Die dunkle Seite der Nacht - Simon R. Green - E-Book
Beschreibung

Mein Name ist Taylor, John Taylor. Auf meiner Visitenkarte steht "Privatdetektiv", aber eigentlich bin ich Experte im Wiederauffinden von Verlorenem. Das ist Teil meiner Gabe, meines Geburtsrechts als Kind der Nightside. Mir ist es vor langer Zeit mit knapper Not gelungen, mit heiler Haut und einigermaßen intaktem Verstand von dort wegzugehen. Jetzt verdiene ich mein Geld auf den sonnenbeschienenen Straßen Londons. Aber in letzter Zeit liefen die Geschäfte schlecht, also sagte ich nicht nein, als Joanna Barrett bei mir auftauchte, nach Geld roch und mich bat, ihre ausgerissene Tochter zu finden. Dann fand ich heraus, wohin genau das Mädchen gegangen war. In die Nightside. Zweieinhalb Quadratkilometer Hölle mitten in der Stadt, wo es immer drei Uhr morgens ist. Wo man mit Mythen spazierengehen und mit Monstern zechen kann. Wo nichts ist, wie es scheint - aber alles möglich. Ich hatte geschworen, niemals zurückzukehren. Aber ein Kind ist in Gefahr, und eine Frau setzt auf mich. Ich habe also keine Wahl - ich kehre heim ...

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Seitenzahl:268

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Autor: Simon R. Green

Deutsch von: Oliver Hoffmann

Lektorat: Natalja Schmidt und Julia Abrahams

Korrektorat: Angela Voelkel und Thomas Russow

Art Director, Satz und Gestaltung: Oliver Graute

© Simon R. Green 2003

© der deutschen Übersetzung Feder&Schwert 2006

E-Book-Ausgabe

ISBN 978-3-86762-131-1

Originaltitel: Something from the Nightside

Die dunkle Seite der Nacht ist ein Produkt von Feder&Schwert unter Lizenz von Simon R. Green 2006. Alle Copyrights mit Ausnahme dessen an der deutschen Übersetzung liegen bei Simon R. Green.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck außer zu Rezensionszwecken nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Die in diesem Buch beschriebenen Charaktere und Ereignisse sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit zwischen den Charakteren und lebenden oder toten Personen ist rein zufällig.

Die Erwähnung von oder Bezugnahme auf Firmen oder Produkte auf den folgenden Seiten stellt keine Verletzung des Copyrights dar.

www.feder-und-schwert.com

Ich ging zu einem Haus, das keines war.

Ich öffnete eine Tür, die keine war.

Ich sah, was ich sah.

1

Auftritt: Geld

Privatdetektive gibt es in allen Formen und Farben, aber keiner davon sieht aus wie ein Fernsehstar. Manche machen Versicherungskram, manche hängen mit Camcordern in billigen Absteigen herum und hoffen, Beweismaterial für Scheidungsfälle vor die Linse zu kriegen, und nur ganz wenige ermitteln je in einem komplizierten Mordfall. Manche jagen Dingen nach, die es nicht gibt – oder nicht geben sollte. Und ich finde Dinge. Manchmal würde ich sie lieber nicht finden, aber das gehört zum Geschäft.

Das abblätternde Türschild trug damals die Aufschrift Detektei Taylor. Taylor, das bin ich. Groß, dunkelhaarig und nicht besonders gutaussehend. Ich trage die Narben alter Fälle mit Stolz, und ich lasse nie einen Klienten im Stich. Vorausgesetzt, er hat mir einen Vorschuß gegeben.

Damals war mein Büro gemütlich, wenn man es freundlich betrachtete, und beengt, wenn man es weniger freundlich betrachtete. Ich verbrachte viel Zeit dort. Das war besser, als ein richtiges Leben führen zu müssen. Es war ein billiges Büro in einer billigen Gegend. Alle Firmen, die auch nur ein Fünkchen Verstand hatten, verschwanden rasch von dort, was mehr Platz für uns schaffte, die wir in der Grauzone zwischen Legalität und Illegalität operieren. Selbst die Ratten waren nur auf der Durchreise, auf dem Weg in zivilisiertere Gegenden. Meine Nachbarn waren ein Zahnarzt und ein Buchhalter. Beide waren ganz schön heruntergekommen, aber beide verdienten mehr Geld als ich.

Es schüttete in der Nacht, in der Joanna Barrett bei mir hereinschneite. Es war so ein kalter, peitschender, erbarmungsloser Regen, bei dem man heilfroh ist, im Trockenen zu sitzen. Ich hätte das als Omen auffassen sollen, doch ich war noch nie sehr gut darin, subtile Hinweise zu begreifen. Es war spät, deutlich nach dem Zeitpunkt, an dem ein Tag seine lange Reise in die Nacht beginnt, und alle anderen Mieter des Gebäudes waren längst nach Hause gegangen. Ich saß noch am Schreibtisch, ein halbes Auge auf den Fernseher gerichtet, der ganz leise lief, während der Mann am Telefon in mein linkes Ohr brüllte. Der Narr wollte Geld. Ich gab an den richtigen Stellen verständnisvolle Geräusche von mir und wartete geduldig, bis er müde wurde und auflegte, doch dann horchte ich auf, als ich draußen auf dem Gang Schritte hörte, die auf meine Tür zukamen. Gleichmäßig, ohne Eile ... und die Schritte einer Frau. Sie sagen, sie wollen Informationen, aber was sie eigentlich wollen, ist Rache, und sie sind nicht kleinlich, wenn es darum geht, für das zu bezahlen, was sie wollen. Was sie brauchen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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