Verlag: Carlsen Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2017

Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel E-Book

Rick Riordan  

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E-Book-Beschreibung Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel - Rick Riordan

Der Gott Apollo fällt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt … Neue Abenteuer aus der Welt der Götter, und auchmit Percy Jackson gibt es ein Wiedersehen!Alle Bände der Apollo-Serie:Die Abenteuer des Apollo− Das verborgene Orakel (Band 1)Die Abenteuer des Apollo− Die dunkle Prophezeiung (Band 2)Die Abenteuer des Apollo− Das brennende Labyrinth (Band 3)Zwei weitere Bände folgen

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Percy Jackson

Percy Jackson – Der Comic

Die Kane-Chroniken

Helden des Olymp

Percy Jackson erzählt

Magnus Chase

  

Alle deutschen Rechte bei Carlsen Verlag GmbH, Hamburg 2017

Originalcopyright © 2016 by Rick Riordan

Originalverlag: Hyperion Books for Children, an imprint of the Disney Book Group

Permission for this edition was arranged through the Gallt and Zacker Literary Agency

Originaltitel: The Trials of Apollo, Book 1: The Hidden Oracle

Umschlagillustration © Helge Vogt, trickwelt.com

Umschlagtypografie: formlabor

Aus dem Englischen von Gabriele Haefs

Lektorat: Franziska Leuchtenberger

Satz und E-Book-Umsetzung: Dörlemann Satz, Lemförde

ISBN: 978-3-646-92967-6

 

Für die Muse Kalliope.

Das hier war schon längst überfällig. Bitte, tu mir nichts.

1

Angriff der Schläger!

Könnte ich, schlüg’ ich zurück

Sterblichkeit ist Mist

Mein Name ist Apollo. Ich war mal ein Gott.

In meinen viertausendsechshundertundzwölf Jahren habe ich vieles geleistet. Ich habe die Griechen mit der Pest geschlagen, als sie Troja belagerten. Ich habe den Baseballspieler Babe Ruth in den World Series von 1926 mit drei Home Runs gesegnet. Ich habe Britney Spears bei den MTV Video Music Awards von 2007 mit meinem Zorn überschüttet.

Aber in meinem ganzen unsterblichen Leben habe ich erst einmal eine Bruchlandung in einem Müllcontainer hingelegt.

Ich weiß nicht mal genau, wie das passieren konnte.

Ich kam zu mir, als ich schon fiel. Wolkenkratzer wirbelten in mein Blickfeld und wieder hinaus. Flammen strömten aus meinem Körper. Ich versuchte zu fliegen. Ich versuchte, mich in eine Wolke zu verwandeln oder mich quer durch die Welt zu teleportieren. Ich versuchte, hundert andere Dinge zu tun, die mir eigentlich leicht gelingen müssten, aber ich fiel immer nur weiter. Ich stürzte in eine enge Schlucht zwischen zwei Häusern und BAMM!

Gibt es etwas Traurigeres als das Geräusch, mit dem ein Gott auf einen Haufen Müllsäcke knallt?

Und dann lag ich stöhnend und zerschlagen in dem Container. Meine Nasenlöcher brannten vom Gestank ranziger Wurst und benutzter Windeln. Meine Rippen schienen gebrochen zu sein, obwohl das eigentlich gar nicht möglich war.

Meine Gedanken kochten vor Verwirrung, aber dann tauchte eine Erinnerung auf – die Stimme meines Vaters Zeus: DU BIST SCHULD. DU WIRST BESTRAFT!

Ich begriff, was mir passiert war, und schluchzte vor Verzweiflung auf.

Selbst für mich als Gott der Dichtkunst ist es schwer zu beschreiben, wie mir zumute war. Wie solltet ihr – als gewöhnliche Sterbliche – das verstehen? Stellt euch vor, euch werden die Kleider vom Leib gerissen und ihr werdet vor einer feixenden Menge mit einem Schlauch abgespritzt. Stellt euch vor, wie das eiskalte Wasser euren Mund und eure Lunge füllt, wie der Druck eure Haut aufplatzen lässt und eure Gelenke in Kitt verwandelt. Stellt euch vor, wie hilflos, beschämt, ganz und gar verletzlich ihr euch fühlt – öffentlich und brutal um alles beraubt, was euch zu euch macht. Meine Erniedrigung war noch schlimmer.

DEINE SCHULD! Die Stimme des Zeus hallte in meinem Kopf wider.

