die dreizehnte - Doris Runge - E-Book

die dreizehnte E-Book

Doris Runge

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11,99 €

Beschreibung

»Lyrik schreiben heißt, die Geschwätzigkeit abzubauen.«
Doris Runge


Einzigartig sind die Verse Doris Runges, die mit wenigen Worten, genauestens gesetzt, ganze Welten öffnen und von Erfahrungen berichten, die gemacht zu haben, wir nicht wussten. Lebensgesättigt, zutiefst subjektiv, ohne jede Sentimentalität kündigen sie vom Fremdsein, Zugastsein, von Vergeblichem, von Liebe, Verzweiflung und Schutz.

Eine der bedeutendsten Lyrikerinnen unserer Zeit.

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Seitenzahl: 14

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Inhaltsverzeichnis
 
Kapitel 1.
schluß punkt
das meer
heute nacht
zimmer frei
klosterinsel
hafen
saisonende
im winterquartier
segel streichen
 
Kapitel 2.
grün lesen
wie bäume
das grüne hochhaus
benedikt
am klostergraben
landleben
wg
mit allem im bunde
täglich
das ist mein bett
zwischenreich
wintersonne
liebestraum
wie schnell
kleines gebet
erinnerung
 
Kapitel 3.
schön
bernsteinkette
engel
wenn engel gehen
hausgötter
liebster
im heimischen garten
liebe
die dreizehnte
königskinder
morgenmantel
noch schlag ich
der könnte mir gefallen
noch
silvestermenü
mein herr
der tänzer
das turmzimmer
nachlaß
 
Kapitel 4.
käuzchenlicht
navigation
auf augenhöhe
sie
orpheus und eurydike
dreizehn
verbürgt
über die ziegelrosette
fahndungsfotos
er
zeichen
es ist spät
diesseits
himmel
es hat geschneit
weiße rosen
gaben
am hundertmanngraben
die schwestern
verborgen
bäume
damals
kleine unschärfe
nur noch
handschrift
füße
tête à tête
einzug
 
Doris Runge bei DVA
Copyright
1.

schluß punkt

nur noch dieser gedankenstrich die verlängerung die auslaufende linie am horizont ziehende vögel

das meer

klagt nicht wenn es aufschlägt wasser sand greift den bogen spannt noch einmal immer wieder trifft reim auf stein die ausgewaschene küste neigt das haupt stützt es auf entwurzelte hände man kennt die geste

heute nacht

ging es vor anker anders als erwartet schäbig und leck geschlagen und ich auf der pier aufgetakelt setz die einstudierten schritte ein bißchen scheu ein bißchen anbiedernd den seesack geschultert das bündel seele zuviel gepäck

zimmer frei

geschlossene läden im marmeladenglas blüht der schimmel die unvergängliche schluckt staub das notlicht brennt ganz ohne not der letzte gast nagt sich durchs laminat

klosterinsel

jetzt klappen wir die gehwege hoch die zugbrücke wandeln schon am tage in weißen nachtgewändern begegnen uns in