Die großen Western Classic 63 – Western - Frank Callahan - E-Book

Die großen Western Classic 63 – Western E-Book

Frank Callahan

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Beschreibung

Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen). Pat Gordon erkannte in der Ferne die ersten Adobehäuser von El Paso. "Geschafft", murmelte der Ranger im Selbstgespräch und grinste zufrieden. "Das wird dem guten Pablo Martinez aber kein bisschen schmecken." Da blitzte es auf der Hügelkuppe. Das Geschoss jaulte knapp an Pats Kopf vorbei. Er warf sich reaktionsschnell aus dem Sattel und rollte in einer fließenden Bewegung hinter einen Felsbrocken. Darauf stellte der Heckenschütze das Feuer ein. Doch wenig später begann die Winchester wieder zu hämmern – diesmal freilich aus der Flanke. Der Ranger wusste, dass er in der Klemme saß. Pat sprang hinter der Deckung auf, lief einige Schritte und warf sich hinter einen anderen Felsbrocken. Kein Geschoss traf den Texas Ranger. Pat blickte zu den beiden Gegnern, die ihre Deckungen nun verließen und sich von zwei Seiten anschlichen. Er zog den Revolver. Der Ranger wartete geduldig, bis sich die beiden Angreifer auf Revolverschussweite genähert hatten. Dann tauchte er hinter seiner Deckung auf. Pat Gordon stand leicht zusammengekrümmt da und schickte den beiden Gegnern sein heißes Blei entgegen. Einer der Angreifer taumelte zur Seite und stürzte in ein Dornengestrüpp. Der andere Bandit blieb abrupt stehen, als sei er gegen ein unsichtbares Hindernis geprallt. Dann sank er auf die Knie, schoss noch einmal vor sich in den Boden, ehe er aufs Gesicht fiel.

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Die großen Western Classic – 63 –

Zwei für Texas

… schicken die Galgenvögel über den Jordan

Frank Callahan

Pat Gordon erkannte in der Ferne die ersten Adobehäuser von El Paso. »Geschafft«, murmelte der Ranger im Selbstgespräch und grinste zufrieden. »Das wird dem guten Pablo Martinez aber kein bisschen schmecken.« Da blitzte es auf der Hügelkuppe. Das Geschoss jaulte knapp an Pats Kopf vorbei. Er warf sich reaktionsschnell aus dem Sattel und rollte in einer fließenden Bewegung hinter einen Felsbrocken. Darauf stellte der Heckenschütze das Feuer ein. Doch wenig später begann die Winchester wieder zu hämmern – diesmal freilich aus der Flanke. Der Ranger wusste, dass er in der Klemme saß.

Pat sprang hinter der Deckung auf, lief einige Schritte und warf sich hinter einen anderen Felsbrocken.

Kein Geschoss traf den Texas Ranger.

Pat blickte zu den beiden Gegnern, die ihre Deckungen nun verließen und sich von zwei Seiten anschlichen.

Er zog den Revolver.

Der Ranger wartete geduldig, bis sich die beiden Angreifer auf Revolverschussweite genähert hatten.

Dann tauchte er hinter seiner Deckung auf.

Pat Gordon stand leicht zusammengekrümmt da und schickte den beiden Gegnern sein heißes Blei entgegen.

Einer der Angreifer taumelte zur Seite und stürzte in ein Dornengestrüpp. Der andere Bandit blieb abrupt stehen, als sei er gegen ein unsichtbares Hindernis geprallt. Dann sank er auf die Knie, schoss noch einmal vor sich in den Boden, ehe er aufs Gesicht fiel.

Pat trat näher. Die Outlaws waren tot. Und sie gehörten zu Trevor Johnsons rauer Banditenmeute.

Nun stecke ich zwischen zwei Feuern, dachte Pat Gordon. Pablo Martinez und Trevor Johnson haben rausgefunden, dass ich hinter ihnen her bin und ihnen die Suppe versalzen will.

Der Texas Ranger lächelte zynisch.

Er schleppte die leblosen Körper unter eine überhängende Böschung, die er zum Einsturz brachte. Die Erdmassen begruben die Leichen unter sich.