»Nein!«, schrie ich verzweifelt. »Nein, so war das nicht. Bitte!«

Niemand antwortete. Zu beiden Seiten führten rostige Feuerleitern im Zickzack die Mauern hoch. Der Winterhimmel darüber war grau und erbarmungslos.

Ich versuchte, mich an die Einzelheiten meiner Strafe zu erinnern. Hatte mein Vater mir gesagt, wie lange sie dauern würde? Was konnte ich tun, um von ihm in Gnaden wieder aufgenommen zu werden?

Meine Erinnerung war zu verschwommen. Ich wusste kaum noch, wie Zeus aussah, geschweige denn, warum er beschlossen hatte, mich auf die Erde zu schleudern. Es hatte einen Krieg gegen die Riesen gegeben, das wusste ich noch. Die Götter waren kalt erwischt worden, beschämt, fast besiegt.

Nur einer Sache war ich mir sicher: Meine Bestrafung war unfair. Zeus brauchte einen Sündenbock, und da hatte er sich natürlich den schönsten, begabtesten, beliebtesten Gott des ganzen Olymp ausgesucht: mich.

Ich lag im Müll und starrte die Plakette an, die im Deckel des Containers befestigt war: FÜR ABHOLUNG – ANRUF GENÜGT. 1–555-STINKY.

Zeus wird sich die Sache noch mal überlegen, sagte ich mir. Er will mir nur Angst machen. Nicht mehr lange, dann holt er mich zurück auf den Olymp und lässt mich mit dem Schrecken davonkommen.

»Ja«, meine Stimme klang hohl und verzweifelt. »Ja, so wird es sein.«

Ich versuchte, mich zu bewegen. Ich wollte aufrecht stehen, wenn Zeus kam, um sich zu entschuldigen. Meine Rippen pochten vor Schmerz. Mein Magen krampfte sich zusammen. Ich packte den Rand des Containers und schaffte es, mich auf die andere Seite zu ziehen. Ich kippte heraus und landete auf der Schulter, was auf dem Asphalt ein knackendes Geräusch verursachte.

»Araggeeddeeee«, flüsterte ich durch den Schmerz. »Aufstehen. Aufstehen!«

Es war nicht leicht, auf die Füße zu kommen. In meinem Kopf drehte sich alles. Vor Anstrengung hätte ich fast das Bewusstsein verloren. Ich stand in einer schmalen Sackgasse. An die fünfzehn Meter weiter sah ich einen Durchgang auf eine Straße, flankiert von den verdreckten Ladenfenstern eines Kautionsvermittlers und eines Pfandleihers. Ich befand mich irgendwo auf der Westseite von Manhattan, tippte ich, oder vielleicht in Crown Heights in Brooklyn. Zeus war zweifellos richtig wütend auf mich.

Ich sah mir meinen neuen Körper an. Ich war offenbar ein weißer Teenager und trug Turnschuhe, blaue Jeans und ein grünes Polohemd. Wie total öde. Mir war schlecht und ich kam mir schwach und durch und durch menschlich vor.

Ich werde nie begreifen, wie ihr Sterblichen das aushaltet. Euer ganzes Leben lang seid ihr in einem Sack aus Fleisch gefangen und könnt keine einfachen Freuden genießen, wie zum Beispiel euch in einen Kolibri zu verwandeln oder in pures Licht aufzulösen.

Und jetzt, die Himmel sollen mir helfen, war ich einer von euch – auch so ein Fleischsack.

Ich wühlte in meinen Hosentaschen, in der Hoffnung, dass ich die Schlüssel meines Sonnenwagens noch hätte. Aber so viel Glück hatte ich nicht. Ich fand eine billige Nylonbrieftasche, die hundert US-Dollar enthielt – dazu ein Führerschein des Staates New York mit dem Foto eines dämlich aussehenden lockigen Typen, der unmöglich ich sein konnte und den Namen Lester Papadopoulos trug. Die Grausamkeit des Zeus kannte keine Grenzen!

Ich holte tief Atem. Nicht verzweifeln, sagte ich mir. Irgendwelche göttlichen Fähigkeiten muss ich behalten haben. Es könnte schlimmer sein.

Eine raue Stimme rief: »He, Cade, kuck dir mal den Versager da an!«

Zwei junge Männer versperrten den Ausgang der Gasse: einer untersetzt und platinblond, der andere groß und rothaarig. Beide trugen übergroße Kapuzenpullover und Schlackerhosen. Schlangentattoos bedeckten ihre Hälse. Ihnen fehlte nur noch die Aufschrift ICH BIN EIN SCHLÄGER auf der Stirn.

