Die Gefangene der Voight - Nova Edwins - E-Book

Die Gefangene der Voight E-Book

Nova Edwins

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Beschreibung

In der Minute, in der ich Captain Patersons Raumschiff betrete, weiß ich, dass es Ärger geben wird. Aber dass er mich zusammen mit seinem Schiff in feindlichem Gebiet mit einem Frachtraum voller illegaler Waffen zurücklässt, ist selbst für ihn ein neuer Tiefpunkt. Jetzt entern vier Aliens das Schiff, die keine Menschen mögen – und Frauen noch weniger. Es dürfte auch keine Hilfe sein, dass ich in ihren Augen mit gefährlicher Schmuggelware unterwegs bin. Das ist nicht gut. Ganz und gar nicht gut … Dark Reverse Harem Sci-Fi Romance mit vier herrischen Aliens und einer trotzigen Heldin, die sich nichts sagen lässt. Definitiv übertrieben und nicht realistisch. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen.

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Die Gefangene der Voight

Nova Edwins

Übersetzt vonMia Kingsley

Dark Reverse Harem Sci-Fi Romance

Inhalt

Die Gefangene der Voight

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Über Nova Edwins

Copyright: Nova Edwins, 2021, Deutschland.

Übersetzung: Mia Kingsley, 2021, Deutschland.

Coverfoto: © cherry_daria – depositphotos.com

Korrektur: http://www.korrekturservice-bingel.de

Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder eine andere Verwertung ist nachdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin gestattet.

Sämtliche Personen in diesem Text sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig.

Black Umbrella Publishing

www.blackumbrellapublishing.com

Die Gefangene der Voight

In der Minute, in der ich Captain Patersons Raumschiff betrete, weiß ich, dass es Ärger geben wird. Aber dass er mich zusammen mit seinem Schiff in feindlichem Gebiet mit einem Frachtraum voller illegaler Waffen zurücklässt, ist selbst für ihn ein neuer Tiefpunkt.

Jetzt entern vier Aliens das Schiff, die keine Menschen mögen – und Frauen noch weniger. Es dürfte auch keine Hilfe sein, dass ich in ihren Augen mit gefährlicher Schmuggelware unterwegs bin. Das ist nicht gut. Ganz und gar nicht gut …

Dark Reverse Harem Sci-Fi Romance mit vier herrischen Aliens und einer trotzigen Heldin, die sich nichts sagen lässt. Definitiv übertrieben und nicht realistisch. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen.

1

»Bist du sicher, dass ich nicht besser navigieren sollte?« Mir war klar, dass ich meinen Captain bereits zum dritten Mal fragte, obwohl ich streng genommen nicht einmal die Nächste in der Rangordnung war.

»Ich brauche deine Hilfe nicht, Zillah. Kannst du dich nicht irgendwo anders nützlich machen?« Craig schaute mich kaum an, weil er den Blick fest auf das Bedienfeld vor ihm geheftet hatte.

»Ja, Zillah«, ertönte Fords Stimme wie ein Echo. »Er braucht deine Hilfe nicht.«

»Halt die Klappe, Ford.« Mit einem genervten Schnaufen verließ ich die Brücke. Irgendwo anders nützlich machen? Wo denn? Wir befanden uns in einem kleinen Raumschiff mit nur zwei Kabinen und einer Kombüse, die gleichzeitig auch die Krankenstation war, einem Frachtraum, einer winzigen Rettungskapsel und der Brücke. Wo sollte ich also hin?

Und warum bot ich überhaupt meine Hilfe an? Ach ja, richtig. Weil Captain Craig Paterson nicht einmal im Ansatz wirkte, als wüsste er, was er da tat. Für mich sah es nämlich aus, als würde er unseren kleinen Frachter geradewegs in das Gebiet der Voight navigieren, und da wollte ich nun wirklich nicht hin. Die ganze rein männliche Rasse war für ihren Hass gegen Menschen im Allgemeinen und Frauen im Speziellen bekannt. Oder zumindest hatte ich das gehört. Ich persönlich war noch keinem Voight begegnet, weil ich gleichermaßen klug und ängstlich genug war, einen riesigen Bogen um sie zu machen.

Es half auch nicht, dass der beste Kumpel des Captains, Ford, seinen Job nicht erledigte. Oder aber es war sein Job, mir das Leben zur Hölle zu machen – in dem Fall war er sehr erfolgreich.

