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Das Buch handelt von Alex und Venus, die sich nur Online kennen und sich per WhatsApp erotische Geschichten erzählen, und es erzählt von Polizeirat Robert Lichther, der aus seinem Ruhestand zurückgerufen wird, um einen Serienkiller zu fassen, der seit Jahrzehnten junge Frauen ermordet. Außerdem erzählt es die Geschichte von Max Loden, einem Frankfurter Universitätsprofessor, der hinter seiner gutbürgerlichen Fassade ein dunkles Geheimnis hütet. Es führt den Leser zu einem mexikanischen Geheimbund, der alte, grausame Maya-Riten zelebriert und in die der mexikanische Außenminister verstrickt zu sein scheint. Alle handelnden Personen sind irgendwie miteinander verstrickt, was sich aber erst am Schluss des Buches perfide offenbart.
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Seitenzahl: 223
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Für meine Traumfrau.
Dir habe ich es zu verdanken, dass dieses Buch zustande kam.
Vielen Dank für deine Unterstützung. Meine Muse, meine Inspiration.
Träume werden wahr, wenn man fest daran glaubt!
Und ich danke meiner Lektorin, Tanja Balg, die mich geleitet und geführt hat, mit dem Ziel, aus einem verworrenen Manuskript ein Buch zu machen.
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Es war ein grauer Mittwochabend, als Alex die Bali-Therme am östlichen Stadtrand von Frankfurt betrat. Er war Stammgast und die gut und geschmackvoll ausgestattete Sauna sein Zufluchtsort, um sich vom stressigen Alltag zu erholen. Der Mittvierziger war Verleger und Autor von Sachbüchern rund um das Verlagswesen, darin sehr erfolgreich, und dazu gut aussehend und mit einem athletischen Körper gesegnet, den er wie einen Tempel hegte. Er achtete stets auf seine Figur und war stolz auf sein südländisches Aussehen, das ihm so viele Gespielinnen ins Bett brachte, wie er wollte. Alex war ein Jäger und Sammler – eindeutig –, und die Sauna bot ihm immer wieder Gelegenheiten, neue Beute zu erlegen. Wenn man sich die Frauen bereits nackt aussuchen konnte, wusste man wenigsten, was einen erwartete, und das kam Alex sehr entgegen. Sein Beuteschema war klar definiert, und er kannte seine Anziehungskraft auf Frauen. Er war nicht gerade von Selbstzweifeln beseelt und zufrieden mit sich und der Welt. Seine Ehe lief gut, trotz seiner Eskapaden, von denen seine Frau wusste. Sie akzeptierte das, denn ihr ging es in jeder Hinsicht gut und sie konnte sich selbst nicht über mangelnde Verehrer beschweren. Das Arrangement funktionierte – alles war gut.
Nach dem ersten Saunagang stieg Alex in den wohlig warmen Whirlpool, kurz darauf setzte sich eine attraktive junge Frau neben ihn. Fast instinktiv, aber dennoch mit Kalkül, suchten seine Beine die ihren. Diese Frau war genau seine Kragenweite, hübsch und mit einem festen runden Busen, großen Nippeln – darauf stand er – und einem interessanten Bikinischnitt um ihr Dreieck ausgestattet. Sie wehrte Alex nicht ab, als sein Fuß ihre Beine auf und ab streichelte. Er sprach kein Wort mit ihr, merkte aber ihr Einverständnis, als sie ihn mit ihren mandelförmigen Augen aufmerksam musterte. Augenblicklich stellte sich sein Stab auf. Er war groß und hart und Alex stolz darauf. Jetzt berührte er die junge Frau mit der Hand. Seine Finger spielten mit ihren Innenschenkeln. Sie ließ es zu, schaute aber weiterhin unschuldig geradeaus, sodass die anderen Gäste im Whirlpool nichts von der erotischen Spannung dieses Augenblicks mitbekamen. Alex wurde mutiger. Er fasste ihr zunächst an den Po, und als auch das keine ablehnende Reaktion auslöste, nahm er ihre Hand, führte sie an seinen erigierten Penis und sie begann sofort, ihn zärtlich zu massieren. Alex streichelte daraufhin mit seinem Zeigefinger sanft ihre nicht nur vom Wasser feuchte Mitte, und sie schob ihr Becken nach vorn. Er streichelte sanft um ihre Klitoris herum, nicht fordernd, um seinen Finger gleich darauf um ihre Öffnung kreisen zu lassen. Schließlich zwirbelte er mit Daumen und Zeigefinger ihre Klitoris, was ihr zu gefallen schien, denn sie drängte sich sacht seinem Finger entgegen. Nur ein aufmerksamer Beobachter hätte gemerkt, welche Lust es den beiden bereitete, dieses Spiel vor fremden Augen zu spielen.