Der Rothaarige starrte die Brieftasche in meiner Hand an. »Sei nett zu ihm, Mikey. Der Typ sieht doch freundlich aus.« Er grinste und zog ein großes Jagdmesser aus dem Gürtel. »Ich wette sogar, der will uns all seine Kohle geben.«

Was dann passierte, kann ich nur meiner Verwirrung zuschreiben.

Ich wusste, dass mir meine Unsterblichkeit genommen worden war, aber ich hielt mich noch immer für den mächtigen Apollo. Man kann sein Denken nicht so leicht ändern, wie man sich zum Beispiel in einen Schneeleoparden verwandelt.

Und wenn Zeus mich früher mal zur Strafe sterblich gemacht hatte (ja, das war schon zweimal passiert), hatte ich gewaltige Kraft und zumindest einige meiner göttlichen Fähigkeiten behalten. Ich ging davon aus, dass es jetzt wieder so wäre.

Ich würde nicht zulassen, dass zwei junge sterbliche Schläger sich die Brieftasche von Lester Papadopoulos krallten.

Ich richtete mich auf, in der Hoffnung, dass Cade und Mikey von meiner königlichen Haltung und meiner göttlichen Schönheit beeindruckt sein würden. (Diese Eigenschaften konnten mir ganz sicher nicht genommen worden sein, egal, wie das Foto in meinem Führerschein aussehen mochte.) Ich achtete nicht auf den warmen Müllsaft, der meinen Hals hinunterrann.

»Ich bin Apollo«, verkündete ich. »Ihr Sterblichen habt drei Möglichkeiten: mir Tribut zu zollen, zu fliehen oder vernichtet zu werden.«

Ich wollte, dass meine Worte in der Gasse widerhallten, dass sie die Türme von New York zum Beben brachten und dass sie rauchende Vernichtung vom Himmel regnen ließen. Nichts davon passierte. Bei dem Wort »vernichtet« kippte meine Stimme und wurde zu einem Quietschen.

Der rothaarige Cade grinste noch breiter. Ich dachte, wie lustig es wäre, wenn ich die Schlangentattoos um seinen Hals zum Leben erwecken und ihn damit erwürgen könnte.

»Was meinst du, Mikey?«, fragte er seinen Freund. »Sollten wir dem Kerl Tribut zollen?«

Mikey runzelte die Stirn. Mit seinen struppigen blonden Haaren, seinen grausamen kleinen Augen und seiner dicklichen Gestalt erinnerte er mich an das monströse Schwein, das in den guten alten Zeiten das Dorf Krommyon terrorisiert hatte.

»Keinen Bock auf Tribut, Cade.« Seine Stimme klang, als ob er brennende Zigaretten gegessen hätte. »Was waren noch mal die anderen Möglichkeiten?«

»Fliehen?«, schlug Cade vor.

»Nö«, sagte Mikey.

»Vernichtet werden?«

Mikey schnaubte. »Wie wärs denn, wenn wir stattdessen den da vernichten?«

Cade ließ sein Messer in der Luft herumwirbeln und fing es am Griff wieder auf. »Damit kann ich leben. Du zuerst.«

Ich ließ die Brieftasche in meine Gesäßtasche rutschen und hob die Fäuste. Der Gedanke, Sterbliche zu platten Waffeln zu hauen, gefiel mir zwar nicht, aber ich war sicher, dass ich es schaffen könnte. Sogar in meinem geschwächten Zustand würde ich viel stärker sein als irgendein Mensch.

»Ich hab euch gewarnt«, sagte ich. »Meine Kräfte sind größer, als euer Verstand erfassen kann.«

Mikey ließ seine Fingerknöchel knacken. »Eieiei.«

Er kam auf mich zugetrottet.

Sowie er in Reichweite war, schlug ich zu. Ich legte meine ganze Wut in diesen einen Schlag. Das hätte ausreichen müssen, um Mikey in Dampf aufgehen zu lassen und einen schlägerförmigen Abdruck auf dem Asphalt zu hinterlassen.

Stattdessen wich er aus, was mich ganz schön nervte.

Ich stolperte vorwärts. Ich muss sagen, als Prometheus euch Sterbliche aus Lehm geformt hat, hat er ziemlich schlampige Arbeit geleistet. Sterbliche Beine sind schwerfällig. Ich versuchte, das auszugleichen, meine grenzenlosen Reserven an Beweglichkeit zu aktivieren, aber Mikey versetzte mir einen Tritt in den Rücken. Ich knallte auf mein göttliches Gesicht.

