angetan? Wieso hatte er sie in dem Glauben gelassen, er könnte so etwas wie Liebe für sie empfinden? Sie könnten zusammen sein, wenn die Angelegenheiten im Kreis endlich vorbei waren? Wieso hatte er mit ihr geschlafen, sie immer wieder geküsst und ihr Dinge erzählt, die er sich nicht einfach ausgedacht haben konnte? War Will ein so eiskalter Mensch, dass sie nicht einmal gemerkt hatte, dass er sie die ganze Zeit nur belog?

Irgendwann hielt Chloé es nicht mehr aus. Ihr Herz schmerzte so sehr, dass sie sich wünschte, es würde auf der Stelle zu schlagen aufhören. Vielleicht könnte Will sie dann endlich ansehen und mit ihr reden. Er war es ihr schuldig. Er musste einfach.

»Will«, setzte sie erneut an und ging zu ihm. Er saß am Küchentisch, seelenruhig, aber auch genervt. Als er bemerkte, dass sie näher kam, flog sein Blick endlich zu ihr, aber nicht so, wie sie es sich gewünscht hatte. Es lagen so viel Abscheu, Überlegenheit und Arroganz darin, dass es Chloé eiskalt den Rücken hinunterlief.

Da wurde es ihr plötzlich klar. Sie spürte, wie es in ihr Klick machte und sich ein Gedanke in ihrem Kopf entwickelte, ohne dass sie ihn aufhalten konnte.

Hatte sie nicht eigentlich schon immer gewusst, dass er nur für eine einzige Person jemals etwas empfinden konnte, das Liebe gleichkam? Hatte ihn nicht nur eine einzige Person je zum Lachen gebracht? Hatte er nicht nur für eine einzige Person etwas getan, wovon er keinen Nutzen hatte?

»Ich weiß es«, kam es leise über ihre Lippen. Leise und bedrohlich, auch wenn sich ihr Inneres gerade in Schutt und Asche verwandelte. Ihr Herz starb, aber das interessierte ihren Körper überhaupt nicht. Sie spürte, wie er verbrannte und zu Staub wurde. Ihr ganzer Körper fühlte sich leer und dumpf an.

»Du weißt was?«, fragte er endlich. Täuschte sie sich oder klang er dabei ein klein wenig … alarmiert?

»Dass du mich nie geliebt hast«, sagte sie matt.

Es gab keinen Moment, in dem sie sich je gedemütigter gefühlt hatte. Ausgerechnet sie, Chloé Duponde, hatte ihr Herz an diesen einen Mann verloren, der nie Augen für eine andere außer Katharina gehabt hatte. Sie hatte es tief in ihrem Inneren immer gewusst.

Wills Mundwinkel verzog sich verächtlich. »Das fällt dir erst jetzt auf?«

»Nein«, kam es ruhig aus ihrem Mund. »Aber ich war so dumm zu glauben, ich könnte sie ersetzen.«

Daraufhin hob er fragend eine Augenbraue. Schweigen erfüllte den Raum so lange, bis Will schließlich ein wütendes Schnauben ausstieß und einen Schluck aus seinem Glas nahm. Eine klare Flüssigkeit schwamm darin und ohne dass Chloé daran gerochen hatte, wusste sie, dass es Alkohol war.

Will wandte den Blick ab. »Und ich war so dumm zu glauben, du könntest es.«

»Dann stimmt es also?«

»Stimmt was?«

»Dass du Katharina liebst.«

Wieder dieses verachtende Geräusch. Es verursachte Chloé eine Gänsehaut, aber sie hatte genug davon. Sie würde sich nicht weiter zum Affen machen – und sie würde auch nicht weiter die unwissende kleine dumme Kuh spielen, die William die Füße küsste und hoffte, er könnte sich eines Tages doch noch in sie verlieben.

Diese Hoffnung war von dem Moment an zerstört, als Will nicht abstritt, er wäre in Katharina verliebt.

Ihre Gedanken schalteten sich von allein ab und völlig außer Kontrolle griff sie nach dem Erstbesten, das sie finden konnte. Sie schleuderte es blind irgendwohin und ließ es an der Wand zerschellen.

Sie sah, dass Will zusammenzuckte, aber das genügte ihr nicht. Sie war bereits auf der Suche nach einem neuen Gegenstand, einem Teller oder einem Glas. Sogar mit einer Gabel hätte sie gern geworfen.

