Die Insel des Mondes - Beatrix Mannel - E-Book

Die Insel des Mondes E-Book

Beatrix Mannel

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Beschreibung

Auf der geheimnisvollen Insel Madagaskar wartet ein schicksalhaftes Vermächtnis

Madagaskar 1880: Nach dem dramatischen Ende ihrer Ehe wagt die junge Paula auf der entlegenen Insel den Neubeginn. Auf der Vanilleplantage ihrer Großmutter Mathilde will sie deren Rezepte weiterentwickeln und den großen Traum vom einzigartigen Parfüm verwirklichen. Als Paula zusammen mit drei Männern den gefährlichen Weg durch den Dschungel antritt, ahnt sie noch nicht, wie sehr sich ihr Leben verändern wird. Und dann beschwört ihre Ankunft auf der verlassenen Plantage dunkle Geister der Vergangenheit herauf, die Paula in ein tödliches Spiel zwingen. Ein Spiel, das sie allein mit einem magischen Duft gewinnen kann, einem Duft, der nicht nur ihre Seele rettet, sondern auch ihr verwundetes Herz.

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Seitenzahl: 574

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Das Buch

Madagaskar 1880: Die 21-jährige Paula ist nach ihrer bösartigen Scheidung fest entschlossen, ein neues Leben zu beginnen und ihren Traum von der Herstellung eines einzigartigen Parfüms zu verwirklichen. Gegen den Willen ihrer Mutter bricht Paula nach Madagaskar auf, wo sie von ihrer verschollenen Großmutter Mathilde eine kleine Vanilleplantage im Nordosten geerbt hat. Schon seit ihrem vierzehnten Geburtstag, an dem Paula das zerfledderte Rezeptbuch der Großmutter geschenkt bekam, beschäftigt sie sich intensiv mit Heil- und Duftpflanzen. Und seit damals wünscht sie sich mehr über Mathildes Verschwinden und deren Vanillefarm zu erfahren. Um in den Nordosten zu gelangen, muss Paula Madagaskar durchqueren. Die einzigen Reisegefährten, die sie nach langem Suchen für diese abenteuerliche Reise finden kann, sind drei sehr unterschiedliche Männer. Seit ihrer Ehe will Paula von Männern nichts mehr wissen, aber sie hat keine andere Wahl. Die Gruppe reist zunächst nach Ambohimanga, zur Königin Ranavalona II., deren Unterstützung alle für ihre Pläne benötigen. Jedoch verschafft ihnen nur eine fatale Lüge die nötige Audienz. Von Ambohimanga führt die Reise in den tropischen Regenwald mit seinen Orchideen, Lianen, Goldspinnen und Lemuren, immer tiefer hinein in das Land und seine archaischen Traditionen, deren Unkenntnis Paula und ihre Gefährten immer wieder in große Gefahr bringt. Obwohl Paula dagegen ankämpft, verliebt sie sich, ohne zu merken, dass einer ihrer Reisegefährten ein perfides Spiel mit ihnen treibt. Es gelingt Paula, das Geheimnis ihrer Großmutter zu lüften, doch erst viel zu spät wird ihr klar, welches Verhängnis sie damit für alle heraufbeschwört …

Die Autorin

Beatrix Mannel studierte Theater- und Literaturwissenschaften und arbeitete dann als Redakteurin beim Fernsehen. Heute ist sie freie Autorin und schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Nach Die Hexengabe und Der Duft der Wüstenrose ist Die Insel des Mondes ihr dritter Roman im Diana Verlag. Beatrix Mannel lebt mit ihrer Familie in München.

Mehr zur Autorin unter www.beatrix-mannel.de

BEATRIXMANNEL

Die Insel des Mondes

ROMAN

Originalausgabe 07/2013

Copyright © 2013 by Diana Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Redaktion |Lisa Scheiber

Umschlaggestaltung |t.mutzenbach design, München

unterVerwendung von © shutterstock

Die 2. Karte stammt aus

dem Piratenmuseum in Antananarivo, Madagaskar.

Satz |Leingärtner, Nabburg

Alle Rechte vorbehalten

ePub-ISBN|978-3-641-10313-2

www.diana-verlag.de

Die Insel des Mondes widme ich allen Großmüttern

und ganz besonders diesen:

Elisabeth Becker,

in deren Friseursalon ich schon als Kind

von geheimnisvollen Düften umweht wurde.

Mathilde Mannel,

die ich leider nie kennengelernt habe.

Elisabeth Kalasz,

der sanftmütigsten Schwiegeroma der Welt.

Wenn ich lächele,

ist der Himmel grün!

Wenn du lächelst,

ist der Himmel blau!

Wenn wir zusammen lächeln,

ist der Himmel glücklich!