Sie spreizte ihre Beine noch etwas mehr und legte sich weiter nach vorn. Alex spürte ihre härter werdende Klitoris, streichelte sie gefühlvoll und führte vorsichtig seinen Mittelfinger in sie ein. Sie bewegte sich auf seinem Finger fast unmerklich auf und ab. Ihre Muskulatur spannte und entspannte sich in rhythmischen Intervallen. Dabei erhöhte sie den Druck um sein steifes Glied und rieb es mit erfahrener Hand auf und ab. Beide kamen fast gleichzeitig. Nachdem sie sich gegenseitig befriedigt hatten, verließen sie den Whirlpool wortlos – es bestand von keiner der beiden Seiten Interesse an einer Konversation oder einem Kennenlernen. Alex war zufrieden.
Nach ein paar weiteren Saunagängen, bei denen sich in Sachen Erotik nichts Neues ergab, ging er zu seinem Spind, um Duschgel und ein frisches Handtuch zum Abtrocknen zu holen. Schon von weitem sah er einen Zettel in den Lüftungsschlitzen seines Spinds klemmen. Es war für sie nicht schwer gewesen, seine Spintnummer herauszufinden, denn jeder Gast trug ein Bändchen mit Spintschlüssel und der dazugehörigen Nummer am Handgelenk.
„Interessantes Spiel, das Sie da gerade im Whirlpool gespielt haben. Aber würden Sie sich auch zutrauen, mal mit jemandem zu spielen, der diese Art von Spielen besser beherrscht als Sie? Oder sind Sie nur in der Lage, junge, unerfahrene Frauen mit Ihrem Finger zu befriedigen? Wenn Sie an einem ungewöhnlich intensiven, erotischen Spiel interessiert sind, dann schicken Sie mir doch einfach eine Nachricht auf WhatsApp an die unten stehende Nummer. Keine Anrufe, sonst ist das Spiel sofort beendet!“
In seiner Jägerkarriere war ihm ja schon viel passiert – aber das war selbst für Alex neu, und deshalb auch spannend genug, um sich darauf einzulassen.
Als er geduscht und fertig angezogen war, ging er in sein Lieblingsrestaurant um die Ecke – ein Italiener mit traditionellem Ambiente. Alex liebte italienisches Essen – besonders wenn es wie hier in einem bescheidenen Rahmen, aber in umso herzlicherer Atmosphäre zubereitet und serviert wurde. Spaghetti Aglio e Olio und dazu eine gute Flasche Rotwein, das war es, was diesen Abend noch erfolgreicher und entspannter machen sollte.
Alex nahm sein Handy, öffnete WhatsApp und schrieb.
Sehr geehrte Unbekannte – ich hoffe sehr, dass Sie eine Unbekannte sind –, ich habe gerade Ihre interessante Nachricht an meinem Spint gefunden. Da ich immer an guten und besonderen Spielen interessiert bin, würde ich mich gerne mit Ihnen austauschen, wenn Sie verstehen, was ich meine.
Ich glaube, dass Sie in mir einen Mitspieler gefunden haben, der das Spiel der Erotik besser zu spielen versteht, als die meisten Männer. Ich hoffe nur, dass es sich für mich auch lohnen wird, Ihr Spielgefährte zu sein. ;-)
Die Antwort folgte prompt.
Mein Lieber, schön, dass Sie von sich und Ihren Fähigkeiten so überzeugt sind. Sie fragen sich, ob es sich lohnt? Ich nehme an, dass Sie auf mein Aussehen anspielen oder vielleicht auf meine Fähigkeit, mich auf dem erotischen Gebiet mit Ihnen messen zu können. Ich kann Ihnen versichern, dass Sie weder vom Einen noch vom Anderen enttäuscht sein werden. Ich sehe nicht nur gut aus – meine Maße sind 90-60-90 –, sondern habe auch einen ausgeprägten Sinn für erotische Geschichten und Spiele und verfüge über einen wachen Verstand.