Eine halbe Stunde später ritt Pat Gordon die Main Street von El Paso entlang. Er brachte den erschöpften Rapphengst in den Mietstall.

Ein Oldtimer versprach, nachdem er grinsend ein Trinkgeld eingesteckt hatte, sich um das Pferd zu kümmern und wieder auf Vordermann zu bringen.

Der Texas Ranger suchte den »Silberdollar« auf, in dem er sich mit Jim Mulligan treffen wollte.

Es roch nach abgestandenem Zigarettenrauch, nach Bier und Pferdeschweiß. In der Whiskytränke hielten sich rund zwei Dutzend Männer auf, die sich den Staub aus der Kehle spülten.

Pat wurde von einigen Männern abschätzend gemustert. Besonders der tiefgeschnallte Colt an der Seite erregte die Aufmerksamkeit einiger Gäste.

Pat sah sich um, er konnte Jim Mulligan nicht entdecken. Am Tresen bestellte er sich einen Whisky und ein Bier, das ihm ein dicker und glatzköpfiger Keeper wortlos über die Theke schob.

»Hau mir ein Steak in die Pfanne«, sagte Pat Gordon zu dem Dicken, der nickte und in einen angrenzenden Raum schlurfte. Dort begann jemand kurze Zeit später mit einer Pfanne zu klappern.

Der Keeper kam zurück und nickte Pat erneut zu.

»Sonst noch ’nen Wunsch, Mister?«

»Ich hab’ mich mit einem Freund verabredet«, sagte der Texas Ranger und beschrieb Jim Mulligan mit wenigen Worten. »War er schon hier?«

Der Glatzkopf nagte an der Unterlippe, ehe er nickte.

»Dein Freund war hier, Mister. Er wurde in eine Schießerei verwickelt und wusste sich seiner Haut zu wehren. Später wurde er von zwei Typen auf der Straße zusammengeschlagen und fortgeschleppt. Unterhalt dich mit Hal Clement, unserem Town­marshal.«

Pat starrte den dicken Wirt an.

»Hast du eine Ahnung, wer hinter der Entführung stecken könnte?«

»Ich halt mich da raus«, antwortete der Salooner. »Sprich mit Clement. Ich hab’ keine Lust, mir Schwierigkeiten aufzuhalsen. Hier in El Paso ist fast täglich die Hölle los. Doch das weißt du selbst ganz genau.«

»Ich spreche mit dem Marshal«, sagte Pat. »Wie lange ist alles her?«

»Ungefähr zwei Stunden«, brummte der dicke Salooner, wandte sich ab und marschierte zur Küche. Kurz darauf kam er mit einem Tablett zurück, das er vor Pat Gordon hinstellte.

»Lass es dir schmecken, Amigo«, sagte er. »Hoffentlich ist dir nicht der Appetit vergangen.«

»So schnell lasse ich mich nicht unterkriegen«, sagte Gordon. Das Steak sah nicht nur einladend aus, es duftete auch köstlich.

Er ließ es sich schmecken, bezahlte die Zeche und verließ den Saloon.

Drei Minuten später saß er einem älteren Mann gegenüber, der das Abzeichen des Townmarshals auf der Hemdbrust trug.

Pat Gordon zog die Plakette der Texas Ranger aus seiner Jackentasche und hielt sie dem anderen unter die Nase. Dann brachte er sein Anliegen vor.

Hal Clement, der Townmarshal, hörte zu, ohne den großgewachsenen Fremden zu unterbrechen.

Dann räusperte er sich und schob die stinkende Pfeife von einem Mundwinkel in den anderen.