Und wenn ich dann allein lächele,

ist der Himmel sehr weit:

Der Himmel ist grau!

J. R. Randriasamimanana,

Dichter aus Madagaskar

2

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Wenn ich Edmond nicht getroffen hätte und nichtBescheid wüsste, dann würde ich Madame Kellermann auch alles glauben. Und es erstaunt mich, wie gut sie es schafft, über ihre wahren Absichten Stillschweigen zu bewahren. Meines Wissens ist es für Frauen fast unmöglich, ein Geheimnis für sich zu behalten, aber ihr gelingt es mühelos. Dabei redet sie nicht etwa auffallend wenig, nein, sie ist schlau und schafft es, auf die anderen ganz unverfänglich zu wirken. Das ist natürlich auch gut für mich, denn wenn niemand weiß, was hier wirklich gespielt wird, dann vertrauen uns die anderen leichter.

Zweimal schon habe ich ihr Gepäck durchsucht, unglaublich viel Gepäck, und ich war sicher, dass ich darin etwas finden müsste. Ihre Großmutter muss doch Aufzeichnungen hinterlassen haben. Aber von den zwei Truhen war nur eine voller Frauenkram, in der anderen waren seltsame Gerätschaften: Kupferkessel, Metallröhren, Gasbrenner, Glaskolben, leere dunkelbraune Flaschen mit geschliffenen Glasstöpseln, Glasplatten in Holzrahmen. Fläschchen mit Ölen, Tinkturen, Flaschen mit Essenzen, parfümierte Pomaden. Welcher Mensch, der einigermaßen bei Geiste ist, reist in ein Land wie Madagaskar mit Glasflaschen und Glasplatten? Sie ist eine Meisterin der Tarnung, wie ich widerwillig zugeben muss. Niemand würde vermuten, dass sie nicht genau das zu tun beabsichtigt, was sie behauptet.

Bei meiner bisherigen Suche habe ich also nichts von Bedeutung gefunden, offensichtlich ist sie schlauer, als ich dachte. Ich muss mir die Truhe mit den Gerätschaften noch einmal gründlicher vornehmen, dabei hätte ich mir mehr Zeit lassen sollen. Oder sie hat etwas in der Ledertasche versteckt, die sie neben der Wasserflasche an einem Riemen über der Schulter trägt und nie aus den Augen lässt. Aber ich kann es mir auf keinen Fall leisten, erwischt zu werden, auch nicht von den Trägern. Zu groß ist das Risiko, dass mich jemand verrät. Und wer weiß, wozu sie fähig ist, wenn sie herausfindet, dass ich Bescheid weiß über ihre elende Großmutter, deren Gebeine, wie ich hoffe, in der Hölle schmoren.

Ein paar Mal schon habe ich überlegt, ob sie wohl reden würde, wenn ich ihr eine Ladung Rum in den Zitronengrastee mische, doch ich fürchte, sie würde es bemerken, ihr Geruchssinn ist außergewöhnlich gut entwickelt. Das muss sie von Mathilde geerbt haben.

3

Anis

Pimpinella anisium, das Anisöl ist farblos oder hellgelb, von intensivem Anisgeruch und verharzt sich schnell an der Luft. Das beste stammt aus dem Gouvernement Woronesch in Russland.

Das Lager hatte Noria zusammen mit den Trägern neben einem kleinen Felsvorsprung aufgebaut, in der Nähe des Flusses. Der Ikopa war sehr breit und rauschte vielversprechend laut. Vielleicht war dieser Fluss endlich tief und sauber genug, dass Paula hier ein Bad nehmen konnte. Sie lief weiter zu ihrem Zelt, das die Träger schon errichtet hatten. Wie jeden Abend wurde es mit einem Schlag stockfinster, das ganze Lager war nur von dem Flackern des stark rauchenden Feuers erhellt, das tapfer mit dem feuchten Holz kämpfte.

Lázló und Morten traten zu ihr und überschütteten sie mit Fragen, denen Villeneuve dann mit seinem Auftauchen ein jähes Ende setzte. »Madame Kellermann gefiel es, ein Schlammbad zu nehmen«, erklärte er den beiden. Mit einem Ächzen ließ er sich auf einer der rund um das Feuer ausgebreiteten geflochtenen Matten aus Palmwedeln nieder. Sobald er saß, trat Noria zu ihm, reichte ihm einen Emaillebecher und goss dann aus einer Blechkanne Zitronengrastee hinein, dessen Duft den bitteren Rauch des Feuers so köstlich überlagerte, dass Paula kurz versucht war, sich zu den beiden zu gesellen, aber dann entschied sie sich dafür, erst im Fluss zu baden.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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