Sollten wir das Spiel spielen, werden Sie mich, je nach Qualität Ihres Einsatzes, Stück für Stück zu sehen bekommen und sich so von meinen körperlichen Qualitäten überzeugen können. Außerdem werden wir uns zu gegebener Zeit auch körperlich vergnügen – und zwar so, wie Sie es sich in Ihren kühnsten Träumen nicht schöner vorstellen könnten. Das garantiere ich Ihnen. ;-)
Klingt interessant. Toll. Einverstanden. Mein Name ist Alex. :-)
Ich weiß. Ich melde mich morgen bei Ihnen, um Ihnen mitzuteilen, wie ich dieses Spiel gerne spielen möchte.
Nach dem Essen fuhr Alex nach Hause und fragte sich, woher die Unbekannte wohl seinen Vornamen wusste. In seinen Gedanken kreisten die WhatsApp-Nachrichten. Naturgemäß war er eher skeptisch, aber ihn reizte das Spiel, und er stellte seine Vorsicht hintenan. Was konnte er schon verlieren? Wenn sie eine hässliche Hexe wäre, dann hatte er eben Pech gehabt und etwas Zeit verplempert – aber wenn nicht … dann hatte er ein Abenteuer vor sich, das imstande wäre, seine Fantasie zu beflügeln. Risiko – Chancenabgleich. Er entschied sich für die Chance eines außergewöhnlichen Abenteuers.
Am nächsten Tag hatte Alex einen Termin mit traurigem Anlass vor sich – um 16 Uhr sollte die grausam ermordete Tochter eines befreundeten Bankiers beigesetzt werden.
Aber das Unbehagen, das Alex empfand, lag nicht nur an der Beerdigung selbst. Keiner wusste, dass er in der Vergangenheit ein kurzes Intermezzo mit Claudia Krüger gehabt hatte. Sie saßen in demselben Flugzeug, als er von New York nach Frankfurt von einer Geschäftsreise zurückkehrte. Es war eine merkwürdige und extrem erotische Begegnung. Schon in der Abflughalle fiel ihm die hübsche junge Frau auf. In ihrem kurzen Minirock strahlte sie pure Erotik aus, als sie ihm im Wartebereich in der Business Class gegenübersaß. Alex sah sie unverhohlen und gierig an, und zu seiner Überraschung spreizte sie plötzlich ihre wohlgeformten Schenkel und er erkannte, dass ihre Mitte weder von einem Slip noch von Schamhaar verdeckt war. Der Anblick haute ihn fast vom Stuhl, und er betrachtete sie ausgiebig, bis sie zu seiner Enttäuschung aufstand und zum Informationsschalter ging. Als er das Flugzeug bestieg, war er außer sich vor Freude, dass die junge Frau neben ihm saß.
„Habe ich das nicht gut gemacht?“
Alex wusste nicht, was sie meinte, wagte aber nicht zu fragen. Doch wusste sie seinen fragenden Blick auch so zu deuten. „Na, dass ich neben Ihnen sitze und mir deshalb während des langen Nachtflugs nicht langweilig werden wird.“
Alex musste schmunzeln.
„Doch, sehr gut gemacht.“
Er spürte die aufkommende Spannung regelrecht, und ihm war nicht klar, dass sie die Tochter seines guten Bekannten Guido Krüger war – das erfuhr er erst in den Zeitungsartikeln über ihre Ermordung.
Alex und Claudia hatten sich während des Fluges ausgiebig amüsiert – er mit seinen Fingern in ihrem Schoß und sie mit ihrem Mund in seinem, während sie sich für die anderen Passagiere schlafend stellte, indem sie sich quer über die Sitzreihe auf Alex’ Schoß legte. Alex war zufrieden gewesen. Ein toller Flug.