Ich versuchte immer noch herauszufinden, wann genau diese Mission so dermaßen aus dem Ruder gelaufen war, als sich die Tür zur Brücke hinter mir schloss. Ursprünglich waren wir eine Crew aus sechs Menschen gewesen, die sich auf eine nette Bezahlung dafür freuten, eine große Menge Lebensmittel zum Planeten Cleb zu transportieren, der für seine exquisite Küche bekannt war.

Doch am letzten Stopp an einer Vergnügungsraumstation hatten wir alle freibekommen und als ich zum Schiff zurückgekehrt war, waren nur noch Craig und Ford da gewesen. Den Rest der Crew hatte er entlassen.

Ich war mir ziemlich sicher, dass sie mich nur behalten hatten, weil sie mich flachlegen wollten – besonders Ford baggerte mich rund um die Uhr an.

Aber das war nicht der schlimmste Teil der Angelegenheit. Als Mechanikerin musste ich nicht navigieren können, ich reparierte bloß alles, was kaputtging. Allerdings war mein letzter Boss ein schlimmer Alkoholiker gewesen und ich hatte all seine Pflichten übernommen, damit wir nicht draufgingen. Ich hatte es mir nicht anmerken lassen, doch ich war mir der Tatsache sehr bewusst, dass Craig im Laufe der letzten Tage unseren Kurs geändert hatte. Ich wusste nicht genau, wo wir hinflogen, aber es war nicht länger Cleb.

Das ungute Gefühl verstärkte sich, als ich zu der beengten Kabine lief, die ich mir ursprünglich mit Joshua und Sazza geteilt hatte, einem liebenswerten Paar von Terridine. Irgendetwas stimmte ganz und gar nicht. Das war geradezu schmerzhaft offensichtlich.

Meine Hand lag bereits auf dem Türgriff, als ich mich dazu entschloss, den Frachtraum zu überprüfen. Eine Unterhaltung mit den aufgestapelten Kisten dort war wahrscheinlich sogar erheiternder als jeder Austausch, den ich jemals mit Ford gehabt hatte.

Mein Verdacht bestätigte sich, weil mir der Zutritt verwehrt wurde, obwohl ich den richtigen Code insgesamt dreimal eingegeben hatte. Craig war sich scheinbar nicht darüber im Klaren, dass man Mechaniker nicht einfach so aussperrte. Zumindest nicht, wenn sie gut in ihrem Job waren – und ich war eine der Besten.

Da ich mein Werkzeug immer dabeihatte, benutzte ich den Universalschraubenzieher, um die Abdeckung über der Steuerungseinheit zu entfernen. Es war das reinste Kinderspiel, die beiden Kabel zu überbrücken, welche für die Türverriegelung zuständig waren, und schon war ich im Inneren des Frachtraums.

Während ich auf die Paletten mit der Ladung zuging, zog ich meine Miniaturbrechstange aus der tiefen Hosentasche an meiner rechten Hüfte, um eine der hinteren Kisten zu öffnen.

Ich hörte meinen Puls in meinen Ohren hämmern, weil ich keineswegs auf Lebensmittel schaute, wie es im Manifest stand. Die Kisten waren bis unter den Rand mit illegalen Feuerwaffen gefüllt, die in mehr als vierzig Planetensystemen verboten waren. Falls wir damit erwischt wurden – vor allem im Gebiet der Voight –, waren wir so gut wie tot. Und das war schon die Idealvorstellung, denn andernfalls würden die Voight uns auf einen der Minenasteroiden verfrachten, auf denen man so hart arbeiten musste, dass man meist nur drei Monate durchhielt, bevor man vor Erschöpfung starb.

Nein danke. Ich würde von hier verschwinden. Und zwar jetzt sofort.

Ich verließ den Frachtraum und verwischte alle Spuren, dass ich den Raum jemals betreten hatte, indem ich die Kontrolleinheit wieder zusammensetzte und mit meinem Ärmel polierte, um meine Fingerabdrücke zu beseitigen.