»Meine beiden Deputies haben die Verfolgung der Banditen aufgenommen und sind bisher nicht zurückgekehrt«, sagte er. »Ich nehme an, dass die Outlaws zu Trevor Johnsons rauer Meute gehören. Mehr weiß ich nicht. Wie du weißt, sind meine Leute und ich eigentlich nur für die Belange in der Stadt zuständig. Da der Sheriff aber unterwegs ist, habe ich meine beiden Jungs hinter den Halunken her gescheucht. Gehört dein Freund auch zu den Texas Rangern?«

»Das stimmt«, sagte Pat. »Ich wurde vor der Stadt aus einem Hinterhalt beschossen. Die Kerle gehörten ebenfalls zu Johnsons Bande. Der Mistkerl muss rausgefunden haben, dass mein Partner und ich ihm auf die Hühneraugen treten wollen. Kannst du mir wenigstens sagen, in welche Richtung die Banditen geritten sind?«

»Ihr Ziel dürften die Finlay Mountains sein. Dort muss sich ihr Camp befinden. Der Sheriff hat schon mehrmals versucht, den Schlupfwinkel zu finden, doch er ist stets ohne Erfolg zurückgekehrt. Versuch dein Glück, Pat. Vielleicht triffst du meine beiden Jungs unterwegs. Sie können deine Hilfe gebrauchen.«

Pat Gordon stand auf und nickte dem Marshal von El Paso zu.

»Danke für die Auskunft. Irgendwie wird es mir gelingen, mit Trevor Johnson und seinen Höllenbanden abzurechnen.«

*

El Paso lag zwei Stunden hinter Pat Gordon.

Er befand sich in den Ausläufern der Finlay Mountains. Die Dunkelheit senkte sich über das Gelände.

Der Texas Ranger hatte die Fährten der beiden Hilfsmarshals und der Banditen gefunden. Er war zufällig einem Rancher begegnet, dem die beiden Deputies über den Weg geritten waren.

Dieser beschrieb Pat den Trail, und nun folgte er den Fährten der Kidnapper.

Das Gelände wurde immer unwegsamer. Nur ein schmaler Pfad schlängelte sich zwischen Felsbrocken, Büschen und Bäumen hindurch.

Bald ermöglichte der Mondschein ein schnelleres Vorwärtskommen. Trotzdem zügelte Pat Gordon hin und wieder den hochbeinigen Braunen, den er im Mietstall gekauft hatte. Seinen Rapphengst hatte er zurückgelassen, da dieser zu erschöpft war, eine längere Verfolgungsjagd durchzustehen.

Außer den vertrauten Lauten der Natur drangen keine verdächtigen Geräusche an seine Ohren.

Eine halbe Stunde später spitzte sein Pferd die Ohren und stieß ein leises Schnauben aus. Pat Gordon zügelte den Braunen und lauschte.

Er vernahm tackenden Hufschlag, der sich ihm näherte. Es mussten mehrere Pferde sein, die ihm auf dem schmalen Pfad entgegenritten.

Pat Gordon sprang aus dem Sattel, zog das Pferd hinter ein Dickicht und wartete geduldig auf die Reiter, die auch schon bald vor ihm auftauchten. Längst hielt der Texas Ranger den Revolver in der Faust.

Zwei Männer ritten heran. Einer hockte zusammengekrümmt im Sattel und schien sich dort nur mit letzter Kraft halten zu können.

Pat erkannte einen Verband um den Oberkörper des Mannes, der durch das offen stehende Hemd zu sehen war. Der andere Mann trug den rechten Arm in einer Schlinge.

Pat Gordon lächelte bitter, als er die Abzeichen auf den Lederjacken der Reiter erkannte.

Er trat hinter dem Busch hervor und verstellte den Männern den Weg. Die Pferde wieherten und konnten von den Verwundeten nur mit Mühe unter Kontrolle gehalten werden.

Pat schob das Eisen ins Leder und hob beruhigend beide Hände.

»Keine Aufregung, Jungs!«, rief er. »Ihr seid die beiden Marshals aus El Paso, nicht wahr?«

Der erste Schreck hatte sich bei den Reitern gelegt. Trotzdem starrten sie den Fremden misstrauisch an.

»Pat Gordon ist mein Name«, sagte der Texas Ranger. »Und ihr seid Ben Halligan und Fred McStair. Richtig?«

Die Deputies nickten, kletterten vorsichtig von den Pferderücken und lehnten sich stöhnend gegen die Tiere.