Um die Mittagszeit meldete sich die geheimnisvolle Unbekannte erneut. Er saß noch im Meeting, eine dieser langweiligen Konferenzen, in denen es um Verlagsfinanzen, Budgets und Businesspläne ging. Alex war mehr der kreative Kopf, weniger der Zahlen- und Planungsmensch. Er war ein Bauchmensch durch und durch. Das langweilige Präsentationsgemurmel im Ohr, spürte er plötzlich, dass sein Handy vibrierte. Er blickte aufs Display und sah, dass eine WhatsApp-Nachricht eingegangen war.
Lieber Alex – ich darf Sie doch Alex nennen? Hier die Bedingungen für unser Spiel: Es gibt fast keine Spielregeln, nur eine einzige: Das Spiel muss mich erotisch packen. Zur Belohnung bekommen Sie, wie versprochen, jedes Mal, wenn es Ihnen gelingt, ein weiteres Puzzleteil meines Körpers als Bild. Sie werden sehen, dass es sich für Sie lohnen wird. Also – lassen Sie sich etwas einfallen, was Spannung und Neugier erzeugt. Das ist alles. Ich bin sicher, Ihnen wird das Spiel gefallen. Es ist spannender als Sex, wenn es von jemandem gespielt wird, der es beherrscht. Ich hoffe, Sie sind mir gewachsen! Und noch etwas: Sie dürfen mich niemals und unter keinen Umständen anrufen, sonst beende ich das Spiel sofort!
Alex war auf einen Schlag hellwach. Seine Fantasie schlug Purzelbäume – ihre Idee gefiel ihm. Es war etwas Neues, Spannendes und er wollte sehen, wie er ihr beweisen konnte, welch erotisches und kreatives Potenzial in ihm steckte.
Liebe Unbekannte, wie darf ich Sie nennen, damit wir mit dem Spiel beginnen können?
Mein Name ist Venus – englisch ausgesprochen, wie die berühmte Tennisspielerin aus den USA.
Alex dachte kurz darüber nach, ob das wohl gelogen war, aber sei’s drum, dann sollte sie eben Venus heißen.
Liebe Venus, ich bin gerade in einer Konferenz. Ich melde mich später bei Ihnen. :-)
Natürlich. Wir haben Zeit. :-*
Von da an nahm Alex noch weniger konzentriert an dem langweiligen Meeting über die Verlagsfinanzen teil. Seine Gedanken flogen von einer erotischen Variante zur nächsten, aber ihm wollte nichts einfallen, das außergewöhnlich genug war, um Venus seiner Meinung nach zu faszinieren. Der Finanzchef fragte ihn, ob er mit den Schlussfolgerungen des Finanzberichts einverstanden sei, und er antwortete einfach mit einem Ja. Alex hatte zwar überhaupt nicht zugehört, aber er wusste, dass er sich in diesen Fragen voll auf Dr. Magnus verlassen konnte. Sie arbeiteten bereits seit vielen Jahren zusammen.
Nach dem Meeting ging Alex in sein Büro, das nach seinen eigenen Vorstellungen von Repräsentanz und eleganter Funktionalität gestaltet worden war. Ausgestattet mit edlen Materialkompositionen aus Glas, Chrom und Massivholz im italienischen Design. Dort schaute er aus dem Fenster, das ihm einen atemberaubenden Blick auf die Frankfurter Skyline gestattete. Anschließend verfolgte er den Verkehr auf der Straße, jedoch ohne ihn richtig wahrzunehmen, als seine Sekretärin das Büro betrat: eine von ihm ausgewählte hübsche Mittdreißigerin mit einem Hang zu etwas zu kurzen Röcken.
Sie fragte, ob sie etwas für ihn tun könne, und das Angebot hinter dieser Frage kannte Alex ganz genau. Er hatte es oft genutzt, um die Spannungen des Tages abzubauen, doch heute hatte er keine Lust darauf. Die bevorstehende Beerdigung und die Gedanken an Venus ließen seine Libido ruhen. Daher bat er nur um ein Glas Wasser und darum, in der kommenden Stunde nicht gestört zu werden. Etwas pikiert verließ Angela Berghoff das Büro, doch Alex brauchte Zeit für sich. Er grübelte, wie er Venus von sich und seinen Künsten überzeugen könnte.