Meine Nasenlöcher blähten sich wie Airbags. Meine Ohren schienen zu platzen. Mein Mund füllte sich mit dem Geschmack von Kupfer. Ich wälzte mich auf den Rücken, stöhnte und sah verschwommen die beiden Schläger, die auf mich herunterglotzten.

»Mikey«, sagte Cade. »Erfasst du irgendwas von der Kraft dieses Typen?«

»Nö«, sagte Mikey, »ich erfasse rein gar nix.«

»Ihr Toren!«, krächzte ich. »Ich werde euch vernichten!«

»Klar doch«, Cade ließ sein Messer fallen. »Aber erst mal wollen wir dich zertreten.«

Cade hob den Stiefel über meinem Gesicht und die Welt wurde schwarz.

2

Ein kleines Mädchen

macht meine Schande komplett

Blöde Bananen

Seit meinem Gitarrenduell gegen Chuck Berry 1957 war ich nicht mehr so übel fertiggemacht worden.

Als Cade und Mikey auf mich eintraten, rollte ich mich zu einer Kugel zusammen und versuchte, meine Rippen und meinen Kopf zu schützen. Der Schmerz war unerträglich. Ich würgte und zitterte, wurde bewusstlos und kam wieder zu mir, und vor meinen Augen flimmerten rote Flecken. Als meine Angreifer es satthatten, mich zu treten, schlugen sie mir einen Müllsack auf den Kopf, der platzte und mich mit Kaffeesatz und schimmeligen Obstschalen bedeckte.

Endlich traten sie keuchend zurück. Grobe Hände tasteten mich ab und nahmen mir meine Brieftasche weg.

»Sieh an«, sagte Cade. »Ein bisschen Kohle und ein Führerschein für … Lester Papadopoulos.«

Mikey lachte. »Lester? Das ist ja noch schlimmer als Apollo!«

Ich berührte meine Nase, die sich so anfühlte wie eine Luftmatratze und auch ungefähr so groß war. Als ich meine Finger zurückzog, glänzten sie rot.

»Blut«, murmelte ich. »Das kann doch nicht sein.«

»Das kann sehr wohl sein, Lester.« Cade hockte sich neben mich. »Und in deiner nahen Zukunft könnte es noch mehr Blut geben. Möchtest du erklären, wieso du keine Kreditkarte hast? Und kein Handy? Ich mag ja gar nicht daran denken, dass wir uns für hundert Kröten so verausgabt haben.«

Ich starrte das Blut auf meinen Fingerspitzen an. Ich war ein Gott. Ich hatte gar kein Blut. Wenn ich bisher sterblich gewesen war, war doch weiterhin goldener Ichor durch meine Adern geflossen. Ich war noch nie so … umgewandelt gewesen. Es musste ein Versehen sein. Ein Trick. Irgendetwas.

Ich versuchte mich aufzusetzen.

Meine Hand traf auf eine Bananenschale und ich kippte wieder um. Meine Angreifer heulten vor Begeisterung.

»Ich liebe den Kerl!«, sagte Mikey.

»Ja, aber der Boss hat uns gesagt, er hätte volle Taschen«, beschwerte sich Cade.

»Boss …«, murmelte ich. »Boss?«

»Genau, Lester.« Cade schnippte mit einem Finger gegen meinen Kopf. »Geh in die Gasse, hat der Boss zu uns gesagt. Leichte Nummer. Er hat gesagt, wir sollten dich zusammenschlagen und dir alles wegnehmen, was du hast. Aber das hier«, er schwenkte die Dollars unter meiner Nase, »ist nicht gerade eine tolle Lohntüte.«

Trotz meiner Notlage verspürte ich plötzlich eine gewisse Hoffnung. Wenn diese Schläger auf mich angesetzt worden waren, dann musste ihr »Boss« ein Gott sein. Kein Sterblicher hätte wissen können, dass ich gerade hier auf die Erde fallen würde. Vielleicht waren auch Cade und Mikey keine Menschen. Vielleicht waren sie raffiniert getarnte Monster oder Geister. Das würde immerhin erklären, warum sie mich so leicht besiegt hatten.

»Wer … Wer ist euer Boss?« Ich kam mühsam auf die Beine und Kaffeesatz rieselte von meinen Schultern. Mir war so schwindlig, als wäre ich zu dicht an den Ausdünstungen des Urchaos vorbeigeflogen, aber ich weigerte mich, mich demütigen zu lassen. »Hat Zeus euch geschickt? Oder vielleicht Ares? Ich verlange eine Audienz.«

Mikey und Cade tauschten einen Blick, wie um zu fragen: Kannst du fassen, dass dieser Typ echt ist?