Dann eilte ich in meine Kabine, wo ich hastig meine wenigen Habseligkeiten zusammensuchte. Mein Plan war es, die Rettungskapsel zu nehmen und mich auf einem der Vergnügungsplaneten nach einem neuen Job umzusehen. Ich konnte als Mechanikerin in einem Freizeitpark Achterbahnen warten oder in einem der Fließbandrestaurants arbeiten. Ich hatte es satt, unter dem Verhalten betrunkener, dummer und rücksichtsloser Captains zu leiden, während ich an Bord eines Raumschiffes gefangen war und nirgendwohin konnte.

Wenn Craig und Ford wüssten, was ich gesehen hatte, würden sie mich einfach umbringen und meinen Körper mit dem Müllentsorgungssystem nach draußen befördern.

Ich schloss gerade den Reißverschluss meiner Tasche, als die Alarmsirenen ertönten. Das Licht in meiner Kabine begann in einem steten Rhythmus rot zu pulsieren, während eine Automatenstimme mich anwies: »Wir werden Ihr Schiff betreten. Sie befinden sich im Gebiet der Voight. Legen Sie alle Waffen nieder und machen Sie sich bereit. Wir werden Ihr Schiff betreten.«

Shit. Ich hievte die Tasche über meine Schulter und eilte in Richtung Rettungskapsel. So hatte ich mir meinen Tod nicht vorgestellt.

Mein Herz übersprang direkt ein halbes Dutzend Schläge, als ich bemerkte, dass die Rettungskapsel weg war. Von hier aus konnte ich die verlassene Brücke sehen und das leuchtende Display, auf dem stand, dass das Schiff vom Autopiloten gesteuert wurde.

Craig und Ford hatten mich zum Sterben zurückgelassen. Diese verdammten Arschlöcher!

2

»Wir werden Ihr Schiff betreten. Sie befinden sich im Gebiet der Voight. Legen Sie alle Waffen nieder und machen Sie sich bereit. Wir werden Ihr Schiff betreten.«

Das monotone Leiern der Automatenstimme trieb mich in den Wahnsinn. Mein Puls raste und Schweiß lief mir über den Rücken. Was bei allen Himmeln sollte ich jetzt tun? Ich konnte weder flüchten noch mich verstecken.

»Verdammt!«, brüllte ich in den leeren Korridor, um wenigstens einen Teil der Anspannung abzubauen. »Ich hasse dich, Craig Paterson!«

Weil ich wusste, dass Weinen und mich vor Wut schreiend auf den Boden werfen mir jetzt nicht helfen würden, ging ich zur Brücke. Es musste irgendetwas geben, das ich tun konnte.

Meine Finger flogen förmlich über das Display, als ich im System nach einer Möglichkeit suchte, meinen Arsch zu retten. Ich fühlte einen ersten Schimmer Hoffnung, als ich die Codes für das Notfallprotokoll sah. Das war eine großartige Idee. Für den Fall, dass jemand an Bord auf mysteriöse Weise erkrankt war, konnte das Protokoll aktiviert werden. Es würde alle Türen und Zugänge verriegeln, damit niemand das Schiff verlassen oder betreten konnte, während drinnen alle in Quarantäne waren. Das würde mein Problem zwar nicht lösen, mir aber Zeit verschaffen.

Ich zitterte vor Angst am ganzen Körper, als ich den Anweisungen auf dem Display folgte und die notwendigen Schritte ausführte, um das Protokoll zu aktivieren.

Das Licht hörte endlich auf, rot zu pulsieren, und die automatische Stimme verstummte.

Versiegelung erfolgreich.

Mein Puls beruhigte sich ein wenig und mein Herz raste nicht mehr ganz so heftig, als ich die Worte auf dem Bildschirm las. Okay, ich würde also nicht innerhalb der nächsten fünf Minuten sterben.

Jetzt musste ich nur noch einen Weg aus dem Kraftfeld finden, das die Voight sicherlich um den kleinen Frachter gelegt hatten, auf dem ich mich befand, damit ich von hier verschwinden konnte.

Panik wogte noch immer durch meinen Bauch, aber ich konnte mich besser konzentrieren. Ich tippte »Kraftfeld« ein, bekam nur leider keine Ergebnisse angezeigt. Dann versuchte ich es mit »feindliches Schiff entern« – wieder nichts.

Mit einem tiefen Atemzug ließ ich mich auf den Stuhl des Captains sinken. Ich konzentrierte mich auf meine Atmung, damit die Angst nicht gewann. Das würde passieren, wenn ich nicht schleunigst eine Lösung fand.