Etwas Kühles streifte sie bei ihrer hektischen Sucherei. Sie griff danach und warf es wieder. »Ich habe es gewusst!«, schrie sie quer durch die Küche und raufte sich wütend die Haare. Ihre Wut kam so plötzlich, dass sie sie nicht zurückhalten konnte. Sie wollte William wehtun. Sie wollte Katharina wehtun. »Ich habe es die ganze beschissene Zeit gewusst!«

Im nächsten Moment sprang Will vom Stuhl auf und schleuderte ihn dabei irgendwohin. Chloé hörte es knallen, aber es interessierte sie nicht.

Seine Stimme drang gedämpft an ihr Ohr, als sie ihre Suche nach weiterem Geschirr fortsetzte. Der Klang, etwas kaputt gemacht zu haben, war um so vieles schöner als die Stimme, die ihr Hoffnungen gemacht hatte.

»Du hast mich nur verarscht!«, warf sie Will an den Kopf. »Wie kannst du mir das nur antun?!«

»Ich habe dir überhaupt nichts angetan!«, blaffte Will verteidigend zurück, aber Chloé hatte kein Mitleid mit ihm. Sie hatte nur noch Mitleid für sich selbst. »Ich kann nichts dafür, dass du dir in deinem dummen Gehirn einbildest, das zwischen uns wäre von Bedeutung!«

Bei diesen Worten riss etwas in ihr, so heftig und brutal, dass sie einen Moment die Fassung verlor und Will stumm anstarrte. Ein weiteres Wort und sie wäre ihm an die Kehle gesprungen, hätte gekratzt und gebissen, so lange, bis er am Boden liegen und betteln würde, sie möge ihm seine Fehlentscheidung verzeihen. Und dann würde sie Nein sagen.

Plötzlich berührte sie etwas am Arm. Hastig sprang ihr Blick zu Ian, der neben ihr aufgetaucht war und sie besorgt ansah. Mit voller Absicht und der großen Überzeugung, er hätte es verdient, schlug Chloé auf Ians Brust ein und kreischte: »Verpiss dich!«

Kurz darauf erkannte sie die vierte Person im Raum, die sich hinter Ian versteckt haben musste.

Natürlich. Katharina.

Alle Welt verliebte sich in Katharina und wollte ihr die Sterne vom Himmel holen. Chloé spürte immer mehr, wie sie zu einem harten Klumpen Eis und Glut wurde. Beide Elemente stritten sich in ihrem Körper und fachten die Wut immer weiter an.

Chloé musste sie rauslassen. Mit ihrer freien Hand griff sie nach einem weiteren Glas und schleuderte es auf Will. Während sie ihn vorwurfsvoll anschrie, zeigte sie mit dem Finger auf die Person, die sie für all das verantwortlich machte und die sie so sehr hasste. »Ich kann nicht glauben, dass du es wegen ihr tust.«

Ian versuchte, Chloé zurückzuziehen, aber sie wehrte sich.

Will hingegen explodierte in einem Wutschrei. »Hör endlich auf damit!« Seine Fäuste schlugen auf den Tisch ein. »Du bist zu dumm, um es zu begreifen, Chloé! Dass du mir scheißegal bist, hat nichts mit Katie zu tun. Wann – bitte – kapierst du endlich, dass es keinen Zweck hat, etwas zu erzwingen, das nicht da ist?«

»Du hast gesagt, wenn alles vorbei ist, wird es ein Uns geben! Du hast gesagt, wenn all das hier nicht wäre, wäre es schon längst so!« Chloé spürte brennende Tränen in den Augen und auf den Wangen. Will hatte diese Art von Unterwerfung nicht verdient, aber unter ihre Wut mischten sich allmählich die Verzweiflung und die Gewissheit, dass sie sich lächerlich machte. »Du hast mich angelogen!«

Wills Lachen drang an ihre Ohren und jagte ihr einen ekelerregenden Schauer über den Rücken. »Natürlich habe ich das gesagt«, erwiderte er spöttisch. »Und ich kann dir auch genau sagen, warum ich das getan habe: Weil ich nur jemanden brauchte, der so leichtgläubig ist wie du.«

Ein Zittern erschütterte sie und sie merkte, wie dankbar sie Ian auf einmal war, dass er sie immer noch festhielt. »Du bist ein herzloses Arschloch, William.«

Angespanntes Schweigen war in der Luft, das nicht besser wurde, als Katie plötzlich auf Chloé zutrat und ihr etwas hinhielt. Mit verschwommener Sicht erkannte sie eine Packung Taschentücher, aber Chloé hatte nicht vor, auch nur irgendetwas von dieser widerlichen Person anzunehmen. Sie hatte ihr alles weggenommen. Alles.