Cade hob sein Messer auf. »Anspielungen kapierst du wohl nicht, oder, Lester?«

Mikey zog seinen Gürtel ab – eine Fahrradkette – und wickelte ihn um seine Faust.

Ich beschloss, sie in die Unterwerfung zu singen. Meiner Faust hatten sie vielleicht widerstehen können, aber kein Sterblicher war meiner goldenen Stimme gewachsen. Ich versuchte, mich zwischen »You send me« und der Eigenkomposition »Ich bin dein Gott der Poesie, Baby« zu entscheiden, als eine Stimme schrie: »HEY!«

Die Schlägertypen fuhren herum. Über uns, am Ende einer Feuerleiter im zweiten Stock, stand ein Mädchen von vielleicht zwölf Jahren. »Lasst ihn in Ruhe«, befahl sie.

Mein erster Gedanke war, dass Artemis mir zu Hilfe gekommen war. Meine Schwester trat oft als Zwölfjährige auf, aus Gründen, die ich nie richtig begriffen hatte. Aber irgendwas sagte mir, dass sie es nicht war.

Das Mädchen auf der Feuerleiter war nicht gerade furchterregend. Sie war klein und rundlich, ihre dunklen Haare waren zu einer schlampigen Pagenfrisur geschnitten und sie trug eine schmetterlingsförmige schwarze Brille, die am Rand mit Strass besetzt war. Trotz der Kälte hatte sie keinen Mantel an. Ihre Kleidung sah aus wie von einem Kindergartenkind zusammengestellt – rote Turnschuhe, gelbe Strumpfhose und ein grüner Trägerrock. Vielleicht war sie unterwegs zu einem Kostümfest und ging als Ampel.

Trotzdem … in ihrem Gesichtsausdruck lag etwas Wildes. Sie hatte das gleiche starrköpfige Stirnrunzeln wie meine alte Freundin Kyrene, wenn sie mit Löwen rang.

Mikey und Cade wirkten nicht sonderlich beeindruckt.

»Verzieh dich, Kleine«, sagte Mikey zu ihr.

Das Mädchen stampfte mit dem Fuß auf, und die Feuerleiter bebte. »Meine Gasse, meine Regeln!« Ihre gebieterische nasale Stimme ließ sie klingen, als wollte sie Sandkastenkumpels zu einem Rollenspiel überreden. »Alles, was der Versager da hat, gehört mir, auch sein Geld.«

»Warum nennen mich hier alle Versager?«, fragte ich mit schwacher Stimme. Ich fand das total unfair, auch wenn ich zerschlagen und von Müll bedeckt war, aber niemand achtete auch nur im Geringsten auf mich.

Cade starrte das Mädchen wütend an. Die rote Farbe seiner Haare schien in sein Gesicht zu sickern. »Du machst wohl Witze. Verschwinde, du Göre.« Er hob einen verfaulten Apfel auf und warf damit nach ihr.

Das Mädchen zuckte nicht mit der Wimper. Der Apfel landete zu ihren Füßen, ohne irgendwelchen Schaden angerichtet zu haben.

»Du willst mit dem Essen spielen?« Sie wischte sich die Nase. »Okay.«

Ich sah nicht, wie sie gegen den Apfel trat, aber er flog mit tödlicher Genauigkeit zurück und traf Cade auf der Nase. Cade kippte auf seinen Hintern.

Mikey fauchte. Er marschierte auf die Feuerleiter zu, aber eine Bananenschale schien in seinen Weg zu gleiten. Er rutschte aus und knallte auf den Boden. »AUUUU!«

Ich wich vor den gefallenen Schlägern zurück und fragte mich, ob ich losrennen sollte, aber ich konnte nur mit Mühe humpeln. Außerdem wollte ich nicht mit gammeligem Obst angegriffen werden.

Das Mädchen kletterte über das Geländer, ließ sich mit überraschender Geschicklichkeit zu Boden fallen und zog einen Müllsack aus dem Container.

»Halt!« Cade versuchte, in einer Art schlingerndem Krebsgang von dem Mädchen wegzukommen. »Lass uns darüber reden.«

Mikey stöhnte und drehte sich auf den Rücken.

Das Mädchen machte einen Schmollmund. Ihre Lippen waren rissig und in den Mundwinkeln hatte sie schwarze Fussel.

»Ich mag euch nicht«, sagte sie. »Ihr geht jetzt besser.«

»Klar!«, sagte Cade. »Sofort. Nur …«

Er griff nach dem im Kaffeesatz verstreuten Geld.

