Die amerikanischen Parteien - Othmar Kolp - E-Book

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Othmar Kolp

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Region: USA, Note: 2,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: SE Wahlprozesse in den USA, Sprache: Deutsch, Abstract: „Was für Staat und Gesellschaft der USA insgesamt gilt, trifft in besonderem Maße für das amerikanische Parteiwesen zu: es ist bis zur unmittelbaren Gegenwart hin einer Fülle von Missverständnissen und Fehldeutungen ausgesetzt geblieben.“ (Wasser 1996, 117) Die amerikanischen Parteien sind aus dem geschichtlichen Kontext der Vereinigten Staaten entstanden und können daher weder von der Begrifflichkeit noch von der Funktion und Organisation her mit europäischen Parteien verglichen werden. Die großen nationalen Parteien der Demokraten und der Republikaner präsentieren sich heute als Patronageparteien ebenso wie als locker organisierte Verflechtungen wirtschaftlicher, sozialer und ethnischer Interessenverbände sowie als Wahlkartelle untereinander grundverschiedener lokaler und regionaler Parteiinstanzen mit mancherlei personalpolitischen und wenigen programmatischen Gemeinsamkeiten. Trotz all dieser Besonderheiten ist der Beginn der modernen amerikanischen Parteien in der Frühphase der Republik anzusetzen. In gewisser Hinsicht ist es eine Ironie der Geschichte, dass die ersten modernen Parteien in den USA entstanden sind.

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Veröffentlichungsjahr: 2006

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Inhaltsverzeichnis
8. PARTY DECLINE ODER PARTY REVIVAL?

Page 1

Page 3

1. EINLEITUNG:

„Was für Staat und Gesellschaft der USA insgesamt gilt, trifft in besonderem Maße für das amerikanische Parteiwesen zu: es ist bis zur unmittelbaren Gegenwart hin einer Fülle von Missverständnissen und Fehldeutungen ausgesetzt geblieben.“ (Wasser 1996, 117) Die amerikanischen Parteien sind aus dem geschichtlichen Kontext der Vereinigten Staaten entstanden und können daher weder von der Begrifflichkeit noch von der Funktion und Organisation her mit europäischen Parteien verglichen werden.

Die großen nationalen Parteien der Demokraten und der Republikaner präsentieren sich heute als Patronageparteien ebenso wie als locker organisierte Verflechtungen wirtschaftlicher, sozialer und ethnischer Interessenverbände sowie als Wahlkartelle untereinander grundverschiedener lokaler und regionaler Parteiinstanzen mit mancherlei personalpolitischen und wenigen programmatischen Gemeinsamkeiten. Trotz all dieser Besonderheiten ist der Beginn der modernen amerikanischen Parteien in der Frühphase der Republik anzusetzen. In gewisser Hinsicht ist es eine Ironie der Geschichte, dass die ersten modernen Parteien in den USA entstanden sind. „Von Parteien wollten die Schöpfer der amerikanischen Verfassung nichts wissen. Trotzdem schufen sie eine Verfassung, die das Entstehen von Parteienzumindest dann wenn die Entscheidungen über den Präsidenten und über die Kongressabgeordneten in Volkswahlen fallen sollten - unentbehrlich machte.“ (Hübner 1989, 59) George Washington, der erste Präsident der USA, warnte aber noch 1796 in seiner Abschiedsbotschaft an die Nation vor den Gefahren durch Parteiungen und Fraktionen. „Noch wussten die Washington, Hamilton oder Madison nicht um jenes eherne Gesetz strikter Notwendigkeit, das sich im Gefolge der amerikanischen und französischen Revolution Geltung verschaffte: Wo immer sich Großflächenstaaten und Massengesellschaften demokratisierten, sollten politische Parteien eine wichtige Rolle spielen.“ (Wasser 1996, 118) Dies galt im besonderen Maße dort, wochecks and balancesden Herrschaftsprozess bestimmten. Das komplizierte Räderwerk der Regierungsmaschinerie benötigte die Parteien als einen „Transmissionsriemen“, um die geforderten politischen Leistungen zu erbringen. Die amerikanischen Parteien mögen für den europäischen Beobachter ein irritierendes und zugleich faszinierendes Moment an sich haben, wie die USA in allen Bereichen. Mit der vorliegenden Seminararbeit zeige ich die Merkmale auf, die das US-amerikanische Parteiensystem von allem anderen Parteiensystemen in der Welt unterscheiden und es einzigartig machen.