»Ich bin nicht so dumm, wie du glaubst«, zischte sie Will an. »Glaubst du nicht, ich würde es nicht sehen, niemand würde es?«

»Gott«, stieß er spöttisch aus. »Halt doch endlich deine verlogene Klappe!«

Chloé spürte, wie Ian eines der Taschentücher auf ihren Arm drückte. Ein tauber Schmerz erfüllte sie, aber der war weit weniger schlimm als der, der tief in ihrem Herzen saß, das sich aus der Asche neu gebildet hatte wie ein Phönix. Es pochte blutige Wut.

»Was bist du?«, hörte sie Katies Stimme dumpf. »Eine verdammte Kopie von Lindsay Lohan?« Das Geräusch von zerschlagenem Glas drang an ihre Ohren.

Chloé wusste genau, wie sich dieses Glas fühlte, wenn es überhaupt in der Lage war, etwas zu fühlen. Bisher hatte sie Gegenstände immer als tot betrachtet, aber ihr war nie in den Sinn gekommen, dass mehr dahinterstecken könnte.

Ein Wimmern drang aus ihrer Kehle. Sie schluchzte und heulte, fühlte sich wie benutzt und weggeworfen, wie Dreck und Dinge, die sie gar nicht in den Mund nehmen wollte.

»Du hast gesagt, sie bedeutet dir nichts.« Ihre Stimme war nichts weiter als das Jammern einer verzweifelten Frau, die den Sinn des Lebens verdrängte. »Du hast mich geküsst, Will. Du hast mit mir –« Abrupt brach Chloé ab und biss sich auf die Lippen.

Erinnerungen an ihre gemeinsamen Momente durchfluteten sie und ließen sie immer weiter in die Knie sinken. Wenn Ian nicht wäre, wäre sie wie ein Häufchen Elend auf die Fliesen gesunken. Tatsächlich aber war sie sich unsicher, womit sie sich besser gefühlt hätte. Lieber allein und erbärmlich vor Wills Füßen, flehend und bettelnd, oder umringt von der Person, der Chloé diese Blöße überhaupt erst zu verdanken hatte, dafür aber mit jemandem, der ihr Halt gab?

Ein Knall holte Chloé schließlich wieder ins Geschehen zurück. Er kam aus der Richtung in der Will stand. Katie hatte ihn geohrfeigt. Ihre Hand hing immer noch in der Luft und Wills Wange war schlagartig gerötet.

»Ian, bring sie zu Thomas«, wies Katie den jungen Blonden zurecht, allerdings ohne ihn dabei zu beachten. »Ich habe noch etwas zu klären.«

»Katie, ich glaube, das ist keine –«

»Geh!«, fuhr sie eindringlich dazwischen, wobei ihr Blick weiterhin auf Will geheftet war, als würde sie ihn erdolchen wollen.

Chloé wollte wissen, worüber sie reden würden, aber andererseits war es ihr egal. Sie hatte nicht nur Will verloren, sondern auch ihren Stolz und ihre Ehre. Wenn sie wenigstens etwas davon zurückgewinnen wollte, sollte sie erhobenen Hauptes gehen.

Aber sobald die Küchentür hinter ihr zugefallen war und sie wusste, dass Katie und Will nun allein waren, brannte es wieder in ihr; die Tränen schafften es nicht, ihren Kummer zu löschen.

1

Es regnet in Strömen. Mitte September ist es noch warm, aber windig. Eigentlich sollte ich deswegen frieren, aber mein Körper arbeitet wie eine Maschine. Wir rennen, so schnell und so weit wir können. Menschen, Autos, Ampeln, Tiere, all das, was uns im Weg steht, ist nebensächlich.

Einen Moment lang fühle ich mich frei, lasse es zu, dass ich aus vollem Hals lache und die Arme nach oben werfe, während mich ein kleines Mädchen mit offenem Mund anstarrt. Fast wäre ich stehen geblieben, aber Will zieht mich rechtzeitig weiter.

Auch er hat ein Grinsen im Gesicht, seine Haare kleben ihm an der Stirn. Wir sind komplett durchnässt– da kann man von Glück reden, dass ich mich heute nicht für ein weißes Oberteil entschieden habe. Aber wenn ich Will dabei beobachte, wie er mit funkelnden Augen weiterläuft und lacht, verfliegt dieser Gedanke schnell wieder.