In diesem Moment fiel ihm unten auf der Straße ein Reisebus mit einer extravaganten Werbung für die Seychellen auf. Das Bild einer riesigen Coco de Mer prangte hinten auf dem Bus, zusammen mit der Botschaft: „Dringen Sie ein in eine zauberhafte Welt …“
Genau seine Kragenweite – eindeutig zweideutig – und endlich wusste Alex, wie er Venus faszinieren wollte: mit einer erotischen Weltreise.
So würde er verschiedene erotische Facetten beschreiben und diese in die unterschiedlichen Umgebungen und Situationen einbetten können. Sofort sprang sein Kopfkino an und beflügelte seine Fantasie. Er war einmal mehr von sich begeistert. Schließlich war er in seinem Leben bereits viel gereist und hatte auch schon so manche erotische Erfahrung in fremden Ländern gemacht. So musste er sich nicht nur auf die eigene Fantasie berufen, sondern konnte die Geschichten auch mit einigen autobiografischen Zutaten würzen.
Er griff nach seinem Handy und rief ihren Kontakt auf. Stolz auf seine Eingebung schrieb er ihr seine Idee.
Liebe Venus, hier mein Vorschlag für Sie: Ich würde mit Ihnen gerne einmal komplett um den Globus reisen und mit Ihnen auf dieser Reise viele erotische Facetten ausprobieren. Dazu werde ich die Orte und unsere Spielvarianten beschreiben. Dies alles wird zwar nur online passieren, aber so beschrieben sein, dass wir gemeinsam in diese Welt so eintauchen werden, als würde es real geschehen.
Die Antwort folgte augenblicklich.
Wow! Wie es aussieht, habe ich den richtigen Spielgefährten gefunden. Ich denke, die Spiele können beginnen. Bin schon sehr gespannt, wie Sie, lieber Alex, Ihre Idee umsetzen. Ich glaube, wir sollten zum Du übergehen. Einverstanden?
Ja, sehr gerne. Ich schicke dir gleich morgen mein erstes Kapitel. Heute bin ich leider verhindert. Bin gespannt, wie sie dir gefallen wird, unsere Reise in die Welt der Erotik. :-) :-*
Kurz vor 16 Uhr traf Alex auf dem Hauptfriedhof ein, wo er als erstes Guido Krüger, dem Vater der Ermordeten, begegneten. Der sonst so stattliche Bankier war gebrochen vor Schmerz. Man konnte förmlich spüren, wie sehr dieser Mann unter dem Verlust seiner Tochter litt. Alex verfolgte den Fall seit Bekanntwerden ausgiebig in allen Medien. Antworten, geschweige denn Einzelheiten zum Täter, schien es bisher nicht zu geben, und vor allem auch keine Einzelheiten zu Claudias Privatleben.
Alex betrachtete während der Trauerfeier die Beine der schwarz gekleideten Bestatterin und fand diese – vor allem ihren Po – extrem anziehend. Erschrocken über sich selbst, an diesem Ort derart pietätlose Fantasien zu hegen, schaute er schnell zum trauernden Vater und schämte sich für die Bilder in seinem Kopf von Claudias Mund in seinem Schoß.
Am nächsten Tag verschickte Alex den ersten Teil seiner Geschichte der erotischen Weltreise.
Kapitel 1
Unsere Reise beginnt am Frankfurter Flughafen, Terminal 1.
Unser erster gemeinsamer Flug geht nach Singapur, und als Erste-Klasse-Passagiere mit Tickets für eine Doppel-Suite dürfen wir das Flugzeug vor allen anderen Passagieren besteigen.
Die Stewardess bringt uns Champagner in die Suite und wir stoßen auf unsere erotische Reise an. Dann fragt sie, welches Menü wir später zu uns nehmen wollen – wir wählen beide das Menü mit dem Steak. Nachdem der Lunch besprochen ist, verabschiedet sich die Stewardess und ich küsse dich leidenschaftlich. Du beißt mir zärtlich, aber bestimmt, in die Unterlippe, woraufhin ich dich lächelnd „Biest“ nenne. Bevor das Essen kommt, küsse ich dich leidenschaftlich, greife dir unter den Rock und ziehe dir dein Höschen aus. Ich möchte, dass du ab sofort keines mehr trägst, damit ich dich immer ungehindert betrachten und anfassen kann.