Das Mädchen schwang den Müllsack. Der Sack platzte mitten in der Luft und setzte eine unvorstellbare Menge von verfaulten Bananen frei, die Cade zu Boden schlugen. Mikey war dermaßen von klebrigen Schalen bedeckt, dass er aussah, als wäre er von fleischfressenden Seesternen überfallen worden.

»Raus aus meiner Gasse«, sagte das Mädchen. »Sofort.«

Im Container barsten weitere Müllsäcke wie Popcorn in der Pfanne und überschütteten Cade und Mikey mit Rettichen, Kartoffelschalen und anderem angehenden Kompost. Wundersamerweise blieb ich davon verschont. Trotz ihrer Verletzungen kamen die beiden Schläger sehr rasch auf die Beine und stürzten schreiend davon.

Ich drehte mich zu meiner Miniatur-Retterin um. Ich kannte mich mit gefährlichen Frauen durchaus aus: Meine Schwester konnte tödliche Pfeile regnen lassen. Meine Stiefmutter Hera trieb in regelmäßigen Abständen Sterbliche dermaßen in den Wahnsinn, dass sie sich gegenseitig in Stücke hauten. Aber diese müllschwenkende Zwölfjährige machte mich nervös.

»Danke«, sagte ich vorsichtig.

Das Mädchen verschränkte die Arme. An ihren Mittelfingern trug sie identische Goldringe mit Halbmondmustern. Ihre Augen glitzerten düster wie die von Krähen (ich darf diesen Vergleich ziehen, weil ich die Krähen erfunden habe).

»Bedank dich nicht bei mir«, sagte sie. »Du bist noch immer in meiner Gasse.«

Sie drehte einen Kreis um mich und musterte mich von Kopf bis Fuß, als wäre ich eine Kuh auf einer Ausstellung. (Auch diesen Vergleich darf ich ziehen, weil ich früher Preiskühe gesammelt habe.)

»Du bist der Gott Apollo?« Sie klang alles andere als bewundernd. Sie zeigte auch keine Ehrfurcht angesichts eines Gottes, der unter den Sterblichen wandelte.

»Du hast also zugehört?«

Sie nickte. »Du siehst nicht aus wie ein Gott.«

»Ich bin nicht in Bestform«, gab ich zu. »Mein Vater, Zeus, hat mich vom Olymp verbannt. Und wer bist du?«

Sie roch ein wenig nach Apfelkuchen, was mich überraschte, da sie so schmutzig aussah. Ein Teil von mir wünschte sich ein sauberes Handtuch, um ihr Gesicht zu säubern und ihr dann das Geld für eine warme Mahlzeit zu geben. Ein anderer Teil von mir wollte sie mit einem Stuhl abwehren, für den Fall, dass sie versuchte, mich zu beißen. Sie erinnerte mich an die Streuner, die meine Schwester immer adoptierte, Hunde, Panther, heimatlose Jungfrauen, kleine Drachen.

»Ich heiße Meg«, sagte sie.

»Abkürzung von Megara? Oder Margaret?«

»Margaret. Aber nenn mich ja nicht Margaret.«

»Und, bist du eine Halbgöttin, Margaret?«

Sie schob die Brille höher. »Wie kommst du denn auf die Idee?«

Auch diese Frage schien sie nicht weiter zu überraschen. Ich hatte das Gefühl, dass sie den Begriff »Halbgöttin« nicht zum ersten Mal hörte.

»Na ja«, sagte ich. »Du besitzt ja offenbar eine gewisse Kraft. Du hast diese Hools mit faulem Obst vertrieben. Vielleicht beherrschst du Bananenkinese? Oder du kannst Müll dirigieren? Ich kannte einmal eine römische Göttin, Cloacina, die über das Abwassersystem ihrer Stadt herrschte. Vielleicht bist du verwandt …«

Meg verzog den Mund. Ich hatte das Gefühl, etwas Falsches gesagt zu haben, obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, was.

»Ich glaube, ich nehme einfach dein Geld«, sagte Meg. »Na los. Hau ab.«

»Nein, warte!« Verzweiflung stahl sich in meine Stimme. »Bitte, ich … ich brauche vielleicht ein bisschen Hilfe.«

Ich kam mir natürlich lächerlich vor. Ich – der Gott von Weissagung, Pest, Bogenschießen, Heilkunst, Musik und vielen anderen Dingen, die mir gerade nicht einfielen – bat eine knallbunt gekleidete Straßengöre um Hilfe. Aber ich hatte sonst niemanden. Wenn diese Kleine beschloss, mein Geld zu nehmen und mich mit einem Tritt in die grausamen winterlichen Straßen zu befördern, würde ich sie wohl nicht daran hindern können.