So tun wir es eine Weile. Einfach nur laufen, ohne eine Sekunde stehen zu bleiben, uns mal an den Händen halten, dann wieder loslassen, anlachen, die Welt vergessen. So lange, bis die Sirenen wieder lauter werden und in mein Bewusstsein dringen wie Nägel, die man in die Wand hämmert.

Wir tauschen einen Blick aus. Obwohl wir von rund fünf Polizisten verfolgt werden, die uns zuvor immer wieder aufgefordert haben, stehen zu bleiben, fühle ich keine Angst. Es ist nicht das erste Mal, dass wir Probleme mit dem Gesetz haben. Bisher sind wir nur immer mit dem Schrecken davongekommen und auch jetzt sieht es nicht danach aus, als werden sie gewinnen.

Wir gewinnen immer. Wir sind eine eingespielte Einheit. Wir sind eine große Familie, die auf sich aufpasst und niemanden zurücklässt.

Will greift wieder nach meiner Hand und zieht mich in eine kleine, schiefe Gasse. Wir befinden uns im East End Londons, dem Armenviertel. Hier und da liegen Kleiderhaufen, manchmal bewegt sich einer. Ein Bewohner hebt den Kopf, als wir an ihnen vorbeisprinten, und beschwert sich über den Lärm. Allerdings sind wir aus der Gasse so schnell wieder verschwunden, dass ich gar nicht verstehe, was er uns überhaupt hinterherruft.

Mein Herz klopft ganz wild in meiner Brust und pumpt Adrenalin durch meine Adern. Will geht es dabei bestimmt nicht anders. Er ist schon immer ein Adrenalinjunkie gewesen und fordert sein Glück gern einmal zu oft heraus. Wie er es schafft, die Sache mit höchstens ein paar blauen Flecken und Prellungen immer wieder zu überleben, ist mehr als fragwürdig.

Als die Sirenen verklingen, verlangsamen wir unsere Schritte. Ich sehe mich kurz um und erkenne die Buxton Street wieder. Links von uns ist ein Park, rechts von uns eine lange, hohe Mauer aus grauen und rötlichen Backsteinen. Ich streiche mit dem Finger darüber, weil sie nicht sonderlich stabil aussieht.

Im nächsten Augenblick finde ich mich plötzlich an genau diese Wand gedrückt wieder; die unebenen Steine stechen mir in den Rücken. Will legt seine Hände auf meine Hüfte, während er meine Stirn mit seiner berührt. Seine Mundwinkel verziehen sich zu einem schiefen Grinsen.

»Jetzt?«, frage ich, ebenfalls lächelnd. »Und hier?«

»Bist du bereit?«, stellt er mir die Gegenfrage, aber braucht nicht lange auf eine Antwort zu warten. Bevor ich nicken kann, küsst er mich. Damit intensiviert er nur das knisternde Gefühl seiner Hände, die sich mit quälender Langsamkeit unter mein Top schieben und mich am nackten Rücken berühren.

Ich kann ein Kichern gerade so unterdrücken, als er plötzlich die Hände wieder wegzieht und mich hochhebt– ich lege meine Arme um seinen Nacken und presse mich so eng an ihn, wie ich kann. Will drückt mich dabei gegen die Mauer. Auch wenn er keine Hilfe dazu braucht, versuche ich mich so leicht wie möglich zu machen und verstärke die Spannung in meinen Beinen, die ich wie ein Klammeräffchen um seine Hüfte schlinge.

Die Welt um uns herum verschwimmt in meiner Wahrnehmung zu einem grauen Fleck.

Will schafft es dummerweise immer noch, mich in seinen Armen, insbesondere unter der Berührung seiner drängenden Lippen, willenlos zu machen. Aber zu meiner Verteidigung: Wie um Himmels willen soll man diesem Mann auch nur eine Sekunde lang widerstehen?

Erst als die Sirenen wieder lauter werden, bemerke ich unsere Veränderung. Will unterbricht uns kurz, damit er mich ansehen kann. Anfangs war ich immer erschrocken, wenn ich einen anderen Mann küsste und nicht mehr meinen, aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Ich weiß, dass Will immer schwarze Haare wählt, wenn er sich selbst in jemand anderen verwandelt. Seine Augen werden dunkelbraun, obwohl sich sonst nicht viel verändert.

Dafür bin ich umso kreativer umgerüstet. Meine sonst so auffälligen dunkelroten Haare schimmern in einem kühlen, aber nassen Blond. Sie sind glatt und wirken meiner Meinung nach immer ein bisschen stumpf. Meine Augen sind nun mehr grün als braun und ein klein wenig schief. Ich erkenne mich nicht mehr wieder.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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