Das Essen, bestehend aus einem exklusiven, leckeren Drei-Gänge-Menü ist ganz nach unserem Geschmack. Immer wieder greife ich nach dir und streichle deine Schenkel aufwärts zum Zentrum. Ich spüre die Feuchtigkeit deiner Mitte.
Nachdem der Lunch abgeräumt ist, bestelle ich uns noch je ein Glas Champagner. Die Getränke kommen und ich bitte die Stewardess, dass uns ab sofort niemand mehr stören soll. Auf unseren Wunsch hin macht sie noch unser Bett fertig und verlässt die Suite dann. Ich nehme dich freudestrahlend in den Arm. Du trägst eine leicht transparente Bluse – ich kann deinen schwarzen BH erahnen. Während du aus dem Fenster blickst, komme ich dir von hinten ganz nah, und du spürst meine Erregung, meinen warmen Atem.
Ich knöpfe dir tastend die Bluse auf, umfasse deine linke Brust und spiele zärtlich mit deinen steifen Warzen. Du willst dich zu mir umdrehen, aber das lasse ich noch nicht zu. Jetzt öffne ich deinen BH, er fällt zu Boden. Ich küsse deinen Rücken, während mein aufgerichteter Penis an deinem Po reibt. Ich knöpfe deinen Rock an den seitlichen Knöpfen auf, er gleitet ebenfalls nach unten. Da ich dir dein Höschen bereits ausgezogen habe, kann ich ungehindert dein magisches Dreieck streicheln.
Ich spüre deine Erregung. Du bist feucht und warm. Meine Finger umkreisen deine Öffnung und ich dringe immer wieder mit meinem Mittelfinger in dich ein. Dein leises Stöhnen verrät mir, dass es dir gefällt, deshalb lege ich dich bäuchlings aufs Bett. Ich betrachte deinen Po. Du kniest dich hin und ich dringe heftig in dich ein. Vorne und hinten, abwechselnd. Dein Stöhnen wird lauter, sodass die für uns zuständige Stewardess alarmiert an die Tür zur Suite klopft und wissen will, ob bei uns alles in Ordnung ist. Du möchtest dir schnell etwas überziehen, aber ich halte dich zurück. Ich schaue dir in die Augen und du signalisierst mir, dass du einverstanden bist. Ich schmunzle in mich hinein.
Während ich in meine Jeans schlüpfe, rufe ich: „Just a moment, please!“ Gleich darauf öffne ich die Tür. Da steht mir diese blutjunge, zierliche Asiatin gegenüber. Sie schaut mich an, dann an mir vorbei in die Suite, sieht dich nackt auf dem Bett liegen und stammelt: „Oh, I’m so sorry, Sir. I understand.“ Ein Lächeln ziert ihr hübsches Gesicht.
Ich spreche mit ihr, flüstere ihr eine Idee ins Ohr, und was sie hört, irritiert sie zunächst – dennoch ist sie nicht abgeneigt, mir weiter zuzuhören. Du kannst nicht verstehen, was ich ihr sage, siehst nur, dass sie daraufhin die Suite betritt.
Sie schaut sich etwas nervös um und schließt vorsichtig die Tür. Mit ihren schmalen dunklen Augen betrachtet die Stewardess deinen wunderschönen Körper. Ich knöpfe ihren Uniformrock auf und lasse diesen genüsslich nach unten gleiten. Sie trägt pinkfarbene Spitzenunterwäsche und ist wirklich bildhübsch. Ihre kleinen Brüste heben und senken sich vor Aufregung. Ihre Nippel stellen sich augenblicklich auf. Sie schaut mich an und ich nehme sie an die Hand, führe sie zu dir ans Bett, wo sie auf deinen wohlgeformten Körper starrt. Jetzt bedarf es keiner weiteren Regieanweisung mehr.