»Angenommen, ich glaube dir …« Megs Stimme ging in eine Art Sprechgesang über, als wollte sie Spielregeln verkünden: Ich bin die Prinzessin und du das Küchenmädchen. »Angenommen, ich will dir helfen. Was dann?«

Gute Frage, dachte ich. »Wir … wir sind in Manhattan?«

»Mm-hmm.« Sie wirbelte herum und machten einen Hüpfer wie beim Seilspringen. »Hell’s Kitchen.«

Es kam mir nicht richtig vor, dass ein Kind »Hell’s Kitchen« sagte. Aber es kam mir auch nicht richtig vor, dass ein Kind in einer Gasse lebte und Müllkämpfe mit Schlägern ausfocht.

Ich überlegte, ob ich zum Empire State Building gehen sollte. Das war das moderne Tor zum Olymp, aber ich bezweifelte, dass die Türsteher mich zum geheimen sechshundertsten Stock hochlassen würden. So leicht würde Zeus mir die Sache nicht machen.

Vielleicht könnte ich meinen alten Freund, den Zentauren Chiron, finden. Er hatte auf Long Island ein Trainingscamp und könnte mir Unterkunft und guten Rat bieten. Aber es würde eine gefährliche Reise sein. Ein wehrloser Gott ist eine verlockende Zielscheibe. Jedes Monster unterwegs würde mich mit Freuden zerlegen. Auch eifersüchtige Geister und zweit- und drittrangige Gottheiten würden die Gelegenheit willkommen heißen. Dann war da noch der geheimnisvolle »Boss« von Cade und Mikey. Ich hatte keine Ahnung, wer er war oder ob er noch andere, schlimmere Jünger hätte, die er auf mich hetzen könnte.

Selbst wenn ich es nach Long Island schaffte, würden meine neuen, sterblichen Augen Chirons Camp in seinem mit Magie getarnten Tal vielleicht gar nicht finden. Ich brauchte jemanden, der mich hinführte – jemanden mit Erfahrung, jemanden, der in der Nähe war …

»Ich habe eine Idee.« Ich richtete mich so gerade auf, wie meine Verletzungen es erlaubten. Es war nicht leicht, mit einer blutigen Nase und vor Kaffeesatz triefenden Kleidern zuversichtlich auszusehen. »Ich kenne jemanden, der mir vielleicht hilft. Er wohnt in der Upper East Side. Bring mich zu ihm, und ich werde dich belohnen.«

Meg stieß eine Mischung von Niesen und Lachen aus. »Womit denn belohnen?« Sie tanzte herum und fischte einen Zwanzig-Dollar-Schein aus dem Abfall. »Ich nehm mir ja schon dein ganzes Geld.«

»He!«

Sie warf mir meine Brieftasche zu, die jetzt leer war, bis auf den Führerschein von Lester Papadopoulos.

Meg sang: »Ich hab dein Ge-held, ich hab dein Ge-held!«

Ich unterdrückte ein Knurren. »Hör mal, Kind. Ich werde nicht ewig sterblich sein. Eines Tages werde ich wieder zum Gott. Dann werde ich die belohnen, die mir geholfen haben – und die bestrafen, die das nicht getan haben.«

Sie stemmte die Hände in die Seiten. »Und woher willst du wissen, was passieren wird? Warst du denn schon mal sterblich?«

»Ja, allerdings. Zweimal! Und beide Male hat meine Strafe höchstens ein paar Jahre gedauert.«

»Ach ja? Und wie hast du’s geschafft, dann wieder gottig zu werden?«

»Gottig ist kein Wort«, teilte ich ihr mit, obwohl meine poetischen Instinkte bereits überlegten, wie ich es verwenden könnte. »Normalerweise verlangt Zeus, dass ich der Sklave irgendeines wichtigen Halbgottes bin. Wie dieser Typ, den ich eben erwähnt habe. Er wäre perfekt! Ich werde einige Jahre lang alles tun, was mein neuer Herr von mir verlangt. Wenn ich mich brav verhalte, darf ich auf den Olymp zurückkehren. Aber erst muss ich wieder zu Kräften kommen und herausfinden …«

»Woher weißt du denn, welcher Halbgott?«

Ich blinzelte. »Was?«

»Welchem Halbgott du dienen sollst, du Blödmann.«

»Ich … äh. Na ja, meistens ist das ganz klar. Ich laufe denen einfach so über den Weg. Deshalb will ich doch in die Upper East Side. Mein neuer Herr wird mich in seine Dienste nehmen und …«

»Ich bin Meg McCaffrey!«, Meg machte einen Lippenfurz. »Und ich nehme dich in meine Dienste!«

Über uns grollte Donner am grauen Himmel. Das Grollen hallte in den Straßenschluchten wider wie göttliches Gelächter.