»Soll ich nach euren Wunden sehen?«

»Wir schaffen es schon«, sagte einer und lächelte kläglich. »Die Hundesöhne legten uns einen Hinterhalt, in den wir auch prompt hineinritten. Das war vor einer guten Stunde. Wir sind verdammt froh, noch zu leben. Es sind fünf Strolche.«

»Du brauchst nur deiner Nase zu folgen, um den Mistkerlen auf der Fährte zu bleiben«, sagte der andere. »Pass aber auf, sonst schluckst du mehr Blei, als dir lieb sein wird. Die kennen keine Gnade.«

Er presste eine Hand auf den Brustverband. Sein Gesicht glich einem bleichen Fleck in der Dunkelheit. Pat Gordon nickte den beiden Männern zu und half ihnen in die Sättel. Dann blickte er ihnen hinterher, bis sie hinter einer Wegkrümmung verschwunden waren.

Er holte den Braunen und folgte weiter den Fährten der Banditen.

Etwa eine halbe Stunde später erreichte er die Steile, an der die beiden Hilfsmarshals in den Hinterhalt geritten waren. Der Boden war von Pferdehufen zertrampelt, und abgebrochene Äste lagen auf der Erde.

Pat hielt sich nicht lange auf. Sein Trail führte immer tiefer in die Bergwildnis der Finlay Mountains hinein.

Mitternacht mochte vorüber sein, als er vor sich einen Haufen dampfender Pferdeäpfel entdeckte. Das konnte nur bedeuten, dass er mächtig aufgeholt und dicht zu den Outlaws aufgeschlossen hatte.

Pat Gordon sah sich um und entdeckte einen Hügel, von dessen Kuppe aus er sich eine gute Aussicht versprach. Er zog ein Fernglas aus der Satteltasche, schulterte die Winchester und machte sich an den Aufstieg.

Oben setzte er das Fernglas vor die Augen. Es dauerte nicht lange, bis er die Banditen entdeckte. Sie lagerten nur eine halbe Meile entfernt vor einem Wäldchen und gönnten sich eine Verschnaufpause.

»Na also«, murmelte Pat Gordon.

»Sieht nicht schlecht aus. Mit ein wenig Glück müsste es mir gelingen, unbemerkt an die Strolche heranzukommen.«

Einige Minuten später schlich der Texas Ranger los. Er näherte sich schnell den fünf Halunken.

*

Pat Gordon verhielt hinter einem Busch und blickte zu den Gegnern hinüber. Sie saßen auf der Erde und lehnten mit dem Rücken gegen einen umgestürzten Baumstamm.

Die Banditen unterhielten sich leise. Wortfetzen wehten zu Pat herüber. Sein Blick wanderte weiter und richtete sich auf einen auf dem Boden liegenden Körper.

Pat Gordon erkannte seinen Freund Jim Mulligan. Seine Hände waren auf dem Rücken gefesselt. Auch die Beine waren mit einem Strick zusammengeschnürt und machten den Texas Ranger völlig hilflos.

Pat Gordon hielt für einen Herzschlag lang den Atem an, ehe er die Deckung verließ und vor den fünf Gesetzlosen aus dem Boden zu wachsen schien.

Noch hatten sie ihn nicht entdeckt.

»Na, wie wollt ihr’s haben?«, fragte der Texas Ranger.

Die fünf Outlaws zuckten zusammen, als sei mitten unter ihnen ein Blitz eingeschlagen. Sie starrten den unverhofft aufgetauchten Mann wie eine übernatürliche Erscheinung an.

»Lasst die Hände von den Eisen, sonst gebe ich euch so viel Blei zu fressen, dass ihr daran krepieren werdet«, sagte Pat Gordon mit zwingender Schärfe in der Stimme.

»Aufstehen, und dann versucht ihr, den Himmel zu stützen.«

Die Banditen steckten langsam ihre Überraschung weg. Dann standen sie auf.

Pat Gordon ahnte bereits in diesen Sekunden, dass die Outlaws nicht klein beigeben würden.

So war es auch.

Die Halunken brüllten los und sprangen auseinander, als sei in ihrer Mitte eine Sprengpatrone explodiert. Ihre Hände griffen zu den Revolvern.