Sie bückt sich, küsst Deinen Bauchnabel. Ihre kleinen zarten Hände berühren deine Brüste und ihr Kopf wandert weiter in Richtung deines Dreiecks. Obwohl sie so jung ist, geht sie geschickt vor – das ist offensichtlich, denn du drückst dein Becken in Richtung ihrer Zunge. Sie bohrt sich tief in dich hinein, legt sich kurz darauf auf den Rücken. Du setzt dich auf ihr Gesicht und drückst ihr dein Dreieck auf den Mund, wartest gierig darauf, dass sie dich weiter mit ihrer Zunge befriedigt. Sie saugt und leckt deine nasse Mitte, spielt mit deiner Klitoris, knabbert daran und dringt weiter mit ihrer Zunge in dich ein. Sie leckt dich vorne und hinten. Ich bin von diesem Schauspiel wie elektrisiert und knie mich neben dich. Mit meinen Händen unterstütze ich die Zunge des Mädchens. Ich streichle abwechselnd deinen Po und deine Brüste und küsse dich leidenschaftlich. Du wechselst die Stellung und kommst mir mit deinem Hintern entgegen.
Die Stewardess nimmt mein steifes Glied in die Hand und führt es bei dir ein, dann leckt sie uns beide abwechselnd. Die Spannung, die zwischen uns dreien herrscht, ist unglaublich. Ich dringe tief und fest in dich ein. Mit meinen Händen befriedige ich unterdessen die Stewardess. Ich will kommen und … ich komme. In einem warmen Strahl füllt mein warmer Saft dein Inneres, und du kommst etwas später durch den Mund der kleinen Flugbegleiterin.
Als die Stewardess die Suite angezogen wieder verlassen hat, fragst du mich mit glänzenden Augen, wie ich sie davon überzeugen konnte, mitzumachen. Die Antwort ist simpel: mit der Macht des Geldes.
Kapitel 2 folgt, wenn du magst …
Abgeschickt. Warten.
Nervenaufreibendes Warten. Keine Antwort. Nach über einer Stunde fragte sich Alex, ob ihr die Geschichte vielleicht nicht gefallen haben könnte, und lernte damit ein neues, für ihn völlig unbekanntes Gefühl kennen: Unsicherheit. War es vielleicht schon zu Ende, bevor es überhaupt richtig angefangen hatte?
Vielleicht hatte er etwas zu dick aufgetragen? Aber eine ähnliche Situation hatte er selbst schon einmal erlebt. Na ja, nicht ganz so, aber er hatte eine Journalistin, die in der Business Class neben ihm von Frankfurt nach New York flog, einmal im Flugzeug lieben dürfen. Es war spannend und aufregend gewesen und eine schöne Erinnerung geblieben.
Während er noch über seine damalige Flugerfahrung nachdachte, kam die Erlösung in Form des typischen WhatsApp-Sounds. Eine Nachricht von ihr.
[Ein Bild vom linken Fuß. Gepflegte, rot lackierte Fußnägel.]
Nicht schlecht für den Anfang. Bin gespannt auf die Fortsetzung.
Alex war begeistert. Es hatte funktioniert und sein Ego jubilierte.
Nicht schlecht … Genau so habe ich mir das vorgestellt – als würde es gerade real passieren. Alles an und in mir vibrierte, als ich die Geschichte schrieb … weil ich mir vorgestellt habe, wie ich deine Bluse öffne und deine Brüste streichle.
Mhhh, das wirst du, wenn du so weitermachst. Übrigens: Nicht nur deine Geschichte, sondern auch unsere WhatsApp-Dialoge sind nicht schlecht. :-*
Venus war tatsächlich zufrieden. Zum Glück war Alex nicht so ein Langweiler wie die Kerle zuvor, die sie zum Spielen eingeladen hatte.
Ihre Neigung, mit Männern zu spielen, entwickelte sich früh – als sie selbst noch Spielball der Männer war, die sie und ihre erblühte Sexualität schamlos ausgenutzt hatten. Doch jetzt bestimmte sie selbst, auf welche Art und Weise sie mit wem Erotik erlebte. Sie nannte es ganz bewusst Erotik, denn es war die Stimmung und nicht der Akt als solcher, der sie so in Fahrt brachte.
Alex konnte den nächsten Tag kaum abwarten. Er lag im Bett – neben ihm schlief seine Frau – und grübelte über der Fortsetzung seiner Geschichte, bis er einschlief.