Was immer von meinem Stolz noch übrig war, verwandelte sich in Eiswasser und sickerte in meine Socken. »Ich bin voll reingefallen, was?«

»Jepp.« Meg hüpfte in ihren roten Turnschuhen auf und ab. »Das wird lustig.«

Mit großer Mühe unterdrückte ich den Drang zu weinen. »Bist du sicher, dass du nicht Artemis in Verkleidung bist?«

»Ich bin dieses andere«, sagte Meg und zählte mein Geld. »Das, was du eben gesagt hast. Halbgöttin.«

»Woher weißt du das?«

»Weiß ich eben.« Sie lächelte selbstzufrieden. »Und jetzt hab ich einen Hilfsgott namens Lester!«

Ich hob mein Gesicht zum Himmel. »Bitte, Vater, ich hab es ja verstanden. Bitte. Ich kann das nicht!«

Zeus gab keine Antwort. Er war vermutlich damit beschäftigt, meine Erniedrigung zu filmen und auf Snapchat hochzuladen.

»Nur Mut«, sagte Meg zu mir. »Wer ist denn dieser Typ, den du sprechen willst – der Typ in der Upper East Side?«

»Noch ein Halbgott«, sagte ich. »Er weiß den Weg in ein Camp, wo ich vielleicht Schutz, guten Rat, Essen …«

»Essen?« Megs Ohren wurden fast so spitz wie die Enden ihrer Brillenfassung. »Gutes Essen?«

»Na ja, normalerweise ernähre ich mich nur von Ambrosia, aber ich glaube schon.«

»Dann ist das mein erster Befehl. Wir gehen zu diesem Typen, damit er uns zu dem Camp führt.«

Ich seufzte verzweifelt. Es würde eine sehr lange Knechtschaft werden.

»Dein Wunsch sei mir Befehl«, sagte ich. »Auf zu Percy Jackson.«

3

Einst war ich gottig

Jetzt fühl ich mich so grottig

Ein Haiku mit Reim!

Während wir die Madison Avenue hochwanderten, wirbelten mir jede Menge Fragen durch den Kopf: Warum hatte Zeus mir keinen Wintermantel mitgegeben? Warum wohnte Percy Jackson am anderen Ende der Stadt? Warum starrten mich dauernd irgendwelche Fußgänger an?

Ich fragte mich, ob meine göttliche Strahlkraft zurückkehrte. Vielleicht waren die Leute in New York beeindruckt von meiner offenkundigen Stärke und meinem überirdisch guten Aussehen.

Meg McCaffrey riss mich aus diesen Illusionen.

»Du stinkst«, sagte sie. »Du siehst aus, als wärst du gerade überfallen worden.«

»Ich bin ja auch überfallen worden. Und bei einem kleinen Kind in Sklaverei geraten.«

»Sklaverei ist ja wohl übertrieben.« Sie knabberte an ihrem Daumen ein Stück Nagelhaut ab und spuckte es aus. »Das ist eher eine Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen.«

»Gegenseitig insofern, dass du Befehle erteilst und ich zur Zusammenarbeit gezwungen bin?«

»Jepp.« Sie blieb vor einem Schaufenster stehen. »Guck mal, du siehst doch krass aus.«

Mein Spiegelbild starrte mich an, nur war es nicht mein Spiegelbild. Es konnte nicht mein Spiegelbild sein. Es war dasselbe Gesicht wie im Führerschein von Lester Papadopoulos.

Ich sah aus wie ungefähr sechzehn. Meine halblangen Haare waren dunkel und lockig – ein Stil, mit dem ich in den alten Zeiten in Athen und später noch mal um 1970 Furore gemacht hatte. Meine Augen waren blau. Mein Gesicht sah auf eine etwas unterbelichtete Weise gar nicht schlecht aus, aber es wurde entstellt von einer geschwollenen, auberginenfarbenen Nase, die einen grauenhaften Schnurrbart aus Blut auf meine Oberlippe getropft hatte. Und schlimmer noch, meine Wangen waren bedeckt von etwas, das verdächtig aussah wie … mir schlug das Herz bis in den Hals.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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