Sekundenbruchteile später musste Pat Gordon feuern, um sein eigenes Leben zu schützen.

Drei der Halunken brachen zusammen. Ein weiterer Bandit taumelte schreiend zur Seite und stürzte.

Der fünfte Outlaw ließ den Colt fallen, als wäre der glühend heiß geworden und reckte beide Hände in die Höhe. Er starrte den Gegner aus weit aufgerissenen Augen an.

Pat Gordon senkte den rauchenden Colt.

»Sieh nach deinen Partnern!«, befahl der Texas Ranger. »Vorwärts, sonst mache ich dir Beine.«

»Sie sind alle tot«, ächzte der Bandit einige Sekunden später. Er schien es nicht fassen zu können.

Pat zuckte mit den Achseln.

»Ich habe mich nur meiner Haut gewehrt«, antwortete er trocken. »Ihr hättet nicht zu den Revolvern greifen dürfen.«

Der Outlaw schluckte und starrte ängstlich auf den auf ihn gerichteten Colt.

»Umdrehen!«

»Du willst doch nicht …«

»Umdrehen!«, wiederholte Pat und schlug mit dem Revolverlauf zu, nachdem der Gefangene den Befehl befolgt hatte.

Der Bandit brach zusammen und blieb liegen.

Pat Gordon trat zu dem Partner, der ihn ansah und breit grinste.

»Es wird ja Zeit, dass du endlich auftauchst«, sagte Jim Mulligan. Er stand auf, nachdem Pat die Stricke mit dem Bowiemesser durchgeschnitten hatte.

»Ich dachte schon, dass ich bald auf den langen Trail ohne Wiederkehr gehen würde. Ich danke dir, dass du mich herausgepaukt hast.«

Pat Gordon winkte nur ab und schüttelte dem Partner die Hand.

»Du wusstest doch, dass ich alle Hebel in Bewegung setzen würde, um dich zu befreien. Wir haben uns ’ne Menge zu erzählen.«

Jim Mulligan nickte und massierte die Handgelenke, in denen die Stricke tiefe Furchen hinterlassen hatten.

»Das denke ich auch, mein Freund«, sagte er und blickte zu den fünf Banditen, die auf der Erde lagen. »Du hast gut aufgeräumt. Drei von Johnsons Bande stellten mich im Saloon, die konnte ich von den Beinen schießen. Ich hatte keine Ahnung, dass fünf weitere Strolche außerhalb der Schenke auf mich warten würden.«

»Vergiss es«, sagte Pat Gordon und legte dem Partner die rechte Hand auf die Schulter. »Die Hauptsache ist, dass du gesund und munter bist. Glaubst du, dass wir noch weit vom Camp entfernt sind?«

»Ungefähr fünf Meilen«, erwiderte Jim Mulligan. Sie stiefelten zum Baumstamm und setzten sich. »Wie ich gesehen habe, hat einer der Banditen überlebt. Er wird uns zum Lager der Outlaws bringen.«

»Das hatte ich auch vor«, erklärte Pat. »Hast du rausfinden können, was eigentlich läuft?«

»Darüber haben die Kerle nicht gesprochen. Ich denke aber, dass Trevor Johnson ein ganz dickes Ei ausgebrütet hat. Wir müssen den Bastard schnell unschädlich machen, ehe er noch mehr Schrecken verbreitet.«

»Seine Tage sind gezählt, Pat Gordon. Wir legen ihm sein schmutziges Handwerk. Es sieht aber aus, als müssten wir nicht nur gegen Trevor Johnson, sondern auch noch gegen Pablo Martinez antreten. Er konnte mir entkommen und schickte mir einige seiner Pistoleros auf den Hals. Vor El Paso veranstalteten einige von Johnsons Leute ein munteres Preisschießen auf mich. In Mexiko habe ich erfahren, dass sich Pablo Martinez und Trevor Johnson getroffen haben. Wir stehen bald zwischen zwei Feuern, so wie die Lage aussieht. Zuerst müssen wir herausfinden, was die beiden Banditenbosse vorhaben.«