Polizeirat a. D. Robert Lichther war seit gut zwei Jahren im Ruhestand. Er bedauerte es nicht, sich mit knapp über 60 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt haben zu lassen – endlich hatte er Zeit für Hobbys und mit Golfspielen angefangen. Er lernte neue Leute kennen und es hielt ihn zudem davon ab, seiner Frau zu sehr auf die Nerven zu gehen. Er hatte sich fest vorgenommen, nicht zu den Männern im Ruhestand zu werden, die in den Supermärkten und Baumärkten umherschlichen, immer auf der Jagd nach dem günstigsten Angebot. Er war kein „Pappa ante portas“ – oder wollte es zumindest nicht werden.
Trotzdem stand er in diesem Moment im größten Supermarkt der Stadt und schaute sich nach den Angeboten der Woche um, als sein Handy klingelte. Etwas gelangweilt nahm er ab.
„Robert Lichther, guten Tag.“
„Hallo Robert, hier ist Manfred.“
Lichther wusste auch schon vor der Nennung des Namens, wer dran war – die Stimme war unverkennbar. Viel zu oft hatte sie ihn in der Vergangenheit mit bohrenden Fragen gequält, als dass er sie je hätte vergessen können. Robert, wie kommst du im Mordfall XY voran? Robert, die Presse sitzt mir im Nacken! Robert, der Innenminister …, du weißt schon. Dr. Manfred Schneider war sein Vorgesetzter gewesen und inzwischen Polizeipräsident in Frankfurt.
„Hallo Manfred, schön, dich zu hören. Wie geht’s so?“
Die freundliche Überraschung war zwar gespielt, aber tatsächlich freute sich Robert über die willkommene Abwechslung.
„Ja, Robert, mir geht es so weit ganz gut.“
„Und, was macht die Truppe?“
„Ach, du, der geht es auch ganz gut. Sag mal, Robert, würdest du gerne einmal zu einer Tasse Kaffee im Präsidium vorbeikommen? Ich möchte mit dir über etwas sprechen.“
Robert dachte nicht lange nach.
„Gerne“, war seine spontane Antwort. „Wann soll ich?“ „Wenn es dir nichts ausmacht, morgen früh so gegen zehn Uhr.“ „Okay, ich bin da. Aber kannst du mir denn schon etwas zum Grund unserer Verabredung verraten?“ „Nein, kann ich leider nicht“, war Manfreds etwas geheimnisvolle und knappe Antwort. Robert war gespannt.
Am nächsten Morgen genoss Robert sein Frühstück ganz besonders. Er war voller Vorfreude, alte Kollegen wiederzutreffen und zu erfahren, was sein ehemaliger Chef von ihm wollte. Er war in merkwürdig aufgeregter Stimmung.
Robert war nicht bewusst gewesen, wie sehr es ihm im Präsidium immer gefallen hatte, bei allen Strapazen, die sein Job mit sich brachte, als er noch aktiv im Dienst war. Doch nun waren die Überstunden und der Stress vergessen – im Gegensatz zu den zahlreichen Opfern von Kapitalverbrechen, von denen er leider nicht alle hatte aufklären können. All das ging ihm wie im Zeitraffer durch den Kopf, als er die Eingangshalle des Präsidiums durchschritt. Der Beamte an der Eingangskontrolle grüßte ihn freundlich.
„Guten Morgen Herr Polizeirat. Wie geht es Ihnen?“ „Gut, Maschke, aber ich bin kein Polizeirat mehr, Lichther genügt.“ „Einmal Polizeirat – immer Polizeirat“, gab Maschke grinsend zurück und Robert quittierte diese Freundlichkeit ebenfalls mit einem Lächeln und verspürte merkwürdige Dankbarkeit.
Robert ging trotz vorhandenem Fahrstuhl zu Fuß ins oberste Stockwerk – er wollte seine Fitness so lange wie möglich erhalten. Oben begrüßte ihn Miriam Pastoor – Polizeidirektor Schneiders Sekretärin – herzlich und fragte: „Kaffee wie immer schwarz und ohne Zucker, Herr Lichther?“
Dabei betonte sie „Herr“ so, dass eindeutig zu erkennen war, dass es nur eine offizielle Floskel war – eigentlich waren sie nach jener Nacht im Frankfurter Hof per Du. Robert strahlte sie an.
„Ja, haben Sie vielen Dank.“
Trotz seiner förmlichen Anrede war auch hier eine gewisse Vertrautheit herauszuhören.
